{"id":21629,"date":"2021-02-03T10:48:08","date_gmt":"2021-02-03T09:48:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/?p=21629"},"modified":"2022-09-12T21:19:42","modified_gmt":"2022-09-12T19:19:42","slug":"paracelsus-ix","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/paracelsusmedizin\/paracelsus-ix\/","title":{"rendered":"Paracelsus  [IX]"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>Ein wahrhaft gro\u00dfer Reformer des 16. Jahrhunderts in den Bereichen Medizin, Gesellschaft und Religion<\/strong><\/em><\/p>\n<h2><\/h2>\n<h2>Reife (1524 \u2013 1541)<br \/>\nSein Leben und seine medizinische, religi\u00f6se und soziale Arbeit in Zentraleuropa, Teil II<\/h2>\n<h3>Der Einsatz von Medikamenten, die Paracelsus selbst entwickelt hat<\/h3>\n<p>Laudanum war wahrscheinlich die von Paracelsus am meisten verabreichte Medizin. Zus\u00e4tzlich zu Opium besteht Laudanum aus Wei\u00dfwein, Safran, Nelke, Zimt und weiteren Substanzen. Paracelsus war der erste, der Laudanum herstellte. Im Allgemeinen verabreichte er es, um alle Arten von Schmerzen zu lindern, angefangen bei den Schmerzen, die Kinder haben, wenn sie zahnen, bis hin zu den typischen Schmerzen, die durch Krebs und andere t\u00f6dliche Krankheiten entstehen. Laudanum half bei L\u00e4hmungen, \u00c4ngsten, als Mittel gegen Durchfall und bei der Beseitigung jeglicher Erk\u00e4ltungskrankheiten, in allen Stadien \u2013 von einer einfachen Grippe bis hin zu Tuberkulose. Viele seiner Anh\u00e4nger dachten, Laudanum k\u00f6nnte alle Krankheiten au\u00dfer Lepra heilen.<sup>1<\/sup><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich hat Paracelsus als geschulter Alchemist mindestens seit 1524 viele weitere Mittel benutzt- darunter einige metallischen Ursprungs. Tats\u00e4chlich war er es, der diese Arzneien einf\u00fchrte. Fast alle Medikamente, die er benutzte, entwickelte er selbst: Wundsalben f\u00fcr Kriegswunden, vor allem aus der Zeit, als er in seiner Jugend als Arzt verschiedenen Armeen diente<sup>2<\/sup>, Tabletten mit verschiedenen Bestandteilen zu einer Gelegenheit bek\u00e4mpfte er eine sehr t\u00f6dliche Seuche in Vipiteno (Sterzing) mit einer Art Pillen aus Brotk\u00fcgelchen, die mit infizierten F\u00e4kalien angereichert waren. Das war eine einfache Art der Impfung, die er von den T\u00fcrken in Konstantinopel gelernt hatte.<sup>3<\/sup> Ein weiteres Mittel setzte er gegen die Reisekrankheit ein. Er nannte es das \u201eSalz f\u00fcr Reisende\u201c, das er erfand, als er den \u00c4rmelkanal \u00fcberqueren musste.<sup>4<\/sup> Sogar Mittel gegen L\u00e4use stellte er her, als er selbst von diesen Parasiten befallen war, w\u00e4hrend er die Wallachei und die Ukraine durchquerte.<sup>5<\/sup> Au\u00dferdem lernte er die Heilkraft des Wassers und der nat\u00fcrlichen Quellen zu nutzen. Das war besonders in Bad Ragaz (Schweiz) der Fall, als er ein paar Monate in der Klosterkirche in Pf\u00e4fers verbrachte. Er schrieb eine Abhandlung \u00fcber die therapeutischen B\u00e4der dieses Ortes einschlie\u00dflich genauer Anwendungsm\u00f6glichkeiten und Ern\u00e4hrungsempfehlungen. Diese Abhandlung stellt eine der ersten Niederschriften der wissenschaftlichen B\u00e4derkunde dar.<sup>6<\/sup> Dieses Thema wird sp\u00e4ter ausf\u00fchrlicher behandelt. Paracelsus glaubte nicht an die Medikamente, die in den Apotheken jener Zeit verkauft wurden. Sie waren tats\u00e4chlich nicht vertrauensw\u00fcrdig. Ein Autor wagte es sogar zu sagen, dass die Pharmazie des 15. und 16. Jahrhunderts eine widerliche K\u00fcche war, weil man f\u00fcr die Zubereitung der Mittel sogar Mumienpulver benutzte.<sup>7<\/sup> Paracelsus war nicht viel h\u00f6flicher bei seiner Beschreibung dieser Art von L\u00e4den: \u201eIch nehme \u00fcberhaupt keine Medikamente von Apothekern. Ihre L\u00e4den sind nichts weiter als stinkende Sp\u00fclk\u00fcchen, die nichts anderes als stinkende Br\u00fchen produzieren.\u201c Und er schlussfolgerte, dass die besten Medikamente nicht in der Stadt, sondern in der Natur gefunden werden k\u00f6nnen: \u201eDie gesamte Natur ist wie eine Apotheke, die nur vom Dach des Himmels bedeckt ist.\u201c<sup>8<\/sup><\/p>\n<p>Sein Vertrauen in die Natur kannte keine Grenzen, ebenso wenig seine heroischen Versuche, seine Studien mit jenen der Medizin \u00fcber die Botanik und Chemie und \u2013 wie wir sehen werden \u2013 auch die Kosmologie zu integrieren. F\u00fcr ihn war das Studium der Natur eine Freude. Sein Vater hatte ihn auf denselben Feldern und in denselben W\u00e4ldern der Region unterrichtet, wo er seine Kindheit verbracht hatte. W\u00e4hrend seines ganzen Lebens ging er auf viele Exkursionen, um medizinische Pflanzen und Mineralien in vielen Regionen zu studieren, meistens in Zentraleuropa. Auf einigen jener Ausfl\u00fcge wurde er von seinen Medizinstudenten begleitet. Auf diese Weise war er in der Lage, in seinem \u201eHerbarium\u201c die okkulten Eigenschaften von 36 Pflanzen sowie von einigen Mineralien und Edelsteinen zu beschreiben.<sup>9<\/sup> Er konnte sogar die Heilkraft nutzen, die beim Kontakt von W\u00fcrmern mit der menschlichen Haut entsteht: In einem Fall heilte er die Schwellung einer Hand, indem er sie mit lebenden W\u00fcrmern umwickelte.<sup>10<\/sup><\/p>\n<h3>Ein gro\u00dfer Alchemist und Forscher<\/h3>\n<p>Paracelsus betrieb seine medizinischen Forschungen haupts\u00e4chlich als Alchemist und weniger als Botaniker und Biologe. Er war ein gro\u00dfer Alchemist \u2013 nicht um Gold (obwohl diese M\u00f6glichkeit in Reichweite war), sondern um Medikamente herzustellen. In seiner Abhandlung mit dem Titel \u201eArchidoxis magicae\u201c schrieb er: \u201eDas Ziel der Alchemie besteht nicht darin, Gold und Silber herzustellen. Gegenstand der Alchemie ist die Herstellung von allerh\u00f6chsten Essenzen, um sie sp\u00e4ter f\u00fcr die Heilung von Krankheiten einzusetzen.\u201c<sup>11<\/sup> Er betrachtete die Alchemie als grundlegendes Mittel f\u00fcr das Erreichen seiner medizinischen Ziele. Deshalb bestand eines der Hauptziele seines Lebens darin, zu zeigen, dass \u00c4rzte heilen konnten, indem sie aus den nat\u00fcrlichen Eigenschaften der chemischen Arzneien den gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Nutzen erzielten. Auf diese Weise konnten sie dem kranken Patienten die typischen traumatischen Behandlungen jener Zeit \u2013 wie Blutungen &#8211; ersparen. Folglich wird er als Begr\u00fcnder der medizinischen Chemie oder chemischen Medizin, Latrochemie (Wissenschaft, die der Herstellung von Medikamenten gewidmet ist), und als Urheber des Konzepts der Chemotherapie, betrachtet.<sup>12<\/sup> Als Alchemist bewies Paracelsus die identische chemische Zusammensetzung des Menschen, der Erde und anderer Himmelsk\u00f6rper. Er sagte, dass im Menschen genauso viel Wasserstoff, Natrium, Kalzium, Magnesium und Eisen gefunden wurde, wie in Himmelsk\u00f6rpern. Er enth\u00fcllte uns sehr wichtige Dinge \u00fcber Wasserstoff, so dass wir seine Eigenschaften und Natur genau kennen lernen k\u00f6nnen. Er erkannte, dass Wasserstoff Alkahest enth\u00e4lt. Das ist ein universales L\u00f6sungsmittel, durch das alle Erdenk\u00f6rper auf ihr einfaches Wesen bzw. ihre urspr\u00fcngliche Materie (\u00c4ther) reduziert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Einige Autoren, wie der ber\u00fchmte Psychologe Jung, sagen sogar, dass Paracelsus auch ein Vorreiter f\u00fcr die empirische Psychologie und psychologische Therapie war, und gehen so weit, zu behaupten, dass Alchemie nicht nur die Mutter der Chemie, sondern auch die Vorstufe der gegenw\u00e4rtigen Psychologie des Unbewussten war.<sup>13<\/sup> Schon als junger Mann war er an den so genannten \u201ementalen Krankheiten\u201c interessiert. Nachdem er erkannt hatte, dass es zumindest im Westen bis zu diesem Zeitpunkt keinerlei Literatur \u00fcber diese Art von \u201eErkrankung\u201c gab, schrieb er 1520 selbst ein Buch dar\u00fcber, als er noch nicht einmal 30 Jahre alt war.<sup>14<\/sup> Der Psychologe Jung selbst best\u00e4tigte, dass die Alchemie f\u00fcr Paracelsus auch ein philosophischer Prozess einer pers\u00f6nlichen Transformation war, d.h. eine besondere Art des Yoga, weil ein Ziel des Yoga darin besteht, das gegenw\u00e4rtige Denkverm\u00f6gen zu transformieren.<sup>15<\/sup> Paracelsus sagte, dass die Alchemie nichts anderes sei als die Kunst der Verwandlung vom Unreinen ins Reine mit Hilfe des Feuers.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich war die Alchemie des Westens der Hermetik immer sehr verbunden. Die Wiedergeburt des Humanismus, beeinflusst von der damaligen Hermetik, half dabei, die Alchemie wieder zu beleben. Somit traf Paracelsus auf historische und kulturelle Zusammenh\u00e4nge, die f\u00fcr das Experimentieren mit dieser Kunst oder Wissenschaft g\u00fcnstig waren. Cosimo de Medici von Florenz bat den gro\u00dfen Philosophen Ficino, griechische Arbeiten \u00fcber die Hermetik ins Lateinische zu \u00fcbersetzen. Gebildete Menschen und K\u00fcnstler des 16. Jahrhunderts, unter ihnen Leonardo da Vinci, betrachteten die Kenntnis der Alchemie als erstrebenswert. Sogar der Papst Leo X., aus dem Hause der Medici, hatte gro\u00dfes Interesse an der Alchemie und anderen okkulten K\u00fcnsten.<sup>16<\/sup> Paracelsus\u2018 Vater selbst war neben seiner T\u00e4tigkeit als Arzt auch als Student der Chemie t\u00e4tig.<sup>17<\/sup> Zu jener Zeit \u00e4hnelte ein Chemiestudium einem Studium der Alchemie. Wie bereits erw\u00e4hnt, bereitete er unter der aufmerksamen Beobachtung seines Sohnes, w\u00e4hrend seiner T\u00e4tigkeit als Arzt, Tinkturen, Essenzen und destillierte Elixiere f\u00fcr die Heilung von Krankheiten zu.<sup>18<\/sup> W\u00e4hrend der Spazierg\u00e4nge, die Paracelsus und sein Vater durch die Felder und W\u00e4lder unternahmen, sammelte er nicht nur Wissen \u00fcber Pflanzen, sondern auch \u00fcber Mineralien. Wie ebenfalls schon erw\u00e4hnt, lehrte sein Vater ihn in erster Linie Naturgeschichte und Bergbau.<sup>19<\/sup> Dieses Wissen konnte er in der Bergbauschule der damals ber\u00fchmten H\u00e4ndler, der Fuggers in Hutenberg in der N\u00e4he von Villach, die seinen Vater und ihn oft besuchten, erweitern. Offensichtlich war auch, dass die wichtigsten Lehrer von Paracelsus Alchemisten waren. Er erlernte die medizinische Wissenschaft jedoch nicht nur von seinen Lehrern, die er von Kindheit an hatte, sondern auch von vielen anderen Menschen. Als er zum Beispiel im Jahre 1521 durch Konstantinopel kam, lernte er das Geheimnis des alchemistischen Goldes von Salomon Trismosin, einem deutschen Alchemisten, kennen. Dieser war ein Experte der Kabbala und der \u00e4gyptischen Magie. Laut Van Helmont, einem Anh\u00e4nger von Paracelsus, war er derjenige, der Paracelsus den Stein der Weisen gab. Drei Jahre zuvor, im Jahre 1518, wollte Paracelsus durch Spanien reisen, insbesondere durch die wichtigsten St\u00e4dte Andalusiens, wo die \u00dcberreste der arabischen Kultur noch sehr frisch waren \u2013 Granada, C\u00f3rdoba, Sevilla, da er anfing, sich f\u00fcr das alchemistische Wissen, welches von dieser Kultur angeh\u00e4uft worden war, zu interessieren.<sup>20<\/sup> Laut Dr. K.P. Kumar entdeckte Paracelsus durch sein alchemistisches Wissen die okkulten Eigenschaften der Materie sowie den Ursprung des Lebens, auch Agni oder das kosmische Feuer genannt.<sup>21<\/sup><\/p>\n<h3>Hingezogenheit zu B\u00e4dern und Bergwerken<\/h3>\n<p>Paracelsus bem\u00fchte sich tats\u00e4chlich fortw\u00e4hrend in ganz Europa um das Erlangen dieses alchemistischen Wissens. Bergwerke sowie B\u00e4der waren f\u00fcr ihn nat\u00fcrliche Laboratorien, die versteckte Eigenschaften und Kr\u00e4fte enth\u00fcllten.<sup>22<\/sup> Besonders nachdem er Salzburg im Jahre 1525 verlassen hatte, f\u00fchlte er sich von B\u00e4dern sehr angezogen. Zun\u00e4chst besuchte er die B\u00e4der von Baden, Freiburg und T\u00fcbingen entlang der Donau und besonders die B\u00e4der in G\u00f6ppingen, Wildbad, Liebenzell und Baden-Baden, wo die Menschen das Gesundheit gebende Elixier nahmen, das auch heilte oder die Genesungszeit verringerte.<sup>23<\/sup> Hier studierte er die Mineralw\u00e4sser der Region. Als Experte in der Alchemie kannte Paracelsus das universelle L\u00f6sungspotenzial von Wasser vollst\u00e4ndig. F\u00fcr ihn galt Wasser als Universalinstrument der Chemie und Naturphilosophie und als wichtigstes Mittel zur Heilung. Er glaubte auch, dass die Erde fruchtbare Eigenschaften hat und dass Wasser, wenn es Substanzen der Erde l\u00f6st und fermentiert, gemeinsam mit Feuer alle Dinge produziert und die Quelle f\u00fcr das Mineralien-, Pflanzen- und Tierreich darstellt.<sup>24<\/sup> Er schrieb seine Hauptstudie oder -abhandlung \u00fcber therapeutische B\u00e4der im Jahre 1535 in Pf\u00e4fers (Bad Ragaz, Schweiz) und widmete sie dem F\u00fcrstabt des K\u00f6nigreiches dieses Ortes, Johann Jakob Russinger.<sup>25<\/sup> Diese Abhandlung wurde bis zum 19. Jahrhundert von Experten genutzt. Vor Pf\u00e4fers hatte er das Wasser von St. Moritz studiert und pries die Wasserquelle dieser Stadt, die silikareiches Wasser f\u00fchrte (besonders im August) und \u201eGicht austreibt, den Magen stark macht f\u00fcr die Verdauung wie die eines Vogels, der Weinstein und Eisen verdaut.\u201c<sup>26<\/sup> In Pf\u00e4fers-Ragaz faszinierten ihn die Heilkr\u00e4fte, die im Wasser des Bades versteckt waren, das in einem unterirdischen Labor zubereitet wurde. Viele Menschen gingen zu den warmen Wassern dieses Heilzentrums. In diesem Bad verbrachte er die entspanntesten Tage seines Lebens.<sup>27<\/sup> Er verbrachte einige Monate im Kloster Pf\u00e4fers. Er studierte die Heilkraft der warmen Wasserquellen und heilte erfolgreich den Klostervorsteher, f\u00fcr den er eine medizinische Abhandlung \u00fcber Ern\u00e4hrung schrieb. In die Studien, die er in diesem Bad durchf\u00fchrte, integrierte er genaue Indikationen und Anweisungen zur Ern\u00e4hrung. Sie stellen eine der ersten Aufzeichnungen \u00fcber wissenschaftliche B\u00e4derkunde (Hydrotherapie) dar.<sup>28<\/sup><\/p>\n<p>W\u00e4hrend seines gesamten Lebens und fortw\u00e4hrender Pilgerreisen durch eine unendliche Vielzahl von L\u00e4ndern, boten sich viele Gelegenheiten, zahlreiche Bergwerke zu besuchen. Er wollte die Studien der ber\u00fchmtesten in Europa vor Ort nicht verpassen. Wir sollten uns daran erinnern, dass er schon in seiner Kindheit gemeinsam mit seinem Vater die Bergwerkschule der Fugger in der Region K\u00e4rnten besuchte. Deshalb schrieb er in seinem Buch \u201eK\u00e4rntner Chroniken\u201c aus gutem Grund: \u201eDie Berge von K\u00e4rnten sind wie eine Truhe, die, wenn man sie mit einem Schl\u00fcssel \u00f6ffnet, viele wertvolle Sch\u00e4tze enth\u00fcllen werden.\u201c<sup>29<\/sup> Au\u00dferdem besuchte er w\u00e4hrend seiner Jugend die britischen Zinnminen von Cornwall, die Bleiminen von Cumbria und die schwedischen Kupferminen von Falun. Im mittleren Alter konnte er in Zentral- und S\u00fcddeutschland viele metallverarbeitende Verfahren (Kupfer, Blei, Eisen, Silber oder Gold) besichtigen. Er lernte die Quecksilbermine von Idria in Slowenien kennen. Im \u00f6sterreichischen Tirol lernte er die Silberminen des Inntals kennen.<sup>30<\/sup> 1533 wurde genau hier in Tirol auf den Abbaufeldern von Hall und Schwaz auch sein Interesse f\u00fcr die Untersuchung der g\u00e4ngigen Krankheiten der Bergarbeiter wieder geweckt, und hier schrieb er auch seine erste anerkannte und systematisierte Abhandlung in medizinischer Literatur \u00fcber eine Krankheit, die durch Arbeit hervorgerufen wird.<sup>31<\/sup> Paracelsus hatte tats\u00e4chlich die Gelegenheit, sich in die Lage der Bergarbeiter zu versetzen und war sich ihrer Leiden als Arbeiter und Menschen bewusst. Sp\u00e4ter werden wir seinen sozialen Kampf zugunsten dieser Arbeitergemeinschaft n\u00e4her betrachten. Sein Interesse f\u00fcr Metalle und Alchemie lie\u00df ihn viele Stunden seines Lebens in H\u00f6hlen, Minen und Kellern verbringen. Er pflegte die Keller der H\u00e4user oder Schl\u00f6sser, in denen er am l\u00e4ngsten blieb, mit seinen Laboratorien und den dazugeh\u00f6rigen \u00d6fen auszustatten.<br \/>\nDaf\u00fcr nutzte er die Schl\u00f6sser von Bekannten seiner Freunde, wie des Herzogs von Bayern in Neuburg im Jahre 1525 und das Schloss Horn von Saint Gall in der Schweiz um 1529, der Besitz reicher Freunde, mit deren Unterst\u00fctzung er ein weiteres Chemielabor baute.<sup>32<\/sup> In diesen Laboratorien entwickelte er eine authentische medizinische und wissenschaftliche Forschung. Er konnte stolz darauf sein, 40 verschiedene Krankheiten erforscht zu haben.<sup>33<\/sup><\/p>\n<h4>&#8230; wird fortgesetzt<\/h4>\n<h4>Quellennachweis<br \/>\n1 BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor (Der Arzt des Teufels). Paracelsus und die Welt der Renaissance, Magie und Wissenschaft, New York, F.S.G., 2006:183.<br \/>\n2 BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:79.<br \/>\n3 BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:322.<br \/>\n4 BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:96-97.<br \/>\n5 BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:96-97.<br \/>\n6 MROSEK, Sabine, &#8222;Das Leben von Paracelsus&#8220; in Paracelsus. Health &amp; Healing, Ausgabe 3, 2004:5.<br \/>\n7 KOYRE, Alexandre, M\u00edsticos, espirituales y alquimistas del siglo XVI alem\u00e1n (Deutsche Mystiker, Spirituelle und Alchemisten im 16. Jahrhundert) Madrid, Akal, 1981:75.<br \/>\n8 BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:205-206.<br \/>\n9 HARTMANN, F., Das Leben von Paracelsus, London, Kegan Paul, Trench, Tr\u00fcbner &amp; Co., s.f.:190.<br \/>\n10 BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:251.<br \/>\n11 RIVI\u00c8RE, Patrick, Paracelso. M\u00e9dico-alquimista (Paracelsus. Arzt und Alchemist) Barcelona, De Vecchi, 2000:18.<br \/>\n12 MROSEK, Sabine, &#8222;Das Leben von Paracelsus&#8220; in Paracelsus. Health &amp; Healing, Ausgabe 2, 2003:5.<br \/>\n13 JUNG, Carl G., Parac\u00e9lsica, Barcelona, Kair\u00f3s (Paracelsus, Barcelona, Kairo) 1988:115.<br \/>\n14 BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:312-313.<br \/>\n15 JUNG, Carl G., Parac\u00e9lsica &#8230;:18, 115.<br \/>\n16 BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:145-147.<br \/>\n17 PAGEL, Walter, Paracelsus. An introduction to Philosophical Medicine in the Era of the Renaissance, Basel (Schweiz) (Eine Einf\u00fchrung in die Philosophische Medizin in der \u00c4ra der Renaissance), Karger, 1982:8.<br \/>\n18 Museum of the Ancient Baths of Pf\u00e4fers (Museum f\u00fcr B\u00e4der des Altertums in Pf\u00e4fers), St. Gall, 1987:89.<br \/>\n19 PAGEL, Walter, Paracelsus&#8230;8.<br \/>\n20 HARTMANN, F., The life of Paracelsus&#8230;:4-5; BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:74, 99.<br \/>\n21 KUMAR, K.P., Paracelsus. Der Eingeweihte. Konferenz im Dezember 1999 in Einsiedeln, Schweiz. (unver\u00f6ffentlicht)<br \/>\n22 PAGEL, Walter, Paracelsus&#8230;:18.<br \/>\n23 PAGEL, Walter, Paracelsus&#8230;:17-18; BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:185.<br \/>\n24 BLAVATSKY, H.P., Isis Entschleiert, M\u00e1laga, Sirius, 2004.<br \/>\n25 Museum of the Ancient Baths&#8230;:115.<br \/>\n26 PAGEL, Walter, Paracelsus&#8230;:26.<br \/>\n27 PAGEL, Walter, Paracelsus&#8230;:26.<br \/>\n28 Museum of the Ancient Baths&#8230;:115; MROSEK, Sabine &#8222;Das Leben von Paracelsus&#8220; in Paracelsus. Health &amp; Healing, Ausgabe 3, 2004:5.<br \/>\n29 RIVI\u00c8RE, Patrick, Paracelso&#8230;:10.<br \/>\n30 BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:93, 94, 97, 318.<br \/>\n31 PAGEL, Walter, Paracelsus&#8230;:25-26; Museum of the Ancient Baths&#8230;:113.<br \/>\n32 BALL, Philip, The Devil&#8217;s Doctor&#8230;:138, 222.<br \/>\n33 Museum of the Ancient Baths&#8230;:89.<\/h4>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein wahrhaft gro\u00dfer Reformer des 16. Jahrhunderts in den Bereichen Medizin, Gesellschaft und Religion Reife (1524 \u2013 1541) Sein Leben und seine medizinische, religi\u00f6se und soziale Arbeit in Zentraleuropa, Teil II Der Einsatz von Medikamenten, die Paracelsus selbst entwickelt hat Laudanum war wahrscheinlich die von Paracelsus am meisten verabreichte Medizin. Zus\u00e4tzlich zu Opium besteht Laudanum aus Wei\u00dfwein, Safran, Nelke, Zimt und weiteren Substanzen. Paracelsus war der erste, der Laudanum herstellte. Im Allgemeinen verabreichte er es, um alle Arten von Schmerzen zu lindern, angefangen bei den Schmerzen, die Kinder haben, wenn sie zahnen, bis hin zu den typischen Schmerzen, die durch Krebs und andere t\u00f6dliche Krankheiten entstehen. Laudanum half bei L\u00e4hmungen, \u00c4ngsten, als Mittel gegen Durchfall und bei der Beseitigung jeglicher Erk\u00e4ltungskrankheiten, in allen Stadien \u2013 von einer einfachen Grippe bis hin zu Tuberkulose. Viele seiner Anh\u00e4nger dachten, Laudanum k\u00f6nnte alle Krankheiten au\u00dfer Lepra heilen.1 Nat\u00fcrlich hat Paracelsus als geschulter Alchemist mindestens seit 1524 viele weitere Mittel benutzt- darunter einige metallischen Ursprungs. Tats\u00e4chlich war er es, der diese Arzneien einf\u00fchrte. 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