{"id":22296,"date":"2021-04-21T18:53:06","date_gmt":"2021-04-21T16:53:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/?p=22296"},"modified":"2022-09-12T21:17:22","modified_gmt":"2022-09-12T19:17:22","slug":"paracelsus-xiv","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/paracelsusmedizin\/paracelsus-xiv\/","title":{"rendered":"Paracelsus  [XIV]"},"content":{"rendered":"<p><em>Ein wahrhaft gro\u00dfer Reformer des 16. Jahrhunderts in den Bereichen Medizin, Gesellschaft und Religion<\/em><\/p>\n<h2>3.2. Ein gro\u00dfer sozialer Reformer<\/h2>\n<p>Diese \u201etheosophischen\u201c Lehren widersprachen bestimmt nicht der Offenheit von Paracelsus gegen\u00fcber den Problemen und N\u00f6ten der am wenigsten fortgeschrittenen sozialen Gemeinschaften aller Menschen, die Ungerechtigkeiten und Schmerzen aller Art zu erleiden hatten. Er war immer auf der Seite der Bed\u00fcrftigen, Schutzbed\u00fcrftigen und der Armen im Allgemeinen. In seiner Arbeit als Arzt verga\u00df er nie die armen und einfachen Menschen. Er versuchte sie so zu behandeln, als w\u00e4ren sie seine eigenen Br\u00fcder. Nie verlangte er Geld von ihnen. Sein enger, tiefgehender und ununterbrochener Kontakt mit der Welt der Ausgegrenzten und Armen der Gesellschaft machte ihm ihre Probleme sehr bewusst. In den Jahrzehnten, in denen er lebte, konnte Paracelsus aus n\u00e4chster N\u00e4he beobachten, dass die dem\u00fctigsten Gemeinschaften diejenigen waren, die am meisten gesch\u00e4digt wurden durch die politisch und religi\u00f6s motivierten Aufst\u00e4nde und Kriege, die die sozialen Ungerechtigkeiten, die diese Gemeinschaften erlitten, verschlimmerten. Dadurch widmete er sich wichtigen Gruppen hilfloser Menschen, wie den Bauern, Bergbauleuten und sogar Frauen, indem er ihnen half, die sozialen Ungerechtigkeiten, die sie erlitten, zu \u00fcberwinden. Er k\u00e4mpfte f\u00fcr eine soziale Gleichheit, die auf christlichen Prinzipien basierte. Er k\u00fcmmerte sich weniger darum, ob ihn sein Kampf gegen die Positionen, Meinungen oder Lehren der Regierungsbeh\u00f6rden oder m\u00e4chtiger \u00f6konomischer Gruppierungen einnahm. Auch im sozialen Bereich war Paracelsus einige Jahrhunderte seiner Zeit voraus. Auf eine gewisse Weise arbeitete er daran mit, eine Grundlage f\u00fcr das zu schaffen, was heute als soziale Bewegungen bezeichnet wird, die mit dem Kampf gegen soziale Ungerechtigkeit verbunden waren, die haupts\u00e4chlich w\u00e4hrend des 19. Jahrhunderts mit dem Ziel von Verbesserungen f\u00fcr die niedrigen und armen sozialen Klassen auftauchten. Wie Pagel sagt: \u201eSein Leben und seine Arbeit waren ein ununterbrochener Krieg gegen die Privilegierten und M\u00e4chtigen.\u201c<sup>1<\/sup><\/p>\n<p>Nie jedoch unterst\u00fctzte er den Kampf oder die gewaltsamen Revolten gegen die Privilegierten, die von einigen Gruppen ideologischer oder religi\u00f6ser Art dieser Zeit ausgeheckt und ausgetragen wurden, wie z. B. den Anabaptisten. Laut Paracelsus konnten die gewaltsamen Aufst\u00e4nde die Situation jener, die Opfer der Ungerechtigkeiten waren, nicht verbessern. Trotz der ernsthaften Zusammenarbeit, die er mit diesen Gemeinschaften entwickelte, war er immer ein Verfechter friedlicher und pazifistischer Mittel, um Reformen gewaltlos durchzuf\u00fchren. Er verteidigte die Werte und humanistischen Ideale der Zusammenarbeit, Solidarit\u00e4t und Toleranz, um die so sehr ersehnte Harmonie der Klassen und der sozialen Gerechtigkeit herbeizuf\u00fchren. Dennoch verfolgte ihn die Obrigkeit immer wieder, als h\u00e4tte er die sozialen Aufst\u00e4nde gef\u00f6rdert, in die er sich hineingezogen f\u00fchlte, oder als w\u00e4re er am meisten f\u00fcr sie verantwortlich.<\/p>\n<h3>Sein Engagement f\u00fcr die Bauern<\/h3>\n<p>Der offensichtlichste soziale Krieg, in den er klar durch seinen Einsatz f\u00fcr die einfachen Menschen hineingezogen wurde, war der so genannte \u201eDeutsche Bauernkrieg\u201c, der auch als die \u201eErhebung des Gemeinen Mannes\u201c bezeichnet wurde. Dieser haupts\u00e4chlich von Bauern ausgetragene und gewaltsame Volksaufstand fand im Herzen des Heiligen R\u00f6misch-Deutschen Reiches statt, haupts\u00e4chlich im S\u00fcden, Westen und in den zentralen Gebieten Deutschlands. Er betraf auch die Gebiete des heutigen \u00d6sterreichs und der heutigen Schweiz, d.h., er fand in einer sehr gro\u00dfen Region Zentraleuropas statt und erstreckte sich vom Rhein bis zur Donau. Tats\u00e4chlich holte der Krieg Paracelsus ein, als er 1524 in Salzburg war. In jenem Jahr, als er in dieser Stadt ankam um sich niederzulassen \u2013 zum ersten Mal als bleibender st\u00e4dtischer Arzt -, bereitete sich Salzburg auf den Bauernaufstand vor, der bis 1525 andauerte. Er blieb in der Stadt, solange der Konflikt andauerte. Sein Einsatz f\u00fcr die Zeloten zwang ihn, als der Krieg beendet wurde, aus Salzburg zu fliehen, um eine Strafe zu vermeiden, die wahrscheinlich die Todesstrafe gewesen w\u00e4re.<\/p>\n<p>Man sagt, dass dieser Aufstand der massivste und am meisten generalisierte Volksaufstand in Europa vor der Franz\u00f6sischen Revolution von 1789 war. W\u00e4hrend des Fr\u00fchlings und Sommers im Jahre 1525 gab es insgesamt ca. 300.000 aufst\u00e4ndische Bauern. Am Ende des Aufstandes wurden 100.000 Opfer unter den Aufst\u00e4ndischen gez\u00e4hlt. Das war das Resultat einer Explosion innerer Spannungen zwischen den Bauern und Grundeigent\u00fcmern. Die Bauern lebten unter sehr harten \u00f6konomischen und sozialen Bedingungen, die sich ungef\u00e4hr alle 10 Jahre durch eine schlechte Ernte auch noch verschlimmerten. In den letzten Jahren hatte sich die Situation f\u00fcr die Bauern sogar noch mehr verschlechtert, weil sie ihrer L\u00e4ndereien, einst Gemeinschaftseigentum, beraubt und diese eingez\u00e4unt worden waren. Hinzu kam, dass die Nutzungsrechte des gemeinschaftlichen Weidelandes, die Abholzung von W\u00e4ldern, das Fischen und die Jagd eingeschr\u00e4nkt oder unterbunden und die von den Lehnsherren und F\u00fcrsten erhobenen Steuern f\u00fcr die Finanzierung der vielen Kriege, in die sie f\u00fcr etliche Jahre sich hineinziehen lie\u00dfen, erh\u00f6ht worden waren.<sup>2<\/sup> Und das war noch nicht alles. Die Kirche f\u00fcgte diesen harten Umst\u00e4nden noch die Forderung nach einer Grundsteuer hinzu, eine weitere Art der Steuer in H\u00f6he eines Zehntels der Ernte. Sebastian Frank, ein Humanist und gro\u00dfer Freund von Paracelsus, der wie auch Paracelsus eine gewaltfreie soziale und kirchliche Reform vertrat, schrieb w\u00e4hrend jener Jahre, dass die bedr\u00fcckenden Grundsteuern und Schulden, die aufgezwungene Arbeit, Abgaben, Zinszahlungen und weitere berechtigte Motive f\u00fcr Klagen den Hauptgrund f\u00fcr den so genannten Krieg der Bauern in den zwanziger Jahren bildeten.<sup>3<\/sup><\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund war es nicht verwunderlich, dass Paracelsus die Gr\u00fcnde der Armen, die vom Land lebten, um ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern, gut verstehen konnte. Er verstand sie nicht nur und dr\u00fcckte seine Sympathie f\u00fcr die Aufst\u00e4ndischen aus, sondern verband sich mit ihnen auf eine bestimmte Art und Weise.<sup>4<\/sup> Einige Quellen weisen darauf hin, dass er ihnen seine Dienste als Arzt anbot.<sup>5<\/sup> Nat\u00fcrlich akzeptierten die Bauern sehr gern das Angebot, da im Kampf Tausende verwundet worden waren, die seine Unterst\u00fctzung ben\u00f6tigten. Wir m\u00fcssen uns daran erinnern, dass Paracelsus immer als eine professionelle Autorit\u00e4t angesehen wurde und gro\u00dfe Erfahrungen auf Schlachtfeldern hatte. Es w\u00e4re jedoch \u00fcbertrieben, zu denken, dass Paracelsus ein F\u00fchrer des Bauernaufstandes von Salzburg gewesen w\u00e4re. Dennoch wissen wir, dass er wegen des Verdachts auf Anzettelung eines Aufstandes in Arrest genommen wurde. Zumindest betrachteten die Zivilbeh\u00f6rden seine Standpunkte als aufr\u00fchrerisch.<sup>6<\/sup> Wir hatten schon erw\u00e4hnt, dass er in dieser \u00f6sterreichischen Stadt nicht gez\u00f6gert h\u00e4tte, \u00f6ffentlich auf den am meisten gef\u00fcllten Pl\u00e4tzen die Massen anzusprechen, um soziale Gerechtigkeit zu fordern, und dass er sogar seine eigenen Schriften unter den B\u00fcrgern verteilte. Obwohl diese Schriften vermutlich von religi\u00f6sem Charakter waren, zeigten sie wahrscheinlich seine Position bez\u00fcglich des sozialen Konflikts. Seine Festnahme stand zweifellos im Zusammenhang mit diesen \u00f6ffentlichen Interventionen.<\/p>\n<p>Mit dieser Verhaftung begab er sich in Lebensgefahr, da die Repressionen gegen Revolution\u00e4re oder einfach gegen Verd\u00e4chtige, die mit der Bewegung sympathisierten, sehr grausam waren.<sup>7<\/sup> Niemand wei\u00df genau, wie er es gemacht hat \u2013 es war ihm m\u00f6glich, aus der Haft zu fliehen. Eilig entkam er dieser Gefangenschaft, wenn auch knapp, ging flussaufw\u00e4rts das breite Tal der Donau hinauf. Er kehrte bis zu seinem Lebensende nicht nach Salzburg zur\u00fcck. Sein Biograf Pagel sagte, er w\u00e4re mit viel Gl\u00fcck dem Tod durch Erh\u00e4ngen entkommen. Einige Quellen weisen darauf hin, dass seine Todesstrafe wegen seiner Position als Arzt umgewandelt wurde, aber deshalb, weil er w\u00e4hrend der Aufst\u00e4nde keine Waffen getragen hatte.<sup>9<\/sup><\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich griff Paracelsus nicht direkt in die Aufst\u00e4nde ein. Er war ein Pazifist. Er verabscheute Krieg und Gewalt, die Todesstrafe und Meuchelmord und auch jede politische Macht, die solche Praktiken aus\u00fcbte und f\u00f6rderte.<sup>10<\/sup> So bedauerte er die Gewalt der Bauern im Krieg, die Anst\u00f6\u00dfigkeiten ihrer Methoden, aber auch die Schl\u00e4gereien in ihren Tavernen<sup>11<\/sup> genauso wie die gewaltsame Unterdr\u00fcckung der Aufst\u00e4nde durch die Obrigkeit, die die Todesstrafe f\u00fcr alle F\u00fchrer des Aufstandes mit einschloss. Am Ende des Krieges verschlechterte sich die Situation der Bauern im Allgemeinen \u2013 au\u00dfer in den Bergregionen der Schweiz. Sie mussten eine immer mehr unterdr\u00fcckende Politik und unterdr\u00fcckende Ma\u00dfnahmen ertragen, was bewies, dass die Pazifisten Recht hatten, die wie Paracelsus oder der trinitarische Zweig der Anabaptisten, immer Fortschritt und soziale Reformen ohne Gewalt oder Kriege vertraten.<\/p>\n<h3>Gegen die Ungerechtigkeiten im kommerziellen pharmazeutischen Bereich<\/h3>\n<p>Obwohl der pazifistische soziale Reformismus nach Paracelsus nicht ausschlie\u00dflich auf den l\u00e4ndlichen sozialen Bereich beschr\u00e4nkt war, gab es eine gro\u00dfe Gelegenheit, ihn w\u00e4hrend der Monate, in denen Paracelsus als offizieller st\u00e4dtischer Arzt in Basel t\u00e4tig war, anzuwenden. W\u00e4hrend dieses Zeitabschnitts versuchte er, klar und deutlich zugunsten der Kranken und von Pharmazeuten und Medizinh\u00e4ndlern Ausgebeuteten zu handeln und versuchte zu zeigen, wie sogar im st\u00e4dtischen Bereich soziale Gerechtigkeit gelehrt werden k\u00f6nnte, auch wenn diese Lehre gegen m\u00e4chtige Gruppierungen, wie z. B. die Pharmazeuten und sehr m\u00e4chtige Firmen, die mit den Pharma-Produkten Handel betrieben, vorging. Kurz nachdem Paracelsus die Stelle als st\u00e4dtischer Arzt angenommen und gesehen hatte, dass es vielen Apotheken an grundlegenden Voraussetzungen mangelte, bat er den Stadtrat, darum zu fordern, dass diese Einrichtungen eine st\u00e4dtische Lizenz erwerben und sich Kontrollen unterziehen m\u00fcssen. Er bat um die Erlaubnis, regelm\u00e4\u00dfig Apotheken inspizieren und untersuchen zu d\u00fcrfen, um herauszufinden, ob die Bestandteile einer Arznei in Ordnung waren und auf diese Weise auch exzessive Preise, die Apotheker f\u00fcr ihre Waren fordern k\u00f6nnten, zu vermeiden.<\/p>\n<p>Schon fr\u00fcher hatte Paracelsus beobachtet und angezeigt, wie sich Apotheker mit \u00c4rzten zusammentaten, um Menschen mit exorbitanten Arzneimittelpreisen zu betr\u00fcgen.<sup>12<\/sup> Au\u00dferdem beklagte er die Anstellung unqualifizierter Personen und Kinder in den Gesch\u00e4ften und Apotheken und forderte, dass Apotheker eine Pr\u00fcfung absolvieren m\u00fcssen, bevor sie ihren Beruf aus\u00fcben d\u00fcrfen. All das brachte nat\u00fcrlich die Pharmazeuten und die medizinische Gemeinschaft radikal gegen ihn auf.<sup>13<\/sup> Die medizinische Schule reagierte auf diese Forderungen von Paracelsus, indem sie ihn als L\u00fcgner und Schwachkopf bezeichnete.<sup>14<\/sup> Ungl\u00fccklicherweise lie\u00df ihm diese Gegnerschaft wenig Zeit &#8211; wie auch schon im Kapitel \u00fcber seine T\u00e4tigkeit als Arzt in Basel gesehen, wo er der Stadt verwiesen wurde -, um all seine vorgeschlagenen Ma\u00dfnahmen zur Verhinderung medizinischen und pharmazeutischen Missbrauchs durchzusetzen.<\/p>\n<p>Dennoch verlor er nicht den Mut bei seinem Versuch, das Recht in diesen Bereich einziehen zu lassen, obwohl er dadurch in einen weiteren wichtigen Konflikt mit den Pharmazeuten und den medizinischen Handel Treibenden geriet. In N\u00fcrnberg ver\u00f6ffentlichte er zwischen 1529 und 1530, ein Jahr nach seiner Flucht aus Basel, zun\u00e4chst eine kurze Abhandlung, die seine Ideen \u00fcber die Heilung von Syphilis zusammenfasste, und sp\u00e4ter eine umfangreiche Arbeit mit dem Titel \u201eEssay \u00fcber die Franz\u00f6sische Krankheit\u201c (womit die Syphilis gemeint ist) mit dem Untertitel \u201e\u00dcber Betr\u00fcger\u201c, worin er insbesondere die H\u00e4ndler, aber auch die kirchliche Hierarchie kritisierte, die jene unterst\u00fctzte. Diese H\u00e4ndler benutzten die syphilitischen Patienten, indem sie ihnen versprachen, sie mit einem Mittel, das aus einer Fl\u00fcssigkeit oder einem \u00d6l aus Guajakharz hergestellt wurde, zu behandeln.<sup>15<\/sup> Syphilis ist eine Infektionskrankheit, die durch sexuelle Kontakte \u00fcbertragen wird. In jenen Zeiten war diese Krankheit zu einer Pandemie ausgewachsen. Der hohe Preis, den man f\u00fcr Guajakharz verlangen konnte, er\u00f6ffnete einen profitablen Markt, den viele gro\u00dfe H\u00e4ndler, wie die Fugger, ausbeuteten. Diese Familie hielt ein Monopol auf den Verkauf dieses Holzes, das sie aus S\u00fcdamerika importierten. Das Unternehmen der Fugger war zum m\u00e4chtigsten Unternehmen in der Welt geworden.<sup>16<\/sup> In einer kurzen Abhandlung mit dem Titel \u201e\u00dcber das Guajak-Holz\u201c behauptete Paracelsus, dass dies ein Mittel schlechter Heiler w\u00e4re und stellte alternativ dazu medizinische Durchbr\u00fcche zur Heilung der Syphilis vor. Diese Behauptungen brachten ihn in eine radikale Gegenposition zu den H\u00e4ndlern der Fugger und auch gegen deren Verb\u00fcndete im medizinischen und pharmazeutischen Bereich.<sup>17<\/sup><\/p>\n<p>Deren Reaktion lie\u00df nicht auf sich warten. Zun\u00e4chst verboten sie Paracelsus weitere Ver\u00f6ffentlichungen in N\u00fcrnberg. Er hatte schon die Fortsetzung seines Essays \u00fcber die Franz\u00f6sische Krankheit geplant, aber der st\u00e4dtische Zensor, der auch von den herausragenden Vertretern der st\u00e4dtischen Medizinschule beeinflusst worden war, verhinderte seine Ver\u00f6ffentlichung. Die Unterst\u00fctzung, die er erhalten hatte, war nutzlos.<sup>18<\/sup> Der Druck seiner geplanten acht B\u00fccher \u00fcber die Franz\u00f6sische Krankheit wurde mit einem Dekret verboten. Das Dekret basierte auf der Meinung des Dekans der Medizinschule Leipzig, der an den Gesch\u00e4ften mit dem Guajak-Holz interessiert und ein Freund der Fugger war.<sup>19<\/sup> Auch die Briefe, die Paracelsus an den Stadtrat von N\u00fcrnberg geschickt hatte, f\u00fchrten zu nichts. Darin bat er um die Erlaubnis, seine B\u00fccher \u00fcber Syphilis zum Besten der Menschen und f\u00fcr die Wahrheit ver\u00f6ffentlichen zu d\u00fcrfen. Und vor einem Verbot der B\u00fccher bat er um die Erlaubnis, sie mit Experten dieses Themas zu diskutieren. Er erhielt keine Antwort. Schlie\u00dflich setzte er sich \u00fcber die Zensoren hinweg und ver\u00f6ffentlichte eines der verbotenen B\u00fccher, woraufhin er aus N\u00fcrnberg fliehen musste, um seine Verhaftung zu vermeiden.<sup>20<\/sup> Paracelsus wollte klarstellen, dass die Fl\u00fcssigkeit aus Guajak-Holz f\u00fcr die Behandlung dieser Krankheit nicht zu empfehlen war, wie auch der im Allgemeinen falsche Einsatz von Quecksilber. Er wollte lehren, wie man eine Quecksilbervergiftung vermeiden kann und den heilenden Nutzen von Quecksilber zeigen, indem man die toxische Wirkung des Metalls durch eine sehr sorgf\u00e4ltige Dosierung und die Anwendung weniger toxischer Pr\u00e4parate<sup>21<\/sup> vermeidet. Ein weiteres Mal war die Opposition m\u00e4chtiger Leute gr\u00f6\u00dfer als sein Mut, was ihn schlie\u00dflich verstummen lie\u00df. Sie verboten die Ver\u00f6ffentlichung seiner Abhandlungen und lie\u00dfen seine Meinung \u00fcber kommerzielle Interessen von m\u00e4chtigen Unternehmen und Pharmazeuten nicht mehr zu.<\/p>\n<h4>&#8230; wird fortgesetzt<\/h4>\n<h4>Kontakt<br \/>\njordi.pomes@uab.es<\/h4>\n<h4>Literatur<br \/>\n1. PAGEL, Walter, Paracelsus. An introduction to Philosophical Medicine in the Era of the Renaissance, Basilea (Suiza), Karger, 1982:40.<br \/>\n2. BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor. Paracelsus and the world of Renaissance magic and science, Nueva York, F.S.G., 2006:127-128.<br \/>\n3. BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:128.<br \/>\n4. PAGEL, Walter, Paracelsus&#8230;:40-41; BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:104.<br \/>\n5. BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:134<br \/>\n6. BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:134; PAGEL, Walter, Paracelsus&#8230;:17.<br \/>\n7. PAGEL, Walter, Paracelsus&#8230;:17.<br \/>\n8. PAGEL, Walter, Paracelsus&#8230;:40-41.<br \/>\n9. BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:134.<br \/>\n10. PAGEL, Walter, Paracelsus&#8230;:40; BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:63-64.<br \/>\n11. BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:131.<br \/>\n12. BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:206.<br \/>\n13. HARTMANN, F., The life of Paracelsus, London, Kegan Paul, Trench, Tr\u00fcbner &amp; Co., s.f.:6; BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:206.<br \/>\n14. BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:206.<br \/>\n15. PAGEL, Walter, Paracelsus&#8230;:24; BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:230.<br \/>\n16. BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:228.<br \/>\n17. MROSEK, Sabine, &#8222;La vida de Paracelso&#8220; in Paracelsus. Health &amp; Healing, n\u00fam. 3, 2004:4.<br \/>\n18. BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:231-232.<br \/>\n19. PAGEL, Walter, Paracelsus&#8230;:24.<br \/>\n20. BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:232-233.<br \/>\n21. PAGEL, Walter, Paracelsus&#8230;:24.<\/h4>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein wahrhaft gro\u00dfer Reformer des 16. Jahrhunderts in den Bereichen Medizin, Gesellschaft und Religion 3.2. Ein gro\u00dfer sozialer Reformer Diese \u201etheosophischen\u201c Lehren widersprachen bestimmt nicht der Offenheit von Paracelsus gegen\u00fcber den Problemen und N\u00f6ten der am wenigsten fortgeschrittenen sozialen Gemeinschaften aller Menschen, die Ungerechtigkeiten und Schmerzen aller Art zu erleiden hatten. Er war immer auf der Seite der Bed\u00fcrftigen, Schutzbed\u00fcrftigen und der Armen im Allgemeinen. In seiner Arbeit als Arzt verga\u00df er nie die armen und einfachen Menschen. Er versuchte sie so zu behandeln, als w\u00e4ren sie seine eigenen Br\u00fcder. Nie verlangte er Geld von ihnen. Sein enger, tiefgehender und ununterbrochener Kontakt mit der Welt der Ausgegrenzten und Armen der Gesellschaft machte ihm ihre Probleme sehr bewusst. In den Jahrzehnten, in denen er lebte, konnte Paracelsus aus n\u00e4chster N\u00e4he beobachten, dass die dem\u00fctigsten Gemeinschaften diejenigen waren, die am meisten gesch\u00e4digt wurden durch die politisch und religi\u00f6s motivierten Aufst\u00e4nde und Kriege, die die sozialen Ungerechtigkeiten, die diese Gemeinschaften erlitten, verschlimmerten. Dadurch widmete er sich wichtigen Gruppen hilfloser Menschen, wie den Bauern, Bergbauleuten und sogar Frauen, indem er ihnen half, die sozialen Ungerechtigkeiten, die sie erlitten, zu \u00fcberwinden. Er k\u00e4mpfte f\u00fcr eine soziale Gleichheit, die auf christlichen Prinzipien basierte. 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In den Jahrzehnten, in denen er lebte, konnte Paracelsus aus n\u00e4chster N\u00e4he beobachten, dass die dem\u00fctigsten Gemeinschaften diejenigen waren, die am meisten gesch\u00e4digt wurden durch die politisch und religi\u00f6s motivierten Aufst\u00e4nde und Kriege, die die sozialen Ungerechtigkeiten, die diese Gemeinschaften erlitten, verschlimmerten. Dadurch widmete er sich wichtigen Gruppen hilfloser Menschen, wie den Bauern, Bergbauleuten und sogar Frauen, indem er ihnen half, die sozialen Ungerechtigkeiten, die sie erlitten, zu \u00fcberwinden. Er k\u00e4mpfte f\u00fcr eine soziale Gleichheit, die auf christlichen Prinzipien basierte. 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