Im modernen Gesundheitswesen wird eine reizbare und leicht erregbare Wesensart nicht als Krankheit betrachtet. Auch wenn jemand aufgeregt ist, wird dies nicht als Krankheit gesehen. Eine reizbare oder aufgeregte Natur, Übellaunigkeit und heftige, wütende Reaktionen werden okkult als Krankheiten betrachtet. Sie brauchen dringende Zuwendung, bevor sie den Körperorganen entsprechenden Schaden zufügen. Im heutigen Gesundheitswesen bemüht man sich erst um Heilung, nachdem die Körperorgane geschädigt wurden.

Weder die betroffenen Personen noch die Ärzte bemerken die potentiellen Krankheiten. Sie stellen nur das Ergebnis dieses Potentials als Erkrankung fest. Im modernen Leben sind Gereiztheit, Übellaunigkeit, Aufgeregtheit, grundlose Unruhe und Angst weitverbreitet. Sie bleiben unbeachtet. Vieles davon wird sogar als Mode betrachtet. Angst und Unruhe werden in den Status einer Modeerscheinung erhoben. Misstrauen und Argwohn sind in selbstgefälligen, großspurigen Kreisen verbreitet. Wenn der Chef sich sonderbar verhält, kann es sich niemand erlauben, ihm zu sagen, dass er für Krankheiten anfällig ist.

Erziehung auf dem Gebiet der Gesundheit ist sogar schon im Kindergartenalter notwendig, damit man von Kindheit an gut informiert ist. In den Schulen sollte über saubere Lebensgewohnheiten und gute Ethik gesprochen werden. Beides muss unbedingt durch Information über die verheerenden Auswirkungen von Wut, Zorn, Gereiztheit, Aufgeregtheit, Angst, Eifersucht, Misstrauen, Vorurteil, Stolz, Hass und Ähnlichem ergänzt werden. Den Kindern sollte vermittelt werden, dass diese Gemütszustände nicht nur aus Gründen des Sozialverhaltens vermieden werden sollten, sondern auch, um sich vor zukünftigen Krankheiten zu schützen, die durch ständiges Auftreten dieser negativen Emotionen eingeladen werden.

In der modernen Gesellschaft gibt es eine geometrische Zunahme der Erkrankungen, doch den führenden Personen ist nicht klar, dass sie die Verursacher des ungesunden Konkurrenzkampfes sind, der zwischen den Menschen schon von Kindheit an gefördert wird. Man erkennt nicht, dass der Konkurrenzkampf ein Fluch ist. Er fördert Eifersucht, Hass, Intoleranz, Angst, innere Unruhe usw. Bis der Geist der Zusammenarbeit an die Stelle des Konkurrenzkampfes tritt, werden die Krankheiten weiterhin zunehmen.

Nur eine okkulte Vision kann dies erkennen und richtigstellen. Führungspersonen mit Vision werden dringend benötigt.

Foto

von Joshua Reddekopp
entnommen unsplash.com