{"id":346,"date":"2016-02-02T21:12:44","date_gmt":"2016-02-02T20:12:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/?p=346"},"modified":"2022-11-08T18:25:48","modified_gmt":"2022-11-08T17:25:48","slug":"pflanzen-und-ihre-kosmischen-heilkraefte-iii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/paracelsusmedizin\/pflanzen-und-ihre-kosmischen-heilkraefte-iii\/","title":{"rendered":"Pflanzen und ihre kosmischen Heilkr\u00e4fte [III]"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_356\" style=\"width: 190px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/heilkraefte3-mars.jpg\" rel=\"attachment wp-att-356\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-356\" class=\"wp-image-356\" src=\"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/heilkraefte3-mars-156x300.jpg\" alt=\"Der \u201cMars of Todi\u201c, eine Etruskische Bronze des fr\u00fchen 4. Jhdt. v.Chr., einen Krieger darstellend, Todi- Museum Gregoriano Etruscano\" width=\"180\" height=\"345\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-356\" class=\"wp-caption-text\">Der \u201cMars of Todi\u201c, eine Etruskische Bronze des fr\u00fchen 4. Jhdt. v.Chr., einen Krieger darstellend, Todi- Museum Gregoriano Etruscano<\/p><\/div>\n<h2>Mars<\/h2>\n<p>Mars verk\u00f6rpert Willensst\u00e4rke, Widerstandskraft sowie Triebhaftigkeit und Aggression als Willensimpuls zum \u00dcberleben. In der Antike verehrte man ihn als Kriegsgott Mars\/Ares; auch die G\u00f6ttin Athene und Helden wie Herakles oder Siegfried der Drachent\u00f6ter zeigen marsianische Elemente.<\/p>\n<p>Entsprechend ihrem himmlischen Abbild sind viele Pflanzen des Mars mit ihren Stacheln, Dornen oder Brennhaaren ebenfalls recht wehrhaft (Disteln, Wei\u00dfdorn, Brennnessel). Einige sind dagegen hautreizend oder blasenziehend (B\u00e4renklau, Giftsumach, Seidelbast). Brennend und scharf ist die Geschmacksrichtung vieler Marspflanzen (Rettich, Knoblauch, Meisterwurz); Rott\u00f6ne dominieren (Aronstab, Gauchheil, Kaffeebohne). Da auch Giftstoffe Pflanzen zur Abwehr dienen, sind diese h\u00e4ufig dem Mars unterstellt (Eisenhut; vor Entdeckung der transsaturnalen Planeten unterstanden alle Giftpflanzen Mars und\/oder Saturn). Nicht alle Marspflanzen sind also wohlt\u00e4tig und Vorsicht ist bei manchen daher angebracht.<\/p>\n<p>Dennoch sind die meisten Pflanzen des Kriegsgottes relativ ungiftig und ihre Anwendungsgebiete geh\u00f6ren zu den wichtigsten in der Heilkunde: Einerseits st\u00e4rken viele die Abwehr und die Lebens- bzw. Willensenergie (Schlehe, Eleutherokokkus, Echinacea); manche Marspflanzen f\u00f6rdern auch die Gallent\u00e4tigkeit (Galle ist das Organ des Willens; Disteln, Sch\u00f6llkraut). Andererseits sch\u00fctzen sie den K\u00f6rper vor Toxinwirkungen, bzw. leiten diese aus dem K\u00f6rper aus (allg. Stachelsignatur zur Entgiftung), daher die Anwendungen bei chronischen Stoffwechselerkrankungen mit Ersch\u00f6pfung, Rheuma, Gicht, Allergien oder Hautleiden. Erg\u00e4nzend eignen sich f\u00fcr Entgiftungsrezepte Pflanzen der Venus und Sonne oder des Merkurs.<\/p>\n<p>Manche Marspflanzen h\u00e4ngt man noch heute als schutzmagisches Amulett gegen Verhexung und Seuchen \u00fcber die T\u00fcr, beispielsweise die Silberdistel, die mit ihrem animalischen Geruch (hei\u00dft auch Eberwurz) und ihrem Dornenkranz die Vitalit\u00e4t des Mars verk\u00f6rpert. Sie enth\u00e4lt antibiotisch wirkende Stoffe (Carlinaoxyd) &#8211; die volkst\u00fcmliche Verwendung als Schutzamulett ist also durchaus begr\u00fcndet.<\/p>\n<h3>Rp. Sonnenweihrauch<\/h3>\n<p>zum Hellsehen (nach Leo Vinci aus &#8222;Die magischen Werke&#8220; von A. v. Nettesheim); das Rezept beinhaltet die zwei Lichter Sonne und Mond sowie den G\u00f6tterboten Merkur.<\/p>\n<p>Johanniskraut, Wermut, Anis, Baldrian, Salomonssiegel, Safran und Lorbeerbl\u00e4tter zerkleinern und zu gleichen Teilen mischen. W\u00e4hrend einer Meditation oder einer Orakelbefragung wird die Kr\u00e4utermischung auf gl\u00fchende R\u00e4ucherkohle gestreut.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Rp. Abwehrst\u00e4rke<\/h3>\n<p>(Immunstimulans) und Willenskraft; Mars, etwas Sonne, Venus und Uranus<br \/>\nCarlina acaulis \u00d8<br \/>\nPrunus spinosa \u00d8<br \/>\nRosa centifolia \u00d8<br \/>\nUrtica dioica \u00d8 aa 10.0<br \/>\nEchinacea angustifolia \u00d8<br \/>\nEleutherococcus \u00d8 aa ad 100.0<br \/>\n(von Staufen-Pharma mischen lassen)<br \/>\nMDS, 3 bis 5 x tgl. 20 Tropfen<\/p>\n<h2>Jupiter<\/h2>\n<div id=\"attachment_357\" style=\"width: 389px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/heilkraefte3-jupiter.jpg\" rel=\"attachment wp-att-357\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-357\" class=\" wp-image-357\" src=\"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/heilkraefte3-jupiter-300x154.jpg\" alt=\"Der Planet Jupiter, fotografiert vom Hubble Weltraum Teleskop 2009 (links), und 2010 (rechts)\" width=\"379\" height=\"188\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-357\" class=\"wp-caption-text\">Der Planet Jupiter, fotografiert vom Hubble Weltraum Teleskop 2009 (links),\u00a0und 2010 (rechts)<\/p><\/div>\n<p>Zusammen mit Venus und Sonne verk\u00f6rpert Jupiter das Prinzip der Harmonie und Wohlt\u00e4tigkeit. Er ist der gro\u00dfe G\u00f6nner in der Astrologie. Gl\u00fcck, Einfluss und Reichtum sind dem beschert, der eine gute Jupiterstellung im Horoskop hat. Jovialit\u00e4t (Jovis\u00a0=\u00a0Jupiter) zeichnet den Jupitermenschen aus.<\/p>\n<p>Jupiterpflanzen sind so wohlt\u00e4tig wie ihr himmlisches Vorbild. Zusammen mit Venus und Sonne unterstehen dem Regenten des Olymp B\u00e4ume mit essbaren Fr\u00fcchten sowie Kornfr\u00fcchte. Viele weitere Laubb\u00e4ume sind ebenfalls jupiterhaft (Kastanie). Dies gilt besonders f\u00fcr die Eiche (Quercus robur), in deren m\u00e4chtiger Gestalt sich der kraftvolle Geist von Zeus\/Jupiter verk\u00f6rpert (robur\u00a0=\u00a0Kraft). In der Tat ist die Eiche nicht nur tonisierend und kr\u00e4ftigend, sondern auch ein wichtiges Mittel bei Vergiftungen (bindet Alkaloide und Schwermetalle), Entz\u00fcndungen und Hautallergien. Eine Reihe weiterer Jupiterpflanzen eignen sich ebenfalls zur Behandlung von Haut- und Bindegewebsleiden (Beinwell, Borretsch, Dachwurz, Kastanie, Klette).<\/p>\n<div id=\"attachment_358\" style=\"width: 192px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/heilkraefte3-jupiter2.jpg\" rel=\"attachment wp-att-358\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-358\" class=\"size-medium wp-image-358\" src=\"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/heilkraefte3-jupiter2-182x300.jpg\" alt=\"Radierung, den Gott Jupiter darstellend, von Polidoro Caldara da Caravaggio (1495\u20131543)\" width=\"182\" height=\"300\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-358\" class=\"wp-caption-text\">Radierung, den Gott Jupiter darstellend, von Polidoro Caldara da Caravaggio (1495\u20131543)<\/p><\/div>\n<p>Bei der Betrachtung der Signaturen zeigen auffallend viele Pflanzen Gemeinsamkeiten mit der Sonne, z.B. die majest\u00e4tische Gestalt, der leicht bittere und w\u00fcrzige Geschmack, leuchtende Farben, besonders Gelb (Artischocke, Engelwurz, Gelber Enzian). Viele dieser Pflanzen zeigen eine leberspezifische Wirkung. Da das Jupiterorgan Leber nicht nur ein Stoffwechsel- und Entgiftungsorgan ist, sondern auch f\u00fcr unser Temperament verantwortlich ist, dienen solche Pflanzen, neben der Behandlung von Leberleiden, auch zur Therapie seelischer St\u00f6rungen (Melancholie, Cholerik; siehe auch &#8222;Die Laus auf der Leber&#8220;; Naturheilpraxis 12\/1995).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Rp. Leberschw\u00e4che und -depression<\/h3>\n<p>(Jupiter mit Sonne, etwas Mars)<br \/>\nAgrimonia eupatoria \u00d8<br \/>\nCichorium intybus \u00d8<br \/>\nCnicus benedictus \u00d8<br \/>\nGentiana lutea \u00d8<br \/>\nHypericum \u00d8<br \/>\nTaraxacum officinale \u00d8 aa 10.0<br \/>\nCarduus marianus \u00d8<br \/>\nCynara scolymus \u00d8 aa ad 100.0<br \/>\nMDS, 3 x tgl. 30 Tropfen zum Essen<\/p>\n<h2>Saturn<\/h2>\n<p>Bis zur Entdeckung der transsaturnalen Planeten, war Saturn die Zwielichtigste unter den sieben kosmischen Grundkr\u00e4ften. Er ist der Herr der Einschr\u00e4nkungen und Pr\u00fcfungen, aber auch der Metaphysik. In diesem Sinne entspricht er der Berufung, der wir zu folgen haben, um Ungl\u00fcck zu vermeiden. Erst wenn wir uns dem verweigern, wird sein Einfluss wirklich unangenehm.<\/p>\n<p>Einerseits verk\u00f6rpert Saturn den luziferischen Fall des Geistes in die Materie, andererseits hei\u00dft er auch &#8222;Lichtbringer&#8220;. Die Entsprechung ist unsere F\u00e4higkeit zur Erkenntnis, mit deren Hilfe wir unsere materiellen Grenzen \u00fcberwinden k\u00f6nnen. Eine Reihe saturnaler Pflanzen k\u00f6nnen uns durch ihre psychoaktive Wirkung bei unserem Bem\u00fchen um Bewusstheit helfen (Fliegenpilz, Peyotl). Saturn ist der &#8222;H\u00fcter der Schwelle&#8220; zur Welt kosmischen Bewusstseins und viele seiner Pflanzen dienen noch heute Schamanen auf der ganzen Welt zur Schau verborgener Wahrheiten jenseits von Raum und Zeit (Saturn ist der H\u00fcter der Zeit; bis in die Neuzeit unterstanden alle halluzinogenen Stoffe Saturn und\/oder Merkur).<\/p>\n<p>Dem Saturn entspricht auch das Alter, der Tod (dito der Initiationstod) und alles Dauerhafte; damit unterstehen ihm im Menschen vor allem die Milz (Todesprozesse), die Knochen, alle chronischen Krankheiten sowie alle mineralisierenden oder verh\u00e4rtenden Krankheiten (MS, Sklerose, Steinbildung).<\/p>\n<p>Dieses saturnale mineralische Prinzip finden wir in Pflanzen mit hohem Kiesels\u00e4uregehalt wieder (Schachtelhalm, Bambus, Hafer, Rauhblattgew\u00e4chse wie Beinwell). Kiesels\u00e4ure stimuliert die Abwehr, strukturiert bei entz\u00fcndlichen Haut- und Schleimhauterkrankungen, strafft und reinigt das Bindegewebe und verbessert den Lichtstoffwechsel zwischen Zellen. Ferner ist Kiesels\u00e4ure f\u00fcr die Aufrichtekraft von Pflanzen notwendig (Streben zum Licht); therapeutisch wird sie deshalb vor allem bei Wirbels\u00e4ulen- und Knochenleiden genutzt, aber auch bei psychischen Leiden, denn Kiesels\u00e4ure ist eine regelrechte Nervennahrung bei Ersch\u00f6pfung und Depression (mit solaren Mitteln erg\u00e4nzen).<\/p>\n<p>Als Verk\u00f6rperung des Winters und der Unterwelt, ist Saturn mit Totenkulten verkn\u00fcpft. Friedhofspflanzen wie Efeu, Wacholder, Eibe oder Zypresse sind allesamt saturnal. Ihre Gemeinsamkeit ist, neben ihrer D\u00fcsterkeit, dass sie alle immergr\u00fcn sind, also dauerhaft der dunklen Jahreszeit trotzen. Dies ist auch ein Kennzeichen f\u00fcr ihre solare Natur, denn sie zeugen davon, dass die Tore der Unterwelt niemals ganz verschlossen sind. Immerhin findet im Zeichen Steinbock, das Saturn regiert, die Geburt der Sonne statt, die wir noch heute als Weihnachten feiern; immergr\u00fcne Pflanzen als Weihnachtsschmuck zeugen also von der Unsterblichkeit der Sonne.<\/p>\n<p>Als Heilmittel dienen immergr\u00fcne Pflanzen ausnahmslos zur Behandlung von Altersleiden sowie chronischen und\/oder kalten Erkrankungen. F\u00fcr wurzelbetonte Heilpflanzen gilt \u00e4hnliches, denn der unterirdische mineralische Pol der Pflanze untersteht ebenfalls dem Saturn.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Rp. Osteoporose;<\/h3>\n<p>Saturn und Mond, etwas Jupiter, Sonne<br \/>\nAcorus calamus \u00d8<br \/>\nCimicifuga D2<br \/>\nEquisetum arvense \u00d8<br \/>\nInula helenium \u00d8<br \/>\nSymphytum officinale \u00d8 aa 10.0<br \/>\nMDS, 3 x tgl. 30 Tropfen<br \/>\nZus\u00e4tzlich: Aufbaukalk I und II (Weleda), tgl. jeweils eine Messerspitze sowie Calcium phosphoricum D12, tgl. 10 Tropfen<\/p>\n<h3>Jenseits der Schwelle &#8211; Uranus, Neptun und Pluto<\/h3>\n<div id=\"attachment_359\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/heilkraefte3-pluto-neptune.jpg\" rel=\"attachment wp-att-359\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-359\" class=\"size-medium wp-image-359\" src=\"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/heilkraefte3-pluto-neptune-300x265.jpg\" alt=\"Pluto and Neptun - Radierung von Polidoro Caldara da Caravaggio (1495\u20131543)\" width=\"300\" height=\"265\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-359\" class=\"wp-caption-text\">Pluto and Neptun &#8211; Radierung von Polidoro<br \/>Caldara da Caravaggio (1495\u20131543)<\/p><\/div>\n<p>Mit Saturn verlassen wir die sieben kosmischen Grundkr\u00e4fte und sto\u00dfen &#8222;jenseits der Schwelle&#8220; in den Bereich kosmischen Bewusstseins vor. Mit der Entdeckung von Uranus, Neptun und Pluto begann ein neues Kapitel der Menschheitsgeschichte.<\/p>\n<p>&#8222;In alter Zeit, mit sieben Planeten am Himmel, verkehrte der Mensch mit den G\u00f6ttern und Naturwesen wie mit seinesgleichen. Dann kam der Fall in das Weltsystem des hasserf\u00fcllten Eingottes. Das finstere Mittelalter endet erst jetzt, im Zeitalter der neuen Planeten, die der Mensch als Manifestationen einer neuen Zeit entdeckt hat. \u00dcber die neuen Planeten ist wieder eine Beziehung zum \u00dcbernat\u00fcrlichen m\u00f6glich. Wir sind damit in das Zeitalter des Lichts und der Gnade eingetreten, allerdings muss jeder selbst entscheiden, welchen Weg er gehen will&#8220; (A. Crowley).<\/p>\n<p>Obwohl man die neuen Planeten als &#8222;kollektiv wirkende&#8220; bezeichnet, ist jeder in dieser Zeit dazu aufgerufen, seinen wahren und einzigartigen Weg zu finden, jenseits aller Institutionen und Glaubensvorstellungen. Die Wirkung dieser Kr\u00e4fte ist aufl\u00f6send auf verkrustete soziale Strukturen.<\/p>\n<p>Astrale Kr\u00e4fte, Spontanit\u00e4t (Uranus), Mystik (Neptun) und der Zugang zu den archaischen Wurzeln des Bewusstseins (Pluto) bestimmen den Zeitgeist. Wie schwierig dieser Weg f\u00fcr den Menschen ist, zeigt die Zunahme an Herzleiden, viralen Erkrankungen, Allergien, Krebs, Nervenleiden, Psychosen und Drogensucht, die alle auf die Wirkung dieser Planeten zur\u00fcckzuf\u00fchren sind. Die Leiden sind ein Ausdruck f\u00fcr den Konflikt des Individuums, die alten H\u00fcllen abzustreifen.<\/p>\n<div id=\"attachment_360\" style=\"width: 261px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/heilkraefte3-plutoplanet.jpg\" rel=\"attachment wp-att-360\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-360\" class=\" wp-image-360\" src=\"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/heilkraefte3-plutoplanet-300x300.jpg\" alt=\"Pluto, fotografiert von der Raumsonde New Horizon am 27. Juli 2015, 14h\" width=\"251\" height=\"253\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-360\" class=\"wp-caption-text\">Pluto, fotografiert von der Raumsonde New Horizon am 27. Juli 2015, 14h<\/p><\/div>\n<p>Betrachten wir die Pflanzen dieser Planeten, so zeigen einige Gemeinsamkeiten: Der Wachstumsort ist h\u00e4ufig geopathisch (Wasseradern, Erdverwerfungen); Ausbildung von Giftstoffen (Rauschpflanzen); bizarre Wachstumsformen, die an Naturgeister erinnern &#8211; die neuen Planeten verk\u00f6rpern die &#8222;Anderswelt&#8220;.<\/p>\n<p>Pflanzen des Uranus zeigen viele Gemeinsamkeiten mit Merkur (Oktave). Sie eignen sich vor allem dazu, das kreative Potential des Bewusstseins zu steigern (Channeling: Akelei, Immergr\u00fcn, Natternkopf, Wahrsagesalbei). Andere zeigen ihre Heilwirkung bei Leiden durch pl\u00f6tzliche Einfl\u00fcsse oder nach Strahlungen (Wasserdost, Beifu\u00df, Arnika, Eleutherokokkus).<\/p>\n<div id=\"attachment_361\" style=\"width: 229px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/heilkraefte3-uranus.jpg\" rel=\"attachment wp-att-361\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-361\" class=\" wp-image-361\" src=\"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/heilkraefte3-uranus-300x300.jpg\" alt=\"Planet Uranus\" width=\"219\" height=\"212\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-361\" class=\"wp-caption-text\">Planet Uranus<\/p><\/div>\n<p>Pflanzen des Neptun wirken dagegen eher bet\u00e4ubend und l\u00e4hmend; in hom\u00f6opathischer Zubereitung zeigen sie dagegen einen stimulierenden oder harmonisierenden Effekt (Schlafmohn, Bilsenkraut, Teichrose). Manche f\u00fchren bei Missbrauch schnell zu Suchterscheinungen oder Wahnsinn (Schlafmohn, Heroin, Stechapfel). Einige Pflanzen des Uranus und des Neptun sind in geeigneter Dosierung krebsfeindlich (Eleutherokokkus, Mistel).<\/p>\n<p>Im Pluto verk\u00f6rpert sich die &#8222;andere&#8220; Welt besonders eindrucksvoll. Als Herr der Unterwelt (=\u00a0Erde) sind seine Pflanzen meist d\u00fcster. Manche Plutopflanzen wie Lebensbaum oder Zypresse sind zudem beliebte Friedhofspflanzen, die, richtig dosiert, zu den besten Immunstimulantien und lebensverl\u00e4ngernden Mittel geh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Die Eibe zeigt den Pluto in besonders reiner Form. Unter ihr trafen sich Druiden zum Rat und im Totenkult der Gallier galt sie als Opfergabe und Symbol des ewigen Lebens; vielleicht war sie sogar der Weltenbaum, der bekanntlich immergr\u00fcn gewesen sein soll.<\/p>\n<p>Auch Bilsenkraut zeigt plutonische Kr\u00e4fte. Herakles brachte es aus der Unterwelt mit ans Tageslicht und im Orakelkult vieler V\u00f6lker spielte es eine wichtige Rolle, da es die Augen f\u00fcr eine Welt jenseits aller Vorstellung \u00f6ffnet.<\/p>\n<p>Wenn man die Pflanzenliste der drei Planeten genauer anschaut, f\u00e4llt auf, dass viele rezeptpflichtig sind, oder der Genuss durch das Bet\u00e4ubungsmittelgesetz verboten ist. Dies ist nicht unbedingt ein Verdienst zum Wohle der Menschheit, sondern eher ein Indiz daf\u00fcr, wie sehr sich unser Leben von jeglicher Spiritualit\u00e4t entfernt hat. Die Zukunft wird es zeigen, ob wir dazu bereit sind, den &#8222;Pflanzen der G\u00f6tter&#8220; wieder einen festen Platz in unserem Kulturkreis einzur\u00e4umen. Vielleicht k\u00f6nnen wir dann besser das transzendente Potential der neuen Planeten f\u00fcr unsere Bewusstseinsentwicklung nutzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Literatur:<\/h4>\n<ul>\n<li>Olaf Rippe\/Margret Madejsky: &#8222;Heilmittel der Sonne&#8220; (Peter Erd Verlag)<\/li>\n<li>Agrippa von Nettesheim: &#8222;Die magischen Werke&#8220; (Fourier Verlag)<\/li>\n<li>Akron: &#8222;Das Astrologie-Handbuch&#8220; (Kailash Verlag)<\/li>\n<li>Viktor Bott: &#8222;Anthroposophische Medizin&#8220; (Haug Verlag)<\/li>\n<li>Surya: &#8222;Astrologie und Medizin&#8220; (Rohm Verlag)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ein Beitrag zum Thema Astrologie und Phytotherapie\u00a0von Olaf Rippe\u00a0mit freundlicher Genehmigung der Zeitschrift Naturheilpraxis<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Barerstr. 48<br \/>\nD-80799 M\u00fcnchen<br \/>\n0049\/89\/2725902<br \/>\nwww.natura-naturans.de<br \/>\nwww.olaf-rippe.de<br \/>\ninfo@olaf-rippe.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mars Mars verk\u00f6rpert Willensst\u00e4rke, Widerstandskraft sowie Triebhaftigkeit und Aggression als Willensimpuls zum \u00dcberleben. In der Antike verehrte man ihn als Kriegsgott Mars\/Ares; auch die G\u00f6ttin Athene und Helden wie Herakles oder Siegfried der Drachent\u00f6ter zeigen marsianische Elemente. Entsprechend ihrem himmlischen Abbild sind viele Pflanzen des Mars mit ihren Stacheln, Dornen oder Brennhaaren ebenfalls recht wehrhaft (Disteln, Wei\u00dfdorn, Brennnessel). Einige sind dagegen hautreizend oder blasenziehend (B\u00e4renklau, Giftsumach, Seidelbast). Brennend und scharf ist die Geschmacksrichtung vieler Marspflanzen (Rettich, Knoblauch, Meisterwurz); Rott\u00f6ne dominieren (Aronstab, Gauchheil, Kaffeebohne). Da auch Giftstoffe Pflanzen zur Abwehr dienen, sind diese h\u00e4ufig dem Mars unterstellt (Eisenhut; vor Entdeckung der transsaturnalen Planeten unterstanden alle Giftpflanzen Mars und\/oder Saturn). Nicht alle Marspflanzen sind also wohlt\u00e4tig und Vorsicht ist bei manchen daher angebracht. Dennoch sind die meisten Pflanzen des Kriegsgottes relativ ungiftig und ihre Anwendungsgebiete geh\u00f6ren zu den wichtigsten in der Heilkunde: Einerseits st\u00e4rken viele die Abwehr und die Lebens- bzw. Willensenergie (Schlehe, Eleutherokokkus, Echinacea); manche Marspflanzen f\u00f6rdern auch die Gallent\u00e4tigkeit (Galle ist das Organ des Willens; Disteln, Sch\u00f6llkraut). Andererseits sch\u00fctzen sie den K\u00f6rper vor Toxinwirkungen, bzw. leiten diese aus dem K\u00f6rper aus (allg. Stachelsignatur zur Entgiftung), daher die Anwendungen bei chronischen Stoffwechselerkrankungen mit Ersch\u00f6pfung, Rheuma, Gicht, Allergien oder Hautleiden. 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Dennoch sind die meisten Pflanzen des Kriegsgottes relativ ungiftig und ihre Anwendungsgebiete geh\u00f6ren zu den wichtigsten in der Heilkunde: Einerseits st\u00e4rken viele die Abwehr und die Lebens- bzw. Willensenergie (Schlehe, Eleutherokokkus, Echinacea); manche Marspflanzen f\u00f6rdern auch die Gallent\u00e4tigkeit (Galle ist das Organ des Willens; Disteln, Sch\u00f6llkraut). Andererseits sch\u00fctzen sie den K\u00f6rper vor Toxinwirkungen, bzw. leiten diese aus dem K\u00f6rper aus (allg. Stachelsignatur zur Entgiftung), daher die Anwendungen bei chronischen Stoffwechselerkrankungen mit Ersch\u00f6pfung, Rheuma, Gicht, Allergien oder Hautleiden. 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