{"id":8705,"date":"2017-01-04T01:27:52","date_gmt":"2017-01-04T00:27:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/?p=8705"},"modified":"2022-11-08T18:09:48","modified_gmt":"2022-11-08T17:09:48","slug":"traditionelle-europaeische-naturheilkunde-ten-vii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/traditionelle-westliche-medizin\/traditionelle-europaeische-naturheilkunde-ten-vii\/","title":{"rendered":"Traditionelle Europ\u00e4ische Naturheilkunde \u2013 TEN [VII]"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: x-large;\"><b>4. Methodik der TEN<\/b><\/span><\/p>\n<h3>4.2 Therapie, Pr\u00e4vention und Salutogenese<\/h3>\n<h3><\/h3>\n<h3>4.2.1 Grunds\u00e4tzliches zur Therapie in der TEN<\/h3>\n<p>Ankn\u00fcpfend an die in 3.1 genannten Aspekte ist die Therapie der TEN nicht linear darauf ausgerichtet, durch Gabe eines Wirkstoffes bzw. Anwendung einer sonstigen Technik eine Linderung oder Beseitigung von Symptomen herbeizuf\u00fchren. Ihr Wirkungsansatz besteht \u2013 unabh\u00e4ngig von der angewendeten Methode \u2013 darin, durch spezifische und unspezifische Therapiereize die im &#8218;System Mensch&#8216; vorhandenen Selbstheilungsmechanismen zu optimieren, d. h., entsprechend der bestehenden pathophysiologischen Situation entweder zu aktivieren, zu d\u00e4mpfen oder in ihren Aktivit\u00e4tsmustern zu modifizieren. Grundlage ist die diagnostische Analyse der humoralen Situation des Kranken. Die Wirkung einer therapeutischen Intervention erfolgt nicht durch die Anwendung selbst, sondern ist immer als Reaktion des Organismus auf den therapierelevanten Reiz zu sehen. Dazu zwei Beispiele:<\/p>\n<ul>\n<li>Eine &#8218;warme&#8216; bzw. &#8218;erw\u00e4rmende&#8216; Pflanze (wie etwa Angelica archangelica) bringt bei ihrer Anwendung nicht W\u00e4rme in den Organismus hinein, sondern stimuliert dessen aktive W\u00e4rmeproduktion. Dies ist sinnvoll bei K\u00e4lte-Krankheiten.<\/li>\n<li>Ein &#8218;feuchter&#8216; bzw. &#8218;befeuchtender&#8216; \u00d6lwickel bringt keine Feuchtigkeit in den Organismus, sondern stimuliert die Entwicklung physiologischer Feuchtigkeit. Dies ist sinnvoll bei Krankheitszust\u00e4nden durch Trockenheit.<\/li>\n<\/ul>\n<p>In Analogie zur Krankheitslehre der TEN definiert sich die Wirkungsweise einer therapeutischen Anwendung an folgenden Kriterien:<\/p>\n<ul>\n<li>elementare bzw. humorale Qualit\u00e4t (erw\u00e4rmend \/ k\u00fchlend; befeuchtend \/ trocknend)<\/li>\n<li>Bezug zu einem Kardinalsaft<\/li>\n<li>Bezug zu einem Gewebe bzw. Organsystem<\/li>\n<li>konstitutionelle Wirkung<\/li>\n<li>Indikationen (die indikationsorientierte Behandlung ist ein eher untergeordneter Teilaspekt der TEN und kann ohne die zuvor genannten Aspekte nicht realisiert werden.)<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wirkprinzipien von Arzneimitteln<\/strong><\/p>\n<p>Die TEN sieht die Wirkung ihrer Arzneimittel nicht allein in den pharmakologischen Prozessen der Inhaltsstoffe, sondern als spezifische Reize, die auf prim\u00e4r energetisch-informatorischer Ebene Abwehr-, Reorganisations- und Regenerationsprozesse beeinflussen.<\/p>\n<p>Bei pflanzlichen Arzneien resultiert diese Wirkung nicht aus einzelnen Inhaltsstoffen, sondern aus dem Gesamtkomplex aller in der Pflanze enthaltenen Wirkprinzipen, die mit den Analysemethoden der modernen Wissenschaft nicht ad\u00e4quat zu erfassen sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>4.2.2 Di\u00e4tetik<\/h3>\n<p>Stofflich gesehen ist Nahrungsaufnahme notwendig, um den Aufbau, die Regeneration der K\u00f6rperzellen und ihre Versorgung mit Energie zu gew\u00e4hrleisten. Um sie Nutzen zu k\u00f6nnen muss der Organismus aber die k\u00f6rperfremden Substanzen zu &#8222;k\u00f6rpereigenen&#8220; umbauen k\u00f6nnen, was man in der TEN als Coctio bzw. Assimilation bezeichnet. In der Di\u00e4tetik werden daher nicht nur die Qualit\u00e4ten der Nahrungsmittel selber betrachtet, sondern auch ihre Wirkung auf den K\u00f6rper, die entscheidend von der Konstitution und der individuellen F\u00e4higkeit der Verwertung abh\u00e4ngt. Das hei\u00dft konkret, dass es nie eine universelle Ern\u00e4hrung f\u00fcr alle Menschen geben kann.<\/p>\n<p>Alle Lebensprozesse beruhen sowohl auf einem stofflichen als auch auf einem energetischen Prinzip. Die energetische Qualit\u00e4t, repr\u00e4sentiert durch das W\u00e4rmeprinzip, gilt als Ma\u00df f\u00fcr die Vitalit\u00e4t. Der stoffliche Anteil eines Nahrungsmittels ist somit &#8217;nur&#8216; potentielle Voraussetzung f\u00fcr den Gewebsaufbau und die Energiereserven. Jedes Lebensmittel hat betreffend des W\u00e4rme- und Feuchtigkeitsprinzips andere Qualit\u00e4ten: Eine rohe Gurke beispielsweise ist feuchter und k\u00e4lter (und wirkt im K\u00f6rper feuchter und k\u00e4lter) als eine gekochte Kartoffel.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>4.2.3 Traditionelle Arzneimitteltherapie<\/h3>\n<p>Der Arzneischatz (Materia medica) der TEN enth\u00e4lt Substanzen vor allem aus pflanzlichen, tierischen und mineralischen Quellen. Daneben werden auch menschliche Stoffe (Nosoden und Autonosoden) zu Heilzwecken eingesetzt.<\/p>\n<p><strong>Heilpflanzenkunde<\/strong><br \/>\nDas traditionelle Heilpflanzenwissen basiert nicht auf der Kenntnis der chemischen Inhaltsstoffe, sondern auf fundiertem Erfahrungswissen aus der Signaturenlehre, der Humoral- und Astromedizin. Eine Synthese dieses Wissens mit den heutigen Erkenntnissen stellte eine bereichernde Erweiterung dar.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Beurteilung der Heilpflanzen und ihrer Heilwirkung ist das humoralmedizinische Konzept, in dem auch Heilpflanzen und Nahrungsmittel in Beziehung zu den vier S\u00e4fteprinzipien gesetzt werden, von gro\u00dfer Bedeutung. Die galenistische Medizin leitet die Wirkungsprinzipien einer Heilpflanze aus ihren wahrnehmbaren Qualit\u00e4ten ab. Beispielsweise k\u00f6nnen w\u00e4rmende und trocknende Pflanzen bei kalten und feuchten Erkrankungen, wie einer Verschleimung der Atemwege, Linderung verschaffen.<\/p>\n<p>Prim\u00e4rqualit\u00e4ten:<br \/>\nDie humoralmedizinische Wirkung von Heilpflanzen wird anhand ihrer Elementarqualit\u00e4ten beurteilt. Das sind Eigenschaften, die sich aus dem Elementen- und S\u00e4ftebezug der Substanzen ergeben und in vier verschiedene Intensit\u00e4tsgrade (1\u00b0 undeutlich sp\u00fcrbar, 2\u00b0 klar erkennbar, 3\u00b0 heftig sp\u00fcrbar, 4\u00b0 extrem stark, u.U. sogar sch\u00e4digend) eingeteilt werden.<\/p>\n<div id=\"attachment_8924\" style=\"width: 245px\" class=\"wp-caption alignright\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-8924\" class=\"size-medium wp-image-8924\" src=\"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Angelica_archangelica_-_K\u00f6hler\u2013s_Medizinal-Pflanzen-158-235x300.jpg\" alt=\"Angelica archangelica, K\u00f6hler\u2013s Medizinal-Pflanzen\" width=\"235\" height=\"300\" \/><p id=\"caption-attachment-8924\" class=\"wp-caption-text\">Angelica archangelica, K\u00f6hler\u2013s Medizinal-Pflanzen<\/p><\/div>\n<p>Eine Heilpflanze wie Engelwurz (Angelica archangelica) wird beispielsweise als warm im 3. Grad und trocken im 2. Grad beschrieben \u2013 w 3 \/ t 2. Die Gradeinteilung ist lediglich eine grobe Einsch\u00e4tzung des Wirkungspotenzials einer Heilpflanze \u2013 die effektive Wirkung h\u00e4ngt einerseits von der Zubereitung und Anwendung des Heilmittels, als auch vom Reaktionsverm\u00f6gen des Patienten ab.<\/p>\n<p>In der praktischen Anwendung der galenistischen Medizin wird eine Krankheit, die beispielsweise im 2. Grad kalt ist, mit einem Mittel behandelt, das im 2. Grad warm ist. Dazu muss allerdings bekannt sein, welche W\u00e4rme- und Feuchtigkeitsverh\u00e4ltnisse in der Konstitution des Patienten und in seinem Krankheitsprozess vorherrschen. Nach dem Prinzip der Gegens\u00e4tzlichkeit wird danach eine Therapie und\/oder ein Heilmittel ausgew\u00e4hlt, die das Ungleichgewicht der Qualit\u00e4ten auszugleichen vermag.<\/p>\n<p>Eine durch \u00fcberm\u00e4\u00dfige Beanspruchung bedingte Sehnenentz\u00fcndung kann als hitzige Krankheitserscheinung beispielsweise durch einen k\u00fchlend-befeuchtenden Quarkwickel oder eine entz\u00fcndungshemmende Heilpflanzendroge wie Weidenrinde (Salicis cortex) gelindert werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sekund\u00e4re Qualit\u00e4ten:<br \/>\nIn dieser zweiten Gruppe von Eigenschaften unterscheidet man neun verschiedene Geschmacksrichtungen, in denen das Wirkungsverm\u00f6gen von Heilpflanzen erkennbar wird:<\/p>\n\n<table id=\"tablepress-25\" class=\"tablepress tablepress-id-25\">\n<thead>\n<tr class=\"row-1\">\n\t<th class=\"column-1\">Geschmack<\/th><th class=\"column-2\"> Pflanzenbeispiel<\/th><th class=\"column-3\"> Wirkungsbeispiele<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody class=\"row-striping row-hover\">\n<tr class=\"row-2\">\n\t<td class=\"column-1\"> s\u00fcss<\/td><td class=\"column-2\">Kastanie, Honig<\/td><td class=\"column-3\">beruhigend, verlangsamend, st\u00e4rkend, leicht w\u00e4rmend, schmerzstillend, n\u00e4hrend und kochungsf\u00f6rdernd<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-3\">\n\t<td class=\"column-1\">scharf<\/td><td class=\"column-2\">Knoblauch, Thymian<\/td><td class=\"column-3\">kr\u00e4ftig w\u00e4rmend, aktivierend und beschleunigend<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-4\">\n\t<td class=\"column-1\">salzig<\/td><td class=\"column-2\">Algen, Flechten<\/td><td class=\"column-3\">erweichend, durchdringend, reinigend, f\u00e4ulnismindernd, austrocknend<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-5\">\n\t<td class=\"column-1\"> sauer<\/td><td class=\"column-2\">Essig, Heidelbeere<\/td><td class=\"column-3\">zusammenziehend, k\u00fchlend, festigend, hitzemindernd, fl\u00fcssezur\u00fcckstossend<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-6\">\n\t<td class=\"column-1\">bitter<\/td><td class=\"column-2\">Enzian, Wermut<\/td><td class=\"column-3\">leicht w\u00e4rmend, anregend<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-7\">\n\t<td class=\"column-1\">herb<\/td><td class=\"column-2\">unreife Fr\u00fcchte, Blutwurz<\/td><td class=\"column-3\">zusammenziehend, aufrauend, k\u00fchlend, fl\u00fcssestillend<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-8\">\n\t<td class=\"column-1\">widerlich herb (unange-<br \/>\n nehmer als herb)<\/td><td class=\"column-2\">Gallapfel<\/td><td class=\"column-3\">st\u00e4rker zusammenziehend, austrocknend, abk\u00fchlend, verdichtend<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-9\">\n\t<td class=\"column-1\">fett<\/td><td class=\"column-2\">Lein, Olive<\/td><td class=\"column-3\">geschmeidig, befeuchtend, erweichend, n\u00e4hrend<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-10\">\n\t<td class=\"column-1\"> geschmacklos<\/td><td class=\"column-2\">Getreidest\u00e4rke (z. B. Maizena), Malve<\/td><td class=\"column-3\">verstopfend, klebend, eher k\u00fchlend, w\u00e4ssrig<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<!-- #tablepress-25 from cache -->\n<p>Im Weiteren werden noch terti\u00e4re Qualit\u00e4ten, welche sich erst aus der therapeutischen Anwendung \u00fcber eine gewisse Zeit ableiten lassen, beschrieben \u2013 z. B. gewebest\u00e4rkend, milchbildungsf\u00f6rdernd.<\/p>\n<p>Die unterschiedlichen Zubereitungs- und Darreichungsformen beeinflussen die humoralen Qualit\u00e4ten einer Heilpflanze. Ein alkoholischer Auszug einer Droge ist beispielsweise um 1-2 Grad w\u00e4rmer als ihr Wasserauszug.<\/p>\n<p>Eine nach humoralen Kriterien erstellte Vergleichs\u00fcbersicht der Heilpflanzenqualit\u00e4ten erm\u00f6glicht eine spezifischere und individuellere Anwendung derselben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Der S\u00e4ftebezug von Heilpflanzen (Beispiele)<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sanguis<\/strong><br \/>\nCoctio- bzw. verdauungsf\u00f6rdernde Pflanzen wie Kalmus (Acorus calamus) st\u00e4rken das Sanguisprinzip, ebenso durchblutungsf\u00f6rdernde, w\u00e4rmende Pflanzen wie Rosmarin (Rosmarinus officinalis). Durch ihre w\u00e4rmende Qualit\u00e4t f\u00f6rdert die Brennessel (Urtica dioica) die Kochung und damit die Bildung von Sanguis. Arnika (Arnica montana) wirkt w\u00e4rmend und tonisierend auf die Blutgef\u00e4sse und das Herz. Engelwurz (Angelica archangelica) erw\u00e4rmt den Magen, die Schleimh\u00e4ute der Atemwege, die Leber und die Geb\u00e4rmutter.<\/p>\n<p>Schmerzlindernde, entz\u00fcndungshemmende und k\u00fchlende Heilmittel wie Weidenrinde (Salicis cortex) d\u00e4mpfen \u00fcberschie\u00dfende Hitze des Sanguis, ebenso spasmolytische, blutstillende, fieberregulierende Pflanzen. Befeuchtende Pflanzen wie Eibisch (Althaea officinalis) sch\u00fctzen hingegen vor deren sch\u00e4digenden Auswirkungen und n\u00e4hren die Schleimh\u00e4ute.<\/p>\n<p><strong>Cholera\u00a0<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_8927\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-8927\" class=\"size-medium wp-image-8927\" src=\"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Berberis_vulgaris4-300x225.jpg\" alt=\"Berberis vulgaris\" width=\"300\" height=\"225\" \/><p id=\"caption-attachment-8927\" class=\"wp-caption-text\">Berberis vulgaris<\/p><\/div>\n<p>Heilpflanzen wie die saure Berberitze (Berberis vulgaris) vermindern cholerische Sch\u00e4rfen durch deren Ableitung \u00fcber das Leber-Galle-System. In \u00e4hnlicher Weise wirken schmerzstillende, fiebersenkende Drogen wie die Weide (Salix alba) oder Juckreiz-stillende wie das Labkraut (Galium verum). S\u00fcssholz (Glycyrrhiza glabra) befeuchtet und lindert so die Trockenheit, welche infolge der gelbgalligen Hitze entsteht.<\/p>\n<p>Leberregulierende Bitterpflanzen wie L\u00f6wenzahn (Taraxacum officinale) f\u00fchren zu einer Anregung und Entkrampfung dieses Organs und erlauben so, die gelbgallige Hitze in den Darm zu leiten und auszuscheiden. Stoffwechselregulierende Pflanzen wie Erdrauch (Fumaria officinalis) optimieren die Kochung, verhindern die Bildung pathologischer S\u00e4fte und f\u00f6rdern deren Ausscheidung.<\/p>\n<p><strong>Phlegma<\/strong><br \/>\nSchleimstoffpflanzen wie Malve (Malva silvestris) oder Eibisch (Althaea officinalis) wirken sch\u00fctzend und befeuchtend auf die Schleimh\u00e4ute, wenn diese durch entz\u00fcndliche Hitze, Stress oder Medikamente (z. B. Chemotherapie) gesch\u00e4digt werden.<\/p>\n<p>Viel h\u00e4ufiger gilt es jedoch, kaltes Phlegma zu erw\u00e4rmen, indem die Kochungen gef\u00f6rdert und die Bauchorgane erw\u00e4rmt werden, z. B. durch Fenchel (Foeniculum vulgare), Eberraute (Artemisia abrotanum) oder Meisterwurz (Peucedanum ostruthium). Andere w\u00e4rmende Pflanzendrogen wie Holunderbl\u00fcten (Sambuci flos) \u00f6ffnen und leiten kaltes oder mit gelbgalligen Sch\u00e4rfen verunreinigtes Phlegma aus.<\/p>\n<p><strong>Melancholera<\/strong><br \/>\nDer schwarzgallig bedingte Mangel an W\u00e4rme und Feuchtigkeit verlangt nach aktivierenden, tonisierenden und st\u00e4rkenden Heilmitteln wie Ingwer (Zingiber officinale). Gleichsinnig wirken Milzmittel wie Erdrauch (Fumaria officinalis), Borretsch (Borago officinalis) oder Hirschzungenfarn (Scolopendrium vulgare), welche zus\u00e4tzlich die Ausscheidung von Melancholera anregen, ebenso aufhellende Heilpflanzen wie die Melisse (Melissa officinalis).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine diagnostische Kontrolle der humoralen Qualit\u00e4ten kann beispielsweise durch die Ver\u00e4nderung von Symptomen (z. B. neue und verst\u00e4rkte Hitzesymptome nach Einnahme, statt Verblassen der bestehenden) oder durch Puls-, Zungen-, Urindiagnostik erfolgen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u2026 wird fortgesetzt<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quellenangaben folgen am Ende des Artikels<\/p>\n<h5>Ver\u00f6ffentlichung s\u00e4mtlicher Bilder und Grafiken mit freundlicher Genehmigung des Bacopa-Verlages.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Kontaktadresse:<\/h4>\n<h5>Friedemann Garvelmann<br \/>\nHauptstr. 8<br \/>\nD-79790 K\u00fcssaberg<br \/>\nwww.trad-nhk.org<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>4. Methodik der TEN 4.2 Therapie, Pr\u00e4vention und Salutogenese 4.2.1 Grunds\u00e4tzliches zur Therapie in der TEN Ankn\u00fcpfend an die in 3.1 genannten Aspekte ist die Therapie der TEN nicht linear darauf ausgerichtet, durch Gabe eines Wirkstoffes bzw. Anwendung einer sonstigen Technik eine Linderung oder Beseitigung von Symptomen herbeizuf\u00fchren. Ihr Wirkungsansatz besteht \u2013 unabh\u00e4ngig von der angewendeten Methode \u2013 darin, durch spezifische und unspezifische Therapiereize die im &#8218;System Mensch&#8216; vorhandenen Selbstheilungsmechanismen zu optimieren, d. h., entsprechend der bestehenden pathophysiologischen Situation entweder zu aktivieren, zu d\u00e4mpfen oder in ihren Aktivit\u00e4tsmustern zu modifizieren. Grundlage ist die diagnostische Analyse der humoralen Situation des Kranken. Die Wirkung einer therapeutischen Intervention erfolgt nicht durch die Anwendung selbst, sondern ist immer als Reaktion des Organismus auf den therapierelevanten Reiz zu sehen. Dazu zwei Beispiele: Eine &#8218;warme&#8216; bzw. &#8218;erw\u00e4rmende&#8216; Pflanze (wie etwa Angelica archangelica) bringt bei ihrer Anwendung nicht W\u00e4rme in den Organismus hinein, sondern stimuliert dessen aktive W\u00e4rmeproduktion. Dies ist sinnvoll bei K\u00e4lte-Krankheiten. Ein &#8218;feuchter&#8216; bzw. &#8218;befeuchtender&#8216; \u00d6lwickel bringt keine Feuchtigkeit in den Organismus, sondern stimuliert die Entwicklung physiologischer Feuchtigkeit. Dies ist sinnvoll bei Krankheitszust\u00e4nden durch Trockenheit. 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Die Wirkung einer therapeutischen Intervention erfolgt nicht durch die Anwendung selbst, sondern ist immer als Reaktion des Organismus auf den therapierelevanten Reiz zu sehen. Dazu zwei Beispiele: Eine &#8218;warme&#8216; bzw. &#8218;erw\u00e4rmende&#8216; Pflanze (wie etwa Angelica archangelica) bringt bei ihrer Anwendung nicht W\u00e4rme in den Organismus hinein, sondern stimuliert dessen aktive W\u00e4rmeproduktion. Dies ist sinnvoll bei K\u00e4lte-Krankheiten. Ein &#8218;feuchter&#8216; bzw. &#8218;befeuchtender&#8216; \u00d6lwickel bringt keine Feuchtigkeit in den Organismus, sondern stimuliert die Entwicklung physiologischer Feuchtigkeit. Dies ist sinnvoll bei Krankheitszust\u00e4nden durch Trockenheit. 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