Das Denkvermögen trägt verschiedene und vielfältige Gedanken in sich. Es ist eine offene Plattform, auf der Gedanken aus allen zehn Richtungen landen können. Die Weisheit sagt: „Mögen nur Gedanken guten Willens aus allen Richtungen empfangen werden.“ Wir dürfen nicht allen möglichen Gedanken Einlass gewähren. Wer krank wird, weiß nicht, dass sein Denkvermögen zu einer Plattform geworden ist, die Gedanken aufnimmt, ohne sie zu filtern. Krankheiten können leichter auftreten, wenn die Gedankenebene ungeordnet und unkontrolliert ist. Dann gewähren Krankheiten sich selbst durch das Denkvermögen Einlass in das System. Deshalb ist es notwendig, das Unterscheidungsvermögen zu gebrauchen, um Krankheit und Verfall zu verhindern.

„Möge das Denkvermögen die Tür versiegeln, wo das Übel wohnt“, lautet eine Lebensweisheit für die Weisheitsschüler. Die Menschen sollten vor dem Auftreten von Krankheiten durch ungeordnete Gedanken gewarnt werden. Sind Krankheiten erst einmal eingedrungen, wird das System nach und nach zerstört. Doch selbst in diesen Fällen sollten weitere Krankheiten verhindert werden.

Aus diesem Grund empfiehlt uns die Weisheit, dass wir die unterschiedlichen Gedanken in eine Richtung vereinen sollten. Wenn wir uns einer Aufgabe voll und ganz zuwenden und aufmerksam und aufrichtig mit unserem Verstand, unseren Sinnen und unserem Körper für dieses Ziel arbeiten, wird die Möglichkeit zu erkranken erheblich verringert. Wer sich einer edlen Aufgabe widmet, wird nicht krank oder erliegt einer Krankheit nicht eher, bis er seine Aufgabe erfüllt hat. Sogar aus gesundheitlicher Sicht ist es vorteilhaft, sich mit einem edlen Ziel im Leben zu verbinden und dafür zu arbeiten. „Möge zielgerichtete Absicht die kleinen Menschenwillen führen“, lautet eine weitere Mitteilung der Weisheit.

Wer anfällig für Krankheiten ist, glaubt nicht, dass er krank werden könnte. Selbst in solchen Fällen kann man sein Bewusstsein schützen, so dass es üble Gedanken abwehrt und sich für wohltuende Gedanken öffnet.

Es ist eine Weisheit an sich, aufmerksam auf die Botschaften aus dem umgebenden Raum zu achten. Eine Methode, die alle Mitarbeiter im Gesundheitswesen übernehmen und auch den Patienten vermitteln sollten, ist, durch Einstellung auf Kontemplationen zur richtigen Zeit einen Rhythmus auszubilden, um positive Übermittlungen aus dem Raum zu erhalten.

Die Denker des Altertums hielten die Ärzte immer dazu an, einen Sinn im Leben der Patienten zu fördern und die Patienten anzuleiten, sich auf die Absicht des Herzens zu besinnen. Schließlich sind der Wille und das Herz die besten Heilmittel.

 

Foto von Chris Barbalis auf Unsplash