{"id":26873,"date":"2024-11-06T21:49:38","date_gmt":"2024-11-06T20:49:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/?p=26873"},"modified":"2024-11-07T05:54:23","modified_gmt":"2024-11-07T04:54:23","slug":"ueber-das-leben-und-wirken-von-paracelsus-theophrastus-bombastus-von-hohenheim-17-12-1493-24-09-1541","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/paracelsusmedizin\/ueber-das-leben-und-wirken-von-paracelsus-theophrastus-bombastus-von-hohenheim-17-12-1493-24-09-1541\/","title":{"rendered":"\u00dcber das Leben und Wirken von Paracelsus Theophrastus Bombastus von Hohenheim,  17.12.1493 \u2013 24.09.1541"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-weight: 400;\">Das Leben von Paracelsus ist immer wieder eine Inspiration, auch wenn schon viel dar\u00fcber geschrieben wurde.<\/p>\n<h2>Damals, vor \u00fcber 500 Jahren<\/h2>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gutenberg hatte gerade vor kurzem den Buchdruck erfunden. Im Titel eines Flugblattes tauchte erstmals das Wort \u201eZeitung\u201c auf. Das 16. Jahrhundert war eine Zeit neuer Erkenntnisse und des Umbruchs. Kolumbus entdeckte Amerika, Kopernikus verk\u00fcndete, dass nicht die Erde, sondern die Sonne das Zentrum des Weltalls ist. Leonardo da Vinci entwarf seine Flugmaschine, Martin Luther leitete die Reformation ein und die Fugger gr\u00fcndeten in Augsburg ihre Handelsgesellschaft, womit sie ungeheure Macht gewannen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Auch in der Medizin begann ein neuer Abschnitt. Die Durchschnittsb\u00fcrger glaubten zwar noch fest an Geister, Vorzeichen und Zauberei, aber ein paar Denker waren ganz beseelt von Wissensdurst, einem Kennzeichen der Renaissance. Sie begannen meist heimlich, im Versteck, die Welt zu untersuchen. Damit kam die Anatomie auf, welche die Griechen zwar schon gekannt hatten, die aber wieder in Vergessenheit geriet. Nachdem Leonardo da Vinci den menschlichen K\u00f6rper wiederentdeckte, nahm das Interesse f\u00fcr die Anatomie, dem Widerstand der Kirche zum Trotz, st\u00e4ndig zu und wurde richtig Mode.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Geschichte best\u00e4tigt, dass bedr\u00e4ngte Zeiten gro\u00dfe Geister hervorbringen. Wenn die Zeit f\u00fcr eine Umw\u00e4lzung auf politischem, religi\u00f6sem oder wissenschaftlichem Gebiet reif geworden ist, haben sich immer M\u00e4nner und Frauen gefunden, um diese Ver\u00e4nderungen zu vollziehen. Die Weltgeschichte kennt eine Anzahl von hervorragenden Pers\u00f6nlichkeiten, deren Schicksal es war, eine bedeutende Rolle in der F\u00f6rderung der menschlichen Evolution zu spielen. Diese hatten vor ihrem gro\u00dfen Dienst f\u00fcr das Allgemeinwohl die Schule des Gro\u00dfen Wissens besucht.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Paracelsus war einer jener gro\u00dfen M\u00e4nner. Er hielt sich einige Jahre in einer Transhimalaya-Schule auf und erlangte gro\u00dfes spirituelles Wissen, das er sp\u00e4ter in vielen B\u00e4nden erl\u00e4uterte.<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dies tat er oft symbolisch, denn er musste h\u00e4ufig die unverst\u00e4ndlichsten Ausdr\u00fccke verwenden, um den Verfolgungen zu entgehen, die in jenen Tagen so m\u00e4chtig gegen jeden erleuchteten Tr\u00e4ger des Wissens gerichtet waren. Auch ist die allgemeine Rohheit des 16. Jh. zu bedenken, um zu verstehen, dass das Leben eines Gelehrten wie Paracelsus durch die unaufh\u00f6rlichen Angriffe eine gro\u00dfe Herausforderung war und auch mal zu heftigen Worten f\u00fchrte.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dennoch gibt es kaum eine Stadt oder Landschaft, wo Paracelsus gewirkt hat, die sein Andenken nicht in die Sage aufgenommen h\u00e4tte. Wenn Sagen auch nicht historisch sind, so sind sie doch nie ohne Wahrheit. Am Etzel wurde er vertraulich \u00abder Paracelsi\u00bb genannt und lebt im Ged\u00e4chtnis des Volkes weiter, wie kaum ein zweiter gro\u00dfer Wissenschaftler der Geschichte.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Paracelsus soll auffallend klein, ca. 150 cm, von zartem K\u00f6rperbau gewesen sein, eine hohe d\u00fcnne Stimme gehabt und von ungeheurer Energie und Schaffenskraft beseelt gewesen sein. Er war das Wunder eines Arztes. Dr. Franz Hartmann sagte: \u201eDie Paracelsische Weltanschauung ist identisch mit derjenigen der Inder, wie sie in den Veden und Upanishaden dargestellt ist.\u201c <sup>1<\/sup><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Legende nach soll Paracelsus in der Zeit von 1513 bis 1521 gefangengenommen und von den Tartaren nach Indien, dann aber nach Konstantinopel zur\u00fcckgebracht worden sein. Wie dem auch sei, seine Lehre ist in ihren Grundz\u00fcgen identisch mit der indischen Geheimlehre. Nur finden wir dieselbe in den indischen Schriften noch viel klarer und deutlicher dargestellt und besser ausgearbeitet, als dies Paracelsus unter den Beschr\u00e4nkungen seiner Umgebung zu tun imstande war.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Seine Lehre ist im Geiste, wenn auch nicht der Form nach identisch mit denen der indischen, buddhischen, griechischen Weisen und christlichen Mystiker. Die Geheimnisse, welche er lehrt, wurden auch in \u00c4gypten und Griechenland in den Schulen der Mysterien Eingeweihten gelehrt. Sie bilden die Grundlage aller wahren Religionssysteme.<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aus diesem Grund sind als Grundlage f\u00fcr ein besseres Verstehen der Lehre Paracelsus auch die Schriften, die der Menschheit seit dem 19. Jahrhundert gegeben wurden, wie jene von H.P. Blavatsky, Alice A. Bailey u.a.m. unerl\u00e4sslich. Ansonsten ist sie, wie viele sagen, sehr schwer verst\u00e4ndlich.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Franz Spunda beschreibt: \u00abWas Paracelsus von den anderen faustischen Naturen des ausgehenden Mittelalters unterscheidet, <strong>ist sein Blick in die Zukunft<\/strong>. Denn w\u00e4hrend die anderen in den Labyrinthen der Alchemie, Mystik und Magie herumtaumeln, sind ihm diese Disziplinen nur die von der Zeit gegebenen Ausdrucksformen, um seinen Forscherdrang zu befriedigen. Dar\u00fcber hinaus sieht er das eigentliche Problem: Die Stellung des Menschen in der Natur. Und dieser Standpunkt macht ihn zum Arzt, dem der menschliche K\u00f6rper ein Heiligtum ist, dessen Erkenntnis einem Gottesdienst gleichkommt. Dem von der Kirche verachteten Menschenleib wird durch Paracelsus seine W\u00fcrde zur\u00fcckgegeben. Denn seine Heiligung bedingt seine Heilung.\u00bb<sup>2<\/sup><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es besteht kein Zweifel, dass jeder, der die Richtung andeuten kann, die unvermeidlich f\u00fcr die Evolution ist, gerade durch diese F\u00e4higkeit ein Lehrer wird. Und zwar f\u00fcr diejenigen, deren Bewusstsein unreif ist und die, wie die Geschichte zeigt, auch noch kein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr soziale Probleme erlangt haben. Doch es liegt in der menschlichen Psychologie, dass sie Ver\u00e4nderungen nicht wirklich m\u00f6gen und mangels besserer Erkenntnis gegen alles Neue erst einmal m\u00e4chtig ank\u00e4mpfen. Doch die Evolution schreitet unaufhaltsam, z.B. gem\u00e4\u00df den Naturgesetzen voran.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">So mussten auch die Alchemisten des Mittelalters ihr gro\u00dfes Wissen unter verwickelten Allegorien und verschiedenen Symbolen verheimlichen, damit sie ihr Leben f\u00fcr die selbstaufopfernde Arbeit f\u00fcr das Wohl der Menschheit erhalten konnten. Denn viele Wissenstr\u00e4ger sind durch die H\u00e4nde der Unwissenheit umgekommen. Deshalb mussten auch die Alchemisten des Mittelalters ihr gro\u00dfes Wissen unter verwickelten Allegorien und verschiedenen Symbolen verheimlichen. Auch Paracelsus musste sehr vorsichtig sein mit dem, was er sagte, und stets in \u00dcbereinstimmung mit der Bibel bleiben. Daher sagte er nicht alles und seine Texte m\u00fcssen innerlich wie \u00e4u\u00dferlich gelesen werden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ab dem 1.\/2. Jh. bedeutete Alchemie als Eigenschaften der Stoffe und ihren Reaktionen. Alchemie war ein Zweig der Naturphilosophie und wurde im 17.\/18. Jh. von der modernen Chemie und der Pharmakologie begrifflich abgetrennt und schlie\u00dflich durch diese F\u00e4cher ersetzt. Doch die Arbeit der damals verspotteten Alchemisten hat sich weiterentwickelt. Im Jahr 1999 erregten sie ernsthaft wieder Aufmerksamkeit durch die Ausstellung \u00abGeheimnisse der Alchemie\u00bb der Universit\u00e4tsbibliothek Basel. In der Alchemie steckt das Geheimnis der Verwandlung. Spagyrik wurde zum Synonym der medizinischen Alchemie. Paracelsus pr\u00e4gte den Begriff Spagyrik und gilt als der ber\u00fchmteste Verfechter der Alchemie. Er sagte: \u00abDer Arzt w\u00e4chst durch das Feuer, drum lerne er Alchimiam, auch Spagiria gehei\u00dfen, die das Falsche vom Rechten scheidet.\u00bb <sup>3<\/sup><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Trotz allen Schwierigkeiten wurden alle seine Werke ins Deutsche, Franz\u00f6sische und Englische \u00fcbersetzt. Viele Wissenschaftler und \u00c4rzte sammeln ihr Wissen aus diesen B\u00fcchern, aber wie gew\u00f6hnlich wird die Quelle oft wohlweislich nicht erw\u00e4hnt. Paracelsus sagte der Schulmedizin voraus, dass sie dann beginnen w\u00fcrde, bei ihm in die Lehre zu gehen, wenn sie sich aufmachte, eine natur- und menschengerechtere Heilweise zu suchen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Werke des gro\u00dfen Paracelsus sind heute in den B\u00fccherregalen von gro\u00dfen Wissenschaftlern und \u00c4rzten zu finden. Die Geschichte zeigt, dass die Wahrheit immer erst unter einem gewissen Deckmantel gegeben werden musste, damit die Menschen wenigstens irgendeinen Bruchteil der Wahrheit annehmen konnten, die f\u00fcr das Fortschreiten in diesem Zyklus wichtig waren. Dies, weil bekanntlich im Mittelalter alles, was Licht ins Dunkel brachte, mit dem Siegel des Satans versehen wurde. Im Verlaufe der Zeit hat dieser Stempel nur seinen Namen gewechselt, das ist alles. \u00c4hnliche Anschuldigungen und auch Titel wie \u201eScharlatan\u201c wurden vielen der besten Denker und gro\u00dfen Arbeiter f\u00fcr das Allgemeinwohl verliehen, so auch Paracelsus. Denn wie Plato, Konfuzius und andere, wurde auch er von B\u00fcrgern, die f\u00fcr den Stolz des Landes gehalten wurden, unterdr\u00fcckt und zur Zielscheibe f\u00fcr Hohn und Bosheit gemacht. Dr. Franz Hartmann sagte: \u201eIn Paracelsus erblicken wir einen Mystiker von hoher Begabung, der auf einer viel h\u00f6heren Entwicklungsstufe stand, als die meisten seiner Zeitgenossen, und da er eine h\u00f6here Selbsterkenntnis und daher h\u00f6here mystische Kr\u00e4fte besa\u00df, so ist der Erfolg seiner Kuren vielmehr in seinem eigenen Talent als in der Zusammensetzung seiner Rezepte zu suchen.\u201c <sup>4<\/sup><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Paracelsus lehrte: \u201eAlle Dinge sind Gift und nichts ist ohne Gift, allein die Dosis machts, dass ein Ding kein Gift ist.\u201c Er galt als friedliebender Mann. Dennoch trug er immer das Schwert an der Seite, dessen Knauf eine hohle Kugel bildete. Die Kugel war abschraubbar. In ihrem Innern verwahrte er seine ber\u00fchmten Laudanumpillen, welche seine kostbarste, oft lebensrettende Arznei waren. <sup>5<\/sup><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Paracelsus war der Entdecker des Hydrogens (Wasserstoff, ein chemisches Element mit Symbol H und Ordnungszahl 1) und kannte alle seine Eigenschaften und Zusammensetzung lange bevor ein orthodoxer Akademiker daran dachte. Er war auch der Entdecker der verborgenen Eigenschaften des Magneten und des tierischen Magnetismus. Das Wort Magnetismus im eigentlichen Sinne nimmt bei Paracelsus seinen Ursprung.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Weiter war er der k\u00fchne Sch\u00f6pfer der chemischen Medizin und der Begr\u00fcnder mutiger Gemeinden. Siegreich im Streit, geh\u00f6rte er zu jenen Geistern, die unter uns eine neue Gedankenrichtung \u00fcber die nat\u00fcrliche Existenz der Dinge eingeb\u00fcrgert haben. Mehr als ein Pathologe, Chemiker, Hom\u00f6opath und Magnetopath hat seinen Durst nach Wissen in den B\u00fcchern von Paracelsus gestillt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Paracelsus studierte Astrologie und Astronomie wie es alle Feuer-Philosophen taten. Wenn er behauptete, der Mensch stehe in einer direkten Verwandtschaft zu den Sternen, so wusste er sehr wohl, was er sagte. Paracelsus lernte aus der Natur, aus der Beobachtung des Himmels und der Erde. Jahrzehnte hindurch war wohl niemandem das damalige Zusammenspiel zwischen Himmel und Erde so vertraut wie ihm.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wie kam er aber dazu, etwas von der Zusammensetzung der Sterne zu erfahren, bevor die Entdeckung des Spektroskops gemacht wurde? Er brauchte keine B\u00fccher f\u00fcr die Himmelsbeobachtung. K\u00f6nnte er \u00fcber die Natur des Sternenmeeres so sicher gewesen sein, wenn er nicht Mittel gehabt h\u00e4tte, von denen die Wissenschaft nichts wusste? Seine Mittel waren: hermetische Philosophie und Alchemie.<\/p>\n<h2>Kindheit und Jugendzeit<\/h2>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Paracelsus Leben ist von unsteter Wanderschaft gekennzeichnet, auf die er sich manchmal freiwillig begab, meistens wurde er jedoch gezwungen. Dabei blieb er \u201eallein und fremd und anders\u201c, da er die Welt von Grund auf neu interpretierte. Es ist historisch belegt, dass alle Umst\u00e4nde darauf hinausliefen, aus Paracelsus einen Au\u00dfenseiter zu machen. Werfen wir einen Blick auf seinen Lebenslauf:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es gibt viele Quellenhinweise und die verschiedenen Biographen geben dieses und jenes Geburtsdatum an. Aber an seinem Geburtshaus in Einsiedeln steht, dass Philippus Aureolus Theophrastus Paracelsus Bombastus von Hohenheim am 17. Dezember 1493 geboren ist, also im Tierkreiszeichen Sch\u00fctze.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Sein Vater, Wilhelm Bombast von Hohenheim stammte aus der altber\u00fchmten schw\u00e4bischen Familie der Bombaste ab, die Besitzer des adeligen Schlosses Hohenheim in N\u00e4he des Dorfes Plieningen bei Stuttgart, Bombaste von Hohenheim nannten. (Dieses Schloss beherbergt heute Teile der Universit\u00e4t Hohenheim.) Dessen Vater wiederum war der au\u00dfereheliche Sohn des damaligen Gro\u00dfmeisters des Johanniterordens, Georg Bombast von Hohenheim. Der Vater von Paracelsus lie\u00df sich in Maria-Einsiedeln, damals Herrschaftsbereich des Benediktinerklosters Einsiedeln, als Arzt nieder.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">1492 heiratete er die Aufseherin des Krankenhauses der dortigen Abtei. Den beiden wurde ein Kind geboren. Seine Eltern nannten ihn Philippus Aureolus. Theophrastus nannte er sich erst ab seinem \u00f6ffentlichen Auftreten. In Briefen und B\u00fcchertiteln unterschrieb er meist \u201eTheophrastus von Hohenheim\u201c, manchmal mit dem Zusatz \u201egenannt Paracelsus\u201c.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Woher kommt aber der Name Paracelsus? Wir kennen \u201eParapsychologie\u201c, die Wissenschaft von den inneren, au\u00dferhalb der normalen Wahrnehmbarkeit liegenden, \u00fcbersinnlichen Erscheinungen. So k\u00f6nnen wir Para, was in Sanskrit das H\u00f6chste, das Absolute bedeutet und Celsus, von Celsius, W\u00e4rmegrad kommend, interpretieren. Para-celsus, ein Feuer-Philosoph. Wegen seines Geburtsortes in der Schweiz wurde er auch Helvetius Eremita genannt und f\u00fchrte au\u00dferdem noch den Beinamen Germanus oder Suevus oder Arpinas. \u00dcbrigens wird er in der Brosch\u00fcre \u201eDie Waldstatt Einsiedeln \u2013 Ein F\u00fchrer durch Geschichte und Kultur\u201c, die 1983 im Auftrag des Bezirksrates Einsiedeln verfasst wurde, als \u201egro\u00dfer Einsiedler und Schweizer\u201c bezeichnet. Im Paracelsuspark nahe dem Kloster Einsiedeln ist ihm ein Denkmal gewidmet.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Seine Landessprache war ein l\u00e4ndlich-derbes Fr\u00fchneuhochdeutsch, auch Gemeines Landdeutsch genannt, das er sp\u00e4ter auch standhaft als Wissenschaftssprache behauptete. Er wurde angeklagt, ungehobelt zu sein, sich guter Sitte zu widersetzen, der Feinheit zu ermangeln. Paracelsus sagte von sich selbst in seiner herrlich verrenkten Ausdrucksweise: \u201eVon der Natur bin ich nicht subtil gesponnen, ist auch nicht die Art meines Landes, dass man mit Seidenspinnen etwas erlange. Wir werden auch nicht mit Feigen gro\u00dfgezogen, noch mit Met, noch mit Weizenbrot, sondern mit K\u00e4se, Milch und Haferbrot: Das kann keine subtilen Gesellen machen. Zudem h\u00e4ngt einem f\u00fcr alle Lebtage an, was man in der Jugend empfangen hat. Dies ist nun halt nur grob gegen die Subtilen, Katzenreinen, Superfeinen. Denn diejenigen, die in weichen Gew\u00e4ndern erzogen werden, und wir, die wir zwischen Tannzapfen aufwachsen, verstehen einander wohl nicht.\u201c <sup>6<\/sup><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Paracelsus begleitete seinen Vater, den Einsiedler Gemeindearzt, schon fr\u00fch bei seinen Krankenbesuchen. In seiner Jugend wurde er von ihm unterrichtet, der ihm auch die ersten Kenntnisse der Alchemie, Wundarztneikunst (Chirurgie) und der Medizin beibrachte. Er bezeichnete seinen Vater als seinen ersten und einflussreichsten Lehrmeister.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Seine Mutter starb, als Paracelsus ca. acht Jahre alt war. Nach ihrem Tode, zog sein Vater mit ihm nach Villach in K\u00e4rnten\/\u00d6sterreich. Dort erhielt der Junge seine Grundausbildung in Klosterschulen. Mit sechzehn Jahren schickte ihn sein Vater auf die Universit\u00e4t nach Basel. Doch Paracelsus war die damalige Weisheit der \u00c4rzte schon fr\u00fchzeitig ein Gr\u00e4uel, denn die damalige Wissenschaft bestand ausschlie\u00dflich aus B\u00fccherwissen, dem jegliche Best\u00e4tigung in der Praxis fehlte. Deshalb machte er keine regelm\u00e4\u00dfigen akademischen Studien. Als er sich sp\u00e4ter seinen eigenen Weg bahnte, wurde ihm das sehr \u00fcbel ausgelegt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Er machte absolut keine Konzessionen an den herrschenden aristotelischen Dogmatismus. Buchweisheit war nicht seine Schule, sondern die Welt der Schlachtfelder, Seuchen und unz\u00e4hligen Krankheiten, welche durch Unwetter, Hitze und K\u00e4lte auf der See, auf dem Land entstanden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Paracelsus ging in die Lehre beim in der Alchemie sehr ber\u00fchmten Johann Trithemius. Seine Liebe zu diesen Wissenschaften f\u00fchrte ihn darauf in das Laboratorium des reichen Siegmund Fugger in Schwatz, Tirol. Dieser galt ebenfalls als einer der ber\u00fchmtesten Chymisten. Als Laborant erlernte Paracelsus von ihm so manches Geheimnis. Den Abschluss seiner Studien machte er in Ferrara, der damals \u00e4ltesten und ber\u00fchmtesten Universit\u00e4t in Italien. Im Jahre 1516 promovierte er zum Doktor beider Arzneien, zum Chirurgus &amp; Medicus.<\/p>\n<h3>Wandern und Erfahrungen sammeln im Handwerk des Arztes<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Damals gingen nicht nur die Handwerker, sondern auch die \u00c4rzte nach dem Studium auf Wanderschaft, um ihre Kenntnisse in der praktischen Erfahrung zu erh\u00e4rten. Es folgten Jahre der Wanderschaft durch S\u00fcd- und Westeuropa, durch die nordischen L\u00e4nder und durch den europ\u00e4ischen Osten. So nahm Paracelsus als Wundarzt an mehreren damaligen Feldz\u00fcgen teil. Sp\u00e4ter sagte er \u00fcber diese Lehr- und Wanderjahre, in denen er das medizinische Handwerk gr\u00fcndlich studierte: \u00abStark verachtet werde ich darum, dass ich meiner Lebtage nie einen Ort des Bleibens hatte, da ich nicht hinter dem Ofen gesessen bin und Birnen gebraten habe.\u00bb <sup>7<\/sup><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00abWenn einer viele Krankheiten kennenlernen will, soll er reisen; wenn er weit reist, wird er viel erfahren und viel erkennen.\u00bb <sup>8<\/sup><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Er ist gewandert, um \u00fcberall zu lernen und fand es als ein gro\u00dfes \u201eIrrsal und stets \u00fcbel\u201c, dass so viele \u00c4rzte, vor allem in Montpellier, Salerno und Paris, die den Ruhm haben wollen, nichts wissen und k\u00f6nnen. Bedenken wir, Paris war damals die absolut orthodoxe Hochburg der mittelalterlichen Hochschulmedizin. Die Wissenschaft war wie versteinert in der Anbetung der nie hinterfragten \u00dcberlieferung. In diesem Umfeld machte Paracelsus von sich reden, weil er einige schwere Krebsf\u00e4lle, die von den Pariser \u00c4rzten l\u00e4ngst aufgegeben worden waren, zu heilen vermochte. Statt ihm Hochachtung und Anh\u00e4nger seiner Methode zu verschaffen, f\u00fchrten seine Erfolge dazu, dass die Pariser \u00c4rzte den Reformator, sp\u00e4ter auch \u201eLuther der Medizin\u201c genannt, mit erbittertem Hass verfolgten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Aufenthalt in Paris ist deshalb so bedeutsam, weil der damals kaum f\u00fcnfundzwanzigj\u00e4hrige Paracelsus sich hier zum ersten Mal der gesamten g\u00e4ngigen Medizin und ihren allerh\u00f6chsten, ehrw\u00fcrdigen Autorit\u00e4ten entgegenstellte. Seine \u00e4rztliche Kunst war aus Gott und beruhte auf Erkenntnis, die seiner Kollegen waren aus ihren B\u00fcchern und Autorit\u00e4ten, sowie ihren auf blindem Festhalten an \u00fcbernommenen Meinungen. Es war der Beginn eines lebenslangen Kampfes, den er mit der traditionellen Medizin f\u00fchren sollte, \u201eallein und fremd und anders\u201c.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">So ist er stets weitergewandert, hat in vielen L\u00e4ndern und Orten unerm\u00fcdlich und flei\u00dfig nachgefragt, um die K\u00fcnste der Arznei gr\u00fcndlich zu erforschen. Dies tat er nicht nur bei \u00c4rzten, Laboranten, Alchemisten. Er lernte auch aus dem Umgang mit alten Frauen, Scharfrichtern, Sch\u00e4fern, Juden, Badern (damals Arzt der kleinen Leute, der K\u00f6rperreinigung, Rasieren, Heilkunst, Massage, Aderlass, Wundpflege, Chirurgie wie Zahnziehen, Knochenbr\u00fcche heilen usw. ausf\u00fchrte), Zigeunern usw. Er suchte bei \u201eGescheydten und Einfeltigen\u201c, um f\u00fcr seine Kenntnis der Natur und des Menschen gesundheitlichen Wohlergehens zu lernen, zu verstehen und anzuwenden. Man sah Paracelsus nicht selten in Gesellschaft von K\u00e4rnern (Wagenzieher, Karrenf\u00fchrer) und Fuhrleuten (Fuhrmann = der F\u00fchrer von Fuhrwerken wie Pferde- oder Ochsenkarren, um Personen und\/oder Waren zu transportieren) auf den Landstra\u00dfen und in den Wirtsh\u00e4usern. Diese Art des Studiums vermochten ihm jedoch seine Gegner mit ihrer pedantischen Engherzigkeit nicht zu w\u00fcrdigen. Sie machten ihm daf\u00fcr den bittersten Vorwurf.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber an solchen Treffpunkten der Volksmedizin konnten oft auch einfach aufgrund langer praktischer Erfahrungen Erfolge erzielt werden. Vielleicht konnte auch so manche neue und unkonventionelle Methode angepriesen und ausprobiert werden, gegen die sich die scholastische Schulmedizin verwahrte.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">H.P. Blavatsky beschreibt: \u00abDas Geheimnis seiner erfolgreichen und, wie sie genannt werden, magischen Kuren, liegt in seiner \u00fcberlegenen Verachtung der sogenannten gelehrten \u201eAutorit\u00e4ten\u201c seiner Zeit. Diese g\u00e4nzliche Verachtung feststehender Gesetze und wissenschaftlicher Formeln, dieses Streben eines sterblichen St\u00fcckchens Erde, sich mit dem Geiste der Natur zu vermischen, und bei ihm allein nach Hilfe und Gesundung und das Licht der Wahrheit auszuschauen, war die Ursache des eingewurzelten Hasses, der dem Feuer-Philosophen und Alchemisten von seinen zeitgen\u00f6ssischen Pygm\u00e4en gezeigt wurde. Von seiner Zeit wurde er als Zauberer gebrandmarkt, weil seine Heilerfolge wunderbar waren.\u00bb <sup>9<\/sup><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Im Jahre 1524 w\u00e4hlte Paracelsus die Bischofsstadt Salzburg, um sich als praktizierender Arzt niederzulassen. Die Studien- und Wanderjahre sollten damit ihr Ende finden. Er wohnte \u201ein Wolfgang Buchler\u2019s Behausung bei der Kampfm\u00fchl\u201c, der heutigen Pfeiffergasse 11.\u00a0 Hier richtete er sich ein kleines Laboratorium ein und betreute die Kranken der Stadt. Paracelsus war ein gesch\u00e4tzter und verehrter Arzt, der sich auch der verarmten Bev\u00f6lkerung auf dem Lande annahm. Er erlebte so aus n\u00e4chster N\u00e4he, wo die Ursache der sozialen Unruhen lag.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">1525 war die Zeit, da sich der lutherische Glaube mehr und mehr verbreitete und auch die Zeit der Bauernaufst\u00e4nde \u00fcberall in Deutschland. Der religi\u00f6s-soziale Konflikt beherrschte das Leben und es ist somit nicht verwunderlich, dass Paracelsus seine ersten theologischen Schriften verfasste. Es entstand das \u201eBuch von der Jungfrauen, aus der Gott geboren ist\u201c. Scheinbar hatte er sich als eine Art Armenpriester oder Bauernprediger bet\u00e4tigt, was er in einer anderen Kampfschrift, in der er sich gegen den christlichen G\u00f6tzendienst wandte, auch offen zugab.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Reichen machten den Anschein, dass sie die herrschenden Strukturen beherrschen und in ihrer \u00dcberheblichkeit die gottgewollte Ordnung verdrehen. Paracelsus hatte ein gro\u00dfes Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen f\u00fcr die Bedingungen, in denen Menschen lebten, die ohne Sicherheit f\u00fcr das Notwendigste lebten. Nichts Menschliches blieb ihm fremd. Er prangerte die Ausbeutung der Armen durch die Reichen, der Kranken durch die Apotheker, der Gl\u00e4ubigen durch die Kirche, des Volkes durch die M\u00e4chtigen usw. an. Solche, f\u00fcr diese Zeit ketzerischen Worte f\u00fchrten dazu, dass Paracelsus bald einmal beim Erzbischof angezeigt und festgenommen wurde.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es kam zur Gerichtsverhandlung gegen ihn. Man warf ihm vor zu verk\u00fcnden, dass man die Todesstrafe abschaffen m\u00fcsse, weil sie gegen den Willen Gottes sei, dass er sagte, die da essen von ihrer H\u00e4nde Arbeit, die seien selig, die aber nicht ihre eigene Handarbeit essen, dieselben seien unselig. Das bedeutete Auflehnung gegen die geistliche und weltliche Obrigkeit. Zudem hatten die aufr\u00fchrerischen Bauern und Bergknappen (fr\u00fchere Bezeichnung f\u00fcr einen Bergmann, der in einem Bergwerk unter Tage Rohstoffe abbaut) diese seine Worte gebraucht. In der Folge kam es zum langen Verh\u00f6r, in dem Paracelsus u.a. etwa sagte: \u201eWas klagt ihr mich an? Ich h\u00e4tte die Bauern widerspenstig gemacht, dass sie nicht mehr opfern und wenig von euch halten? Gedenket, wenn meine Rede aus dem Teufel w\u00e4re, folgten sie euch und nicht mir. Aber weil sie mir folgen und nicht euch, so denkt nicht anders, als dass der Heilige Geist in ihnen sei, welcher sie, euer Gem\u00fct, eure T\u00fccke und gro\u00dfe L\u00fcgen zu erkennen lehrt. Was ich geredet habe, das ist aus dem heiligen Geist, also ist es das Evangelium.\u201c <sup>10<\/sup> Das Gericht konnte dem aufwieglerischen Ausl\u00e4nder Paracelsus zwar keine direkte Schuld nachweisen, um ihn hinzurichten, wie es damals in solchen F\u00e4llen \u00fcblich war. Doch man verfolgte ihn und trieb ihn dazu, dass er bei Nacht und Nebel im April des Jahres 1525 aus Salzburg fl\u00fcchten musste.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Eine weitere ruhelose Wanderschaft folgte. Dabei lernte er die Heilquellen in S\u00fcddeutschland kennen und schrieb dar\u00fcber. Er wurde an das Krankenbett des Markgrafen von Baden gerufen. Obwohl er diesen heilte, erhielt er die versprochene Belohnung nicht. So erging es ihm noch oft in seinem Leben. Paracelsus heilte nicht um des Lohnes willen. Von Armen nahm er kein Geld, aber von den Wohlhabenden verlangte er ein gutes Honorar. Doch sobald die reichen Leute genesen waren, verga\u00dfen sie zu bezahlen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">So kam er auf seiner Wanderung nach Stra\u00dfburg. Hier bewarb er sich um das B\u00fcrgerrecht. Am 5. Dezember 1526 wurde im B\u00fcrgerbuch der Stadt beurkundet: \u201eTheophrastus von Hohenheim, der Arzneidoktor hat das B\u00fcrgerrecht kauft.\u201c Sein Ruf als Arzt war bald weit im Land am Oberrhein verbreitet. Dennoch waren jene, die seinen Ruf zu sch\u00e4digen suchten unerm\u00fcdlich, anstatt ihn als Vorbild zu nehmen und von ihm zu lernen.<\/p>\n<h3>Basel &#8211; Stadtarzt<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In jenen Jahren war Basel die Hauptstadt Europas. Eines Tages wurde Paracelsus nach Basel gerufen, zum Buchdrucker Johann Froben. Dieser hatte ein krankes Bein, das nach Ansicht seiner \u00c4rzte amputiert werden sollte. Johann Froben war ein einflussreicher Mann, der so ber\u00fchmt war f\u00fcr seine Editionen, dass er \u201eK\u00f6nig der Buchdrucker\u201c genannt wurde. Es gelang Paracelsus, die Amputation zu verhindern und das Bein von Johann Froben zu retten. Dieser konnte sogar kurz daraufhin wieder zur Frankfurter Buchmesse reiten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Was lag nun n\u00e4her, als diesen Arzt nach Basel zu berufen? Die gesundheitspolitische Situation der Stadt war miserabel. Die medizinische Fakult\u00e4t hatte nur einen einzigen Ordinarius. Die Stellung eines Stadtarztes war vakant, und Basel bedurfte dringend eines Mannes, der sich um die medizinische Versorgung und Betreuung der Bev\u00f6lkerung k\u00fcmmerte. Die hygienischen Verh\u00e4ltnisse m\u00fcssen katastrophal gewesen sein. Zudem litt die Bev\u00f6lkerung noch an den Nachwehen der Pestepidemie aus dem Vorjahr. Es kamen einige gl\u00fcckliche F\u00fcgungen zusammen und Paracelsus wurde zum Professor der medizinischen Fakult\u00e4t und zum Stadtarzt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Zielgerichtet, dynamisch ging er ans Werk. Seinen Amtsantritt begann er damit, dass er, so wie Luther die Bannbulle, die Schriften Galens und Avicennas, das traditionelle medizinische Lehrwerk, \u00f6ffentlich verbrannte. Damit brach er mit dem Autorit\u00e4tsglauben an die damalige Wissenschaft, genauso wie Luther durch das Verbrennen der Bannbulle, mit dem Autorit\u00e4tsglauben der Kirche und leitete ein neues Kapitel in der Geschichte der Medizin ein.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Mit gro\u00dfen Opfern an Zeit und M\u00fche f\u00fchrte Paracelsus den Unterricht theoretisch und praktisch durch. Ihm gen\u00fcgte es nicht, einfach nur Vortr\u00e4ge zu halten, wie das bisher gehandhabt wurde. Er nahm die reiferen seiner Sch\u00fcler mit ans Krankenbett, denn \u00abZu den Leuten zu gehen\u00bb hielt er wichtig f\u00fcr den angehenden Arzt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Arzt Paracelsus nahm keine R\u00fccksicht auf die eingespielten bestehenden Verh\u00e4ltnisse. Er verk\u00fcndete seine Ansichten, die vielen Leuten in Basel nicht passten. Hemmungslos deckte er den korrupten, lebensgef\u00e4hrdenden Zustand des damaligen Apothekerwesens auf, ebenso die erstarrte medizinische Praxis seiner Kollegen. Doch damit nicht genug \u2013 die Medizin, welche in seinem Sinne eine theologisch verwurzelte Grundwissenschaft ist, sollte in alle Lebensbereiche hineinwirken und aus allen Bereichen Erfahrungen aufnehmen. So hatte er bald alle \u00c4rzte und auch die Apotheker der Stadt gegen sich, denen er antwortete: \u00abDie Apotheker sind mir auch feind, sie sagen, ich sei seltsam, wunderlich, niemand k\u00f6nne es mir recht tun. Ich schreibe kurze Rezepte, wenige und selten, nicht mit vierzig oder sechzig Ingredienzen; ich leere ihnen ihre B\u00fcchsen nicht und schaffe ihnen nicht viel Geld ins Haus. Das ist der Handel, weshalb sie mich verleumden. Nun urteile du selbst: Wem bin ich mehr schuldig, oder wem habe ich als ein Doktor geschworen? Dem Apotheker den Handel anzutreiben? Oder dem Kranken zu seinem Nutzen zu verhelfen?\u00bb <sup>11<\/sup><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es war vor \u00fcber 500 Jahren, da Paracelsus sagte: \u201eMan l\u00e4stert und schreit von mir, weil ich nicht durch die rechte T\u00fcr der Kunst eingetreten w\u00e4re. Aber welches ist die rechte T\u00fcr? Galenus, Avicenna, Mesue, Rhasis, oder Ehrbarkeit? Ich glaube das Letztere. Durch diese T\u00fcr ging ich ein; das Licht der Natur und keine Apothekerlampe leuchtete mir auf meinem Weg.\u201c <sup>12<\/sup> Mit Sicherheit w\u00e4re Paracelsus nie aus den Irrt\u00fcmern seiner Zeit zu einer reineren Erkenntnis der Wahrheit gelangt, h\u00e4tte er seinen Geist durch die beengenden und dr\u00fcckenden Formen der damaligen gelehrten Bildung begrenzen und einschr\u00e4nken lassen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Heute lesen wir auf https:\/\/www.paracelsus.uzh.ch: \u00abDer Schweizer Arzt, Naturphilosoph, Alchemist und radikale Theologe Theophrastus Bombast von Hohenheim, genannt Paracelsus (1493-1541), geh\u00f6rt zu den bekanntesten Pers\u00f6nlichkeiten der Renaissancegeschichte. Die systematische Erforschung seiner gesammelten Werke ist noch immer eher vernachl\u00e4ssigt. Paracelsus&#8216; Schriften decken ein breites Spektrum ab, das Medizin, Chirurgie, Naturphilosophie, Alchemie, Astronomie, Naturmagie und reformatorische Theologie umfasst. Der wissenschaftliche Schwerpunkt der letzten Jahrzehnte lag eher auf dem Einfluss von Paracelsus auf die Entwicklung der Wissenschaften als auf den eigentlichen Urspr\u00fcngen: seinem Leben und seinen Werken. So wurde zum Beispiel ein ganzes Viertel seines umfangreichen theologischen Werkes trotz seines Ruhmes nie gedruckt. Bei den gedruckten medizinischen und philosophischen Schriften sieht die Situation kaum besser aus. Ihnen fehlt zum gr\u00f6\u00dften Teil eine wissenschaftliche Ausgabe mit kritischem Apparat und spezifischen Kommentaren.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Um diesen editorischen Anspr\u00fcchen gerecht zu werden, wurden das Z\u00fcrcher Paracelsus-Projekt und die Neue Paracelsus-Ausgabe gegr\u00fcndet. Die Hauptziele des Paracelsus-Projekts sind die Fertigstellung der Werkausgabe und die inhaltliche Erschlie\u00dfung mittels eines Generalindexes und einer Datenbank.\u00bb<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Damals kannte man noch keine Diplome. Als Zeichen der Doktorw\u00fcrde durfte der rote Talar getragen werden. Die \u00dcberlieferung sagt, er habe w\u00e4hrend einer seiner vielbeachteten Vorlesungen \u00fcber allgemeine Medizin, Chirurgie und die Zubereitung von Arzneien einmal Talar und Barett, die Insignien der Doktorw\u00fcrde von sich geschleudert, um den Studenten damit zu demonstrieren, dass der wahre Arzt auf solche \u00c4u\u00dferlichkeiten verzichten konnte.<\/p>\n<h3>Deutsch und deutlich statt Latein<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Professoren jener Zeit beschr\u00e4nkten sich meistens auf Kommentare zu Galen, Hippokrates und Avicenna. Die Vorlesungen von Paracelsus waren anders. Er lehnte das Galenische Heilsystem ab, genauso das Gelehrtenlatein. Er war der erste, der auf einer Universit\u00e4t in deutscher Sprache vorgetragen hatte.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">F\u00fcr Paracelsus war die Sprache kein mechanistisches Instrument f\u00fcr die Datenvermittlung. Er sah in der Sprache die Gabe des Menschen, dem Licht der Natur und des Geistes Ausdruck zu geben, sodass die Wunderwerke Gottes offenbar werden. Diese Verweigerung, sich der g\u00e4ngigen Sprachmethode zu unterwerfen begr\u00fcndete er immer wieder mit seiner Kindheit inmitten der Natur Einsiedelns. \u00abDass ich mich keiner Rhetorik noch subtilit\u00e4tem k\u00fcmmmern kann, sondern nach der Zungen miner Geburt und Landssprachen, der ich bin von Einsiedeln, des Lands ein Schweizer.\u00bb <sup>13<\/sup>Um f\u00fcr seine Lehre authentischen Worten zu finden, war f\u00fcr ihn die Kunstsprache Latein ungeeignet. Aufgrund seiner starken Verbindung mit der Natur, in deren Umgebung er seine Kindheit verbracht hatte, brauchte er jetzt die Sprache seiner Kindheit, wo die Worte mit dem was beschreiben eine magische Verbindung bilden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Seine Lehre war im eigentlichen Sinne seine Wissenschaft, welche er unter dem gr\u00f6\u00dften Beifall der Studierenden und zum Entsetzen der Zunftpedanten in Deutsch vortrug. Ihm wurde nicht nur das Derbe und Grobk\u00f6rnige seiner Werke zum Vorwurf gemacht, sondern vor allem die Tatsache, dass er \u00abTeutsch und Teutlich\u00bb auf <strong>Deutsch<\/strong> und <strong>deutlich <\/strong><strong>schrieb<\/strong> und <strong>lehrte<\/strong>.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dies galt als unerh\u00f6rte Ketzerei, denn im 16. Jahrhundert, war die Bildungssprache Lateinisch.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wie jeder andere Student hatte auch Paracelsus Latein erlernt. Damals beherrschte jeder auch nur mittelm\u00e4\u00dfig gebildete Mann das Latein ausreichend, um sich verst\u00e4ndlich machen zu k\u00f6nnen und um medizinisches Wissen auszudr\u00fccken. Doch Paracelsus verwarf die tote lateinische Sprache, welche wohl auch heute noch oft genug dazu dient, Kranke unwissend zu lassen. Denn wohl mancher w\u00fcrde die ihm verschriebene Medizin nicht einnehmen, wenn er im Rezept lesen k\u00f6nnte, was darin enthalten ist.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Diese Tat war eine seiner gr\u00f6\u00dften. Denn dadurch sch\u00fcttelte er in der damaligen Wissenschaft, so wie Luther in der Kirche, das Sklavenjoch Roms ab. Die zerbrochenen Zwingketten des Geistes warf er den mittelalterlichen Dunkelm\u00e4nnern klirrend vor die F\u00fc\u00dfe. Er verwarf die lateinische Sprache, weil er, wie Helmont sagt, glaubte, dass die Wahrheit nur deutlich gelehrt werden k\u00f6nne. Auf der Webseite der Universit\u00e4t Basel ist bei deren ber\u00fchmten Lehrern und Forschern zu lesen: \u201eParacelsus (1493-1541), der \u201eLutherus medicorum\u201c.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Bekanntlich wurden die \u00c4rzte in alten Zeiten aus den Weisen, Philosophen und Priestern gew\u00e4hlt. Der Mensch, dem man sein Heiligstes, n\u00e4mlich seine Gesundheit anvertraute, musste selbst heilig, liebevoll und weise sein. Die \u00c4rzte des Mittelalters bestanden zum gro\u00dfen Teil aus Personen, die zu nichts tauglich waren, wie aus davongelaufenen Schulmeistern, Schreibern usw. Weil sie des Lesens kundig waren, hatten sie ein paar B\u00fccher gelesen und wohl auch missverstanden. Die unwissendsten Menschen wurden zu Doktoren gemacht, wenn sie ihre 15 Dukaten daf\u00fcr bezahlen konnten. Doch ihre ganze Kunst bestand aus Prahlerei. \u00dcber seine Zeitgenossen sagte Paracelsus, dass er mit ihnen wegen ihres Eigennutzes, ihrer Gewissenlosigkeit und Rohheit keine Gemeinschaft haben mochte, und dass man sich sch\u00e4men m\u00fcsse, unter diese &#8222;heillosen Lotterbuben&#8220; gez\u00e4hlt zu werden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Er empfahl den \u00c4rzten, sie sollten zuerst das Reich Gottes suchen und dass ihnen dann gegeben werde \u201ewas ihnen not sei\u201c. Mit dem Reich Gottes ist das Reich der h\u00f6heren Erkenntnis und Erleuchtung gemeint und wer den n\u00f6tigen Grad der Weisheit besitzt, wei\u00df sich selber zu helfen. Wohl in diesem Sinne war sein Wahlspruch:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">ALTERIUS NON SIT, QUI SUUS ESSE POTEST.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">(Wer in sich selber kann bestahn, der geh\u00f6re keinem andern an.)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wer die Wahrheit spricht, verschafft sich Feinde. Unaufh\u00f6rlich verschm\u00e4hten und verspotteten sie den ber\u00fchmten Arzt. Als \u00fcberraschend der Verleger Johann Froben starb, hatte Paracelsus keinen F\u00fcrsprecher mehr. Als ihm ein versprochenes Honorar nicht bezahlt wurde, klagte er. Da bekam er es mit dem Magistrat, der h\u00f6chsten Obrigkeit, zu tun. Paracelsus schaffte die Flucht gerade noch einen Moment, bevor sich die gewaltigen T\u00fcren des Spalentores von Basel schlossen.<\/p>\n<h3>Syphilis \u2013 Guajak Holz<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Darauf folgten wieder Jahre der Wanderschaft. So kam er nach N\u00fcrnberg, der wohlhabenden Reichsstadt, wo er endlich seine druckfertigen Schriften in Buchform herausbringen konnte.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Als Paracelsus in Sterzen im Tirol weilte, wurde die Stadt von der Pest heimgesucht. In seinem B\u00fcchlein \u201eVon der Pest\u201c schildert er nicht nur die Symptome der furchtbaren Seuche, er sagt auch wie man sie bek\u00e4mpfen, verhindern und ihr vorbeugen kann.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Viele grundlegende medizinische Werke folgten, darunter eine Schrift \u00fcber die damals weitverbreitete Geschlechtskrankheit Syphilis. Paracelsus war auch da der erste, der \u00fcber diese unheilbare Krankheit schrieb. Ihm ging es immer nur um die Heilung der Kranken. Er sah keinen Grund, auf andere Interessen wie Profit R\u00fccksicht zu nehmen. Mit seinen Syphilis-Schriften gelangen Paracelsus so bahnbrechende medizinische Erneuerungen, dass er damit zwangsl\u00e4ufig gegen den Geldbeutel f\u00fcllende Interessen verstie\u00df. Die \u00c4rzte standen der Seuche Syphilis damals hilflos gegen\u00fcber und behandelten sie mit Guajak, einem Tropenholz, das vom Handelshaus Fugger aus S\u00fcdamerika eingef\u00fchrt wurde.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In Paracelsus Schrift \u201e\u00dcber das Holz Guajak\u201c relativierte er die vermeintliche antisyphilitische Heilkraft der Guajak-Rinde. Er bef\u00fcrwortete ein alchemistisch hergestelltes Quecksilbergemisch zur Behandlung der Seuche, was sich als richtig erwies.<\/p>\n<h3>Schriften ver\u00f6ffentlichen<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Mit seinen erfolgreichen Schriften und Heilungserfolgen hatte er sich bisher nur den Hass und die Missgunst der \u00c4rzte und Apotheker zugezogen. Aber jetzt bekam er den Einfluss des m\u00e4chtigsten Handelsunternehmens des Mittelalters, der Fugger, zu sp\u00fcren. Sie sahen ihr eintr\u00e4gliches Gesch\u00e4ft gef\u00e4hrdet, denn h\u00e4tte sich die Meinung des Paracelsus durchgesetzt, h\u00e4tte dies f\u00fcr die Fugger Verluste in Millionenh\u00f6he bedeutet.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Profitgierig wandten sie sich an den Rat der Stadt N\u00fcrnberg. Da t\u00f6nte es etwa so: \u201eMeine Herren, die j\u00fcngst vom Kaiser erhobenen Reichsgrafen von Fugger w\u00fcnschen nicht, dass hier in N\u00fcrnberg weitere Schriften des Paracelsus gedruckt werden. Sein Eintreten gegen die Verwendung des Guajak-Holzes als Heilmittel ist widerlegt. Der den Fuggern befreundete Professor Stromer, Dekan der medizinischen Fakult\u00e4t, der Universit\u00e4t Leipzig hat ein Gutachten verfasst: Die Ansichten des Paracelsus sind irrig.\u201c <sup>14\u00a0 <\/sup>Der Rat der Stadt N\u00fcrnberg folgte der Empfehlung der Fugger und verbot den Druck. Dieses Druckverbot hatte zur Folge, dass 95 % der Schriften von Paracelsus erst nach seinem Tod erschienen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Im Fr\u00fchling 1534 wanderte Paracelsus mittellos, in abgetragenen Kleidern, als armer Landfahrer durch das Oberinntal nach Innsbruck. Der dortige B\u00fcrgermeister untersagte ihm den Aufenthalt, weil er nicht glauben wollte, dass ein Mann in so abgerissener Kleidung ein Arzt sein k\u00f6nne. So musste er weiter wandern \u00fcber den Brenner nach <strong>Sterzing<\/strong> in Tirol, wo gerade die Pest w\u00fctete. In seiner Schrift \u201eVon der Pest\u201c schildert er nicht nur die Symptome der furchtbaren Seuche, er beschrieb auch wie man sie bek\u00e4mpfen, aber auch verhindern und ihr vorbeugen kann.<\/p>\n<h3>St. Gallen \u2013 Appenzellerland (Schweiz)<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In <strong>St. Gallen <\/strong>(Schweiz) vollendete er sein medizinisch-alchemistisches Werk, das <strong>\u201eOpus Paramirum\u201c<\/strong>, das er dem Stadtarzt und Humanisten Joachim von Watt, genannt Vadianus, widmete. Niemand hat jemals an das Wissen, K\u00f6nnen und die Charaktereigenschaften des Arztes so hohe Anforderungen gestellt wie Paracelsus. Die Grundlage seiner Weltanschauung basierte auf dem Wissen der Naturgesetze. Die Medizin war ihm nur Vorstufe der Gotteserkenntnis. Dr. Hartmann sagt: \u201eDie Aus\u00fcbung der Medizin ist f\u00fcr Paracelsus ein heiliges Amt und nicht ein Handwerk, das zum Zweck des Gelderwerbes betrieben wird. Wer es aus\u00fcbt, der sollte selbst ein Heiliger und ein Weiser sein; weshalb ja auch in fr\u00fcheren Zeiten die Aus\u00fcbung der Heilkunde in den H\u00e4nden der Priester war.\u201c <sup>15<\/sup><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In den folgenden Jahren begegnet uns Paracelsus als rastloser Wanderprediger in den abgeschiedenen T\u00e4lern und W\u00e4ldern des Appenzellerlandes der Schweiz.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Er suchte das wahre Christentum nicht in den St\u00e4dten, nicht als Gast der F\u00fcrsten und Gelehrten seiner Zeit. Denn seine Erfahrung sagte ihm, dass in den einfachen Menschen, in den Laien, in den Bauern die Vollkommenheit christlichen seligen Lebens am meisten wohnt, bei den anderen gar nicht.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Er war der Meinung, beim \u201eeinfachen Volk\u201c mehr \u00fcber das g\u00f6ttliche Licht, den theologischen Geist zu erfahren, so wie er einst in der Volksmedizin der Jahrm\u00e4rkte mehr medizinisches Wissen fand, als an den Hochschulen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ein weiterer Aspekt sind die Volkslegenden. Diese berichten \u00fcber den Paracelsus im Leben jener Tage. Den einen erscheint er als Narr, den andern als Heiliger, immer umgibt ihn eine Aura, die nicht mehr von dieser Welt ist. <strong>F\u00fcr Paracelsus sind echte Magier \u00abnat\u00fcrliche Heilige\u201c, die dank ihrer tiefen Einsicht den Kr\u00e4ften \u00fcber die Natur zu gebieten verm\u00f6gen. <\/strong>Paracelsus war ein Christ im wahrsten Sinne des Wortes. Er suchte seine Lehre stets auf dem Wort der Bibel zu ergr\u00fcnden. In jenen Monaten schilderte er das apostolische Christentum in seiner Schrift \u201eVom seligen Leben\u201c. So wie er die Medizin nicht als Buchweisheit verstand, sondern als Erkenntnis aus dem nat\u00fcrlichen Licht, so verstand er jetzt Religion als Leben aus dem g\u00f6ttlichen Licht.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Als Paracelsus wieder aus den abgeschiedenen W\u00e4ldern des Appenzellerlandes auftauchte, wanderte er \u00fcber den Arlberg-Pass in das tirolische Inntal zu den Bergwerken von Hall und Schwaz. Vermutlich besuchte er auch die Eisenh\u00fctten von Jenbach und die Kupferwerke von Brixlegg. Er untersuchte als erster die Krankheiten der Erzknappen, Schmelzer, Silberbrenner und Quecksilberarbeiter. So verdanken wir ihm die erste medizinische Schrift \u00fcber Gewerbekrankheiten und Gewerbehygiene \u201eVon der Bergsucht und anderen Bergkrankheiten\u201c. Als besonders gef\u00e4hrlich erkannte er die Quecksilberd\u00e4mpfe, die in den Stollen aufstiegen und schwere Vergiftungen ausl\u00f6sten. Auch diese medizingeschichtlich so bedeutsame Arbeit fand kaum Beachtung. Doch das war der Anfang unserer heutigen Gewerbemedizin.<\/p>\n<h3>Bad Pf\u00e4fers &#8211; Taminaquelle<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Auf seiner weiteren Wanderung kam er 1535 \u00fcber Chur nach Ragaz und nach Pf\u00e4fers. Er verbrachte einige Monate in der Abtei des Klosters Pf\u00e4fers. Im Bad von Pf\u00e4fers untersuchte er die Heilwirkungen der hei\u00dfen Taminaquellen und behandelte den kranken Abt Johann Jakob Russinger. Es entstand seine umfangreiche Schrift \u00fcber das Bad Pf\u00e4fers, die eine genaue Indikationsliste und di\u00e4tische Vorschriften enth\u00e4lt. Diese Schrift ist eines der fr\u00fchesten Zeugnisse wissenschaftlicher Balneologie, der Anwendungen des Wassers, der heutigen Hydrotherapie. Die damaligen Badeh\u00fctten vom Heilbad Pf\u00e4fers wurden in der Taminaschlucht hoch \u00fcber dem Taminafluss in die Felsw\u00e4nde gebaut. Sie waren nur auf abenteuerliche Weise \u00fcber Seile und h\u00e4ngende Leitern zu erreichen. Zu den ber\u00fchmtesten G\u00e4sten zur Reformationszeit z\u00e4hlte u.a. Huldrych Zwingli.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Erst im 17. Jh., als das blutwarme Wasser in Holzleitungen gefasst war, wurden auch G\u00e4steh\u00e4user f\u00fcr den Badebetrieb vor dem Eingang zur Schlucht gebaut. Heute ist das alte Bad Pf\u00e4fers das \u00e4lteste, erhaltene Barockbad in der Schweiz. Es dient als Museum und Gedenkst\u00e4tte und enth\u00e4lt neben verschiedenen kulturellen Ausstellungsr\u00e4umen auch eine Paracelsus-Gedenkst\u00e4tte.<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3>Die grosse Wundarzney<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Im Jahre 1537 brachte er in <strong>Ulm<\/strong> eines seiner Hauptwerke <strong>\u201eDie grosse Wundarzney\u201c<\/strong> zum Druck. Dies ist u.a. deshalb ein bedeutendes Werk, da damals zwischen den \u00c4rzten und Chirurgen ein bedeutender Unterschied bestand, der mitunter zu heftigsten Fehden f\u00fchrte. Dies, weil im Gegensatz zu den gelehrten \u00c4rzten setzte sich der Stand der Chirurgen oder Wund\u00e4rzte aus ungelehrten Leuten zusammen. <strong>Meistens waren es Bartscherer, Schmiede, Henker oder Bader, denen man die Behandlung der im Kriege erhaltenen Wunden und vor allem das Zahnziehen anvertraute.<\/strong> Noch im 19. Jahrhundert hatte jedes Dorf einen \u201eBader\u201c als Chirurgen. In diesen fr\u00fcheren Zeiten hatte das Landvolk zu diesen Leuten Vertrauen und lie\u00df sich nur schwer bewegen, einen Arzt in der Stadt zu konsultieren.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Frank Geerk beschreibt: \u00abDie \u00c4rzte waren sich zu gut, sich an ihren Patienten die H\u00e4nde blutig zu machen. Indem Paracelsus erkannte, dass Wundheilkunde und Operationslehre nur dann wirklich zum Erfolg f\u00fchren konnte, wenn sie in einem allgemeinmedizinischen Zusammenhang betrieben werden, wurde er zum Begr\u00fcnder der modernen Chirurgie. Er war es, der dazu aufrief, Amputationen und andere chirurgische Eingriffe k\u00fcnftig nicht mehr den Badern und Scherern zu \u00fcberlassen, sondern als ein Fachgebiet der Medizin anzuerkennen.\u00bb <sup>16<\/sup> Paracelsus Grundsatz war, dass die Chirurgie Hand in Hand mit der internen Medizin gehen m\u00fcsse, dass alle \u201echirurgikalischen Krankheiten durch physikalische Artzney geheilt werden\u201c sollen. Mit der \u201eGrossen Wundartzney\u201c wandte er sich an die Jungen, denen er die Summe seiner chirurgischen Erfahrungen hinterlassen wollte. Doch auch lernwillige Bader und Scherer waren angesprochen. Es war diejenige seiner Schriften, welche die meisten Auflagen hatte.<\/p>\n<h3>Salzburg \u2013 sein letzter Aufenthaltsort<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wohin Paracelsus auch kam, \u00fcberall fand er Feinde, aber auch Freunde. Studenten scharten sich um ihn. Zweimal wurde er sogar vom Kaiser Ferdinand in Wien empfangen und geehrt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Um das Jahr 1540 rief ihn der F\u00fcrstbischof Ernst von Wittelsbach nach Salzburg. Ausgerechnet in die Stadt, aus der er 16 Jahre zuvor fliehen musste. Es sollte seine letzte Station sein. Er war jetzt 46 Jahre alt. Ein Jahr sp\u00e4ter starb er. Auf dem Friedhof von St. Sebastian in Salzburg findet man heute noch sein Grab. Die lateinische Inschrift auf seinem Grabstein lautet \u00fcbersetzt: Hier ruht begraben Philipus Theophrastus, der ausgezeichnete Doktor der Medizin, der jene argen Wunden, Aussatz, Podagra (Gicht), Wassersucht und andere unheilbare Krankheiten des Leibes mit wunderbarer Kunst heilte und all sein Gut unter die Armen verteilte. Im Jahre 1541, am 24. Tag des September hat er das Leben mit dem Tode vertauscht.<\/p>\n<h3>Verm\u00e4chtnis \u2013 Die Medizin des Paracelsus<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Doch seine Lehre steht. Er hinterlie\u00df uns einen gro\u00dfen Schatz. Paracelsus sagte: \u201eIch will es bezeugen, dass keines meiner Werke fr\u00fcher geschrieben worden ist, weder von Philosophen noch von \u00c4rzten geh\u00f6rt oder gelesen. Meine Schriften beweisen, dass ich 600 Erfindungen in diesem Buch anzeige, von denen keines je von einem alten oder neuen Philosophen oder Arzte erw\u00e4hnt oder zugelassen wurde, denn er h\u00e4tte alle alten Schriften verlassen m\u00fcssen&#8230;\u201c<sup>17<\/sup>\u00a0 Im Paracelsus-Werk von Dr. Aschner steht: \u201eWir brauchen gerade in der jetzigen \u201aKrise der Medizin\u2018 die Kenntnis der gesamten medizinischen Werke des Paracelsus&#8230;Oder soll es uns kalt lassen, dass Paracelsus Gicht, Steinbildungen, Schlaganfall, Epilepsie, Geisteskrankheiten, Infektionskrankheiten, Schwindsucht, Wassersucht und oft anscheinend auch den Krebs usw. mit Sicherheit heilen konnte und wir es in Unkenntnis seiner Schriften heute nicht mehr k\u00f6nnen? <sup>18<\/sup><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Paracelsus steht f\u00fcr ein fast unauslotbares Verm\u00e4chtnis tiefgr\u00fcndigen Wissens und Weisheit, festgehalten auf vielen tausend Seiten, das wir wohl, wenn \u00fcberhaupt, erst im n\u00e4chsten Jahrtausend voll und ganz \u00fcberblicken und verstehen werden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aus seiner Feder stammt ein reiches schriftstellerisches Werk biologischen, philosophischen, theologischen, medizinischen Inhalts. Er sah den Menschen eingebunden als mitschwingendes Spiegelbild, in der ihn umgebenden Welt. Daher lehrte er das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr Alchemie, Astrologie, Natur und Gott, sodass die Ursache der Krankheit erkannt und wirkliche und bleibende Heilung erfolgen konnte.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Medizin von Paracelsus basiert auf vier S\u00e4ulen. Aus diesen vier Quellen entspringt das Wissen und K\u00f6nnen des Arztes, die Theorie und die Praxis:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Philosophia<\/strong>, d.h. die wahre Erkenntnis des Wesens des Menschen in Bezug auf Geist, Seele und K\u00f6rper, und seiner Stellung in der Natur, sowie seiner Beziehung zu der ihn umgebenden Au\u00dfenwelt mit allen ihren geistigen und materiellen Kr\u00e4ften.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Astronomia<\/strong>, d.h. die wahre Erkenntnis des Ganges der Gestirne im Menschen selbst, sowie der Einfl\u00fcsse, die von au\u00dfen kommen. Damit ist die Kenntnis der Kr\u00e4fte gemeint, welche seinen innerlichen Organen die F\u00e4higkeit verleihen, ihre Funktionen zu verrichten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Alchemia<\/strong>, d.h. die richtige Erkenntnis des Ineinanderwirkens der im Menschen wirkenden Kr\u00e4fte und der Gesetze, welche dieselben beherrschen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Die<\/strong> <strong>Tugend<\/strong>, d.h. die Tauglichkeit des Arztes selbst, und damit ist nicht gemeint, dass er nur die Kunstgriffe versteht, um das, was er theoretisch gelernt hat, anzuwenden, sondern dass er selber diejenigen Kr\u00e4fte erwirbt, besitzt und ausbildet, welche er anwenden soll. Der Arzt soll sich nicht mit dem begn\u00fcgen, was er von den Autorit\u00e4ten gelernt hat, sondern selber nach Erkenntnis ringen und eigene Kr\u00e4fte erwerben.<sup>19<\/sup><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Zur Grundlage seiner Lehre geh\u00f6ren weiter die f\u00fcnf Entien oder die f\u00fcnf m\u00f6glichen Ursachen von Krankheiten. Diese beschreibt er in seinem Buch Paramirum, das zu seinen wichtigsten Schriften geh\u00f6rt. Die f\u00fcnf Entien sind<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Ens Astrale <\/strong>(lat. astrum = Stern)<strong>: <\/strong>\u00abDie Kraft und das Wesen der Gestirne und ihre Gewalt \u00fcber den Leib\u00bb<sup> 20<\/sup>. Es geht um Krankheiten, die ihre Ursachen im Astralk\u00f6rper und in den astralischen und kosmischen Einfl\u00fcssen haben. Sie entstehen durch die Kraft und das Wesen der Gestirne und ihre Gewalt \u00fcber die drei feinstofflichen K\u00f6rper physisch\/\u00e4therisch, astral und mental. Das k\u00f6nnen z.B. krankmachende Umweltfaktoren, chemische-physikalische Noxen = Gifte oder Infektionskrankheiten sein.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Ens Veneni <\/strong>(lat. venenum = Gift)<strong>: <\/strong>Diese Krankheiten k\u00f6nnen aus Verunreinigungen und giftigen Substanzen entstehen, z.B. durch Ern\u00e4hrung, Funktion der Ausscheidungsorgane und im feinstofflichen Bereich.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Ens Naturale<\/strong> (lat. natur = Veranlagung): Diese Krankheiten entstehen aus den individuellen Eigenschaften, durch unsere genetische Konstitution, Diathese\/Disposition = Anf\u00e4lligkeiten, Neigung, Veranlagung des Organismus f\u00fcr bestimmte Erkrankungen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die zweite Gruppe von Entien betrifft die beiden, die \u00fcber das grobstofflich\/k\u00f6rperliche hinaus gehen und auf den Geist wirken. Deren Ursprung liegt in den magischen oder geistigen Einwirkungen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Ens Spirituale <\/strong>(lat. spirituell = geistig): \u00abDie Geister, die unseren Leib krank machen.\u00bb<sup>19<\/sup> Es geht um Krankheiten, die durch magische Einwirkungen erzeugt werden, d.h. durch psychosoziale und psychosomatische Einfl\u00fcsse auf die Gesundheit.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Ens Die <\/strong>(lat. deus = Gott): Krankheiten, die durch das Leben, Weben und Wirken sowie das Gesetz Gottes entstehen = Schicksal und Karma.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Kenntnis dieser f\u00fcnf Krankheitsursachen ist Voraussetzung f\u00fcr eine sinnvolle Diagnostik und Therapie, denn eine Krankheit besteht aus mindestens einer der f\u00fcnf Ursachen. Die Aufgabe eines jeden Arztes, Heilpraktikers oder Hom\u00f6opathen liegt darin, genau zu beobachten, wo sich die Wurzel einer Krankheit befindet. Er muss wissen, woher die Krankheit kommt, welche Bedeutung und welchen Zweck sie hat. Denn da, wo Krankheit entspringt, findet man auch die Wurzel, womit Gesundheit wiederhergestellt werden kann. Die f\u00fcnf Entien bilden somit den Weg zu wahrhafter Heilung.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dabei ist es wichtig sich bewusst zu sein, dass der Mensch nicht nur aus dem physischen K\u00f6rper besteht. Er ist eine Dreiheit: K\u00f6rper-Seele-Geist. Eine St\u00f6rung manifestiert sich nicht nur auf der k\u00f6rperlichen Ebene, wie das von der klassischen Medizin heute noch gesehen und behandelt wird. Symptome zeigen sich auch auf der emotionalen und\/oder mentalen Ebene. Bei Vorliegen einer Krankheit ist immer der ganze Mensch gest\u00f6rt, wenn auch in unterschiedlichem Grad auf den verschiedenen Ebenen seiner Existenz. Es gilt mit offenen Augen zu erkennen, wo der wahre Ursprung der Krankheit liegt. Denn zu den f\u00fcnf Krankheitsursachen geh\u00f6ren auch die f\u00fcnf Heilswege. Liegt die Krankheit im Astral- oder Emotionalk\u00f6rper, ist dort auch die Quelle f\u00fcr Gesundheit zu finden. Sind Gifte oder sch\u00e4digende Einfl\u00fcsse aus den mentalen oder feinstofflichen Bereichen die Ursache, ist die Wurzel f\u00fcr die Wiederherstellung der Gesundheit da zu finden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Zu den weiteren Kernelementen seiner Lehre geh\u00f6ren die Lehre vom quintessenziellen Charakter der gereinigten Materie aus den vier Elementen, die Lehre der drei Prinzipien (Tria Principia) Sal (K\u00e4lte, zusammenziehend), Sulfur (W\u00e4rme, ausdehnend), Mercurius (ausgleichend, wandelnd).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Paracelsus\u2018 Werke umfassen das medizinische, philosophische, astrologische, religi\u00f6se und alchemistische Wissen. Er wusste mehr, als man damals, wie heute auf den Universit\u00e4ten lernen konnte und kann. Doch seine Schriften eignen sich nur f\u00fcr jene, die gleich ihm st\u00e4ndig suchende Sch\u00fcler der Natur bleiben wollen. Er ermutigt uns mit folgenden Worten: \u201eEin jeglich Werk, das Gott beschaffen hat, ist dem Menschen m\u00f6glich zu ergr\u00fcnden, denn nichts ist beschaffen, das nicht dem Menschen zu ergr\u00fcnden sei.\u201c <sup>21<\/sup><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Trotz der Anfeindungen seiner Gegner blieb sein Ruf als \u00fcberragender Arzt unersch\u00fcttert. Einerseits erh\u00f6hten seine scharfsichtigen Prognosen, aber auch seine Kenntnis rasch wirkender Heilmittel sein Ansehen. Andererseits heilte er viele Krankheitsf\u00e4lle, die nach der damaligen Schule als unheilbar und gef\u00e4hrlich galten. Er sagte ausdr\u00fccklich, ein Arzt, welcher nicht das Podagra, die Epilepsie, Wassersucht und Aussatz heilen k\u00f6nne, sei kein rechter Arzt. Gegen\u00fcber den Kranken war Paracelsus stets von gr\u00f6\u00dfter F\u00fcrsorge und Barmherzigkeit, er sagte: \u201eDie h\u00f6chste und wirksamste Arznei ist die Liebe!\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In unserem Sonnensystem ist die Sonne das Zentrum und die Quelle der Lebenskraft. Das Zentrum der Lebenskraft im physischen K\u00f6rper ist das Herz. Wenn Paracelsus sagt: \u00abDas Herz begehrt nichts anderes als seine St\u00e4rkung\u00bb hei\u00dft das, dass es von allem Belastenden befreit wird. Mit der folgenden Analogie zeigte er uns das wahre innere Wesen des Menschen auf: \u00abWie kennen wir das Herz eines Menschen, wenn nicht durch das Wort? In den Worten und Taten enth\u00fcllt sich das menschliche Herz, nicht auf direkte oder sichtbare Art. Von den \u00e4u\u00dferlichen Signalen her \u00f6ffnet sich auch der Weg zum \u201eGrund\u201c. Er ist Gegenstand der Suche, des geduldigen, unendlichen Nachforschens.\u00bb Mit dem \u00abGrund\u00bb ist das innere Wesen des Menschen, die Seele gemeint.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Das Gebet des gro\u00dfen Arztes<\/strong><sup>22<\/sup><strong>:<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eDu hast uns die Liebe als Arznei gegeben, o Gott,<br \/>\nund willst, dass der Arzt in dieser Liebe eingeschlossen sei,<br \/>\num den Kranken zu heilen.<br \/>\nSo wie Deine Liebe kein Ende hat,<br \/>\nsoll auch unser Forschen und Dienen kein Ende haben.<br \/>\nOhne Deine Hilfe ist der Arzt machtlos,<br \/>\naber mit Dir vermag er das H\u00f6chste.<br \/>\nDu bedienst Dich unser,<br \/>\nweil Du selber gern im Verborgenen bleibst.<br \/>\nDein Wille ist, dass Du durch uns die Kranken heilst.<br \/>\nDu gie\u00dfest in das Herz ein Freude am ewigen Leben<br \/>\nUnd jeder, der an Dich glaubt, wird lebendig auferstehen<br \/>\nUnd den Tod nicht schmecken.<br \/>\nDu hast im Menschen die Kr\u00e4fte aller Elemente<br \/>\ngeheimnisvoll zusammengefasst, so wie ein Arzt, der aus den<br \/>\nS\u00e4ften der Kr\u00e4uter die Kraft zum Heilen zieht.<br \/>\nLass mich alles zum Nutzen der Kranken<br \/>\nnach bestem Verm\u00f6gen und Urteil anordnen,<br \/>\nalles Sch\u00e4dliche von ihnen fernhalten.<br \/>\nLass mich heilig und rein meine Kunst und mein Leben bewahren.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Amen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Um Gesundheit zu erlangen, muss man lernen, im Einklang mit der Sch\u00f6pfung zu leben. Die Kunst, Gesundheit herzustellen, besteht darin, dass man die St\u00f6rungen aufhebt und den erkrankten Teil wieder in Harmonie mit dem Ganzen bringt.<\/p>\n<h5>Literaturhinweis:<\/h5>\n<h5><sup>\u00a0 1<\/sup>) Hartmann, Dr., Franz: Theophrastus Paracelsus von Hohenheim. Schatzkammer. 1977. S. 27-28<br \/>\n<sup>\u00a0 2<\/sup>) Spunda, Franz: Das Weltbild des Paracelsus. Andermann. 1941, S. 15<br \/>\n<sup>\u00a0 3<\/sup>) Geerk, Frank: Paracelsus. Arzt unserer Zeit. Patmos. 2001. S. 50<br \/>\n<sup>\u00a0 4<\/sup>) Hartmann, Dr., Franz: Theophrastus Paracelsus von Hohenheim. Schatzkammer. 1977. S, 53<br \/>\n<sup>\u00a0 5<\/sup>) Aschner, Dr., Bernhard: Paracelsus S\u00e4mtliche Werke. Jena\/Fischer. 1926. Bd. I, vgl. XXXIII,<br \/>\n<sup>\u00a0 <\/sup><sup>6<\/sup>) Braun, Lucien: Paracelsus, Alchimist \u2013 Chemiker, Erneuerer der Heilkunde. Silva. 1990. S. 22 (XI, 151\/152)<br \/>\n<sup>\u00a0 7<\/sup>) Braun, Lucien: Paracelsus, Alchimist \u2013 Chemiker, Erneuerer der Heilkunde. Silva. 1990. S. 15 (X, 224)<br \/>\n<sup>\u00a0 8<\/sup>) Braun, Lucien: Paracelsus, Alchimist \u2013 Chemiker, Erneuerer der Heilkunde. Silva. 1990. S. 15 (XI, 142<br \/>\n<sup>9<\/sup>) Blavatsky, Helena Petrowna: Isis entschleiert. J.J. Couvreur.1977. S. 164<br \/>\n<sup>10<\/sup>) Achim D. M\u00f6ller: Paracelsus. Schulradiosendung. 1978<br \/>\n<sup>11<\/sup>) Braun, Lucien: Paracelsus, Alchimist \u2013 Chemiker, Erneuerer der Heilkunde. Silva. 1990. S. 21 (XI, 154)<br \/>\n<sup>12<\/sup>) Blavatsky, Helena Petrowna: Isis entschleiert. J.J. Couvreur.1977. S. 164<br \/>\n<sup>13<\/sup>) Geerk, Frank: Paracelsus. Arzt unserer Zeit. Patmos. 2001. S. 28<br \/>\n<sup>14<\/sup>) Achim D. M\u00f6ller: Paracelsus. Schulradiosendung. 1978<br \/>\n<sup>15<\/sup>) Hartmann, Dr., Franz: Theophrastus Paracelsus von Hohenheim. Schatzkammer. 1977. S, 24<br \/>\n<sup>16<\/sup>) Geerk, Frank: Paracelsus. Arzt unserer Zeit. Patmos. 2001. S. 50<br \/>\n<sup>17<\/sup>) Aschner, Dr., Bernhard: Paracelsus S\u00e4mtliche Werke. Jena\/Fischer. 1926. Bd.II S. XX<br \/>\n<sup>18<\/sup>) Aschner, Dr., Bernhard: Paracelsus S\u00e4mtliche Werke. Jena\/Fischer. 1926. Bd.II, S. IX<br \/>\n<sup>19<\/sup>) Hartmann, Dr., Franz: Theophrastus Paracelsus von Hohenheim. Schatzkammer. 1977. S,188<br \/>\n<sup>20<\/sup>) Aschner, Dr., Bernhard: Paracelsus S\u00e4mtliche Werke. Jena\/Fischer. 1926. Bd. I, S. 10<br \/>\n<sup>21<\/sup>) Paracelsus: Philosophia. Vol. X.pg.45<br \/>\n<sup>22<\/sup>) Die sch\u00f6nsten Gebete der Welt. S\u00fcdwest-Verlag<\/h5>\n<h4>Kontakt:<\/h4>\n<h5>Erika R\u00f6thlisberger, Hochh\u00fcsliweid 13, CH-6006 Luzern, Mail: eroethlisberger.lu@bluewin.ch<\/h5>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Leben von Paracelsus ist immer wieder eine Inspiration, auch wenn schon viel dar\u00fcber geschrieben wurde. Damals, vor \u00fcber 500 Jahren Gutenberg hatte gerade vor kurzem den Buchdruck erfunden. Im Titel eines Flugblattes tauchte erstmals das Wort \u201eZeitung\u201c auf. Das 16. Jahrhundert war eine Zeit neuer Erkenntnisse und des Umbruchs. Kolumbus entdeckte Amerika, Kopernikus verk\u00fcndete, dass nicht die Erde, sondern die Sonne das Zentrum des Weltalls ist. Leonardo da Vinci entwarf seine Flugmaschine, Martin Luther leitete die Reformation ein und die Fugger gr\u00fcndeten in Augsburg ihre Handelsgesellschaft, womit sie ungeheure Macht gewannen. Auch in der Medizin begann ein neuer Abschnitt. Die Durchschnittsb\u00fcrger glaubten zwar noch fest an Geister, Vorzeichen und Zauberei, aber ein paar Denker waren ganz beseelt von Wissensdurst, einem Kennzeichen der Renaissance. Sie begannen meist heimlich, im Versteck, die Welt zu untersuchen. Damit kam die Anatomie auf, welche die Griechen zwar schon gekannt hatten, die aber wieder in Vergessenheit geriet. Nachdem Leonardo da Vinci den menschlichen K\u00f6rper wiederentdeckte, nahm das Interesse f\u00fcr die Anatomie, dem Widerstand der Kirche zum Trotz, st\u00e4ndig zu und wurde richtig Mode. Die Geschichte best\u00e4tigt, dass bedr\u00e4ngte Zeiten gro\u00dfe Geister hervorbringen. 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