{"id":22361,"date":"2021-05-08T22:55:06","date_gmt":"2021-05-08T20:55:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/?p=22361"},"modified":"2022-09-12T20:33:47","modified_gmt":"2022-09-12T18:33:47","slug":"paracelsus-xv","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/paracelsusmedizin\/paracelsus-xv\/","title":{"rendered":"Paracelsus  [XV]"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Ein wahrhaft gro\u00dfer Reformer des 16. Jahrhunderts in den Bereichen Medizin, Gesellschaft und Religion<\/em><\/strong><\/p>\n<h2>3.3. Ein gro\u00dfer sozialer Reformer<\/h2>\n<h3>Der Einsatz von Paracelsus f\u00fcr Bergarbeiter und Frauen<\/h3>\n<p>Trotz alledem verlor Paracelsus nicht seinen Mut und fuhr damit fort, all die Ungerechtigkeiten, die er \u00fcberall, wo er hinging, sah anzuprangern, ungeachtet der Konsequenzen, die sein Handeln f\u00fcr ihn selbst haben k\u00f6nnte. Als er zwischen 1533 und 1534 durch das Inn-Tal lief und sich in der N\u00e4he der Tiroler Abbaufelder von Hall und Schwaz befand, konnte er aus erster Hand die sehr harten Arbeitsbedingungen der Bergarbeiter beobachten. In jenen Tiroler Minen erkannte er, wie unglaublich hart und gef\u00e4hrlich die Arbeit der Bergarbeiter war, den Dreck, in dem sie arbeiteten und lebten, die ungesunde Luft, die sie einatmeten und die st\u00e4ndige Gefahr, Krankheiten zu begegnen und Unf\u00e4lle zu erleiden, besonders durch den Einsturz von Bergbauminen. All das kam noch zu den sehr langen Arbeitstagen, niedrigen L\u00f6hnen und hohen Lebensmittelpreisen, die von denselben Firmen festgesetzt wurden, die die Minen auspl\u00fcnderten. Deshalb gab es ungef\u00e4hr zur selben Zeit, als die deutschen Bauern revoltierten, in diesen Tiroler Minen Streiks und Unruhen.<sup>1<\/sup><\/p>\n<p>Als Paracelsus die Minen besuchte, versuchte er, den Familien der Bergarbeiter, die seine Hilfe am n\u00f6tigsten hatten, zu helfen. Insbesondere war er bem\u00fcht, jenen zu helfen, die an den f\u00fcr Bergarbeiter typischen Krankheiten litten, die haupts\u00e4chlich durch die schmutzige Luft, die sie einatmeten, und die Toxizit\u00e4t der extrahierten Metalle, besonders des Quecksilbers, entstanden waren. Mithilfe der Erfahrungen, die er als Arzt in diesem Tiroler Bezirk sammelte, begann er, an seinem ersten Handbuch f\u00fcr Berufskrankheiten zu arbeiten, das er mit dem Titel \u201e\u00dcber die Krankheiten von Bergarbeitern und andere Krankheiten durch den Bergbau\u201c versah. Es war die erste anerkannte und systematisierte Abhandlung in der medizinischen Literatur \u00fcber Krankheiten, die durch die Arbeit entstanden.<sup>2<\/sup><\/p>\n<p>Das war sein gro\u00dfer Beitrag f\u00fcr die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen dieser Arbeitsgruppe, die im 16. Jahrhundert so schwer gestraft wurde. Es gab weitere soziale Gruppen, die zu jener Zeit besonders unterdr\u00fcckt und Gegenstand der Aufmerksamkeit von Paracelsus wurden. So r\u00fcckten Frauen, die zu diesem Zeitpunkt sehr erniedrigt wurden, und die Armen im Allgemeinen in den Mittelpunkt seiner medizinischen Aufmerksamkeit und Studien. Paracelsus war auch der Erste, der \u00fcber typische Krankheiten von Frauen schrieb. Das tat er im vierten Buch, im Opus Paramirum. Er sah Frauen niemals als minderwertige Menschen, so wie das sonst fast jeder in jener Zeit tat. Ihm zufolge hat jedes Geschlecht seine Schw\u00e4chen und Tugenden. Somit konnten Frauen in einigen Bereichen \u00fcberlegen sein.<sup>3<\/sup> Deshalb sahen einige Paracelsus als einen fr\u00fchen K\u00e4mpfer f\u00fcr die Rechte von Frauen. Er vertraute Frauen. Und jene, die Paracelsus als frauenfeindlich sahen, weil er nie heiratete, auch keine sexuellen Beziehungen w\u00e4hrend seines gesamten Lebens unterhielt und Keuschheit sogar verteidigte, haben ihn falsch verstanden. Er selbst erkl\u00e4rte, wie wir fr\u00fcher schon gesehen haben, dass Keuschheit zu einer der guten Qualit\u00e4ten eines Arztes geh\u00f6ren sollte. Er sagte: \u201eDie Keuschheit stattet einen Mann mit einem reinen Herzen aus und schenkt ihm die Kraft f\u00fcr das Studium der g\u00f6ttlichen Dinge. Gott selbst l\u00e4dt uns dazu ein. Er gab dem Menschen die Keuschheit. Aber jene, die nicht in der Lage sind, ihre eigenen Meister zu sein, sollten besser nicht allein leben.\u201c<sup>4<\/sup> Diese Verteidigung der Keuschheit wurde auch von vielen kritisiert. Einige gaben sogar an, er sei ein Eunuch gewesen, der von einem Soldaten als Jugendlicher kastriert worden sei.<sup>5<\/sup> Dennoch schenkte er solch unsinnigen Ger\u00fcchten, die \u00fcber ihn und insbesondere seine Keuschheit verbreitet worden waren, keinerlei Aufmerksamkeit.<sup>6<\/sup> Er zog es vor, sich auf seine Arbeit als Arzt zu konzentrieren und die Schwachen und Armen zu besch\u00fctzen.<\/p>\n<h3>Seine Arbeit f\u00fcr die Armen und eine kritische Analyse des neuen kapitalistischen \u00f6konomischen Systems<\/h3>\n<p>Er half den Armen \u2013 den Bauern, Bergarbeitern und den Arbeitern eines jeden anderen Berufszweiges bei jeder sich ihm bietenden Gelegenheit mit dem Wenigen, das er hatte. Er reiste durch alle Regionen, wie z. B. durch das Schweizer Appenzell. Er nahm sich Zeit und half den armen Kommunen<sup>7<\/sup>.<br \/>\nEr unterst\u00fctzte sogar einige seiner bed\u00fcrftigen Studenten mit Essen und Kleidung, als er Professor in Basel war<sup>8<\/sup>. Es gibt viele Zeugnisse f\u00fcr seine ehrenamtliche Arbeit, die von einem gro\u00dfen Sinn f\u00fcr soziale Gerechtigkeit angetrieben wurde. Sein Biograph Pagel sagt, dass er von dem Ungl\u00fcck der Armen und Sklaven leidenschaftlich angetrieben wurde<sup>9<\/sup>. Niemals stellte er den Armen etwas in Rechnung f\u00fcr seine medizinischen Dienste, auch wenn es viele \u00c4rzte \u00e4rgerte<sup>10<\/sup>. Er bevorzugte es, den Bed\u00fcrftigen Almosen zu geben, anstatt ihnen Rechnungen zu schreiben.<sup>11<\/sup> Sogar auf dem Sterbebett dachte er an die Bed\u00fcrftigen und wollte sein gesamtes Hab und Gut all jenen vermachen, die er wortw\u00f6rtlich als \u201earme, ungl\u00fcckliche und bed\u00fcrftige Menschen und jene, die weder Geld noch irgendeine Versorgung haben\u201c, bezeichnete. Nur seine B\u00fccher, medizinische Ausstattung und Medikamente gab er einem Arzt mit dem Namen Andree Wendl in Salzburg. Er bat auch darum, im Haus f\u00fcr Almosen des Heiligen Sebastian begraben zu werden und dass ein Pfennig jedem Armen gegeben werden sollte, der sich w\u00e4hrend des Gesangs des ersten, siebten und dreizehnten Psalms vor der Kirche versammelte.<sup>12<\/sup> Wie wir fr\u00fcher schon erw\u00e4hnten, k\u00f6nnen wir an seinem Grabstein heute lesen, dass Paracelsus \u201ejemand war, der sich selbst auszeichnete, indem er all seine Besitzt\u00fcmer unter den Armen verteilte.\u201c<\/p>\n<p>Eigentlich konnte er mit seinem Testament nicht viel vermachen. Das einzige Eigentum, das er w\u00e4hrend seines gesamten Lebens erhalten hatte, war ein bescheidenes Grundst\u00fcck, das sein Vater ihm \u00fcberlassen hatte, bevor er im Jahre 1538 starb.<sup>13<\/sup> Es ist nicht einmal klar, ob er dieses Eigentum bis zu seinem Tode sein eigen nennen konnte. Wie auch immer \u2013 er erfreute sich seiner nicht und zog auch keinen Nutzen daraus. Sein Sch\u00fcler Oporinus erkl\u00e4rte, dass Paracelsus sich niemals Gedanken dar\u00fcber machte, in den Besitz von Reicht\u00fcmern zu gelangen.<sup>14<\/sup><br \/>\nLasst uns des Satzes erinnern, den er bez\u00fcglich Geld und Gl\u00fcck sprach: \u201eGl\u00fcck ist besser als alle Reicht\u00fcmer, und gl\u00fccklich ist derjenige, der umherwandert und nichts besitzt, das seiner F\u00fcrsorge bedarf.\u201c<sup>15<\/sup> Offensichtlich bezog er sich auf sich selbst. Immer lebte er in ziemlicher Armut. 1524, mitten im sozialen Bauernkampf, der eigentlich ein Kampf zwischen Arm und Reich war, wollte er seine Haltung zu weltlichen Reicht\u00fcmern klar ausdr\u00fccken. Paracelsus vertrat die Auffassung, dass sie zu nichts Gutem f\u00fchren und die Suche nach innerem Frieden vorzuziehen w\u00e4re: \u201eGesegnet und mehr als gesegnet ist der Mensch, dem Gott die Gnade der Armut erweist. Werde arm, so arm wie ein Bettler, dann wird der Papst dich verlassen, und der Kaiser wird dich verlassen, aber dann wirst du Frieden haben, und deine Narrheit wird in den Augen Gottes Weisheit sein.\u201c<sup>16<\/sup><\/p>\n<p>Somit war es f\u00fcr Paracelsus sinnlos, offen die M\u00e4chtigen und haupts\u00e4chlichen Einrichtungen der Gesellschaft anzugreifen, auch wenn sie korrupt und ungerecht waren. Im Gegenteil \u2013 er glaubte, dass Fortschritt und soziale Reformen allm\u00e4hlich erreicht werden k\u00f6nnten, wenn die Autorit\u00e4t des Staates und der Kirche akzeptiert und anerkannt w\u00fcrden, und durch die Anerkennung des Privateigentums, einschlie\u00dflich des Privateigentums von Land<sup>17<\/sup>, auch wenn Paracelsus diesen Einrichtungen gegen\u00fcber sehr kritisch eingestellt war. Er glaubte, dass der erste Schritt f\u00fcr eine Reformierung solcher Einrichtungen darin bestand, sie zu akzeptieren. Er verteidigte eine Art \u201eKommunismus\u201c oder Christliches Gemeinschaftsleben, wie im mittelalterlichen Modell vorgeschlagen, in dem Einzelne und Familien die Einheiten der Gesellschaft bildeten und ihre sozialen Positionen, und damit ihre soziale hierarchische Organisation, respektierten.<sup>18<\/sup> Zumindest sollte es den Armen in solch einer Situation erlaubt sein, Fisch zu angeln und in den gemeinschaftlichen L\u00e4ndereien zu jagen, und die Bauern sollten keine Steuern auferlegt bekommen, die sie zum Hungern zwangen. In diesem so genannten goldenen Zeitabschnitt des Mittelalters erkannten die Menschen, dass sie in der Gemeinschaft eine Rolle spielen mussten \u2013 jeder nach seinen F\u00e4higkeiten &#8211; und so, dass die Gesellschaft durch die Zusammenarbeit zwischen den F\u00fcrsten und Bauern entstehen konnte. Paracelsus sagte: \u201eGott hat uns auf der Erde Geschenke und Tugenden gegeben, die jeder f\u00fcr den Dienst an anderen nutzen k\u00f6nnte und sollte, und nicht f\u00fcr sich selbst.\u201c<sup>19<\/sup><br \/>\nEr hob all jene Ideen in seiner Arbeit De Ordine Doni (\u00dcber die Ordnung von Gaben) hervor, in der er eine gl\u00fcckliche Gesellschaftsordnung zeichnete, in der die Armen nicht unterdr\u00fcckt wurden und die Reichen die Armen nicht ausbeuteten, in der die Regionen mit schlechten Ernten Hilfe von Regionen mit guten Ernten erhielten und wo die Rolle der Autorit\u00e4ten \u00e4u\u00dferst wichtig f\u00fcr die Erhaltung der sozialen Ordnung ist.<sup>20<\/sup><\/p>\n<p>Bedauerlicherweise jedoch hatte die neue \u00f6konomische und soziale Ordnung, die in der D\u00e4mmerung der neuen historischen \u00c4ra der Renaissance aufkam, die unter dem Begriff<br \/>\n\u201eKommerzieller Kapitalismus\u201c bekannt werden w\u00fcrde, nichts mit der gl\u00fccklichen Gesellschaftsordnung von Paracelsus zu tun. Er mochte weder diesen aufkommenden Kapitalismus, noch die geizigen H\u00e4ndler und Banker, die sich in diesem System auf Kosten der Armen bereicherten, um sich selbst in Sicherheit zu bringen. Daher kommt seine sehr strikte Position gegen den Missbrauch von Bauern und Bergarbeitern durch die Eigent\u00fcmer von Land und Bergminen und gegen die unseri\u00f6sen Gesch\u00e4fte unter \u00c4rzten, Pharmazeuten und H\u00e4ndlern, um die Menschen zu betr\u00fcgen. Jene, gegen die seine direkte und scharfe soziale Kritik gerichtet war, waren diejenigen, die Gesch\u00e4fte machten, indem sie dem\u00fctige Menschen missbrauchten \u2013 seien es Grundst\u00fcckseigent\u00fcmer, Apotheker, \u00c4rzte, Banker oder H\u00e4ndler \u2013 nicht so sehr die F\u00fcrsten und Prinzen. Er pflegte zu sagen, dass das Leihen von Geld und darauf Zinsen zu erheben die Gemeinschaft zerst\u00f6ren und Inflation hervorrufen w\u00fcrde und die Arbeit des Teufels sei. In dieselbe Kritik schloss er Gesch\u00e4ftsleute ein, die durch L\u00fcgen, Betrug und T\u00e4uschung, Ausbeutung oder unfaire Jobs reich wurden.<sup>21<\/sup> Deshalb schlug er vor, in der Wirtschaft ohne Geld auszukommen. Er sah, dass das Geld Sorgen und Kriminalit\u00e4t hervorrief und sagte, dass \u00fcberall dort, wo das Geld das Hauptziel w\u00e4re, w\u00fcrde es Neid, Hass, Stolz und Arroganz geben.<sup>22<\/sup> Paracelsus lebte all diese sozialen und \u00f6konomischen Ideen in seinem eigenen Leben vor, auch wenn das bedeutete, unter einem harten \u00f6konomischen Mangel und in ernster sozialer Unsicherheit zu leben.<\/p>\n<h3>Leben und Sterben in Armut<\/h3>\n<p>Paracelsus lehnte es ab, nach einer stabilen und komfortablen sozialen und \u00f6konomischen Position zu suchen, wie es f\u00fcr ihn als guter Arzt und Alchemist naheliegend gewesen w\u00e4re. Es gibt einige, wie sein Sch\u00fcler Franz von Meissen, die sogar best\u00e4tigten, dass Paracelsus, wenn er in Geldnot war, Gold herstellte, indem er sein alchemistisches Wissen nutzte.<sup>23<\/sup> Trotzdem akzeptierte er freiwillig ein Leben ohne jeden Komfort oder Luxus und ohne \u00f6konomische Stabilit\u00e4t und lebte lieber immer wie ein Armer oder Obdachloser und hungerte oft. Wie wir schon fr\u00fcher erw\u00e4hnten, war schon seine Herkunft bescheiden und er war stolz darauf. Bei einer Gelegenheit sagte er: \u201eIch preise Gott daf\u00fcr, dass ich in meiner Jugend arm war und hungern musste.\u201c<sup>24<\/sup><\/p>\n<p>Nur w\u00e4hrend kurzer Zeitperioden, wie in der Zeit, als er 1527 als Professor in Basel arbeitete, oder als er 1537 in Bratislava lebte, konnte er sich einer komfortablen Stabilit\u00e4t in \u00f6konomischer und sozialer Hinsicht erfreuen. In Bratislava konnte er sich auf die Unterst\u00fctzung und die Anerkennung des \u00f6sterreichischen Erzherzogs Ferdinand verlassen, der ihm zwei Anh\u00f6rungen verschaffte, ihn mit einer goldenen Kette f\u00fcr seine medizinischen Dienste auszeichnete und ihm sogar das Angebot machte, Mitglied des medizinischen Teams am Hof zu werden.<sup>25<\/sup> Vor seiner Ankunft in dieser Stadt war er Ehrengast eines feierlichen Essens.<sup>26<\/sup> Jedoch war der Ehrungen bald ein Ende. Eine Reihe heftiger Auseinandersetzungen mit dem \u00f6sterreichischen Fiskus trennte Paracelsus dauerhaft von den m\u00e4chtigen F\u00fchrenden, und er kehrte zur\u00fcck zu seinen Lebensbedingungen als dem\u00fctiger und armer Arzt, der verfolgt wurde. All das geschah wegen seines Mutes, die 100 Gulden vom K\u00f6nig zu fordern, die dieser f\u00fcr den Druck eines Buches \u00fcber durch Weins\u00e4ure hervorgerufene Krankheiten angeboten hatte. Dieses Geld bekam er nie. Die Autorit\u00e4ten des \u00f6sterreichischen Fiskus reagierten, indem sie behaupteten, Paracelsus sei nicht besser als ein unversch\u00e4mter Seilt\u00e4nzer.<sup>27<\/sup><\/p>\n<p>Drei Jahre sp\u00e4ter starb er in Salzburg im Jahre 1541 ohne jede offizielle Anerkennung und als ein armer Arzt. Einige glauben, dass sein Tod mit einem gewaltt\u00e4tigen betr\u00fcgerischen Angriff geldgieriger \u00c4rzte zusammenhing, die ihm feindlich gesonnen waren. Wegen dieses Angriffs brach er sich seinen Sch\u00e4del und starb ein paar Tage sp\u00e4ter.<sup>28<\/sup> Wie auch immer \u2013 er starb arm in einem Gasthaus im Schatten des Stadtschlosses, das Bauern 16 Jahre lang in seiner Anwesenheit und mithilfe seiner Forderungen belagert hatten. Somit verbrachte Paracelsus die letzten Tage in seinem Leben damit, \u00fcber die Bauern und, wie schon fr\u00fcher erw\u00e4hnt, \u00fcber M\u00f6glichkeiten, den Armen zu helfen, nachzudenken \u2013 so wie er es immer getan hatte. Deshalb wollte er auf dem Friedhof f\u00fcr die Armen begraben werden, was auch so getan wurde, obwohl der F\u00fcrst und Erzbischof Ernst von Wittelsbach, der ihn so sehr verehrte, ihn mit einer feierlichen Bestattung beschenkte und die Kirche dr\u00e4ngte zu erlauben, dass sein K\u00f6rper in \u201eheiligem Land\u201c begraben wird.<sup>29<\/sup><\/p>\n<h4><span style=\"font-size: 16px;\">Kontakt<br \/>\n<\/span>jordi.pomes@uab.es<\/h4>\n<h4>Quellennachweis<br \/>\n1. BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor. Paracelsus and the world of Renaissance magic and science, Nueva York, F.S.G., 2006:318-319.<br \/>\n2. PAGEL, Walter, Paracelsus. An introduction to Philosophical Medicine in the Era of the Renaissance, Basilea (Swiss), Karger, 1982:25-26.<br \/>\n3. BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:270-271.<br \/>\n4. BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:270.<br \/>\n5. BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:353.<br \/>\n6. BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:26-27.<br \/>\n7. BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:297.<br \/>\n8. BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:196.<br \/>\n9. PAGEL, Walter, Paracelsus&#8230;:17.<br \/>\n10. HARTMANN, F., The life of Paracelsus, London, Kegan Paul, Trench, Tr\u00fcbner &amp; Co., s.f.:17.<br \/>\n11. PAGEL, Walter, Paracelsus&#8230;:22.<br \/>\n12. PAGEL, Walter, Paracelsus&#8230;:29; BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:338-339.<br \/>\n13. BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:327.<br \/>\n14. PAGEL, Walter, Paracelsus&#8230;:22.<br \/>\n15. HARTMANN, F., The life of Paracelsus&#8230;:19.<br \/>\n16. BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:301-302.<br \/>\n17. PAGEL, Walter, Paracelsus&#8230;:43.<br \/>\n18. PAGEL, Walter, Paracelsus&#8230;:43.<br \/>\n19. BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:125.<br \/>\n20. BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:125.<br \/>\n21. BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:126.<br \/>\n22. MROSEK, Sabine, &#8222;La vida de Paracelso&#8220; in Paracelsus. Health &amp; Healing, n\u00fam. 2, 2003:4.<br \/>\n23. BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:138.<br \/>\n24. BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:26.<br \/>\n25. BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:327.<br \/>\n26. PAGEL, Walter, Paracelsus&#8230;:27.<br \/>\n27. PAGEL, Walter, Paracelsus&#8230;:27; BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:327.<br \/>\n28. HARTMANN, F., The life of Paracelsus&#8230;:8.<\/h4>\n<h4>RIVI\u00c8RE, Patrick, Paracelso. M\u00e9dico-alquimista, Barcelona, De Vecchi, 2000:42.<\/h4>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein wahrhaft gro\u00dfer Reformer des 16. Jahrhunderts in den Bereichen Medizin, Gesellschaft und Religion 3.3. 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All das kam noch zu den sehr langen Arbeitstagen, niedrigen L\u00f6hnen und hohen Lebensmittelpreisen, die von denselben Firmen festgesetzt wurden, die die Minen auspl\u00fcnderten. 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