{"id":21939,"date":"2021-03-16T21:17:42","date_gmt":"2021-03-16T20:17:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/?p=21939"},"modified":"2022-09-12T21:17:49","modified_gmt":"2022-09-12T19:17:49","slug":"paracelsus-xi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/paracelsusmedizin\/paracelsus-xi\/","title":{"rendered":"Paracelsus  [XI]"},"content":{"rendered":"<h4><em><strong>Ein wahrhaft gro\u00dfer Reformer des 16. Jahrhunderts in den Bereichen Medizin, Gesellschaft und Religion<\/strong><\/em><\/h4>\n<div>\n<h2>Reife (1524 \u2013 1541).<br \/>\nSein Leben und seine medizinische, religi\u00f6se und soziale Arbeit in Zentraleuropa, Teil IV<\/h2>\n<\/div>\n<h3>Ein gro\u00dfer Lehrer<\/h3>\n<p>Basel war eine sehr wichtige Station in seinem Leben trotz der Konflikte, denen er entgegentreten musste. Aber dort bot sich ihm die einzige Gelegenheit, offiziell als Professor arbeiten zu k\u00f6nnen. Paracelsus nahm die Gelegenheit wahr und unterrichtete eine gro\u00dfe Anzahl Studenten und, wie wir sehen werden, mit gro\u00dfem Geschick und Erfolg. Nicht umsonst wird gesagt, dass jeder gute Heiler auch ein guter Lehrer ist. Heilen und Lehren erg\u00e4nzen einander. Seine Studenten, zumindest die engsten, konnten selbst sehen, wie er heilte und forschte und zu welchen Ergebnissen er kam, und sie konnten seine medizinischen Vorlesungen h\u00f6ren. Tats\u00e4chlich wirkte Paracelsus immer als ein Lehrer. In diesem Zusammenhang m\u00fcssen wir an die Glanzlichter seiner Arbeit als Professor an der Universit\u00e4t von Basel erinnern. Wie wir bereits gesehen haben, lag der Grund, weshalb er die Stadt verlassen und seine Stellung als Professor aufgeben musste, an der Haltung und Reaktion im konservativen Lager. Dort akzeptierte man weder seine Neuerungen in den Lehrmethoden noch in der medizinischen Praxis. Von seinen Studenten wurde er niemals zur\u00fcckgewiesen. Diese angenehme Position an der Universit\u00e4t h\u00e4tte er f\u00fcr den Rest seines Lebens aus\u00fcben und ein gutes Gehalt beziehen k\u00f6nnen, wenn er einverstanden gewesen w\u00e4re, die orthodoxen Lehren und medizinischen Praktiken zu akzeptieren. Aber dies war unm\u00f6glich f\u00fcr Paracelsus. Wieder einmal bewies er, dass ihm \u2013 neben seinem gro\u00dfen Talent als Lehrer seine \u00dcberzeugungen wichtiger waren als seine Bed\u00fcrfnisse. In seinen Vorlesungen an der Universit\u00e4t unterrichtete er den Wesenskern seines medizinischen Systems.<sup>1<\/sup><\/p>\n<p>Paracelsus arbeitete als Universit\u00e4tsprofessor der Medizin von Juni 1527 an, den ganzen Sommer hindurch und w\u00e4hrend des folgenden Herbst- und Wintersemesters. Die gew\u00f6hnlichen akademischen Ferien ignorierte er. Wie jeder andere Professor lehrte er, Krankheiten zu diagnostizieren, Medikamente zu bereiten und zu verschreiben, Wunden und Verletzungen zu behandeln, die Chirurgie und das Sezieren.<sup>2<\/sup> Das Wesentliche seiner Vorlesungen in Basel ist wahrscheinlich in seinem Werk \u201cArchidoxa&#8220; und in den Werken zur Medizin \u201cParagranum&#8220; und \u201cParamirum&#8220;, die er ein paar Jahre sp\u00e4ter geschrieben hat, enthalten. Au\u00dferdem verfasste er f\u00fcr die Studenten Schriften \u00fcber die Eigenschaften, die ein guter Arzt haben sollte. Diese wurden 1571 von Toxites ver\u00f6ffentlicht unter dem Titel \u201cEine gro\u00dfartige Abhandlung von P. T. Paracelsus, dem ber\u00fchmten und erfahrenen deutschen Philosophen und Arzt.\u201c <sup>3<\/sup><\/p>\n<p>In seinen Vorlesungen war er sehr erfolgreich. Die Studenten h\u00f6rten ihm mit Begeisterung zu und spendeten Beifall. Im Jahr 1527 schrieben sich bereits 31 neue Medizinstudenten f\u00fcr seinen Unterricht ein, w\u00e4hrend es im vorherigen Semester nur 5 Studenten waren.<sup>4<\/sup> Er unterrichte nicht nur eingeschriebene Universit\u00e4tsstudenten, sondern auch nicht akademische Heiler, wie heilende Barbiere und selbst Personen au\u00dferhalb des medizinischen Bereichs. Auch dies war eine Herausforderung f\u00fcr die akademische Tradition. Sein Freund, der respektierte Humanist Bonifazius Amerbach, zum Beispiel, lauschte seinem Unterricht und machte sich Notizen.<sup>5<\/sup> Einen \u00f6ffentlichen Brief vom 5. Juni 1527 beendete er mit den Worten: \u201eKommt mit einem guten Willen, unser Wagnis, die Medizin zu reformieren, zu studieren.\u201c <sup>6<\/sup> Selbst Studenten aus weit entfernten Orten zog Paracelsus an.<\/p>\n<p>Anstatt in Latein zu lehren, wie es in jenen Jahren an europ\u00e4ischen Universit\u00e4ten \u00fcblich war, gab er zum Nutzen aller seine Vorlesungen in der Landessprache Deutsch, die die Mehrheit seiner Studenten sprach. Dies war eine absolute Neuheit im akademischen Leben jener Zeit und eine neue \u00dcberschreitung, die die konservativen Kollegen v\u00f6llig irritierte. Laut Aussage von Hartmann verursachte der Gebrauch der deutschen Sprache in den medizinischen Lehren ob m\u00fcndlich oder schriftlich eine Reform in der Wissenschaft, \u00e4hnlich derjenigen, die Luther in der Religion ausl\u00f6ste. Dies bedeutete den Beginn freien Denkens in der Wissenschaft. Damit wurde auch der Anfang gemacht, den alten Glauben an akademische Autorit\u00e4ten zu entkr\u00e4ften.<sup>7<\/sup> Das Widersinnige war, dass Paracelsus, f\u00fcr den Lehren und Schreiben auf Deutsch eine Ehre war, die interessantesten Wort-Neubildungen auf Lateinisch, Griechisch, Italienisch, Hebr\u00e4isch und manchmal sogar gemischt mit Arabisch verwendete.<sup>8<\/sup><\/p>\n<p>Au\u00dferdem brach er den Brauch, die typische Toga eines distinguierten Professors zu tragen. Stattdessen zog er einen einfachen K\u00fcnstlerkittel an, der manchmal sogar noch Flecken von seiner Arbeit in den chemischen und medizinischen Labors hatte<sup>9<\/sup>, denn er glaubte mehr als jeder andere an die Praxis und nicht nur an Theorie. Bei einer Gelegenheit hatte er auch keine Gewissensbisse, in die Vorlesung mit einer Platte menschlicher Exkremente zu kommen um damit seinen Studenten zu demonstrieren, dass \u201cVerfall der Anfang jeglicher Geburt ist.\u201c<sup>10<\/sup> Er war wahrscheinlich auch ein Pionier, seine Studenten in den Ferien au\u00dferhalb des strengen Universit\u00e4tsgel\u00e4ndes weiter zu unterrichten. So reiste er im Herbst 1527 mit einer Gruppe seiner aufrichtigsten Studenten von Basel nach Z\u00fcrich.<\/p>\n<p>Dies waren wohl jene Studenten, die von seinem Wissen angezogen wurden und seine Kunst erlernen wollten. Sie folgten ihm, nachdem er Basel verlassen hatte, auf seiner Wanderschaft und lebten mit ihm in den d\u00f6rflichen Tavernen.<sup>12<\/sup> Wir d\u00fcrfen nicht vergessen, dass Paracelsus f\u00fcr seine engsten Anh\u00e4nger \u201cein Gott und Monarch aller Mysterien und K\u00f6nig der Geister\u201c,<sup>13<\/sup> so Hartmann, war. Jenen Anh\u00e4ngern \u00fcbermittelte er einiges Wissen, das er keinem anderen enth\u00fcllen wollte. Dieses Wissen war f\u00fcr ihn zu machtvoll, um es Nicht-Eingeweihten zu offenbaren.<sup>14<\/sup> Tats\u00e4chlich war er immer \u00e4u\u00dferst verschwiegen, seine Geheimnisse preiszugeben, sogar seinen engsten Sch\u00fclern gegen\u00fcber. Die verpflichtende Heimlichtuerei der Rosenkreuzer-Alchemisten hinderte Paracelsus auch daran, einen bestimmten Teil seines Wissens offenzulegen.<sup>15<\/sup> Dies war auch der Grund, weshalb sich Oporino, sein Lieblingssch\u00fcler, der sein Ehrenwort gegeben hatte, sich bitter gegen\u00fcber seinem Lehrer \u00e4u\u00dferte. Nach dem Tod von Paracelsus bereute er jedoch seine Indiskretionen und brachte gro\u00dfe Verehrung f\u00fcr Paracelsus zum Ausdruck.<sup>16<\/sup> Oporino wurde ein ber\u00fchmter Griechisch-Professor in Basel und Herausgeber des Vesalius.<\/p>\n<p>Wie wir im n\u00e4chsten Kapitel ausf\u00fchrlicher sehen werden, hat Paracelsus insbesondere in den Jahren zwischen 1524, als er in Salzburg vor einem sehr beunruhigenden sozialen Hintergrund ankam und 1535, als er vom Benediktinerkloster in Pf\u00e4fers-Ragaz eingeladen wurde und wo er einige Zeit blieb, \u00fcber Religion und Theologie gepredigt und geschrieben. In fast allen St\u00e4dten, in denen er sich in jenen Jahren aufhielt, hielt er geisteswissenschaftliche Reden, die h\u00f6chstwahrscheinlich mit seinen Lehren \u00fcber Medizin verbunden waren.<\/p>\n<h3>Ein gro\u00dfer Schreiber<\/h3>\n<p>Gl\u00fccklicherweise sind viele seiner Unterweisungen in Form von B\u00fcchern erhalten geblieben. Obwohl er sich dem Schreiben nur 15 Jahre seines Lebens widmete<sup>17<\/sup>, insbesondere in den sp\u00e4teren Jahren ist eine ungeheure Anzahl geschriebener Seiten angefallen. Er schrieb nicht nur \u00fcber Medizin \u2013 in mehr als 50 verschiedenen Werken ist seine Autorenschaft anerkannt \u2013 sondern auch \u00fcber andere Themen, die f\u00fcr ihn sehr mit der Medizin verbunden waren, wie Alchemie, Magie, Philosophie, Naturgeschichte, Astrologie und Astronomie. Sein Wissen war grenzenlos, und so pflegte er auch Disziplinen wie Religion, Theologie, Geographie und Geschichte. In Bezug auf Geschichte machte er z. B. eine Studie in der Gegend von K\u00e4rnten, als er von den Fuggern in St. Veit angestellt war, um nach Goldadern in der Region zu suchen. Das Buch trug den Titel \u201cChronik des Landes K\u00e4rnten\u201c<sup>18<\/sup>. Seine strenge religi\u00f6se Arbeit ist jedoch viel umfangreicher als seine geographische Arbeit. Unter anderem sind 40 theologische Einzelwerke, 16 biblische Kommentare, 20 Predigten, 20 Werke \u00fcber das Abendmahl und 7 Werke \u00fcber die Jungfrau Maria von ihm aufbewahrt. Die H\u00e4lfte dieser Schriften ist jedoch nicht ordentlich herausgegeben worden.<sup>19<\/sup> Eine gr\u00f6\u00dfere Anzahl dieser Schriftenreihe erschien zwischen 1529 und 1535. Besonders bemerkenswert ist die monumentale Studie, die er 1528 im Elsass \u00fcber die Psalmen von David gemacht hat.<sup>20<\/sup><\/p>\n<p>\u00dcber Astronomie hat er ein Buch mit dem Titel \u201c\u00dcber Meteoriten\u201c geschrieben. Darin beschreibt er einen magnetischen Eisenmeteoriten, der in der N\u00e4he der Stadt Ensisheim heruntergefallen war. 1528 ist Paracelsus eigens in diese Stadt gefahren, um den Meteoriten zu studieren.<sup>21<\/sup> Drei Jahre sp\u00e4ter, im August 1531, als er in St. Gallen war, konnte er den Kometen Halley beobachten, der erst 1665 seinen Namen erhielt. Aus dieser direkten Beobachtung entstand die \u201cInterpretation des Kometen&#8220;.<sup>22<\/sup> In diesem Buch machte er eine genaue astrologische Vorhersage und k\u00fcndigte ein zuk\u00fcnftiges Blutvergie\u00dfen an. Er bezog sich dabei auf die Religionskriege, die ganz Mitteleuropa in jenen Jahren vernichteten. Dies war jedoch nicht die einzige astrologische Vorhersage, \u00fcber die er schrieb. Eines der wenigen B\u00fccher, die er in seinem Leben ver\u00f6ffentlichte, trug den Namen \u201cPraxis\u201c und behandelte diese Art der Vorhersagen.<sup>23<\/sup> Zus\u00e4tzlich schrieb er 1536 ein Jahrbuch \u201cVorhersagen f\u00fcr die n\u00e4chsten 24 Jahre&#8220;.<sup>24<\/sup> Zweifellos wurde jedoch sein gro\u00dfartiges Meisterwerk mit dem Titel \u201cAstronomia magna\u201c, auch bekannt als \u201cPhilosophia sagax\u201c von vielen als sein wichtigstes Werk angesehen, in welchem er die Astronomie als eine wahre christliche Praxis verteidigt. Er schrieb es zwischen 1537 und 1540, ein Jahr vor seinem Tod. In diesem Meisterwerk zeigt er seine gro\u00dfe universale und kosmische Vision und formuliert Theorien \u00fcber das Universum und das Leben darin. Der Geist von Francis Bacon flie\u00dft in seine technologischen \u00dcberzeugungen ein, und er sagt Utopien voraus, in denen \u201ePfeifen und Kristalle die menschliche Stimme \u00fcber eine Entfernung von 100 Meilen tragen werden\u201c.<sup>25<\/sup> Dieses Werk ist der beste Beweis der Reife, die Paracelsus erlangt hat.<\/p>\n<p>Was seine schriftlichen medizinischen Werke schlie\u00dflich betrifft, so sind die Werke \u201cParagranum\u201c, \u201cParamirum&#8220;, \u201cOpus Chyrurgicum\u201c &#8211; das gro\u00dfe Buch der Chirurgie &#8211; und \u201cdie Abhandlungen \u00fcber Syphilis\u201c seine Hauptwerke.<sup>26<\/sup> Er schrieb das Buch \u201cParagranum\u201c zwischen 1529 und 1530, ein Jahr, nachdem er Basel verlassen hatte. Es war seine erste wichtige Studie \u00fcber die Medizin, in der er in der Einf\u00fchrung die akademische Medizin und ihre \u2019Hohepriester\u2019 beschimpft und die Grundlage einer neuen Medizin darlegt. Darin nennt er die bereits erw\u00e4hnten vier S\u00e4ulen, die zur Wissenschaft der Medizin geh\u00f6ren: die Philosophie (welche die wissenschaftliche Grundlage der Heilk\u00fcnste anbietet), die Astronomie,(wie seine Zeitgenossen betrachtete Paracelsus Astrologie als einen zentralen Aspekt der Medizin), die Alchemie und die Tugend.<\/p>\n<p>Das Werk \u201cParamirum\u201c schrieb er zwischen 1531 und 1535, haupts\u00e4chlich in St. Gallen, obgleich er wahrscheinlich bereits in Basel 1527 einige Teile zu Papier gebracht hatte. Auch dies war eine bedeutende medizinische Arbeit, da sie die grundlegenden medizinischen Lehren, die er vertrat, enthielt. Zur gleichen Zeit machte er den Versuch, die Grundlagen f\u00fcr die Biochemie zu legen. Wie bereits erw\u00e4hnt, hat er diese Arbeit dem gro\u00dfen Humanisten und Reformer, dem Schweizer Vadianus, gewidmet. Als Letztes hat er im \u201cOpus Chyrurgicum\u201c, dem gro\u00dfen Buch der Chirurgie die vielen medizinischen Experimente, die er w\u00e4hrend seines ganzen Lebens gemacht hatte, zusammengefasst. Er schrieb es 1535 und ver\u00f6ffentlichte es Ende des Sommers 1536 in Augsburg, nachdem ein schlechter Herausgeber versucht hatte, es in Ulm zu ver\u00f6ffentlichen. Er diktierte es dem Erzherzog Ferdinand, dem zuk\u00fcnftigen Kaiser von \u00d6sterreich. Es war ein gro\u00dfer Erfolg und hatte die h\u00f6chsten Auflagen von allen seinen B\u00fcchern.<\/p>\n<p>Dies war eines von nur f\u00fcnf Werken, die w\u00e4hrend seines Lebens ver\u00f6ffentlicht wurden. Das erste Buch, das er ver\u00f6ffentlichen konnte, war \u201cDe Gradibus et Compositionibus Receptorum et Naturalium&#8220;. Er ver\u00f6ffentlichte es 1526 in Basel.<sup>27<\/sup> Gl\u00fccklicherweise \u00fcbernahmen seine Anh\u00e4nger die Verantwortung, das meiste seiner geschriebenen Dokumentationen w\u00e4hrend der 1550iger Jahre zusammenzustellen und herauszugeben, vor allem 12 Jahre nach seinem Tod. In diese Arbeit waren besonders Michael Schutz (Toxites), Gerhard Dorn und Theodor und Arnold Birkmann involviert.<sup>28<\/sup><\/p>\n<p>Trotz der vielen geschriebenen Seiten, die er hinterlie\u00df \u2013 die deutsche Ausgabe seiner kompletten Arbeit \u201cOpera Omnia&#8220; umfasst allein zehn B\u00e4nde mit insgesamt 1818 Seiten, zu denen wir noch 680 Seiten \u00fcber seine chirurgischen Schriften hinzuf\u00fcgen m\u00fcssen \u2013 und trotz des gro\u00dfen wissenschaftlichen Wertes seiner Schriften, bleibt das Leben von Paracelsus bedeutungsvoller als seine schriftlichen Werke. Jene wurden nicht immer richtig verstanden, denn sie waren oft voller Allegorien und sprachen vor allem die Alchemisten seiner Zeit an, so dass ihr Verst\u00e4ndnis auch f\u00fcr die moderne Gelehrsamkeit recht schwer ist. Dar\u00fcber hinaus benutzte Paracelsus seine eigene Terminologie, weil er in seinen Schriften viele Aspekte ansprach, f\u00fcr die es keine passenden Begriffe gab (au\u00dfer in Sanskrit und in anderen \u00f6stlichen Sprachen). Daher f\u00fchrte er viele W\u00f6rter ein, um ihre Bedeutung zu erkl\u00e4ren, wie \u2019alkahest\u2019 &#8211; ein universales alchemistisches L\u00f6sungsmittel &#8211; oder \u2019acthna\u2019 &#8211; ein unsichtbares unterirdisches Feuer &#8211; oder \u2019ileiades\u2019 &#8211; das Luftelement.<sup>29<\/sup> Doch nur wenige dieser Begriffe konnten in unsere Sprache Einlass finden.<sup>30<\/sup> Paracelsus wurde auch wegen seiner Offenheit kritisiert, in der er einige Schriften verfasste, denn er verwendete einen Stil, der nicht immer edel oder gelehrt war. Paracelsus war bekannt daf\u00fcr, dass er seine Gedanken kurz und pr\u00e4zise, ohne Zweideutigkeiten, darlegte. In dieser Hinsicht wurde er mit anderen gro\u00dfen Wissenschaftlern oder Philosophen, wie Thales, Herakles, Pythagoras oder Hippokrates verglichen.<sup>31<\/sup><\/p>\n<p>Es bleibt zu erw\u00e4hnen, dass er die meisten seiner Schriften seinen J\u00fcngern diktierte, und diese waren es auch, die schrieben, was Paracelsus ihnen diktierte. Wir haben auch bereits erw\u00e4hnt, dass Paracelsus nur wenige B\u00fccher las. Seine J\u00fcnger bezeugten, dass er einige B\u00fccher schrieb, ohne irgendwelche Vorlagen oder Manuskripte als dokumentarische Grundlage.<sup>32<\/sup> Als er starb, hinterlie\u00df er nur gedrucktes Material: eine Bibel, ein Neues Testament, Kommentare des Heiligen Hieronymus \u00fcber das Evangelium und nur ein Buch \u00fcber Medizin.<sup>33<\/sup> Nicht umsonst sagte er bei mehr als einer Gelegenheit, dass das einzige Buch, das man braucht, um ein guter Arzt zu sein, das Buch der Natur ist: \u201eEs war das Buch der Natur, geschrieben durch den Finger Gottes, das ich studierte und nicht diese von Schreiberlingen verfassten B\u00fccher, die allen M\u00fcll aufschreiben, der sich in ihren K\u00f6pfen befindet.\u201c <sup>34<\/sup><\/p>\n<p>Paracelsus konnte nicht deutlicher zum Ausdruck bringen, dass er allein der Natur vertraute, um zu studieren, zu forschen, sein Wissen als Arzt einzusetzen und seine Abhandlungen zu schreiben.<\/p>\n<h4>&#8230; wird fortgesetzt<\/h4>\n<h4>Literatur<\/h4>\n<h4>1 PAGEL, Walter, Paracelsus. An introduction to Philosophical Medicine in the Era of the Renaissance, Basilea (Suiza), Karger, 1982.:21.<br \/>\n2 BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor. Paracelsus and the world of Renaissance magic and science, Nueva York, F.S.G., 2006:195.<br \/>\n3 BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;: 201.<br \/>\n4 BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:195.<br \/>\n5 BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:206.<br \/>\n6 BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:194.<br \/>\n7 HARTMANN, F., The life of Paracelsus, London, Kegan Paul, Trench, Tr\u00fcbner &amp; Co., s.f.:20.<br \/>\n8 JUNG, Carl G., Parac\u00e9lsica, Barcelona, Kair\u00f3s, 1988.:44.<br \/>\n9 BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:195.<br \/>\n10 BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:205.<br \/>\n11 BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:196.<br \/>\n12 HARTMANN, F., The life of Paracelsus&#8230;:7.<br \/>\n13 HARTMANN, F., The life of Paracelsus&#8230;:10.<br \/>\n14 BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:166.<br \/>\n15 BLAVATSKY, H.P., Isis sin velo, M\u00e1laga, Sirio, 2004.<br \/>\n16 HARTMANN, F., The life of Paracelsus&#8230;:7.<br \/>\n17 HARTMANN, F., The life of Paracelsus&#8230;:24.<br \/>\n18 BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:329.<br \/>\n19 BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:107.<br \/>\n20 Museum of the Ancient Baths of Pf\u00e4fers, St. Gall, 1987:104.<br \/>\n21 BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:214.<br \/>\n22 BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:276.<br \/>\n23 PAGEL, Walter, Paracelsus&#8230;:31.<br \/>\n24 BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:326.<br \/>\n25 BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:331.<br \/>\n26 PAGEL, Walter, Paracelsus&#8230;:31.<br \/>\n27 HARTMANN, F., The life of Paracelsus&#8230;:23.<br \/>\n28 PAGEL, Walter, Paracelsus&#8230;:31.<br \/>\n29 HARTMANN, F., The life of Paracelsus&#8230;:30, 37.<br \/>\n30 HARTMANN, F., The life of Paracelsus&#8230;:22-23.<br \/>\n31 HARTMANN, F., The life of Paracelsus&#8230;:11.<br \/>\n32 HARTMANN, F., The life of Paracelsus&#8230;:19.<br \/>\n33 MROSEK, Sabine, &#8222;La vida de Paracelso&#8220; in Paracelsus. Health &amp; Healing, n\u00fam. 3, 2004:5.<br \/>\n34 HARTMANN, F., The life of Paracelsus&#8230;:19-20.<\/h4>\n<h4>Kontakt<\/h4>\n<p><a href=\"mailto:jordi.pomes@uab.es\">jordi.pomes@uab.es<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein wahrhaft gro\u00dfer Reformer des 16. Jahrhunderts in den Bereichen Medizin, Gesellschaft und Religion Reife (1524 \u2013 1541). Sein Leben und seine medizinische, religi\u00f6se und soziale Arbeit in Zentraleuropa, Teil IV Ein gro\u00dfer Lehrer Basel war eine sehr wichtige Station in seinem Leben trotz der Konflikte, denen er entgegentreten musste. Aber dort bot sich ihm die einzige Gelegenheit, offiziell als Professor arbeiten zu k\u00f6nnen. Paracelsus nahm die Gelegenheit wahr und unterrichtete eine gro\u00dfe Anzahl Studenten und, wie wir sehen werden, mit gro\u00dfem Geschick und Erfolg. Nicht umsonst wird gesagt, dass jeder gute Heiler auch ein guter Lehrer ist. Heilen und Lehren erg\u00e4nzen einander. 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In diesem Zusammenhang m\u00fcssen wir an die Glanzlichter seiner Arbeit als Professor an der Universit\u00e4t von Basel erinnern. Wie wir bereits gesehen haben, lag der Grund, weshalb er die Stadt verlassen und seine Stellung als Professor aufgeben musste, an der Haltung und Reaktion im konservativen Lager. Dort akzeptierte man weder seine Neuerungen in den Lehrmethoden noch in der medizinischen Praxis. 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