{"id":21855,"date":"2021-02-18T09:10:35","date_gmt":"2021-02-18T08:10:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/?p=21855"},"modified":"2022-09-12T21:19:17","modified_gmt":"2022-09-12T19:19:17","slug":"paracelsus-x","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/paracelsusmedizin\/paracelsus-x\/","title":{"rendered":"Paracelsus  [X]"},"content":{"rendered":"<p><em>Ein wahrhaft gro\u00dfer Reformer des 16. Jahrhunderts in den Bereichen Medizin, Gesellschaft und Religion<\/em><\/p>\n<h2>Reife (1524 \u2013 1541).<br \/>\nSein Leben und seine medizinische, religi\u00f6se und soziale Arbeit in Zentraleuropa, Teil III<\/h2>\n<h3>Die Konflikte mit seinen Medizinerkollegen. Paracelsus Anprangerung der damaligen Medizin<\/h3>\n<p>Die revolution\u00e4ren Reformen, die Paracelsus im medizinischen Bereich voranzubringen versuchte, ver\u00e4rgerten sowohl damalige medizinische Beh\u00f6rden als auch viele \u00c4rzte, die ihn beneideten oder seinen therapeutischen F\u00e4higkeiten misstrauten. Die Anzahl derer, die ihn hassten oder schlichtweg beneideten, war viel gr\u00f6\u00dfer als die Anzahl seiner Gefolgsleute. Sie konnten Paracelsus die heftige Kritik gegen\u00fcber der Medizin und gegen\u00fcber den damaligen \u00c4rzten im Allgemeinen nicht verzeihen. Zweifellos schimpfte Paracelsus auf die akademischen \u00c4rzte wie ein echter Schweizer S\u00f6ldner. Er war geradeheraus in den Behauptungen gegen diese: \u201eIhr habt den naturgegebenen Weg g\u00e4nzlich verlassen und ein k\u00fcnstliches System erschaffen, das sich f\u00fcr nichts anderes eignet, als die \u00d6ffentlichkeit zu t\u00e4uschen und den Kranken das Geld aus der Tasche zu ziehen. Eure Kunst besteht nicht darin, Kranke zu heilen, sondern darin, Euch die Gunst der Reichen zu erschmeicheln, die Armen zu betr\u00fcgen und Eintritt in die H\u00e4user der Adligen dieses Landes zu erlangen. Ihr lebt durch Betr\u00fcgereien und das Vorgeben, ein legalisierter Berufsstand zu sein, der es Euch erm\u00f6glicht, weiter zu betr\u00fcgen und einer Bestrafung durch das Gesetz zu entgehen. Ihr vergiftet die Menschen und ruiniert ihre Gesundheit. Ihr habt geschworen, Sorgfalt in Eurer Kunst anzuwenden. Aber wie konntet Ihr diesen Schwur ablegen, da Ihr doch gar keine Kunstfertigkeit besitzt und Eure gesamte aufgeblasene Wissenschaft nur eine Erfindung ist, um zu t\u00e4uschen und zu betr\u00fcgen. Ihr verurteilt mich, weil ich Euren Schulen nicht folge, aber Eure Schulen k\u00f6nnen mich nichts lehren, was von Wert w\u00e4re. Ihr geh\u00f6rt dem Stamm der Schlangen an, und ich erwarte nichts anderes als Gift von Euch. Ihr verschont die Kranken nicht. Wie k\u00f6nnte ich erwarten, von Euch respektiert zu werden, w\u00e4hrend ich durch das Aufdecken und die Ver\u00f6ffentlichung Eurer Ambitionen und Unwissenheit Euer Einkommen minimiere?&#8220;<\/p>\n<p>Paracelsus kritisierte beharrlich, dass die Heilkunst jener Zeit eine Mischung aus Aberglaube und Fehlern war, die in geeigneter Weise in das Lehrsystem integriert wurden, um dann mit gro\u00dfer Eloquenz Vortr\u00e4ge \u00fcber sie abzuhalten. Er bewies die Leere hinter den verwendeten imposanten griechischen und lateinischen Fachausdr\u00fccken.<sup>1<\/sup> Universit\u00e4ten konnten ihn nur wenig lehren, besonders nachdem er dort seine Ausbildung beendet hatte. Er kritisierte die medizinischen Fakult\u00e4ten und deren Professoren unabl\u00e4ssig.<sup>2<\/sup> Er konnte nicht begreifen, wieso viele von ihnen die Akademien nie verlie\u00dfen und sich kaum herablie\u00dfen, einen Patienten anzufassen. Er stimmte nicht \u00fcberein mit der Art von Medizin, f\u00fcr die sie einstanden, einschlie\u00dflich der damals \u00fcblichen Therapien, wie starkes Abf\u00fchren, Erbrechen, Aderlass, Schr\u00f6pfen, Skarifizierung usw.<sup>3<\/sup> Sogar H. P. Blavatsky sagte, dass das Geheimnis seiner gl\u00fccklichen und magischen Behandlungen (wie sie damals genannt wurden) zum Teil in einer extremen Verachtung der qualifizierten wissenschaftlichen Autorit\u00e4ten seiner Zeit begr\u00fcndet liegt.<sup>4<\/sup><\/p>\n<p>Deshalb wurde Paracelsus verfolgt, kritisiert und schlecht behandelt. Sie glaubten, er sei ein Verr\u00fcckter, ein unglaubw\u00fcrdiger Arzt, ein Magier, ein Hexenmeister oder sogar ein Ketzer. Es gab nicht wenige Situationen, in denen er Orte pl\u00f6tzlich und heimlich verlassen und dabei seinen materiellen Besitz zur\u00fccklassen musste, um einer Gefangenschaft oder dem Tod infolge der Verfolgung durch die \u00f6rtlichen medizinischen Beh\u00f6rden zu entgehen, die sich \u00fcblicherweise mit der Politik verb\u00fcndeten.<sup>5<\/sup><\/p>\n<p>Ohne jeden Zweifel war es der Berufsstand der \u00c4rzte, mit dem Paracelsus die meisten ernsten Konflikte hatte und den er so direkt wie m\u00f6glich konfrontieren musste. In fast allen Gro\u00dfst\u00e4dten, durch die er kam, wurde er durch diesen Berufsstand verfolgt. Es gab einige Aufzeichnungen \u00fcber solche Schikanen aus T\u00fcbingen, Freiburg, Stra\u00dfburg, Basel, Colmar, N\u00fcrnberg und Wien.<\/p>\n<p>All diese St\u00e4dte musste er letztendlich aufgrund des Drucks des medizinischen Berufsstandes verlassen. Obwohl der schlimmste Konflikt mit den \u00c4rzten in Basel bestand, waren die Konfrontationen in Baden, Stra\u00dfburg und N\u00fcrnberg auch nicht erfreulicher.<\/p>\n<p>1525 wurde er nach Baden gerufen, um den Marquis Phillip von einer Diarrh\u00f6 zu heilen. Er war von den \u00c4rzten als ein unheilbarer Fall beurteilt worden. Paracelsus heilte ihn in k\u00fcrzester Zeit unter wachsamer und strengster Beobachtung der Hof\u00e4rzte. Durch Paracelsus Blo\u00dfstellung ver\u00e4rgert und den Wunsch hegend, ihn zu diskreditieren und fortzuschicken, tricksten sie den Marquis aus, indem sie sagten, dass Paracelsus sich sch\u00e4ndlicher Weise ihre Therapien zu eigen gemacht h\u00e4tte. Der Marquis vertraute ihnen und entlie\u00df Paracelsus, ohne ihm etwas zu zahlen. Daraufhin entschloss sich Paracelsus nach T\u00fcbingen zu gehen, wo angesichts seines Erfolges der Neid der ans\u00e4ssigen \u00c4rzte in einer Verunglimpfung seiner unkonventionellen Methoden endete und ihn erneut zwang, die Stadt zu verlassen.<sup>6<\/sup><\/p>\n<p>Sp\u00e4ter, in Stra\u00dfburg zwischen Ende 1526 und 1527, sind letztlich viele der \u00c4rzte mit ihm auf Konfrontation gegangen, obwohl es im Allgemeinen eine sehr tolerante Stadt war, in der er es schaffte, Teil der Chirurgen- und der Handelszunft zu sein. Hingegen erlangte Paracelsus in anderen Regionen durch seine vielen Heilerfolge einen Bekanntheitsgrad und einige von ihnen wurden von manchen Leuten als Wunder angesehen. Elsass war eine dieser Regionen, in der er h\u00f6chst bewundernde Anerkennung und Unterst\u00fctzung erhielt, was den Widerstand der \u00c4rzte verursachte. Der Berufsstand der \u00c4rzte wollte ihm schaden und forderte ihn zu einer Debatte \u00fcber Anatomie mit dem besten Chirurgen der Stadt, Wendelin Hock, heraus. Man wei\u00df nicht, wie sich die Debatte entwickelt hat. Aber alle Quellen deuten darauf hin, dass sie den beruflichen Perspektiven von Paracelsus in Stra\u00dfburg erheblich geschadet hat und dass dieses Ereignis zusammen mit dem Druck der medizinischen Gegnerschaft ausschlaggebend war f\u00fcr seinen Entschluss, die Stadt zu verlassen.<sup>7<\/sup><\/p>\n<p>Auch in N\u00fcrnberg (1529-1530) stellten die \u00c4rzte ihn infrage &#8211; diesmal nicht mithilfe einer Debatte, sondern mit einer gr\u00f6\u00dferen Herausforderung: Mit der Absicht ihn blo\u00dfzustellen, schlugen sie vor, dass er unheilbar Kranke behandeln sollte. Sie schlugen konkret vor, f\u00fcnfzehn Leprakranke zu behandeln. Obwohl Paracelsus in der Lage war, neun von ihnen zu heilen, was ein gro\u00dfer Erfolg war, steigerte genau dieser Triumph die Feindseligkeit der \u00c4rzte ihm gegen\u00fcber.<sup>8<\/sup> Inzwischen war in N\u00fcrnberg, mehr als anderswo, seine literarische Arbeit direkt gegen die anerkannte Lehre und f\u00fchrenden Meinungen gerichtet, was die Zensoren dort herausforderte. Das machte es f\u00fcr ihn schwierig, sich in der Stadt niederzulassen und resultierte darin, dass jeglicher Zugang zu dem Berufsstand der \u00c4rzte hinf\u00e4llig war, da diese geschlossen gegen ihn waren. Genau genommen war dieses berufliche B\u00fcndnis schon offenkundig, bevor Paracelsus in die Stadt kam, da sein Ruf als heterodoxer und konfliktfreudiger Arzt ihm w\u00e4hrend seiner unfreiwilligen Reise mehrere Monate vorausgeeilt war.<sup>9<\/sup> Seine direkte Herausforderung der Zensoren der Stadt durch die Ver\u00f6ffentlichung eines verbotenen Buches zwang ihn abermals, in Eile die Stadt zu verlassen.<sup>10<\/sup><\/p>\n<p>Aber die Flucht, \u00fcber die am meisten geredet wurde, war die aus Basel (1527-1528), als Konflikte mit den ans\u00e4ssigen \u00c4rzten der Universit\u00e4t aufkamen. Im M\u00e4rz 1527 zog Paracelsus auf Bitten des bereits erw\u00e4hnten Verlegers und Humanisten Johannes Froben ca. 110 Km von Stra\u00dfburg weg nach Basel. Damals z\u00e4hlte die Schweizer Stadt 10 000 Einwohner und war ein Zentrum f\u00fcr Publikationen, pharmazeutischen Handel und ein Ort, an dem sich Humanisten und Reformer aller Religionen trafen. Angesehene und einflussreiche Reformer der Stadt wie Froben selbst und wohlbekannte Humanisten wie Erasmus, die Amerbach Br\u00fcder, Hedio, Gerbelius oder der wichtige protestantische Reformer Oecolampadius, machten Paracelsus gemeinsam zu ihrem Stadtarzt und zum Universit\u00e4tsprofessor von Basel. Unterst\u00fctzt von diesem etablierten Zirkel einflussreicher Humanisten, fand Paracelsus eine gro\u00dfartige Gelegenheit, sein medizinisches System bekannt zu machen und ein angemessenes Gehalt zu erhalten, wenn auch nur f\u00fcr wenige Monate.<sup>11<\/sup><\/p>\n<p>Seine Ablehnung, die Theorien der offiziellen orthodoxen Medizin in diesem Bildungszentrum darzulegen, f\u00fchrte allerdings dazu, dass er auf Widerwillen und zunehmenden Widerstand innerhalb der restlichen Fakult\u00e4t und des medizinischen Berufsstandes der Stadt stie\u00df. Tats\u00e4chlich zeigte sich der Widerstand in der Stellung selbst, die Paracelsus als Professor innehatte. Die Universit\u00e4t wurde von den Katholiken dominiert. Seine Wahl und Ernennung zum Professor erfolgte durch das st\u00e4dtische Gemeindegremium, das von Protestanten dominiert war, die ihn zuvor zum Gemeindearzt von Basel ernannt hatten. Und dieser Titel brachte das Recht mit sich, Universit\u00e4tsprofessor der Stadt zu sein. Daher war die Universit\u00e4t gezwungen, Paracelsus ohne \u00dcberpr\u00fcfung zu akzeptieren, und das zeigte sich von Anfang an in einem kontroversen Verhalten ihm gegen\u00fcber. Man wollte ihn weder in aller Form als Professor registrieren, noch ihm die Ehre eines Besuches erweisen, wie es die Tradition verlangte.<sup>12<\/sup><\/p>\n<p>Paracelsus lehnte es auch ab, sich dem formellen Akt der Aufnahme als ein von au\u00dfen kommender Akademiker der Universit\u00e4t von Basel zu unterwerfen &#8211; vielleicht weil er nicht das Diplom besa\u00df, das die Universit\u00e4t brauchte, um ihn anzuerkennen und ihn unterrichten zu lassen. Au\u00dferdem trotzte er den Professoren, indem er ein ikonoklastes Programm mit dem Titel \u201eBekanntmachung&#8220; ver\u00f6ffentlichte, in dem er versprach, praktische und theoretische Medizin zwei Stunden t\u00e4glich auf der Grundlage seiner Erfahrung zu lehren, anstelle Hippokrates, Avicenna und Galens Lehren zu folgen (zu dieser Zeit angesehen als theoretische Akademiker).<sup>13<\/sup> In seiner Er\u00f6ffnungsstunde sagte er: \u201eDie Schn\u00fcrsenkel meiner Schuhe haben mehr Weisheit in sich als Galen und Avicenna zusammen, und mein Bart hat mehr Erfahrung als ihre gesamte Akademie&#8220;.<sup>14<\/sup> Einige Wochen sp\u00e4ter verbrannte er die Lehrb\u00fccher dieser Autoren im traditionellen Johannisfeuer und demonstrierte damit sehr deutlich, dass sie keine G\u00fcltigkeit mehr hatten, um Medizin zu vermitteln. Die Professoren der Universit\u00e4t von Basel reagierten darauf mit dem Entzug des Rechts auf Nutzung der Lehrr\u00e4ume zum Unterrichten und mit dem Entzug des Rechts, Anw\u00e4rter auf den Doktortitel finanziell zu unterst\u00fctzen. Seine Qualifikation zum Unterrichten wurde ebenfalls infrage gestellt.<\/p>\n<p>Aber trotz allem gelang es ihm weiterhin zu unterrichten, dank der Unterst\u00fctzung, die er von den st\u00e4dtischen Gemeinder\u00e4ten erhielt.<sup>15<\/sup> Er richtete folgende Worte an sie: \u201eSie denken, dass ich weder das Recht noch die Kraft habe, ohne ihr Wissen und ihre Einwilligung Vorlesungen in der Hochschule abzuhalten, und es f\u00e4llt ihnen auf, dass ich meine Heilkunst in einer Art und Weise erkl\u00e4re, die bisher un\u00fcblich und sehr lehrreich f\u00fcr jeden ist.&#8220;<sup>16<\/sup><\/p>\n<p>Monate sp\u00e4ter musste er bei denselben Gremien darauf bestehen: \u201eMir ist zu Ohren gekommen, dass einige \u00c4rzte und andere Wissenschaftler, die hier ans\u00e4ssig sind, unangemessene \u00c4u\u00dferungen auf den Stra\u00dfen und in den Kl\u00f6stern kundtun aufgrund des Status, der mir freundlicherweise durch Euch verliehen wurde. Das hat schlechte Auswirkungen sowohl auf meine Arbeit, als auch auf meine Patienten. Die Fakult\u00e4t und der Vorstand bestehen darauf, dass meine Ernennung (die eines Ausl\u00e4nders) durch Euch unrechtm\u00e4\u00dfig und wertlos sei. Mit Gottes Hilfe habe ich Gebrechliche geheilt, die durch die Ignoranz anderer \u00c4rzte fast verkr\u00fcppelt worden waren, und ich glaube, daf\u00fcr sollte ich Anerkennung anstatt Niedertracht ernten. Eure n\u00fcchterne, ehrenhafte Weisheit hat mich zum Wissenschaftler und Professor ernannt. Ihr seid meine Vorgesetzten, meine Meister und Sch\u00fcler, die \u00c4rzte werden m\u00f6chten, die so gut sind, wie es sich f\u00fcr einen vollwertigen Professor geh\u00f6rt.&#8220;<sup>17<\/sup><\/p>\n<p>Seine Gegner jedoch h\u00f6rten nicht auf, ihn zu schikanieren. Eines Sonntag morgens wurde eine Bekanntmachung an der Kirchent\u00fcr und an anderen bekannten Orten befestigt, die eine grausame Spottschrift gegen Paracelsus und augenscheinlich von Galen selbst geschrieben worden war. Er sprach von H\u00f6lle und titelte: \u201eDer Schatten von Galen gegen Theophrastus oder besser Cacoprastus.&#8220; Das Pamphlet enthielt entw\u00fcrdigende \u00c4u\u00dferungen, wie z. B. diese: \u201eDu Aasgeier, der sich mit einer gestohlenen Feder schm\u00fcckt! Deine tr\u00fcgerische und armselige Ber\u00fchmtheit wird nicht lange andauern. Was willst du unterrichten? Dein dummer Mund ignoriert die Fremdw\u00f6rter, und deshalb bist du nicht einmal in der Lage, die Arbeit, die du gestohlen hast, darzustellen. Was willst du nun tun, Schwachkopf, da du St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck und inner- und \u00e4u\u00dferlich enttarnt wurdest, nun da dir richtigerweise empfohlen wurde, dir einen Strick zu nehmen, um dich zu erh\u00e4ngen?&#8220;<sup>18<\/sup><\/p>\n<p>Das war ein direkter Angriff auf Paracelsus als Person und auf seinen Unterricht. Er forderte von den Verantwortlichen der Universit\u00e4t, die Verfasser der Spottschrift gegen ihn zu enth\u00fcllen und schickte au\u00dferdem einen Beschwerdebrief an den Gemeindeausschuss der Stadt Basel und ermahnte die Mitglieder, die verantwortlichen Verfasser zu suchen. Als er aber bemerkte, dass ihm keiner von beiden Beachtung schenkte, entschied er im Herbst 1527 nach Z\u00fcrich zu gehen, um den Konflikt mit der Universit\u00e4t durch die n\u00e4chsth\u00f6here Beh\u00f6rde des Landes kl\u00e4ren zu lassen.19 Jedoch war er dort auch nicht erfolgreich. Als er in Z\u00fcrich war, h\u00f6rte er vom Tod seines besten Freundes, Schutzherrn sowie Patienten Froben, dem Verleger und Humanisten. Seine Feinde beschuldigten ihn, nicht in der Lage gewesen zu sein, ihn zu heilen, obwohl Froben tats\u00e4chlich aufgrund eines Unfalls verstorben war.<sup>20<\/sup> Als Paracelsus im November nach Basel zur\u00fcckkehrte, waren seine Tage in dieser Stadt, in der er nur noch wenige Freunde hatte, bereits gez\u00e4hlt. Er fand sich wieder in einer Lawine von anonymen Briefen, in denen er des Mordes an Froben bezichtigt und sein medizinisches Werk verunglimpft wurde.<\/p>\n<p>Ein Konflikt mit dem Stadtrat, den Paracelsus als ignorant und unfair bezeichnet hatte, forcierte seine unfreiwillige Flucht aus Basel. Paracelsus hatte einen kirchlichen W\u00fcrdentr\u00e4ger, den Domherrn der Stadtkirche und mit ihm einen der wohlhabendsten und reichsten M\u00e4nner der Stadt, blo\u00dfgestellt. Er hatte ihn mit ein paar Medikamenten von akuten Bauchschmerzen befreit. F\u00fcr diese Heilung wurde ihm eine enorm hohe Entlohnung von 100 Florin versprochen. Aber am Ende weigerte der Patient sich, sein Versprechen zu halten. Paracelsus, der nicht wagte, etwas von den Armen zu nehmen, war sehr unerbittlich mit den Reichen, da er bereits bei fr\u00fcheren Gelegenheiten betrogen worden war. Er wollte den Fall vor Gericht bringen, so wie er es zuk\u00fcnftig in vergleichbaren Situationen tun sollte.<sup>21<\/sup> Der Richter gew\u00e4hrte ihm nur eine sehr geringe Entsch\u00e4digung, weit entfernt von der urspr\u00fcnglichen Vereinbarung mit dem Patienten, woraufhin Paracelsus w\u00fctend wurde und den Richter \u00f6ffentlich beschimpfte. Er sagte: \u201eWie k\u00f6nnt Ihr den Wert meiner Medizin verstehen, wenn Eure Methoden die sind, \u00c4rzte zu verunglimpfen! (&#8230;) Die Kranken und die Experten des Gesetzes richten \u00fcber die medizinische Wissenschaft auf die gleiche Weise wie \u00fcber den Handel der Schuhmacher!&#8220;<sup>22<\/sup> Eine richterliche Anordnung verlangte Paracelsus\u2018 Inhaftierung, da es verboten war, Richter zu beleidigen. Deshalb musste er schnell aus Basel fl\u00fcchten, bevor er gefasst worden w\u00e4re, und vertraute seinen Besitz seinem Sch\u00fcler Oporinus an.<sup>23<\/sup> Das war im Januar oder Februar 1528.<\/p>\n<h4>&#8230; wird fortgesetzt<\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Quellennachweis<br \/>\n1. HARTMANN, F., The life of Paracelsus, London, Kegan Paul, Trench, Tr\u00fcbner &amp; Co., s.f.:165-166.<br \/>\n2. MROSEK, Sabine, &#8222;La vida de Paracelso&#8220; en Paracelsus. Health &amp; Healing, n\u00fam.2, 2003:5.<br \/>\n3. PAGEL, Walter, Paracelsus. An introduction to Philosophical Medicine in the Era of the Renaissance, Basilea (Suiza), Karger, 1982:13.<br \/>\n4. Museum of the Ancient Baths of Pf\u00e4fers, St. Gall, 1987:99.<br \/>\n5. BLAVATSKY, H.P., Isis sin velo, M\u00e1laga, Sirio, 2004.<br \/>\n6. PAGEL, Walter, Paracelsus&#8230;:17.<br \/>\n7. HARTMANN, F., The life of Paracelsus&#8230;:17; BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor. Paracelsus and the world of Renaissance magic and science, Nueva York, F.S.G., 2006:185.<br \/>\n8. PAGEL, Walter, Paracelsus&#8230;:18; BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:186.<br \/>\n9. PAGEL, Walter, Paracelsus&#8230;:23.<br \/>\n10. PAGEL, Walter, Paracelsus&#8230;:23.<br \/>\n11. BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:232.<br \/>\n12. HARTMANN, F., The life of Paracelsus&#8230;:5.<br \/>\n13. BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:194.<br \/>\n14. PAGEL, Walter, Paracelsus&#8230;:20.<br \/>\n15. RIVI\u00c8RE, Patrick, Paracelso. M\u00e9dico-alquimista, Barcelona, De Vecchi, 2000:24.<br \/>\n16. PAGEL, Walter, Paracelsus&#8230;:21.<br \/>\n17. BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:195-196.<br \/>\n18. BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:207-208.<br \/>\n19. RIVI\u00c8RE, Patrick, Paracelso&#8230;:26.<br \/>\n20. BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:208-211.<br \/>\n21. BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:212.<br \/>\n22. BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:325.<br \/>\n23. RIVI\u00c8RE, Patrick, Paracelso&#8230;:27.<br \/>\n24. PAGEL, Walter, Paracelsus&#8230;:21-22.<\/h4>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein wahrhaft gro\u00dfer Reformer des 16. Jahrhunderts in den Bereichen Medizin, Gesellschaft und Religion Reife (1524 \u2013 1541). Sein Leben und seine medizinische, religi\u00f6se und soziale Arbeit in Zentraleuropa, Teil III Die Konflikte mit seinen Medizinerkollegen. Paracelsus Anprangerung der damaligen Medizin Die revolution\u00e4ren Reformen, die Paracelsus im medizinischen Bereich voranzubringen versuchte, ver\u00e4rgerten sowohl damalige medizinische Beh\u00f6rden als auch viele \u00c4rzte, die ihn beneideten oder seinen therapeutischen F\u00e4higkeiten misstrauten. Die Anzahl derer, die ihn hassten oder schlichtweg beneideten, war viel gr\u00f6\u00dfer als die Anzahl seiner Gefolgsleute. Sie konnten Paracelsus die heftige Kritik gegen\u00fcber der Medizin und gegen\u00fcber den damaligen \u00c4rzten im Allgemeinen nicht verzeihen. Zweifellos schimpfte Paracelsus auf die akademischen \u00c4rzte wie ein echter Schweizer S\u00f6ldner. Er war geradeheraus in den Behauptungen gegen diese: \u201eIhr habt den naturgegebenen Weg g\u00e4nzlich verlassen und ein k\u00fcnstliches System erschaffen, das sich f\u00fcr nichts anderes eignet, als die \u00d6ffentlichkeit zu t\u00e4uschen und den Kranken das Geld aus der Tasche zu ziehen. 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Er war geradeheraus in den Behauptungen gegen diese: \u201eIhr habt den naturgegebenen Weg g\u00e4nzlich verlassen und ein k\u00fcnstliches System erschaffen, das sich f\u00fcr nichts anderes eignet, als die \u00d6ffentlichkeit zu t\u00e4uschen und den Kranken das Geld aus der Tasche zu ziehen. Eure Kunst besteht nicht darin, Kranke zu heilen, sondern darin, Euch die Gunst der Reichen zu erschmeicheln, die Armen zu betr\u00fcgen und Eintritt in die H\u00e4user der Adligen dieses Landes zu erlangen. 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