ORGAN: Haut (Elastizität)

1.1Empfohlene Potenzierung: D 12

1.2 Charakteristik

Dieser Mineralstoff bildet die Hüllen, den Schutz der einzelnen Körperteile, in seiner Härte aber auch in seiner Elastizität. Calcium fluoratum bildet hauptsächlich den Zahnschmelz, also die harte Oberfläche der Zähne, ebenso die Oberfläche der Knochen.

Ebenso ist dieser Mineralstoff für die Elastizität der Zellmembran zuständig, sie ist die Hülle der Zelle. Diese ist auf die Elastizität ihrer „Haut“ sehr angewiesen, was die Dehnbarkeit anlangt, aber auch ihre Fähigkeit, sich wieder zusammenzuziehen. Da der Mineralstoff die Elastizität aller Fasern ermöglicht, ist er entscheidend an der Bildung der Gefäßwände und der Elastizität der Haut sowie der Bauchdecke beteiligt und kommt in allen inneren Organen vor.

Damit ist er zuständig für alle Bereiche, wo sich etwas gedehnt hat und nicht mehr zusammenziehen kann, oder wo sich etwas zusammengezogen bzw. verhärtet hat und nicht mehr dehnen kann.

Calcium fluoratum bindet im Körper das Keratin, auch Hornstoff genannt. Das ist ein schwefelhaltiges Eiweiß (hochpolymeres Skleroprotein1)  in den Haaren, Nägeln und der Epidermis². Der Hornstoff dient zur Erhaltung der Elastizität und Festigkeit aller elastischen Fasern, vor allem der Sehnen und Bänder.

Die Haut – das flächenmäßig größte Organ unseres Körpers – überzieht zum Schutz den ganzen Organismus, wobei der Hornstoff in der obersten Schicht, der Epidermis, eingelagert wird. Die Bildung dieser Hornschicht ist nur durch die Anwesenheit von Calcium fluoratum möglich.

Wenn der Körper an bestimmten Stellen besonderer Belastung ausgesetzt ist, vermag der Organismus mit Hilfe des Hornstoffes eine Schutzschicht – eine verdickte Hornhaut (Schwielen) – zu bilden. Auch das ist nur durch die Anwesenheit von Calcium fluoratum möglich.

Wenn sich jedoch eine übermäßige Hornhaut ohne größere Beanspruchung, also ohne erkennbare Notwendigkeit bildet, dann fehlt es dem Organismus an diesem Mineralstoff und der Hornstoff tritt, weil er den Halt – die Bindung an die Fasern – verliert, an die Körperoberfläche.

Bei einem Mangel an Calcium fluoratum verhärtet der im Gewebe vorhandene Hornstoff. So kann zum Beispiel bei schwieligen Narben die Verhärtung durch Gaben dieses Mineralstoffes wieder gemildert oder gar aufgeweicht werden. Das Gewebe wird wieder biegsam und elastisch.

1.3 Wirkungsweise

Calcium fluoratum wirkt sehr langsam, so dass es sehr lange genommen werden muss, oft monate- und jahrelang. Es ist ein den ganzen Körper umstimmendes Mittel, was viel Geduld und Ausdauer verlangt.

Äußerlich bei einer rauen Haut, Rissen oder schmerzenden Schrunden kann es überraschend schnell wirken.

1.4 Mangelzeichen – Antlitzanalyse

Würfelfalten: von den inneren Augenwinkeln ausgehend, um das untere Augenlid sich fächerförmig ausbreitend. Je enger die Fältchen, desto größer der Mangel. Die Würfelfalten können sich auch über das obere Augenlid hinziehen. Die Würfelfalten sehen manchmal aus wie Punkte. Beim festen Zusammenpressen der beiden Lider werden die Falten sichtbar.

Rötlich-bräunlich-schwärzliche Färbung: diese Färbung zeigt sich hauptsächlich unter den Würfelfalten und zieht sich oftmals oben und unten um das Auge herum.

1.5 Elastizität

Was bedeutet der Begriff Elastizität für unseren Körper?

Calcium fluoratum Nr.1 ist ein sehr grundlegender Mineralstoff für den menschlichen Organismus.

Er ist an der Bildung der schützenden Hüllen des Körpers wesentlich beteiligt. Dabei geht es um die Elastizität dieser Hüllen und hier besonders um die der aufgebauten Struktur zu gebende, stützende Elastizität der körperlichen Hüllen. Das hängt ganz eng zusammen mit den strukturgebenden Proteinen des Körpers, nämlich folgenden, die für die Elastizität ausschlaggebend sind:

dem Keratin, dem Kollagen, und dem Elastin.

Sie alle spielen eine wichtige Rolle beim Aufbau der folgenden 4 Grundgewebe:

Epithelgewebe, Nervengewebe, Bindegewebe, Muskelgewebe und haben eine weit reichende Bedeutung im Zusammenhang mit der Nr.1.

Es gibt in unserem Körper verschiedene Bereiche und verschiedene Arten, wenn man von Elastizität spricht.

1.5.1 Die Elastizität hinsichtlich Struktur und Form

Die Struktur der Bausteine des menschlichen Körpers wird durch Nr. 11 Silicea gewährleistet. Damit aber die aufgebauten Strukturen auch elastisch sind, d.h., dass sie nach Deformierung wieder in ihre alte Form zurückkehren, dafür ist Nr. 1 Calcium fluoratum als Betriebsstoff unabdingbar notwendig. Mit diesem Mineralstoff bindet der Organismus das Keratin, den Hornstoff. Mit Hilfe von Nr. 4 Kalium chloratum werden alle Faserstoffe, also auch das Elastin und die Kollagene aufgebaut. Sie sind wichtige Baustoffelemente des Körpers, bis hinein in die Zellen.

Das Cytoskelett, von seinem Wesen her aus Keratin aufgebaut, kleidet jede Zelle innerhalb ihrer Hülle (Biomembran) mit einem Geflecht aus und gibt ihr Halt und Form. Sehnen, Bänder, Knorpelgewebe, aber auch die Häute des Körpers, mit denen Organe, Muskeln aber auch die Knochen überzogen sind, werden mit Hilfe von Kollagen, Elastin und vernetzten Proteoglykanen mit aufgebaut. (Strukturbeharrung)

Die Qualität der Elastizität wird durch die Anwesenheit der Nr.1 erreicht.

Auf der Makroebene fördern Vitamin B1 und Kieselsäure den Aufbau von Kollagen, aber auch Kupfer,wobei in der Biochemie nach Dr. Schüßler auch an Nr. 19 Cuprum arsenicosum gedacht werden kann, und Vitamin B6 spielen eine wichtige Rolle.

1.5.2 Die Elastizität der Biomembranen

Alle Zellen haben eine durchlässige, doppelschichtige Biomembran. Sie besteht aus zwei Schichten von aneinandergereihten Phospholipidmolekülen. Jedes dieser Moleküle ist aus 2 Fettsäuremolekülen (Doppelschwänzchen) und einem wasserlöslichen Phosphatidmolekül aufgebaut. Ein gesunder Aufbau der Biomembranen ist unbedingt erforderlich für das gesamte Stoffwechselgeschehen im Organismus des Menschen.

Hierfür ist vor allem auch die Nr.5 zuständig, Kalium phosphoricum D6 und auf der Makroebene das Lecithin, darüber hinaus die Aufnahme von ungesättigten Fettsäuren über eine gesunde Ernährung. Biomembranen werden besonders durch freie Radikale geschädigt. Einen Schutz gegen freie Radikale in der Biochemie nach Dr. Schüßler stellt vor allem die Einnahme von Nr.3 Ferrum phosphoricum D12 und die Nr.6 Kalium sulfuricum D6 dar. Auf der Makroebene sind das die Antioxidanzien, vor allem die Vitamin B – Gruppe.

1.5.3 Elastizität des Bindegewebes

Das Bindegewebe, das bei Nr. 4 Kalium chloratum ausführlich besprochen wird, besteht zu einem großen Teil aus Elementen, die als Garant für ihre Elastizität der Anwesenheit von Nr. 1 Calcium fluoratum bedürfen. Das wesentlichste Kennzeichen ist die Elastizität des Bindegewebes, damit sich der Organismus optimal organisieren kann.

 
Das Bindegewebe sollte flutungsfähig sein!

Man spricht von einem elastischen Bindegewebe, wenn es gut durchlässig für den Stoffwechseltransport zwischen den Zellen ist. Das Bindegewebe braucht für diesen Transport genügend Wassermoleküle, die den Bindegewebsraum durchspülen. Die Bindegewebsflüssigkeit ähnelt in seiner Zusammensetzung dem Tiefseemeerwasser.

Auf der Makroebene sollte auf der einen Seite auf eine ausreichende Wasserzufuhr (Trinkwasser) geachtet werden und auf der anderen Seite eine gemüsereiche Kost für eine ausreichende Basenzufuhr sorgen.

Wenn wir also vom Kalziumfluorid sprechen, müssen wir uns vor allem zuerst die Funktion der Haut als größte Hülle des menschlichen Körpers, die Hüllen der Zähne und die Hüllen der Knochen genauer ansehen, was im sechsten Abschnitt der Besprechung dieses Mineralstoffes geschehen.

1.6 Keratin

Keratin, das sind Hornsubstanzen, zur Gruppe der Gerüsteiweiße, den so genannten Skleroproteinen, zählende hochmolekulare Proteine, die in Epithelgeweben des menschlichen Organismus, insbesondere in der Hornhaut, in den Haaren und Schuppen vorkommen.

1.6.1 Die Bedeutung des Keratins – Hornhaut, Risse, Schrunden

Bei einem Mangel an Calcium fluoratum verliert das Keratin, der Hornstoff, seine Elastizität und verhärtet. Der Hornstoff ist jedoch neben anderen Stoffen ein wesentliches Element zum Aufbau des Stützgerüstes des Körpers. Tritt durch einen Mangel an Calcium fluoratum der Hornstoff an die Oberfläche und verhärtet wie beschrieben, sollte diesem Problem unbedingt nachgegangen werden.

Besteht ein Mangel an Calciumfluorid in den obersten Schichten der Haut, dann kann der Hornstoff in den Epithelzellen seine Aufgaben bezüglich der Elastizität der Struktur nicht mehr erfüllen, er fällt aus. Es kommt zu Bildung von dicker Hornhaut, in weiterer Folge zu Hornhautrissen bzw. rissigen Hautstellen, Schwielen und Schrunden, auch rissige Lippen.

Aus der Praxis: Ein Bäckermeister litt schon Jahre unter sehr starker Hornhaut an den Fersen, bevor er in die Beratung kam. Die Hornhaut an den Fersen war so stark und starr, dass sie beim Gehen brach und immer wieder einriss. Diese Risse bereiteten große Schmerzen, die er mit vielen Mitteln versuchte zu lindern. Es trat auch über die Haut an der Handinnenfläche der Hornstoff aus, was die Hände leicht gelblich-bräunlich aussehen ließ. Er berichtete, dass ihm seine Frau immer wieder vorwerfe, dass er sich die Hände nicht ordentlich wasche.

Nachdem er über die Zusammenhänge informiert war, konnte er verstehen, was für ein Vorgang in seinem Körper ablief. Es wurde ihm empfohlen, die Calcium fluoratum Salbe einige Male am Tag einzureiben und 10 bis 15 Tabletten desselben Mineralstoffes am Tag zusätzlich einzunehmen. Mit dem Hinweis, dass der Besserungsvorgang sehr lange Zeit in Anspruch nehmen werde, wurde er verabschiedet. Beim nächsten Besuch konnte er berichten, dass die Schmerzen an den Rissen schon nach wenigen Tagen verschwunden waren.

Nach einem halben Jahr wurde der Belag an den Händen weniger und die Hornstoffbildung an den Fersen ging auch schon langsam zurück. Nach einem Jahr war auch hier eine deutliche Besserung festzustellen. Die Mineralstoffe sind ihm seither zum unentbehrlichen Begleiter in seinem Leben geworden.

Das vorliegende Beispiel zeigt auch, dass die ununterbrochene Beanspruchung der Elastizitätsleistung in allen Geweben durch den oftmaligen Wechsel zwischen der warmen Backstube und dem doch etwas kühleren Verkaufsraum sehr viel vom Betriebsstoff Calcium fluoratum verbraucht hat.

Weitere Betriebsstörungen hinsichtlich des Keratins sind

 

1.6.2 Keratin und Verhärtungen

Im Bindegewebe können folgende Verhärtungen auftreten:

Hornhaut, Hühneraugen, Geschwüre mit harten Rändern, verhärtete Narben, gutartige Brustknoten, Kropf (wenn er sich hart anfühlt), Drüsenverhärtungen (Arzt!). Ebenso ist dieser Mineralstoff in Kombination mit Natrium chloratum für den grauen Star zuständig; er hat große Bedeutung für die Augenmuskulatur. Die Fingernägel sind bei einem Mangel entweder sehr spröde, hart wie Glas und splittern beim Schneiden, oder sehr weich und lassen sich sehr leicht biegen.

Aus der Praxis: Eine ältere Dame hatte am Rücken große verhornte Altersflecken. Eine Untersuchung in der Hautklinik ergab: Verruca senilis, was soviel wie Alterswarze heißt. Das sind gelbliche bis schwarze harmlose Hautgebilde in Form einer Warze, welche im späten Lebensalter auftreten. Ein verwandter Arzt und Neurologe empfahl die Stellen in Ruhe zu lassen. Dasselbe Calcium fluoratum, das den Hornstoffaustritt an den Füßen günstig beeinflusste, bewirkte, dass diese Hautveränderungen vorerst immer heller, dann kleiner wurden.

Zusammen mit Silicea wurden bei der Dame die Nägel wieder fest und elastisch. Auch wurde das Haar wieder dichter und es schien, als käme es eher braun nach statt weiß.

1.7 Calcium fluoratum in Beziehung zu Kollagen und Elastin

Bei einem Mangel an Nr. 1 Calcium fluoratum leidet die Elastizität der Bandscheiben, vor allem der Faserring, was zu einem Prolaps der Bandscheiben führt, wobei die Haut des Knorpels reißt, und der gallertartige Inhalt austritt und meistens den aus dem Rückgrat austretenden Nerv empfindlich stört, irritiert.

Im Falle der Aderwände führt ein Mangel an Nr. 1 Calcium fluoratum zu Krampfadern, und Hämorrhoiden. Die Besenreiser müssen als erweiterte Kapillaren ebenfalls mit Nr. 1 Calcium fluoratum versorgt werden, damit sie sich wieder zusammenziehen.

Calcium fluoratum Nr.1 ist für die Elastizität aller Häute, Bänder und Sehnen von großer Bedeutung.

Bänder und Sehnen, welche die Gelenke halten und verbinden, sind aus Kollagen und Elastinfasern aufgebaut, auch Knorpelgewebe. Bei diesem ist die Elastizität eine Grundvoraussetzung, sie wird mit Hilfe der Nr.1 erreicht.

Knorpelgewebe wird von den Chondrozyten gebildet, die in Kollagen und Elastin eingebettet sind. Im Knorpelgewebe sind die Bestandteile Chondroitinsulfat, Hyaluronsäure und Keratansulfat zu finden. Chondroitinsulfat fördert die Bildung der Knorpelmatrix und Knorpelneubildung. Hierbei wird auch vermehrt Wasser gebunden, um den Knorpel elastisch zu halten, was die Anwesenheit des dafür wichtigen Betriebsstoffes Nr. 8 Natrium chloratum verlangt.

Sehnen verbinden Muskeln mit den Knochen, Bänder sind die elastischen Verbindungen, die zwischen den Knochen für den Halt des Skeletts sorgen und damit für die Haltung des Menschen. Wenn sich vor allem die Bänder durch einen Mangel an Nr. 1 Calcium fluoratum verkürzen, verzieht sich die Gestalt des Menschen, dann sprechen wir von einer Haltungsschwäche, von Skoliose oder Kyphose, den Verkrümmungen der Wirbelsäule.

Durch das Rückgrat kommt nun auch eine tiefe Schicht des Menschen in das Blickfeld, nämlich sein Charakter. So verweist der Körper durch sein Äußeres auf tiefere bzw. innere Ebenen mit ihren Ausformungen und Strukturen, die auch betrachtet werden sollen.

1.8 Erhaltung der Elastizität

Calcium fluoratum gibt den Fasern ihre Elastizität, so dass sie sich dehnen und wieder zusammenziehen können. Deshalb ist dieser Mineralstoff überall dort anzuwenden, wo sich Bänder oder Gewebe so gedehnt haben, dass sie sich bei einem Mangel nicht mehr zusammenziehen können, ferner bei einem Mangel an Flexibilität und Elastizität, wo sich Bänder so stark zusammengezogen oder Gewebe verdichtet haben, dass eine Dehnung nicht mehr möglich ist.

Insgesamt kommt es zu einer Versteifung des Menschen, zu großen Bewegungsproblemen, wenn ein schwerwiegender Mangel an Nr. 1 Calcium fluoratum vorliegt.

1.8.1 Erschlaffung

Die Bänder und Sehnen sind gedehnt und können sich nicht mehr zusammenziehen.

Nr. 1 Calcium fluoratum kann vor allem bei der äußeren Anwendung in Begleitung zur inneren Anwendung (Einahme) zum Erfolg führen.

Anwendungsbereiche bei Erschlaffung für Calcium fluoratum sind:

Sehnen, Bänder

Organhüllen

Polypen

Haut

Schließmuskel

Aus der Praxis: Ein Mann hatte, als er im Jahre 1983 begann, die Mineralstoffe nach Dr. Schüßler zu nehmen, noch Schuhgröße 45. Nach einigen Jahren konsequenter Einnahme hatte er nur Schuhgröße 44. Der durchgedrückte Vorfuß hatte sich durch die wiedergewonnene Spannung aufgewölbt. Senk-, Spreiz-, und Plattfüße sind Folgen eines Mangels an Calcium fluoratum.

1.8.2 Verschiedene Arten von Faltenbildung

Wenn die Falten der Haut zum Thema werden, was aber noch besonders bei Nr. 11 Silicea geschieht, dann muss zwischen den Ziehharmonikafalten und den durch die Kompaktierung des Bindegewebes bzw. der Verwölbung der Haut, den gewölbten Falten, unterschieden werden.

Erstere zeigen ausschließlich einen Mangel an Nr. 11 Silicea an, zweitere einen Mangel an Nr. 11 Silicea und zusätzlich an Nr. 12 Calcium sulfuricum.

In der Antlitzanalyse kennen wir auch noch die Fächerfalten, die vom inneren Augenwinkel ausgehend, einen Mangel an Nr. 1 Calcium fluoratum anzeigen.

1.8.3 Versteifung – Verhärtung

Ein starker Mangel an diesem Mineralstoff kann auch zur Verkürzung von Bändern führen, erkennbar daran, dass z. B. die Finger nicht mehr ausgestreckt werden können. Dies betrifft vor allem den kleinen Finger und den Ringfinger.

Eine Verkürzung der Sehnen und Bänder liegt auch vor, wenn der Mensch in seiner Beweglichkeit eingeschränkt wird, wenn er steif wird.

Die Bänder und Sehnen ziehen sich zusammen und können sich nicht mehr ausdehnen.

Bei der Behandlung solcher Störungen sollte unbedingt die äußere Anwendung beachtet werden. Günstig gewählte Kombinationen unterstützen den Erfolg. Ja oft machen sie ihn erst möglich.

Verhärtungen, Versteifungen:

1.8.4 Anwendungsgebiete dieses Mineralstoffes

Rissige oder trockene Lippen, eingerissene Mundecken, Neigung zu Herpes

Einnahme:

  1. Stufe: Nr. 1
  2. Stufe: Nr. 1+9+11
  3. Stufe: Nr. 1+3+5+8+9+11
  4. Stufe: Nr. 1+3+5+8+9+10+11

Karies, Krampfadern, Hämorrhoiden (für innenliegende: biochemische Zäpfchen), Couperose: 1+4+9+10+11),
Zahnschmelzprobleme: durchsichtige Zahnspitzen, berührungsempfindliche Zähne

Einnahme:

  1. Stufe: Nr. 1+2
  2. Stufe: Nr. 1+2+9+11
  3. Stufe: Nr. 1+3+5+8+9+11

 
Elastizität

Einnahme:

  1. Stufe: Nr.1
  2. Stufe: Nr.1+9+11
  3. Stufe: Nr.1+3+5+8+9+11

Zahnende Kinder

Brei oder wässrige Lösung: 1+3+5+8

 
Zerrung, Prellung

Brei: 3 + 5 + 8 je 40 Stück, 1 + 11 je 10 Stück

Einnahme:

  1. Stufe: Nr. 3
  2. Stufe: Nr. 1+3+9+11
  3. Stufe: Nr. 1+3+5+8+9+11

Phimose: Einnahme: Nr. 1, Bad: Nr. 1,

Blaue Lippen – Herz

Wenn die Elastizitätskraft des Herzens leidet, kommt es zu blauen Lippen.

Einnahme:

  1. Stufe: Nr. 1
  2. Stufe: Nr. 1+2+9+11
  3. Stufe: Nr. 1+2+3+5+8+9+11

Hornstoff, Keratin

Schwielen, Hornstoffaustritt (bes. an den Fersen),

Risse auf Händen, Schrunden, Risse, harte Handinnenfläche (1+3+5+8+11l) und Lippen (1+3+8+10+11)

Einnahme:

  1. Stufe: Nr. 1
  2. Stufe: Nr. 1+9+11
  3. Stufe: Nr. 1+3+5+8+9+11

Verhärtungen-Narben, Hühneraugen, Hornhaut, Dupuytren Kontraktur, Karpaltunnelsyndrom, Dammpflege

Einnahme:

  1. Stufe: Nr. 1
  2. Stufe: Nr. 1+9+11
  3. Stufe: Nr. 1+3+5+8+9+11

1.9 Häute – Hautoberflächen im Körper

1.9.1 interne Austauschflächen

Daneben gibt es viele innere Häute, sogenannte interne Austauschflächen, das sind Grenzgewebe, die für den Stoffaustausch mit der externen Umwelt verantwortlich sind.

Diese Flächen liegen im Inneren des menschlichen Körpers und stehen über Öffnungen mit der externen Umwelt in Verbindung.

Durch Verzweigung dieser Hautoberflächen, Faltung oder Kombination von beidem, kann der Körper die Oberflächen dieser Austauschflächen wesentlich vergrößern.

Ein Vergleich:

Auswirkung der Oberflächenvergrößerung

Alle diese internen Austauschflächen brauchen eine mechanische Festigkeit, zugleich aber auch eine gewisse Elastizität. Sie werden alle ausgekleidet von einem Epithelgewebe, welches sehr eng aneinander gelagerte Zellen enthält.

1.9.2 Die wichtigsten Schutzfunktionen der Häute im Körper

Zu diesen Hüllen zählen die Aderwände genau so, wie die Organhüllen. Sie sind alle aus Epithelzellen aufgebaut – entweder einschichtig oder mehrschichtig.

Diese Epithelzellen der Häute können:

Die äußerste Schicht des Epithels heißt Apikale Seite, die innerste Schicht wird Basale Seite genannt, diese ist meist mit dem Bindegewebe fest verbunden, man bezeichnet sie als Basalmembran.

Das Epithel der Haut des Menschen ist ein so genanntes Plattenepithel.

Die Nr.1 ist ungemein wichtig, wenn es um die Elastizität von strukturgebenden und haltgebenden Austauschflächen geht.

1.10 Die Haut

1.10.1 Die Oberhaut

Die Haut ist das größte Organ des menschlichen Körpers. Die Ausdehnung der Oberhaut beträgt 1,5 bis 2 m².

Die Haut ist unser Schutz vor der Umwelt und gleichzeitig unser größtes Sinnesorgan. Es ist aus drei Schichten aufgebaut:

  1. Epithelschicht – Oberhaut – Epidermis
  2. Lederhaut – Korium
  3. Unterhaut – Subcutis

1.10.1.1 Epidermis

Als Apikale Schicht ist sie nicht nur die äußerste Schicht der Haut, sondern stellt auch den wesentlichsten Schutz für die Haut dar, wobei hier wiederum die oberste der in drei Schichten eingeteilten Epidermis diese Aufgabe hat. Es handelt sich um die Hornschicht, die ihre Elastizität allein der Anwesenheit von Nr. 1 Calcium fluoratum verdankt.

Bei einem Mangel kommt es zur bekannten Verrunzelung der Haut (welke Haut).

1.10.2 Korium

Die zweite Schicht der Haut, das Korium bzw. Lederhaut, beinhaltet wesentliche Komponenten der Haut, welche alle in Kollagen und Elastinfasern eingebettet sind:

Tastrezeptoren, Blutgefäße, Nerven, Talgdrüsen, Haarmuskel, Ruffinikörper, Schweißdrüsen, das Bindegewebe der Haut, welches hauptsächlich mit Hilfe von Nr. 1 Calcium fluoratum und Nr. 11 Silicea aufgebaut wird.

1.10.3 Subcutis

In die Unterhaut als dritte Schicht sind die wichtigen Fettzellen eingebaut, die innig mit Nr. 9 Natrium phosphoricum in Verbindung stehen. Es stellt ebenso auch den Wasserspeicher der Haut dar, was wiederum mit dem Mineralstoff Nr. 8 Natrium chloratum in Verbindung steht.

In die Unterhaut sind auch die Haarzwiebeln eingebettet.

1.11. Calcium fluoratum und weitere Hüllen

Calcium fluoratum ist für die Ausbildung der Knochen- und Zahnhüllen zuständig.

1.11.1 Calcium fluoratum und die Zähne

Fluorapatit ist aber auch Bestandteil des Zahnschmelzes und schützt die Zähne vor Karies, vor dem Angriff von Säuren und vor den Bakterien der Zahnplaques.

Calcium fluoratum hat besondere Bedeutung, wenn der Zahnschmelz aufgeraut ist, wenn er sich nur mangelhaft bildet oder gar teilweise fehlt.

Es fördert den Zahndurchbruch bei Säuglingen und Kleinkindern und ist bei Zahnkrämpfen zuständig, auch wenn die Zähne empfindlich auf Berührung reagieren, was vor allem auch im Verlauf einer Schwangerschaft auftreten kann.

Aus der Praxis: Ein kleines Mädchen hatte auf den ersten Zähnen fast keinen Zahnschmelz ausgebildet. Außerdem war es von besonders zierlichem Wuchs und außerordentlich mager. Es war so stark entmineralisiert, dass es kaum etwas essen konnte. Der Organismus und damit auch die Zellen des Körpers hatten großen Mangel an Mineralstoffen, aus diesem Grund konnte es auch keine Nahrung verarbeiten. Die Zähne waren teilweise locker. Die Mutter war sehr verzweifelt. Als das Kind einige Zeit vorwiegend Calcium fluoratum neben anderen Mineralstoffen genommen hatte, festigten sich die Zähne und der Zahnverfall konnte gestoppt werden. Sehr bald war auch die lethargische Müdigkeit verschwunden, und ein ganz natürlicher Hunger stellte sich ein, und es konnte wieder essen.

Der Zahnschmelz bildete sich auf den ersten Zähnen nicht mehr nach, jedoch nahm die Festigkeit der Zähne zu, so dass sie nicht mehr abbröckelten. Für die Bildung der zweiten Zähne konnte noch rechtzeitig vorgesorgt werden. Deren Zahnschmelz war einwandfrei.

Die Zähne werden durch hoch elastische, straffe Bänder im Kiefer gehalten. Erleiden diese einen Mangel an Nr. 1 Calcium fluoratum, werden die Zähne locker. Durch die Einnahme dieses Mineralstoffes und die Anwendung einer biochemischen Zahnpasta werden die Zähne in den meisten Fällen wieder fest. Auch wird der Zahnschmelz durchgehend mineralisiert, so dass er seine Aufgabe als Schutz des Zahnes erfüllen kann.

Lockere Zähne und Zahnfleischschwund stehen in keinem ursächlichen Zusammenhang und sind gesondert zu betrachten.

Wenn bei den Kindern beim Zahnen die Zähne durch den Kiefer stoßen, ist das sehr oft ein schmerzhafter Prozess4.

Auch hier wirkt Nr. 1 Calcium fluoratum hervorragend, indem es den Kiefer elastisch macht.

In Kombination mit Nr.3 Ferrum phosphoricum, wegen der leicht erhöhten Temperatur, Nr.5 Kalium phosphoricum, für die Energie und Nr. 8 Natrium chloratum, dessen Mangel sich durch Schnupfen und Speichelfluss zeigt, ist es möglich, Kindern eine wesentliche Erleichterung zu bringen. Häufig verlieren sich bei der Anwendung dieser Kombination sämtliche Beschwerden.

Für die Aushärtung des Zahnschmelzes ist das Spurenelement Molybdän von großer Bedeutung.

Calcium phosphoricum – Nr. 2 ist in diesem Zusammenhang nicht angebracht, da es hauptsächlich für die Bildung der Zahnsubstanz notwendig ist und diese schon lange vor dem Hervortreten des Zahnes erfolgt ist. (schon im Mutterleib – die ersten Zähne!)

1.11.2. Calcium fluoratum und die Hüllen der Knochen

Für uns bedeutungsvoll ist, dass im Knorpelgewebe der Kalzifizierungsprozess der Knochen beginnt. Hier werden die Proteoglykane, das sind Kohlenhydratketten mit Proteinresten, aufgespalten und durch Apatit ersetzt. Der Apatit ist das natürlich vorkommende Calciumphospat, das uns dann bei Nr. 2 Calcium phosphoricum begegnen wird.

Deswegen ist jeder Knochen von Kollagen und Elastinfasern durchsetzt, das gibt ihm Geschmeidigkeit und Bruchfestigkeit, neben der Kalzifizierung.

In der Knochenhülle werden dann Anteile des Hydroxylapatits durch Fluorapatit ersetzt, was zu einer Aushärtung der Knochenhülle führt, aber auch mehr Halt und Strukturelastizität mit sich bringt.

Aus der Praxis: Ein junger Mann hatte sich das Bein gebrochen und musste längere Zeit einen Gips tragen. So konnte keine lokale Behandlung mit den knochenbildenden Mineralstoffen in Form von aufgelösten Tabletten als Umschläge oder Salben durchgeführt werden. Er war allein auf die Einnahme als Hilfe und Unterstützung für die Heilung angewiesen. Als nach einigen Wochen zur Kontrolle eine Röntgenaufnahme gemacht wurde, waren die Ärzte über den schnellen Heilungsfortschritt des Bruches erstaunt. Der Patient freute sich über die gute Wirkung der Schüßlerschen Mineralstoffe, was seine Einstellung für diese Heilweise bestärkte. Nachdem der Gips entfernt wurde, konnte er die Salbe mit den knochenbildenden Mineralstoffen verwenden, so dass er sehr bald wiederhergestellt war.

1.11.3. Calcium fluoratum ist weiter wichtig für die Knochen

Im Hinblick auf Probleme mit den Knochen ist vor allem bei Knochenschwellungen, Überbeinen, Knochenentzündungen, Knochenhautentzündungen und Knochenquetschungen Nr. 1 Calcium fluoratum angebracht. Ferner ist es unter anderem zu verwenden bei Gelenkschwellungen, Gelenkentzündungen, Knochenschwäche, Knochenbrüchigkeit, bei Knochendeformierungen und der Heilung von Knochenbrüchen; auch bei Bandscheibenschwäche 5, die durch eine mangelhafte Umhüllung entsteht.

Nr. 1 Calcium fluoratum ist der Mineralstoff, der für eine gute Aushärtung der Knochenhülle sorgt, vor allem bei Knochenbrüchen und Knochendeformierungen.

Für einen guten Knochenbau, vor allem aber einen wohlgeformten, elastischen Körperbau ist Calcium fluoratum verantwortlich. Bei den Knochen kommt es nicht nur auf Härte an, sondern besonders auf die Elastizität. Wenn der Mineralstoff fehlt, wird der Knochen eher spröde, so dass er leicht splittert. Ein zweiter Mineralstoff, nämlich das Magnesium phosphoricum Nr.7, ist zusätzlich für diese Aufgaben zuständig. Auch in der Oberfläche der Zähne, im Zahnschmelz, sind diese beiden Mineralstoffe überwiegend am Aufbau und Bestand beteiligt.

Ebenso wird es benötigt, wenn sich die Fontanelle bei Säuglingen schwer schließt.

1.12. Calcium fluoratum in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft ist dieser Mineralstoff von besonderer Bedeutung. Es geht ja nicht nur um die Dehnbarkeit der Bauchdecke und der Muskulatur der Mutter, auch das heranwachsende Kind soll gut versorgt werden. Neben der Einnahme ist das Einmassieren der Salbe von großer Bedeutung, um Schwangerschaftsstreifen (Striae) zu verhindern.

Damm und Dammschnitt

Der Damm wird am besten mit Massageöl elastisch gehalten.

Versorgung der werdenden Mutter

Alle Bereiche, die bei der Geburt besonderer Dehnung ausgesetzt sind, sollten mit Calcium fluoratum Salbe elastisch gehalten werden (Damm), damit keine einschneidenden Maßnahmen (Dammschnitt) nötig sind, und die Gebärorgane sich wieder gut zurückbilden können. Wenn die Mutter genügend Mineralstoffe zu sich nimmt, wird sich auch das Sprichwort, dass jedes Kind einen Zahn kostet, nicht bewahrheiten.

Bei der Mutter geht es um eine Förderung der Elastizität der Bauchdecke wegen der Bauchdehnung, um eine Stärkung der Bauchmuskulatur, um die Förderung der Elastizität der Gebärmutter wegen der Gebärmutterdehnung, dasselbe bei den Mutterbändern um eine Prävention der Gebärmuttersenkung zu erreichen, zuletzt ist wie oben erwähnt der elastische Damm ein weiterer wichtiger Punkt.

Heranwachsendes Kind

Wenn es um die Mineralstoffversorgung für das heranwachsende Kind geht, dann stehen bei Nr. 1 Calcium fluoratum folgende Themen im Mittelpunkt: Knochenbildung – Festigkeit, Zähne, Bänder, Sehnen Organhäute, Haut, Nägel, Haare, Adern.

Äußere Anwendung in der Schwangerschaft: eine Cremegelmischung aus Nr. 1 Calcium fluoratum, Nr. 3 Ferrum phosphoricum, Nr. 5 Kalium phosphoricum, Nr. 8 Natrium chloratum und Nr. 11 Silicea beugt schwerwiegenden Folgen vor.

1.13 Nr. 1 Calcium fluoratum – Nährstoffe

Haut
Nährstoffe Funktion
Alpha-Linolensäure,
Omega 3 FS,
Welke, trockene Haut
Soja Lecithin Welke, rissige, faltige Haut, Kollagenaufbau
Zink Hautaufbau, Wundheilung, Schleimhäute
Vitamin C Fördert die Kollagenbildung, Antioxidans
Vitamin E Aufbau elastischer Haut, Anti-Aging, schützt Biomembranen
Beta Carotin Aufbau elastischer Haut, entzündungshemmend

 

Knochen und Zähne
Nährstoffe Funktion
Kalzium Makro Ebene
Molybdän Einbau von natürlichem Fluorid, fördert Aufnahme von Fluorid aus der Nahrung, Zahnschmelzhärtung
Vitamin C gepudert Zahnfleischbluten, dichtet Gefäße ab
Mangan Aufbau von elastischen Knorpeln und Knochen
Kupfer Aufbau von elastischen Knorpeln und Knochen
Kalzium Makro Ebene

 

Gefäße  
Nährstoffe Funktion
Alpha-Linolensäure, Omega 3 FS, sowie Soja Lecithin Elastische Blutgefäße
Kupfer Elastische Blutgefäße, elastisches Kollagen – Lysyl Oxidase (Mangel führt zu BG-Verhärtungen)
Vitamin C gepuffert Aufbau von elastischen Blutgefäßen und Kapillaren
Citrus Bioflavonoide (Sekundäre Pflanzenstoffe) Starkes Antioxidans im wässrigen und lipophilen Bereich, Vitamin C – Verstärker (Vitaminsparer), oxidativer Schutz und Regeneration von ungesättigten FS,

 

Elastizität  
Nährstoffe Funktion
Alpha-Linolensäure, Omega 3 FS, sowie Soja Lecithin elastische Haut, – Sehnen, – Bänder, – Organe, – Zellen
Vitamin C gepufftert Aufbau von elastischem Kollagen, Aufbau von Elastin, elastische Sehnen, Bänder, Blutgefäße
Zink Aufbau von elastischem Kollagen, Aufbau von Elastin, elastische Sehnen, Bänder, Blutgefäße
Mangan elastische Bindegewebe, elastische Knochen
Kupfer elastisches Bindegewebe, elastische Blutgefäße

 

 

Bindegewebe  
Nährstoffe Funktion
Kupfer Elastisches BG (BG – Verhärtungen!), Quervernetzung von Elastin und Kollagen
Mangan Elastisches BG
Vitamin C gepuffert Aufbau von elastischen BG, Quervernetzung von Elastin und Kollagen

 

Haare und Nägel  
Nährstoffe Funktion
L-Cystein Keratin Aufbau, SH Gruppen stabilisieren die Haarstruktur (Leiternstruktur) Nagelprobleme, Haarausfall
Zink Haarausfall von Wimpern-, Kopf – und Brauenhaare, weiße Flecken und Rillen auf den Nägeln, Nagelaufbau
Biotin Aufbau von Haut und Haaren

 

1.14  Äußere Anwendung der Nr. 1 Calcium fluoratum

1.14.1. Zähne

Eine biochemische Zahnpasta kann als basische Mineralstoffzahnpaste das Mundmilieu positiv beeinflussen, die Elastizität des Zahnfleisches stärken, dem Zahnfleischbluten vorbeugen, den Zahnbelag abbauen, die Zähne mineralisieren und den „ersten Vergiftungsraum des Körpers“ (Prof. Langreder) entlasten.

1.14.2. Elastizität

Die Cremegelmischung aus Nr. 1 Calcium fluoratum und Nr. 3 Ferrum phosphoricum ist für folgende Belastungen hervorragend geeignet: Phimose, Dammpflege in der Schwangerschaft (besonders vorbeugend), eingerissene Fingerkuppen, Schwielen

Für Venenprobleme, aber auch für Hämorrhoiden, ist folgende Mischung als Cremegel geeignet: Nr. 1 Calcium fluoratum, Nr. 4 Kalium chloratum, Nr. 9 Natrium phosphoricum und Nr. 11 Silicea

Für Hämorrhoiden können mit derselben Mischung auch Zäpfchen angefertigt werden.

Folgende Mischung ist bei Leistenbruch und Überbeinen angebracht: Nr. 1 Calcium fluoratum und Nr. 11 Silicea.

Zur Körperpflege sollte nicht nur eine Cremgelmischung verwendet werden, sondern da sollten auch geeignete Stoffe für die Haut in die Salbengrundlage eingearbeitet werden. Als Mineralstoffe kommen in Betracht: Nr. 1 Calcium fluoratum, Nr. 4 Kalium chloratum, Nr. 5 Kalium phosphoricum, Nr. 6 Kalium sulfuricum, Nr. 8 Natrium chloratum, Nr. 9 Natrium phosphoricum und Nr. 11 Silicea.

1.14.3. Brei

Bei Zerrungen ist es vorteilhaft, einen Brei aufzulegen, wobei sich folgende Mineralstoffkombination bewährt hat: Je 30 Stück von Nr. 2 Calcium phosphoricum, Nr. 3 Ferrum phosphoricum, Nr. 5 Kalium phosphoricum und Nr. 8 Natrium chloratum, sowie je 10 Stück von Nr. 1 Calcium fluoratum und Nr. 11 Silicea. Der Brei wird vorteilhafterweise mit einer Frischhaltefolie abgedeckt.

Für zahnende Kinder wird ebenfalls ein Brei zubereitet, der mit dem Finger auf die Stelle gebracht werden kann, wo der Zahn am Durchbrechen ist. Der Schnuller kann ebenso verwendet werden. Die Mineralstoffe wurden schon einmal erwähnt, doch werden sie hier noch einmal angeführt: Nr. 1 Calcium fluoratum, Nr. 3 Ferrum phosphoricum, Nr. 5 Kalium phosphoricum und Nr. 8 Natrium chloratum. Man kann die Mineralstoffe auch auflösen und die Lösung tropfenweise eingeben.

 

Literaturhinweise

1 Wörterbuch der Medizin, dtv 3355, Norbert Boss u.a.
2 Epidermis: Oberhaut – die gefäßlose, in den oberen Schichten aus verhorntem  Plattenepithel bestehende Außenschicht der Körperhaut
3 Aneurysma: umschriebene, meist asymmetrische, dauerhafte krankhafte Wandausbuchtung eines vorgeschädigten arteriellen Blutgefäßes oder der Herzwand. (Wörterbuch der Medizin, dtv 3355, Norbert Boss u.a.)
4 Bei Säuglingen wird von jeder Nummer 1 Tablette auf einem Löffel mit wenigen Tropfen Wasser zu einem Brei gelöst und dann entweder mit dem Finger, dem Schnuller oder dem Löffel in den Mund gebracht. Kleinkinder können die Tabletten ohne weiteres schon selbständig einnehmen.
5 Bandscheibenprolaps: Vortreten des Bandscheibenkerns durch den Bandscheibenfaserring als Folge einer Bandscheibendegeneration. Die Fasern bzw. die ganze Hülle der Bandscheibe dehnt sich und wird brüchig, was auch noch auf Silicea hinweist.

Kontakt
www.gba.at