{"id":18545,"date":"2019-05-02T18:00:39","date_gmt":"2019-05-02T16:00:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/?p=18545"},"modified":"2022-09-05T19:57:10","modified_gmt":"2022-09-05T17:57:10","slug":"wie-uns-verborgene-programme-beeintraechtigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/traditionelle-westliche-medizin\/wie-uns-verborgene-programme-beeintraechtigen\/","title":{"rendered":"Wie uns verborgene Programme beeintr\u00e4chtigen"},"content":{"rendered":"<p>Gesundheit und Krankheit \u2013 wie wir das eine erhalten und das andere vermeiden, ist ein Thema, welches in den verschiedensten Konzepten diskutiert wird. Ursachen f\u00fcr Krankheit gibt es viele und wir kommen nicht darum, wenn wir wirklich heilen wollen, den Menschen in seiner Ganzheit zu betrachten. Entsprechend finden wir die verschiedensten Therapie-Ans\u00e4tze, welche auf K\u00f6rper, Psyche und Geist wirken. Viele der eingesetzten Heilmittel arbeiten biochemisch oder informativ und sind in der Lage, ohne unser bewusstes Zutun Funktionskreise zu regulieren. Um bestimmte Krankheiten wirklich zu heilen, braucht es aber noch eine weitere Komponente: Die Bewusstwerdung und Kl\u00e4rung von verborgenen Verletzungen, Konditionierungen, Glaubens\u00e4tze, Werte und Verhaltensweisen.<\/p>\n<p>Dies bedeutet in der Umsetzung, dass wir ein Gebiet betreten, das oft Unbehagen hervorruft, denn nicht gerne bewegen wir uns ausserhalb unserer Komfortzone. Aber wieso ist das so? Wieso warten wir oft, bis es nicht mehr anders geht, um unsere Gewohnheiten zu \u00e4ndern? Wieso braucht es meist die gef\u00fchlte, schmerzliche Aussichtslosigkeit um uns zu bewegen und uns f\u00fcr neue Ansichten und Verhaltensweise zu \u00f6ffnen?<\/p>\n<p>Es gibt ganz offensichtliche verborgene Gr\u00fcnde, die uns davon abhalten, neue Wege einzuschlagen. Um etwas Licht in die Thematik zu bringen, habe ich folgende Argumente und Betrachtungen herauskristallisiert:<\/p>\n<ol>\n<li>Pr\u00e4gungen, Konditionierungen und Kopplungen wirken wie autonome Programme im Unterbewusstsein.<\/li>\n<li>Werte, Glaubenss\u00e4tze und \u00dcberzeugungen schr\u00e4nken unsere Kreativit\u00e4t und unser Denkverm\u00f6gen ein.<\/li>\n<li>Wir haben Angst vor Schmerz. Schmerz aus alten emotionalen Verletzungen und emotionalen Traumata will nicht nochmals gef\u00fchlt werden.<\/li>\n<li>Die Verbindung zu unserer Essenz ist uns abhandengekommen, es fehlt uns das Urvertrauen.<\/li>\n<\/ol>\n<h2><\/h2>\n<h2>Wir k\u00f6nnen oder wollen die Komfortzone nicht verlassen<\/h2>\n<p>Bequemlichkeit ist h\u00e4ufig der Grund, weshalb wir uns den tieferen Problemen nicht wirklich stellen. Bequemlichkeit und Faulheit sind aber nicht einfach schlechte Charakterz\u00fcge, welche wir uns vorwerfen sollten. Vielmehr sind sie Ausdruck unserer evolutionsbiologischen Anlage, die darauf ausgerichtet ist, Energie sinnvoll und sparsam einzuteilen. Dieses Energiesparprogramm ist mit einem Antriebs- und Bremssystem versehen, das \u00fcber das autonome Nervensystem gesteuert wird und demnach nicht willentlich beeinflussbar ist. Dieses System w\u00e4gt immer ab, ob ein Aufwand lohnend ist oder nicht. So neigen wir dazu, alles, was neu und unbekannt ist, eher sein zu lassen, denn die Aneignung des Neuen oder die Auseinandersetzung damit, verbraucht, verglichen mit den bestehenden, eingespielten Prozessen, die praktisch vollautomatisch ablaufen, zu viel Energie. Zudem ist nicht absehbar, ob ein neuer Weg nicht doch auch neue Gefahren mit sich bringt und ob er wirklich ein Gewinn bringen wird.<\/p>\n<p>Haben wir beispielsweise einen Job, mit welchem wir zwar gutes Geld verdienen, der uns aber nicht wirklich erf\u00fcllt und gl\u00fccklich macht, werden wir ihn in der Regel trotzdem behalten. Denn das kostet weit weniger Energie und Mut, als sich aus der Komfortzone zu wagen. Es sei denn, dieser Zustand mache uns so ungl\u00fccklich, depressiv oder krank, dass wir uns doch in Bewegung setzen.<\/p>\n<p>Wir brauchen demzufolge ein starkes Motiv, f\u00fcr welches es sich lohnt, Energie aufzuwenden und welchem wir einen Sinn beimessen. Denn wir alle w\u00fcnschen uns ein sinnerf\u00fclltes Leben.<\/p>\n<p>Nicht selten stillen wir jedoch diesen Hunger, indem wir zum Beispiel Dinge kaufen und konsumieren \u2013 Ersatzbefriedigungen f\u00fcr unerf\u00fcllte Grundbed\u00fcrfnisse. Oder wir meinen, den Sinn gefunden zu haben in der wiederholten Best\u00e4tigung unserer Glaubenss\u00e4tze und Meinungen.<\/p>\n<p>Dieses Bestreben widerspiegelt aber leider blo\u00df das oben geschilderte Funktionieren des Energiesparprogramms unseres Gehirns.<\/p>\n<p>Das Leben hat uns geformt, alles, was im Verlauf unserer Entwicklung auf uns eingewirkt hat, hat Spuren hinterlassen und macht uns zur Person, die wir sind. Erfahrungen, Pr\u00e4gungen und Verletzungen setzen uns einen Filter, eine Art Brille auf und bestimmen, wie wir die Welt verstehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Pr\u00e4gungen, Konditionierungen und Kopplungen<\/h3>\n<p>Emotionale Pr\u00e4gungen, Konditionierungen und Kopplungen sind uns ohne Bewusstseinsarbeit nicht bewusst.<\/p>\n<p>Emotionale Pr\u00e4gungen werden in sensiblen Phasen der Entwicklung, die zwischen Schwangerschaft und Erwachsenenalter stattfinden, verankert. Vorgeburtliche Pr\u00e4gungen haben einen direkten Einfluss auf die jeweils gerade stattfindende Organentwicklung und demzufolge auf die sp\u00e4tere Funktion dieses Organs. Werden die emotionalen Pr\u00e4gungen f\u00fcr das System als belastend erlebt, kann die Organentwicklung und -funktion darunter leiden. Auch sp\u00e4tere belastende emotionale Pr\u00e4gungen k\u00f6nnen einen Organbezug haben. Diese k\u00f6nnen sich ebenfalls in Funktionsst\u00f6rungen zeigen. Emotionale Pr\u00e4gungen, ob positiv oder negativ erlebt, beeinflussen stets auch unsere mentale Verfassung und unser Verhalten.<\/p>\n<p>Die 3. \u2013 4. Schwangerschaftswoche ist beispielsweise die Zeit, in der die Lymph-Funktion besonders gepr\u00e4gt werden kann. Die Lymphe \u00fcbernimmt schon zu diesem Zeitpunkt im Rahmen des Immunsystems eine Abwehrfunktion, welche zum \u00dcberleben wichtig ist. Eine negative oder zumindest problematische Pr\u00e4gung ist beispielsweise m\u00f6glich durch einen Infekt der Mutter zu dieser Zeit oder durch eine starke Ablehnung des Kindes durch den Vater oder die Grosseltern. Beides erzeugt eine heftige Abwehr und Verteidigungshaltung der Mutter. Diesen spezifischen Stress w\u00e4hrend dieser Zeit der Schwangerschaft hat eine geschw\u00e4chte Abwehrfunktion des Ungeborenen im somatischen und auch im psychischen Bereich zur Folge. Es wird sich im Leben schlecht oder gar nicht wehren k\u00f6nnen oder aber, als Kompensation, zu einer erh\u00f6hten Abwehrbereitschaft neigen, was sich somatisch zum Beispiel in Allergien oder h\u00e4ufigen Infektionen manifestieren kann oder psychisch in der Abwehr als Grundhaltung.<\/p>\n<p>Konditionierungen sind auch eine Art Programmierung. Sie werden durch Wiederholung verankert. Das Autofahren ist zum Beispiel eine Konditionierung. Alles, was wir gen\u00fcgend lang wiederholen, k\u00f6nnen wir mit der Zeit automatisch abrufen. Dies gilt nicht nur f\u00fcr erw\u00fcnschte F\u00e4higkeiten, die wir uns aneignen, sondern auch f\u00fcr Verhaltensweisen und Strategien, die sich beispielsweise daf\u00fcr eignen, etwas zu bekommen. Eine recht weitverbreitete unbewusste Strategie ist zum Beispiel, in solchen Situationen beleidigt oder w\u00fctend zu sein. Wir k\u00f6nnen mit gro\u00dfer Sicherheit damit rechnen, dass die andern uns wahrnehmen, auf uns eingehen und unsere unausgesprochenen W\u00fcnsche erf\u00fcllen. F\u00fchrt dieses Verhalten oft zum erw\u00fcnschten Ziel, werden wir es unbewusst weiter anwenden. Damit schaffen wir Konditionierungen \u2013 bei uns selbst wie bei andern.<\/p>\n<p>Kopplungen hingegen sind Informationen, die miteinander verkn\u00fcpft sind, weil sie gleichzeitig verarbeitet wurden. Sie brauchen nicht zwingend eine emotionale Wertung zu haben. Ein Erlebnis wird beispielsweise mit einem Geruch, einem Bild, einer Stimmung, einem Ger\u00e4usch oder eben auch mit einem anderen Geschehen verkn\u00fcpft, obwohl beides nicht zwingend etwas miteinander zu tun hat. So erleben wir, dass ein bestimmter Reiz (zum Beispiel ein Duft, eine Jahreszeit usw.) automatisch eine alte Erinnerung hervorholen kann. Auch Kopplungen wirken unbewusst und erzeugen ein bestimmtes Verhalten ohne unser bewusstes Zutun. Es gibt Kopplungen, die sehr problematisch werden k\u00f6nnen. Zum Beispiel, wenn Liebe an das Gef\u00fchl der Verlustangst gekoppelt ist. Diese Menschen k\u00f6nnen keine Liebesbeziehung haben, ohne die Verlustangst zu f\u00fchlen, selbst nicht bei einem Partner oder einer Partnerin, die oder der ihnen Sicherheit gibt, da Liebe automatisch die Verlustangst aktiviert. Sie suchen in der Regel gar einen Partner oder eine Partnerin mit dem oder der sie diese Verlustangst erfahren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Werte, \u00dcberzeugungen und Glaubenss\u00e4tze sind mentale Strukturen und schr\u00e4nken unsere Kreativit\u00e4t und unsere Gedanken ein.<\/h3>\n<p>Nicht selten sind es bestimmte mentale Strukturen, welche uns blockieren. Stark verankerte Werte k\u00f6nnen verhindern, dass wir L\u00f6sungen finden. Wenn wir beispielsweise glauben, dass \u201eProbleme zu haben\u201c oder \u201ekrank zu sein\u201c etwas Schlechtes sei, so stuft das Unterbewusstsein es automatisch als eine Bedrohung ein und beginnt es zu bek\u00e4mpfen oder will davor fl\u00fcchten. Wir denken dann, \u201eich muss das Problem, die Krankheit aus der Welt schaffen, ich muss es weghaben, damit alles wieder seine Ordnung hat, damit ich so weitermachen kann wie bisher\u201c.<\/p>\n<p>Oder glaubt beispielsweise jemand, dass allein das Medikament alles in Ordnung bringt, wird er oder sie kaum die Einsicht haben, selbst noch etwas f\u00fcr die Genesung zu tun.<\/p>\n<p>Glauben wir hingegen, dass ein Problem f\u00fcr uns eine Chance sein k\u00f6nnte, Neues zu lernen und uns zu entfalten, dass Krankheit uns zum Beispiel auf etwas aufmerksam machen k\u00f6nnte, so aktivieren wir unsere Neugierde, setzen Energie frei und sind bereit, uns mit der Situation auseinanderzusetzen. Wir richten unseren Fokus dann auf L\u00f6sungen und finden Wege, wie wir das Problem wirklich l\u00f6sen k\u00f6nnen. Diese Haltung setzt aber wiederum voraus, dass wir bereit sind, die Verantwortung f\u00fcr unser Leben zu \u00fcbernehmen und unsere Opferrolle aufzugeben.<\/p>\n<p>Ich begegne manchmal Menschen, die denken, Verantwortung f\u00fcr das eigene Leben zu \u00fcbernehmen bedeute, schuldig zu sein f\u00fcr das, was einem geschieht. Andere denken wiederum, \u201ewenn ich die Verantwortung f\u00fcr mein Leben \u00fcbernehme und etwas nicht klappt, habe ich versagt!\u201c. Beide Ansichten l\u00f6sen aber das unangenehme Gef\u00fchl der Scham aus, was dazu f\u00fchrt, dass man lieber die Opferrolle w\u00e4hlt. Das ist eine Falle, in die wir gerne tappen. Verantwortung hat mit Kausalit\u00e4t, das hei\u00dft, mit Ursache und Wirkung und nichts mit Schuld zu tun. Schuld und Scham sind fr\u00fchkindliche Erfahrungen. Sie h\u00e4ngen mit Glaubenss\u00e4tzen zusammen wie: \u201eSiehst du! Selbst schuld!\u201c oder \u201eVersager!\u201c. Diese haben sich in der Kindheit im Unterbewusstsein als mentales Abbild einer Pr\u00e4gung oder Konditionierung verankert. Erst wenn solche Glaubenss\u00e4tze unwirksam gemacht werden, ist es m\u00f6glich, einen guten Selbstwert zu bekommen und Selbstverantwortung zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>Niederlagen, Probleme und Schicksalsschl\u00e4ge als Chancen zu betrachten, hei\u00dft, Verantwortung \u00fcbernehmen f\u00fcr das, was wir tun, was wir lassen, was wir denken und f\u00fchlen. J\u00fcngste wissenschaftliche Erkenntnisse besagen, dass die aktuell erlebte Wirklichkeit die Folge dessen ist, was wir in den letzten acht Monaten gef\u00fchlt, gedacht und getan haben. Das sollte uns anspornen, bewusster zu denken, zu f\u00fchlen und zu handeln.<br \/>\nDie Opferhaltung ist nur ein Beispiel, welches uns hindert, eigenverantwortlich Probleme zu l\u00f6sen.<\/p>\n<p>Wir halten eine Menge andere Glaubenss\u00e4tze, Meinungen und Werte f\u00fcr wahr und sind darin gefangen. Wir haben diese zu einem bestimmten Zeitpunkt, meist als Folge einer Konditionierung, unbewusst \u00fcbernommen und haben sie sp\u00e4ter nicht aufgedeckt und \u00fcberpr\u00fcft. Diese mentalen Strukturen wirken wie Programme, welche vollautomatisch abgespielt werden und sind in der Lage, den Weg zur L\u00f6sung solange zu versperren, bis wir sie aufdecken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Emotionale Verletzungen und emotionale Traumata<\/h3>\n<p>\u201eEin erlittenes Trauma, das nicht geheilt wurde, lebt im K\u00f6rper weiter und \u00e4u\u00dfert sich durch Schmerzen, Entz\u00fcndungen oder Krankheiten. In jedem K\u00f6rpersymptom steckt also ein St\u00fcck Lebensgeschichte.\u201c (Franz Ruppert)<\/p>\n<p>Unser limbisches System vermeidet systematisch Wege, welche uns mit dem Schmerz alter emotionaler Verletzungen in Kontakt kommen lassen. Solche Erfahrungen haben wir in der Psyche abgespalten und irgendwohin weggedr\u00e4ngt, weil die damit verbundenen Gef\u00fchle kaum aushaltbar und sehr schmerzlich sind.<\/p>\n<p>Das hei\u00dft, jeder Reiz, der einen Bezug zur damaligen Verletzung aufweist, wird automatisch verdr\u00e4ngt, bek\u00e4mpft oder vermieden.<\/p>\n<p>Prim\u00e4r haben emotionale Verletzungs- und Schmerzmuster mit unerf\u00fcllten Grundbed\u00fcrfnissen zu tun, auf deren Erf\u00fcllung wir f\u00fcr ein ungehindertes k\u00f6rperliches, seelisches und geistiges Wachstum angewiesen gewesen w\u00e4ren. Bei diesen Grundbed\u00fcrfnissen geht es nicht nur um Nahrung, Luft, W\u00e4rme und Schutz, sondern auch um die emotionalen Grundbed\u00fcrfnisse wie das Gef\u00fchl, angenommen, gesehen und geliebt zu werden oder eine Bedeutung zu haben und etwas zu k\u00f6nnen, auch um die Gewissheit, dass das Leben etwas Gutes mit uns vorhat. Werden Kinder emotional verletzt, wird diese Verletzung als existenzielle Bedrohung empfunden und im System abgespeichert. Im Moment der Verletzung kann ein Kind nicht so reagieren, wie es das sp\u00e4ter als erwachsene Person tun k\u00f6nnte. Das Schwierige ist: selbst wenn diese oder eine \u00e4hnliche Situation als Erwachsene oder Erwachsener gemeistert werden k\u00f6nnte, reagiert das vegetative Nervensystem dennoch aus der Sicht der oder des damals Verletzten und meldet Alarm.<\/p>\n<p>Wenn ich von Verletzungen spreche, dann impliziere ich nicht, dass es einen b\u00f6sen T\u00e4ter oder eine b\u00f6se T\u00e4terin gibt. Meist geschieht diese Art von Verletzungen durch Unwissen. Und niemand ist je davor gefeit, aufgrund von eigenem Unwissen andere zu verletzen.<\/p>\n<p>Werden Verletzungen sp\u00e4ter verarbeitet, entpuppen sie sich nicht selten als Geschenk. Das mag erstmal zynisch klingen, aber dennoch: Verletzungen sind Erfahrungen, die uns zu der Person machen, die wir sind \u2013 mit all den ganz besonderen, individuellen Eigenschaften. Im gegl\u00fcckten Fall machen uns Verletzungen nicht seelisch hart, sondern weich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Die Verbindung zu unserer Essenz ist uns abhanden gekommen<\/h3>\n<p>Der f\u00fcnfte Grund, weshalb wir wichtige Entwicklungsschritte nicht machen, hat mit unserer Identit\u00e4t zu tun: Wer bin ich wirklich? Wer glaube ich zu sein?<\/p>\n<p>Ist die Person, die wir zu sein glauben, unser wahres Ich? Oder gibt es noch etwas, das dahintersteht? Was ich mit dem Begriff \u201eEssenz\u201c meine, ist der Lebensfunke, den wir alle in uns tragen und der jenseits von allen Identifikationen existiert. Das Ich, womit wir uns identifizieren, ist im Grunde genommen ein bedingtes Ich, die Frucht unserer Entwicklung und Erfahrungen durch die Materie. Wir identifizieren uns mit dem Ergebnis unserer bisherigen Entwicklung. Dazu geh\u00f6ren auch die in der DNA abgespeicherten kollektiven Erfahrungen der menschlichen Entwicklung, die pers\u00f6nlichen Erfahrungen und Muster unserer Vorfahren und alles, was wir selbst bisher erlebt haben. Genau mit diesem Ich identifizieren wir uns. Was aber belebt dieses Ich? Was ist diese Kraft jenseits dieser Identifikation? Hierzu gibt es ganz viele Konzepte und Modelle. Man kann sich sehr intensiv damit auseinandersetzen und sich dar\u00fcber streiten, welche die richtigen sind. Die Frage, die sich mir stellt, befasst sich nicht mit der Ansicht, welches Konzept das richtige ist, sondern sie lautet vielmehr: Welches Konzept dient dem gl\u00fccklichen Leben, welches erlaubt eine Entwicklung und hilft uns weiter?<\/p>\n<p>Mit der Wahl unserer Annahme dar\u00fcber, was denn diese Kraft jenseits dieser Identifikation ist, bestimmen wir unsere Wirklichkeit. Gelangen wir zur Annahme, dass wir nicht ausschlie\u00dflich dieses bedingte Ich sind, sondern dass es in uns eine Kraft gibt, welche diese menschliche Struktur, dieses menschliche Ich belebt, welche jedem Lebewesen und \u00fcberhaupt aller Materie innewohnt, so haben wir sicher die besseren Karten in der Hand, als wenn wir uns ausschlie\u00dflich mit dem bedingten Ich identifizieren. Wenn wir uns f\u00fcr unsere Essenz und f\u00fcr die Intelligenz des Lebens interessieren, \u00f6ffnen sich neue Welten. Meist finden wir zum Urvertrauen zur\u00fcck, und damit er\u00f6ffnen sich L\u00f6sungsans\u00e4tze f\u00fcr Probleme.<\/p>\n<h4>Kontakt<\/h4>\n<h5>Website: www.lovinglife.ch<\/h5>\n<h4>Foto von\u00a0<a href=\"https:\/\/unsplash.com\/photos\/pQ7GIGO6esE?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText\">v2osk<\/a>\u00a0aus\u00a0<a href=\"https:\/\/unsplash.com\/search\/photos\/flower?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText\">Unsplash<\/a><\/h4>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gesundheit und Krankheit \u2013 wie wir das eine erhalten und das andere vermeiden, ist ein Thema, welches in den verschiedensten Konzepten diskutiert wird. Ursachen f\u00fcr Krankheit gibt es viele und wir kommen nicht darum, wenn wir wirklich heilen wollen, den Menschen in seiner Ganzheit zu betrachten. Entsprechend finden wir die verschiedensten Therapie-Ans\u00e4tze, welche auf K\u00f6rper, Psyche und Geist wirken. Viele der eingesetzten Heilmittel arbeiten biochemisch oder informativ und sind in der Lage, ohne unser bewusstes Zutun Funktionskreise zu regulieren. Um bestimmte Krankheiten wirklich zu heilen, braucht es aber noch eine weitere Komponente: Die Bewusstwerdung und Kl\u00e4rung von verborgenen Verletzungen, Konditionierungen, Glaubens\u00e4tze, Werte und Verhaltensweisen. Dies bedeutet in der Umsetzung, dass wir ein Gebiet betreten, das oft Unbehagen hervorruft, denn nicht gerne bewegen wir uns ausserhalb unserer Komfortzone. Aber wieso ist das so? Wieso warten wir oft, bis es nicht mehr anders geht, um unsere Gewohnheiten zu \u00e4ndern? Wieso braucht es meist die gef\u00fchlte, schmerzliche Aussichtslosigkeit um uns zu bewegen und uns f\u00fcr neue Ansichten und Verhaltensweise zu \u00f6ffnen? Es gibt ganz offensichtliche verborgene Gr\u00fcnde, die uns davon abhalten, neue Wege einzuschlagen. 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