{"id":19066,"date":"2019-08-29T21:00:46","date_gmt":"2019-08-29T19:00:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/?p=19066"},"modified":"2022-09-05T19:55:21","modified_gmt":"2022-09-05T17:55:21","slug":"die-planeten-und-die-liebe-xi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/astrologie\/die-planeten-und-die-liebe-xi\/","title":{"rendered":"Die Planeten und die Liebe [XI]"},"content":{"rendered":"<h2>Sonne<\/h2>\n<p>Die Sonne steht f\u00fcr den Willen, ganz wir selbst zu sein. Unsere wahre Natur will sich zum Ausdruck bringen und strahlen. Strahlkraft ist nichts anderes, als aus sich sch\u00f6pfen und von sich zu geben, was man wirklich ist. Die Sonne gibt alles und h\u00e4lt nichts zur\u00fcck. Unverh\u00fcllte Nacktheit und pures Sein entsprechen ihrem Wesen. Ihr Licht macht alles sichtbar.<\/p>\n<p>Was immer an uns unsichtbar bleibt, was wir zur\u00fcckhalten oder beschr\u00e4nken, mindert unsere Strahlkraft. Je mehr wir geben und je weniger wir daf\u00fcr erwarten, desto st\u00e4rker ist unsere Strahlkraft entwickelt. Die zwei gro\u00dfen Lichter am Himmel unterscheiden sich grundlegend. Die Sonne gibt und der Mond nimmt. Wer nur bekommen will oder gibt, um zu bekommen, lebt den Mond. Wer nur bestimmten Menschen gibt, lebt ebenfalls den Mond. Er folgt seiner pers\u00f6nlichen Neigung. Allem, dem er abgeneigt ist, enth\u00e4lt er seine Kraft vor. Dadurch blockiert er einen wesentlichen Teil von sich selbst. Abneigung kennt nur unser kleines Ich, das auf die Eigenart anderer selbst eigenartig reagiert.<\/p>\n<p>Unsere sonnenhafte Natur ist anders gebaut. Die Sonne am Himmel scheint bedingungslos f\u00fcr alle. Nicht umsonst ist Pasiphae, \u201cdie f\u00fcr alle scheint\u201d, die Tochter des Sonnengottes Helios. Die Sonne k\u00fcmmert es nicht, wer ihre Energie empf\u00e4ngt. Sie gibt einfach. Alles, was wir brauchen, kommt von der Sonne. Dadurch ist sie der vollkommene Ausdruck der Liebe. Liebe bedeutet, anderen zu geben, was sie brauchen. Falsch verstanden hie\u00dfe dies, solange zu geben, bis wir ausgepresst sind wie eine Zitrone. Das ist keine Liebe, sondern vergeudete Liebesm\u00fch.<\/p>\n<p>Was einer braucht, ist oft nicht das, was er will. Wer zu uns kommt, weil er \u00fcberfordert ist, und will, dass wir ihm alles abnehmen, w\u00fcrde sich von uns abh\u00e4ngig machen. Was er wirklich braucht, ist ein Weg, es selbst zu schaffen. Wenn wir ihm einen solchen Weg zeigen und ihn dabei ab und an unterst\u00fctzen, gen\u00fcgt das. Tun muss er es im Gro\u00dfen und Ganzen selbst. Will er das nicht, ist auch f\u00fcr uns nichts weiter zu tun. Liebe f\u00fchrt stets in die Unabh\u00e4ngigkeit und Freiheit. Alles andere ist keine Liebe. In diesem Sinn dient auch die Liebe der Eltern vor allem dazu, dass ihre Kinder selbst\u00e4ndig werden und sp\u00e4ter Liebe weitergeben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Voraussetzung f\u00fcr die Liebe ist, sich selbst zu lieben. Wenn ich mich nicht mag oder glaube, dass ich nichts wert bin, kann ich nur hoffen, dass mich andere irgendwann wertsch\u00e4tzen. Sei es aufgrund meiner Leistungen oder weil ich zum Beispiel viel f\u00fcr sie tue. Doch so bin ich abh\u00e4ngig vom Urteil anderer. Sich selbst zu lieben bedeutet, sein Entwicklungspotenzial voll auszusch\u00f6pfen und nichts unversucht zu lassen, um die eigenen Gaben und Talente zu entwickeln und zum Vorschein zu bringen.<\/p>\n<p>Unsere unentwickelten Talente und Gaben befinden sich gut beh\u00fctet in der Unterwelt in Plutos Reich. Pluto ist der Unsichtbarmachende, Helios der Sichtbarmachende. Sonne und Pluto geh\u00f6ren zusammen wie Licht und Schatten. Der Sonnengott Helios hatte Perse, die Zerst\u00f6rerin, zur Frau. Namentlich ist sie mit der Unterweltk\u00f6nigin Persephone verbunden. Perse steht f\u00fcr den Unterweltanteil des Helios. Sie trug auch den Beinamen Neaira, die Neue. Ihre Absicht und damit auch die von Helios ist es, eines Tages das Neue, Nichtangeschaute und Unentwickelte hervorzubringen. Bei der Sonne geht es um zwei Aspekte: um die Zerst\u00f6rung des hinderlichen Alten und um das Hervorbringen des Neuen, Ureigenen. Deshalb sind Lebendigkeit und Wandel ihre Begleiter. Pluto unterst\u00fctzt diesen Wandlungsprozess und beseitigt alles, was uns im Weg steht, ganz wir selbst zu sein.<\/p>\n<p>Alle Planeten, die die Sonne umkreisen, dienen dazu, ihr Wesen sichtbar zu machen. In derselben Weise dienen unsere Umgebung und alles, was wir anziehen, dazu, unser Wesen sichtbar zu machen. Jede Herausforderung ist eine Chance, zu zeigen, was in uns steckt &#8211; St\u00e4rken, Gaben und Talente, aber auch Fehler und Schw\u00e4chen. Wer aufgrund von Kritik oder Misserfolg frustriert aufgibt und sich nicht weiterentwickeln will, verpasst eine Gelegenheit, ganz er selbst zu werden. Unsere Entwicklungsm\u00f6glichkeiten sind unbegrenzt. Wir haben jederzeit die M\u00f6glichkeit, alles Alte hinter uns zu lassen. Die Sonne schenkt uns t\u00e4glich einen Neuanfang. Gerade jetzt und immer wieder jetzt k\u00f6nnen wir versuchen, es besser zu machen und mehr so zu sein, wie wir es wollen.<\/p>\n<p>Einst teilten die G\u00f6tter die Erde unter sich auf. Helios war nicht anwesend und so fiel ihm kein Besitz zu. Als die G\u00f6tter ihr Missgeschick erkannten, wollten sie die Aufteilung r\u00fcckg\u00e4ngig machen, doch Helios lie\u00df dies nicht zu. Er sagte, er s\u00e4he vom Grund des Meeres bereits ein fruchtbares St\u00fcck emporwachsen. Nur das, was eben jetzt erscheint, sollte ihm geh\u00f6ren. Da erhob sich aus den salzigen Wassern die Insel Rhodos, die Rose des Herzens. F\u00fcr die Sonne z\u00e4hlt nur der Augenblick, was jetzt sichtbar wird und dem Herzen unseres Wesens entspringt. Unser Herz zieht zur rechten Zeit das an, was uns fehlt &#8211; das Neue und Unbekannte. L\u00e4sst du dich hier und jetzt darauf ein, um voller Vertrauen alles zu geben, was du bist und was in dir steckt?<\/p>\n<p><em>\u2026 wird\u00a0<\/em><i>fortgesetzt\u00a0<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Kontakt<\/h4>\n<h5>benjamin.schiller.mail@googlemail.com<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Foto aufgenommen von JosepMonter, von\u00a0<a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/photos\/sun-natur-astro-dawn-landschaft-4381154\/\">pixabay.com<\/a><\/h4>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sonne Die Sonne steht f\u00fcr den Willen, ganz wir selbst zu sein. Unsere wahre Natur will sich zum Ausdruck bringen und strahlen. Strahlkraft ist nichts anderes, als aus sich sch\u00f6pfen und von sich zu geben, was man wirklich ist. Die Sonne gibt alles und h\u00e4lt nichts zur\u00fcck. Unverh\u00fcllte Nacktheit und pures Sein entsprechen ihrem Wesen. Ihr Licht macht alles sichtbar. Was immer an uns unsichtbar bleibt, was wir zur\u00fcckhalten oder beschr\u00e4nken, mindert unsere Strahlkraft. 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