{"id":18231,"date":"2019-03-08T17:05:33","date_gmt":"2019-03-08T16:05:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/?p=18231"},"modified":"2022-09-05T20:00:49","modified_gmt":"2022-09-05T18:00:49","slug":"der-apfel-die-kleine-gesundheitsapotheke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/traditionelle-westliche-medizin\/der-apfel-die-kleine-gesundheitsapotheke\/","title":{"rendered":"Der Apfel \u2013 die kleine Gesundheitsapotheke"},"content":{"rendered":"\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 100%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-18231 gallery-columns-1 gallery-size-full'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a rel=\"prettyPhoto[pp_gal]\" href='https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/traditionelle-westliche-medizin\/der-apfel-die-kleine-gesundheitsapotheke\/attachment\/1_kulturapfel_apfel-ast-2\/'><img decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"900\" src=\"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/1_Kulturapfel_Apfel-Ast.jpg\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-17916\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-17916'>\n\t\t\t\tKulturapfel_\u00c4pfel-Ast \n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a rel=\"prettyPhoto[pp_gal]\" href='https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/traditionelle-westliche-medizin\/der-apfel-die-kleine-gesundheitsapotheke\/attachment\/2_holzapfel_fruechte-2\/'><img decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"801\" src=\"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/2_Holzapfel_Fr\u00fcchte.jpg\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-17919\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-17919'>\n\t\t\t\tHolzapfel_Fr\u00fcchte \n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a rel=\"prettyPhoto[pp_gal]\" href='https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/traditionelle-westliche-medizin\/der-apfel-die-kleine-gesundheitsapotheke\/attachment\/3_kulturapfelbaum-in-bluete-2\/'><img decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"800\" src=\"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/3_Kulturapfelbaum-in-Bl\u00fcte.jpg\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-17922\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-17922'>\n\t\t\t\tKulturapfelbaum in Bl\u00fcte  \n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a rel=\"prettyPhoto[pp_gal]\" href='https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/traditionelle-westliche-medizin\/der-apfel-die-kleine-gesundheitsapotheke\/attachment\/4_holzapfel_bluete-2\/'><img decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"787\" src=\"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/4_Holzapfel_Bl\u00fcte.jpg\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-17925\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-17925'>\n\t\t\t\tHolzapfel_Bl\u00fcte  \n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n\n<p><strong>Lateinisch<br \/>\n<\/strong>Malus sylvestris var. domestica<br \/>\nMalus sylvestris ist der Name des Holz-Apfels = Europ\u00e4ischer Wild-Apfel,<br \/>\nKrabapfel (engl. Crab=Holzapfel)<br \/>\nMalus domestica = Kulturapfel<\/p>\n<p><strong>Alter<br \/>\n<\/strong>bis 100 Jahre &#8211; ein Menschenleben, deshalb wird er gern zur Geburt eines<br \/>\nKindes gepflanzt, damit es mit diesem gro\u00df und alt werden kann<\/p>\n<p><strong>Familie<br \/>\n<\/strong>Rosaceae \/ Rosengew\u00e4chs<\/p>\n<p><strong>Vorkommen<\/strong><br \/>\nHolzapfel in Mischw\u00e4ldern, Waldr\u00e4ndern, Hecken, Geb\u00fcschen<br \/>\nKultur-Apfel in G\u00e4rten, Wiesen, Obstg\u00e4rten<\/p>\n<p>\u201eMalus\u201c wird von griech. \u201emelon\u201c = Apfel, apfelartige Frucht, abgeleitet. Die Bezeichnung Apfel (althochdeutsch \u201eapful\u201c, mittelhochdeutsch \u201eApfel\u201c) wird als indogermanischen Ursprung angenommen. <strong>Der Holz-Apfel war der \u201eBaum des Jahres 2013\u201c.<\/strong> Arch\u00e4ologische Funde best\u00e4tigen, dass der Holz-Apfel (Malus Sylvestris) bereits vor ca. 6000 Jahren, zu Zeiten der neolithischen Pfahlbauten, genutzt wurde. Meistens w\u00e4chst er als 3 bis 5 Meter hoher Busch und hat eine dichte, reich verzweigte Krone. Die \u00c4ste haben dornige Kurztriebe.<\/p>\n<p>Noch bevor die Bl\u00e4tter sprie\u00dfen, entfaltet der Holzapfelbaum im April-Mai rosa-wei\u00dfe Bl\u00fcten auf kahlen Bl\u00fctenstielen.<\/p>\n<p><strong>Der Holz-Apfel gilt als Stammvater der vielen Sorten des Kultur-Apfels.<\/strong> Die Fr\u00fcchte sind holzig-hart, herb-sauer und haben einen Durchmesser von 2 \u2013 4 cm.<\/p>\n<p><strong>Die Kultur-Apfelb\u00e4ume haben hingegen keine Dornen und die \u00c4pfel sind viel gr\u00f6\u00dfer und s\u00fc\u00dfer als die Wildformen.<\/strong> Interessant ist, dass verwilderte, nicht gepflegte Apfelb\u00e4ume oder Nachkommen von kultivierten Apfelb\u00e4umen, die sich wild verbreiten, oft dem Holzapfel wieder \u00e4hnlich werden und Dornen haben.<\/p>\n<h2><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Geschichte Holz-Apfel \u2013 Kultur-Apfel<\/h2>\n<h3>Wie kam es in Europa zum Kulturapfelbaum?<\/h3>\n<p>Wolf-Dieter Storl<sup>1<\/sup>: \u201eF\u00fcr die <strong>Kelten<\/strong> war der Apfel, auch wenn es sich um den herben Holzapfel handelte \u2013 die kultivierten Gartensorten kannten sie noch nicht \u2013 das wichtigste Obst. Sie kochten die \u00c4pfel zu Mus, pressten sie zu erfrischendem Most, stellten aus ihnen Essig her und trockneten die zu Scheiben geschnipselten \u00c4pfel (Apfelschnitze) am Herd, wo sie durch das Trocknen s\u00fc\u00dfer und haltbarer wurden. Der Apfel, als Frucht des Herbstes, die sich in den nordischen L\u00e4ndern am besten \u00fcber den Winter einlagern l\u00e4sst, war wohl ihr einziges Obst in der d\u00fcsteren Jahreszeit.<br \/>\nAls Symbol steht der Apfel in der keltischen Mythologie f\u00fcr Vollendung und Weisheit, ewige Jugend und Gl\u00fcckseligkeit. Immer wieder erscheinen die magischen goldenen \u00c4pfel in der keltischen Sage.\u201c<br \/>\nAls die <strong>R\u00f6mer<\/strong> kamen, begannen sie ihre Kultur\u00e4pfelb\u00e4ume in den germanischen Provinzen zu kultivieren. Trotz den Vorz\u00fcgen des Tafelapfels behielten die Kelten und Germanen den eigenen Namen des Obstes bei = germ. apful, kelt. aval.<\/p>\n<p><strong>Woher hatten die R\u00f6mer den Kultur-Apfel?\u00a0<\/strong>Wolf-Dieter Storl<sup>2<\/sup>:\u201eDie alten Perser machten es sich zur Aufgabe, m\u00f6glichst viele Wildpflanzen in Kulturpflanzen umzuwandeln. Ihnen verdankt die Menschheit den Kulturapfel. Durch die Perser lernten ihn die R\u00f6mer kennen, die ihn wiederum zu den V\u00f6lkern Nordeuropas brachten.\u201c<\/p>\n<p>In <strong>den europ\u00e4ischen und asiatischen Kulturen<\/strong> galt der Kulturapfel auch als Symbol des Lebens, der Liebe und der Fruchtbarkeit. Aufgrund seiner runden Form wurde er als Symbol f\u00fcr die Vollkommenheit der Erde und des Kosmos gesehen. In zahlreichen Br\u00e4uchen (z. B. als Nikolaus-Gabe und Weihnachts-Schmuck), M\u00e4rchen, Mythen und Sagen spielt der Apfel, auch als goldener Apfel, als Apfel des Lebens usw., eine wichtige Rolle.<\/p>\n<p><strong>Auch die mittelalterliche Medizin<\/strong> schrieb dem Apfel heilende Wirkung zu. So sprach Hildegard von Bingen von der zusammenziehenden Eigenschaft der Bl\u00e4tter, Bl\u00fcten und Triebe. Sie empfahl die reifen rohen \u00c4pfel als gute Speise f\u00fcr Gesunde und die gekochten oder gebratenen \u00c4pfel als geeignete Di\u00e4tnahrung f\u00fcr Kranke.<\/p>\n<p><strong>Der Apfel war einst eine sehr wichtige Nahrungsquelle f\u00fcr das Volk<\/strong>, bedeutete Wohlstand und stand auch f\u00fcr Tradition und Herrschaft. Der sog. Reichsapfel wurde w\u00e4hrend der Kr\u00f6nungszeremonie in die linke Hand der Herrscher gelegt. Seine Form sollte die Herrschaft des Geistes auf der Erde durch den gottgewollten, legitimen Herrscher symbolisieren. Kaiser Karl der Gro\u00dfe war der Initiator einer systematischen Zucht von Kultursorten, was bis heute anh\u00e4lt. Im \u201eCapitulare de villis\u201c sind verschiedene Sorten von \u00c4pfeln zur Pflanzung genannt. Weltweit geht man heute von ca. 30\u2018000 Kulturapfel-Sorten (Malus domestica) aus.<\/p>\n<p><strong>Heute noch beliebte alte Apfelsorten sind<\/strong> Gravensteiner, Berner Rosenapfel, Glockenapfel, Ontario, Bohnapfel, Schweizer Orangenapfel, Berlepsch, Goldparm\u00e4ne, Boskoop, Cox Orange Renette, Sauergrauech, Klara\u00e4pfel und viele mehr. Der Apfel ist in der Schweiz wie auch in Deutschland die beliebteste Frucht.<\/p>\n<h3><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Kann man Holz\u00e4pfel essen?<\/h3>\n<p>Nach Susanne Fischer-Rizzi<sup>3<\/sup> sind Holz\u00e4pfel essbar, schmecken aber erst nach dem Kochen wirklich gut. Sie ergeben jedoch ein sehr aromatisches Gelee. Sie beschreibt, dass sie bei allen Zubereitungen aus \u00c4pfeln einige der kleinen Holz\u00e4pfel beigibt, da sie den Geschmack verst\u00e4rken.<\/p>\n<p>Karin Greiner<sup>4<\/sup>: \u201e\u00c4pfel gelten als medizinisches Obst schlechthin, dank des Reichtums an Mineralstoffen. Vor allem Holz- und Wild\u00e4pfel gelten als wahre Naturapotheke, deren viele Gerbstoffe leisten in der Volksheilkunde seit alters her gute Dienste.<\/p>\n<p>Im Erzgebirge, einem Hotspot f\u00fcr Holz\u00e4pfel, st\u00e4rkt man seine Abwehrkr\u00e4fte mit den \u00c4pfelchen und sch\u00e4tzt sie als Ersatz f\u00fcr eine Grippeschutzimpfung. Hoch im Ansehen steht dar\u00fcber hinaus der naturtr\u00fcbe Apfelessig, gewonnen aus Apfelwein.<\/p>\n<p>Fr\u00fcher war es eine hohe Kunst, durch die richtige Mischung von verschiedenen Apfelsorten einen zugleich schmackhaften, aber auch gut lagerf\u00e4higen Apfelsaft zu erzeugen. Durch lange Erfahrung wusste man genau, dass ein geringer Teil von Holz\u00e4pfeln, ob echte oder dem Holzapfel nur \u00e4hnliche, den Produkten viel mehr Charakter und Stabilit\u00e4t verleihen. Neben Wildbirnen, Speierling, Elsbeeren kamen Wild\u00e4pfel stets als Beifr\u00fcchte zum Mosten, Brennen und anderen Zubereitungen hinzu.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Apfelbaum-Signatur<\/h3>\n<p>Fr\u00fcher pr\u00e4gten 5 \u2013 10 m hohe Hochstamm-Apfelb\u00e4ume mit hochgewachsener, dicht verzweigter Baumkrone die Landschaft. Die rundliche Gestalt der Apfelbaumkrone erkennen wir im kugelrunden Apfel wieder. Das k\u00f6nnen wir genau so auch beim Birnbaum beobachten. Die l\u00e4ngliche Form der Krone spiegelt sich dort in den tropfenf\u00f6rmigen Birnenfr\u00fcchten wieder. Die formende Kraft des Baumes zeichnet die Form seiner Fr\u00fcchte.<\/p>\n<p>Heute wird der Apfelbaum oft nur noch in spezialisierten Betrieben und privaten G\u00e4rten angebaut. Damit der Aufwand bei der Ernte und der Pflege m\u00f6glichst gering ist, wird meistens der kleinere Spalier-, S\u00e4ulen- und Spindelbaum, der sog. Halbstamm, kultiviert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Bl\u00fcte-, Sammel- und Erntezeiten<\/strong><\/p>\n<p><strong>Bl\u00fcten:<\/strong>\u00a0Mai-Juni<\/p>\n<p><strong>Fr\u00fcchte:<\/strong> je nach Sorte ab Juli\/August bis Anfang November<\/p>\n<p>Die Apfelbl\u00fcten ziehen im Fr\u00fchling jede Menge Blumenfeen an und vermitteln denen, die sich in der N\u00e4he aufhalten, ein Gl\u00fccksgef\u00fchl. Der Geist dieses Baumes kennt den Schl\u00fcssel zu ewiger Jugend und Sch\u00f6nheit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00c4pfel lagern<\/strong><\/p>\n<p>\u00c4pfel scheiden das hormonartige Gas Ethylen aus, welches die Reife f\u00f6rdert. Deshalb sollten sie immer getrennt von Kartoffeln und anderen Obstsorten gelagert werden.<\/p>\n<p><strong>Sommer\u00e4pfel<\/strong> (Ernte Juli-August) wie z. B. Klara\u00e4pfel, Sauergrauech, eignen sich nicht zum Lagern, sondern zum sofortigen Verzehr.<\/p>\n<p><strong>Herbst\u00e4pfel<\/strong> (Ernte September-Oktober), z. B. Gravensteiner, Berner Rosen, k\u00f6nnen bis ca. 2 Wochen aufbewahrt werden.<\/p>\n<p>Die <strong>Winter\u00e4pfel<\/strong> (Ernte Oktober-November) wie Bohn\u00e4pfel, Glocken\u00e4pfel, Boskoop, sind zum Lagern geeignet. Diese sind erst nach einigen Wochen Lagerung, meist ab Dezember genussreif und k\u00f6nnen k\u00fchl, bei relativ hoher Luftfeuchtigkeit w\u00e4hrend mehreren Monaten gelagert werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Heilende Wirkstoffe des Apfels<\/h3>\n<p>\u00c4pfel haben wenig Kalorien, sind aber reich an N\u00e4hrstoffen. Sie enthalten bis zu 30 % Pektin, Vitamine A, B, C, E, Mineralstoffe, Spurenelemente wie Eisen, Phosphor, Calcium, Ballaststoffe, Gerbstoffe, Flavonoide, Fruchtzucker, Fruchts\u00e4uren. Aufgrund seines Gehalts an Fruchts\u00e4uren gilt der Apfel auch als \u201eZahnb\u00fcrste der Natur\u201c.<\/p>\n<p><strong>Warum Bio-\u00c4pfel und alte Apfelsorten empfehlenswert sind<\/strong><\/p>\n<p>Bis zur Erntereife werden die Apfelb\u00e4ume heute mehrmals mit chemischen Mitteln gespritzt. Um den Konsumentenanspr\u00fcchen zu gen\u00fcgen, werden die \u00c4pfel m\u00f6glichst gro\u00df gez\u00fcchtet. Das ver\u00e4ndert auch die Qualit\u00e4t, denn diese \u00c4pfel enthalten mehr Wasser, weniger Inhaltsstoffe und haben weniger Geschmack.<\/p>\n<p>Weil wir modernen Menschen lieber s\u00fc\u00df m\u00f6gen, werden aus den alten Sorten die s\u00e4uerlichen Polyphenole herausgez\u00fcchtet. Jedoch sind es gerade diese sekund\u00e4ren Pflanzenstoffe, welche den Apfel f\u00fcr unsere Verdauung vertr\u00e4glicher machen, denn sie inaktivieren das Apfelallergen und verhindern, dass allergieausl\u00f6sende Eiwei\u00dfstoffe vom K\u00f6rper aufgenommen werden. Aus diesem Grund ist die Neigung zu Allergien bei Neuz\u00fcchtungen h\u00f6her als bei alten Sorten.<\/p>\n<p><strong>Tipp<\/strong> von Ursel B\u00fchring<sup>5<\/sup>: <strong>Wenn Sie keine rohen \u00c4pfel vertragen<\/strong>, probieren Sie sie (kurz) gekocht. Dabei werden die allergieausl\u00f6senden Eiwei\u00dfbausteine ver\u00e4ndert. Zwar wird auch Vitamin C etwas abgebaut, aber \u00c4pfel besitzen viele andere gesunde, hitzestabile Inhaltsstoffe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Frische \u00c4pfel mit der Schale genie\u00dfen<\/strong><\/p>\n<p>Experten empfehlen: <strong>Bio \u2013 Ungespritzt \u2013 Ungewachst \u2013 Vollreif &#8211; Zimmertemperatur<\/strong><\/p>\n<p>Pfarrer K\u00fcnzli<sup>6<\/sup>: \u201eDer Apfel enth\u00e4lt mehr Phosphors\u00e4ure in leicht verdaulicher Verbindung, als irgendeine andere pflanzliche Speise. Sein Genuss wirkt vorteilhaft auf das Gehirn, regt die Leber an, desinfiziert die Mundh\u00f6hle, bindet die \u00fcbersch\u00fcssigen S\u00e4uren des Magens, f\u00f6rdert die T\u00e4tigkeit der Nieren und Ged\u00e4rme, sch\u00fctzt vor Verdauungsbeschwerden, Halskrankheiten und Fettleibigkeit.\u201c<\/p>\n<p>Das bezieht sich auf ungespritzte und ungewachste Bio-\u00c4pfel. In der Schale befinden sich die meisten Vitamine. Zudem ist <strong>der Vitamin C-Gehalt direkt unter der Schale sechs Mal h\u00f6her als im Fruchtfleisch.<\/strong><\/p>\n<p>Wichtig ist auch, die \u00c4pfel immer vollreif zu genie\u00dfen, da unreife Fr\u00fcchte schwerverdauliche St\u00e4rke enthalten, die erst in Zucker umgewandelt werden muss. Zudem sollten abends keine rohen \u00c4pfel mehr gegessen werden, weil sie \u00fcber Nacht im Darm zu g\u00e4ren beginnen.<\/p>\n<p>Hinweis von Pfarrer K\u00fcnzli<sup>7<\/sup>: \u201eEs gibt Menschen, welche keine frischen \u00c4pfel essen d\u00fcrfen, weil sie einen schwachen Magen haben. Man sollte nie ganz kalte \u00c4pfel genie\u00dfen, die gerade aus dem K\u00fchlschrank kommen, denn sie k\u00f6nnen zu Magenbeschwerden f\u00fchren.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>\u00c4pfel sind gesund!<\/h3>\n<p>Ein englisches Sprichwort sagt:<strong>\u201e An apple a day keeps the doctor away.\u201c \u201eEin Apfel am Tag und der Doktor bleibt wo er mag!\u201c<\/strong> Ein kleiner Apfel pro Tag gen\u00fcgt allerdings nicht, es sollten schon mindestens drei sein, um einen Effekt zu erlangen.<\/p>\n<p><strong>Ganz nach Hippokrates: \u201eDeine Nahrungsmittel sollen deine Heilmittel sein\u201c:<\/strong><\/p>\n<p>Wer bei\u00dft nicht gern in einen knackig frischen Apfel, am besten direkt ab Baum?<\/p>\n<ul>\n<li>Aufgrund seiner N\u00e4hrstoffe gibt der Apfel Energie.<\/li>\n<li>Mit seinem Wasser- und S\u00e4uregehalt ist er ein wunderbarer Durstl\u00f6scher.<\/li>\n<li>Er ist die ideale Zwischenmahlzeit f\u00fcr Jung und Alt, Gro\u00df und Klein, w\u00e4hrend Pausen in der Schule, zuhause, im B\u00fcro, auf Konferenzen, \u00fcberall wo man gerade ist, wandernd unterwegs in der Natur, auf Reisen.<\/li>\n<li>Aufgrund seiner schnell verwertbaren Kohlenhydrate ist er auch ein Energiespender nach dem Sport.<\/li>\n<li>Zudem reinigt Apfelessen die Z\u00e4hne und h\u00e4lt das Zahnfleisch gesund.<\/li>\n<li>Der Genuss eines Apfels wirkt gegen Hei\u00dfhunger. Eine Hei\u00dfhungerattacke wird verhindert, indem der Pektingehalt den Insulinspiegel nicht zu schnell und intensiv ansteigen l\u00e4sst.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Volksheilkundliche Anwendungen<\/h3>\n<p>\u00c4pfel sind ein wunderbares Heilmittel f\u00fcr unser Verdauungssystem. Bei ganz unterschiedlichen Leiden wirken \u00c4pfel gleicherma\u00dfen gut. Einerseits stopfen sie den Durchfall, andererseits k\u00f6nnen sie Verstopfung l\u00f6sen. Es kommt auf die Zubereitung und Einnahme an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Apfel mit Schale bei Verstopfung<\/h3>\n<p>Der reife Apfel, roh und mitsamt Schale gut gekaut, hilft bei Verstopfung. Die inhaltlichen Ballaststoffe Pektin und Cellulose verursachen einen Dehnungsreiz im Darm und regen die Darmperistaltik an, was die Verdauung in Schwung bringt. Au\u00dferdem verst\u00e4rkt Pektin durch seine hohe Quellf\u00e4higkeit das S\u00e4ttigungsgef\u00fchl. Deshalb ist es auch eine ideale Mahlzeit f\u00fcr jene, die ihr Gewicht reduzieren wollen.<\/p>\n<p>Dazu isst man jeweils vor dem Fr\u00fchst\u00fcck, bei Bedarf auch vor dem Mittag- und Abendessen einen Apfel.<\/p>\n<p>Pfarrer K\u00fcnzle empfiehlt<sup>8<\/sup>: \u201eS\u00fc\u00dfmost = Apfelsaft ist Leuten anzuraten, die nicht t\u00e4glich guten Stuhlgang haben, da er ein unsch\u00e4dliches Treibmittel ist.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Apfel ohne Schale bei Durchfall<\/h3>\n<p>Bei Durchfall helfen die gesch\u00e4lten, sehr fein geriebenen \u00c4pfel als alleinige Nahrung. Die Apfelpektine wirken schleimhautsch\u00fctzend und entz\u00fcndungshemmend, indem sie \u00fcbersch\u00fcssiges Wasser und Schadstoffe im Darm binden. Durch die Pektine entsteht eine gelartige L\u00f6sung mit gro\u00dfer Oberfl\u00e4che. Diese kleidet die Darmwand aus und bildet eine Schutzschicht, welche die Darmwandzellen sch\u00fctzt. Sie hilft auch, die entz\u00fcndete Darmschleimhaut zu heilen, indem sie Bakteriengifte bindet, die so \u00fcber den Stuhl ausgeschieden werden.<\/p>\n<p>Ursel B\u00fchring empfiehlt<sup>9<\/sup>:<\/p>\n<p><strong>\u201eBei akutem Durchfall\u201c<\/strong> einen Apfel sch\u00e4len und ganz fein auf der Glasreibe reiben, etwas Zimtpulver (das entkrampft) dar\u00fcber streuen. Dazu Kr\u00e4utertee trinken, um den Fl\u00fcssigkeitsverlust auszugleichen.<\/p>\n<p><strong>Zur Darmentgiftung, bei nicht-akutem Durchfall oder bei empfindlichem Darm:<br \/>\n<\/strong>1 \u2013 3 Tage lang als einzige Kost \u00bd &#8211; 1 kg \u00c4pfel, mitsamt Schale feinst gerieben, essen. Wer Apfelp\u00fcree nicht vertr\u00e4gt, kann es leicht erw\u00e4rmen, das macht es verdaulicher \u2013 so zubereitet k\u00f6nnten es auch Apfelallergiker einmal probieren.<\/p>\n<p><strong>Bei nicht-akutem Durchfall<\/strong> normalisiert sich der Stuhl meist schon am zweiten Tag.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Apfelschalentee<\/h3>\n<p>Der Tee aus getrockneten Apfelschalen ist ein Durstl\u00f6scher und Vitaminspender und kann nach Geschmack mit Zitrone abgeschmeckt und mit Zucker ges\u00fc\u00dft werden.<\/p>\n<p>Apfelschalentee stimuliert Blase und Nieren, entspannt das Nervensystem und wirkt fiebersenkend, denn durch seine basischen Bestandteile beg\u00fcnstigt er die Ausscheidung von Harns\u00e4ure und Harnmenge. Deshalb wird er auch zum Abbau von Wasser- und Harns\u00e4uredepots bei Gicht, Rheuma und Entz\u00fcndungen in den Harnwegen empfohlen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Apfelschalen trocknen<\/h3>\n<p>Die Bio-\u00c4pfel sch\u00e4len und die Schalen entweder an der Luft trocknen lassen oder bei 50\u00b0 im Backofen trocknen lassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Apfelschalentee<\/h3>\n<p>50 g Apfelschalen in<br \/>\n1 lt. Wasser aufkochen, anschlie\u00dfend 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen, Abseihen und den Tee \u00fcber den Tag verteilt trinken.<br \/>\nBei Erk\u00e4ltungskrankheiten kann er zusammen mit 1 TL getrocknetem Thymian oder zerbr\u00f6selter Zimtrinde aufgebr\u00fcht werden.<\/p>\n<p><strong>Apfelschalentee nach Pfarrer K\u00fcnzle<sup>10<\/sup>:<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDie Apfelschalen enthalten das Heilkr\u00e4ftigste vom Apfel, das phosphorsaure Eisen, welches die Nerven st\u00e4rkt und das Blut reinigt:<\/p>\n<ul>\n<li>Eine Handvoll getrocknete Apfelschalen<\/li>\n<li>10 g Zitronenmelissenbl\u00e4tter<\/li>\n<li>mit \u00bd Liter kochendem Wasser \u00fcbergie\u00dfen, zugedeckt w\u00e4hrend 7 &#8211; 10 Min. ziehen lassen.<\/li>\n<li>Zitronensaft, Zimtstengel beif\u00fcgen und nach Belieben s\u00fc\u00dfen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dieser Tee ist sehr durststillend, erfrischend und haupts\u00e4chlich bei Fieber empfehlenswert. Er wirkt g\u00fcnstig zur St\u00e4rkung der Nerven, des Ged\u00e4chtnisses, bei Verstopfung, Stein- und Gichtleiden, Herzklopfen, Magenleiden, Neurasthenie, Herzschw\u00e4che, Nieren- und Blasenkrankheiten und Fettleibigkeit. Apfelschalentee reinigt das Blut, bildet neues Blut und st\u00e4rkt den ganzen Organismus.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Tee aus ganzen \u00c4pfeln<\/h3>\n<p><strong>ist Nerven st\u00e4rkend, unterst\u00fctzt geistig Arbeitende<\/strong><\/p>\n<p>Pfarrer K\u00fcnzle<sup>11<\/sup>: <strong>\u201eNoch kr\u00e4ftiger als Tee aus Apfelschalen, ist der Tee aus ganzen \u00c4pfeln.\u201c\u00a0<\/strong>Man schneidet einen ungesch\u00e4lten Apfel in kleine St\u00fccke oder Scheiben, \u00fcbergie\u00dft ihn mit 1 Liter kochendem Wasser und l\u00e4sst dies etwa 2 Stunden an einem warmen Ort ziehen. F\u00fcr geistig arbeitende Personen und nerv\u00f6s Angestrengte ist dieser Tee Goldes wert.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Apfelsaft<\/h3>\n<p>Der aus den \u00c4pfeln gepresste Saft = Apfelmost, kann auf verschiedene Arten getrunken werden, als<\/p>\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\"><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Apfelsaft pur oder verd\u00fcnnt mit Wasser<\/li>\n<li>Zugabe im Tee, z. B. um Kindertee zu s\u00fc\u00dfen (je zur H\u00e4lfte Tee und Apfelsaft<\/li>\n<li>Warmer Halswickel mit reinem Apfelsaft siehe Heiserkeit<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h3>Apfeldicksaft<\/h3>\n<p>Das ist eingedickter Apfelsaft aus s\u00fc\u00dfen \u00c4pfeln, z.B. Jonathan. Der Apfeldicksaft wird zum S\u00fc\u00dfen verwendet, sehr gern auch in der veganen Rohkostk\u00fcche. Er wird auch gern als Ersatz von wei\u00dfem Zucker genommen, wie Birnendicksaft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Apfelwickel bei rheumatischen Beschwerden<\/h3>\n<p>Bei rheumatischen Beschwerden kann ein Apfelwickel helfen. So geht\u2019s:<\/p>\n<ul>\n<li>Den geriebenen Apfel in ein Tuch (z. B. Gazewindel) wickeln.<\/li>\n<li>Kalt auflegen bei akuter Entz\u00fcndung<\/li>\n<li>Bei chronischen Beschwerden leicht erw\u00e4rmen \u00fcber dem Wasserdampf oder in einer Pfanne Wasser aufkochen, Deckel umgekehrt drauflegen, Wickel zum Anw\u00e4rmen drauflegen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>\u00c4pfel bei Heiserkeit, Halsschmerzen<\/h3>\n<p>Folgende Hausmittel k\u00f6nnen helfen:<\/p>\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ul>\n<li><strong>Gebratener Apfel mit Honig<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Zutaten:<\/strong> 1 Apfel, Butter und Honig (Butter fettet den Hals und Rachen, Honig wirkt wundheilend)<br \/>\nSo geht\u2019s: Das Apfelkerngeh\u00e4use ausstechen, mit Butter auff\u00fcllen und im Backofen oder in der zugedeckten Bratpfanne weich braten lassen. Etwas abk\u00fchlen lassen und nach Belieben Honig beif\u00fcgen, warm essen.<br \/>\n<strong>Variante:<\/strong> Gebratene Apfelscheiben mit Honig betr\u00e4ufeln, warm essen.<\/p>\n<ul>\n<li>Erw\u00e4rmter Apfelsaft schluckweise trinken<\/li>\n<li>Gurgeln mit verd\u00fcnntem Apfelessig (3 TL in 1 Glas warmes Wasser)<\/li>\n<li>Warmer Halswickel nach Pfarrer K\u00fcnzle<sup>12<\/sup>: Die Naturheilkunde verwendet hei\u00dfen Most = Apfelsaft \u00e4u\u00dferlich zu Umschl\u00e4gen bei Halsleiden, Schluckweh, Mandelanschwellung und Geschw\u00fcren.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\"><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Apfelessig<\/h3>\n<p>wird aus reifen \u00c4pfeln hergestellt und ist \u00fcberall erh\u00e4ltlich. Wer selber experimentieren und Apfelessig selber herstellen m\u00f6chte, findet ein Rezept z. B. bei <a href=\"https:\/\/www.smarticular.net\/apfelessig-und-anderen-fruchtessig-ganz-einfach-selbst-herstellen\/\">https:\/\/www.smarticular.net\/apfelessig-und-anderen-fruchtessig-ganz-einfach-selbst-herstellen<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Apfelessig-Kur<\/h3>\n<p>Im Apfelessig sind die meisten Wirkstoffe des Apfels enthalten. Daher versorgt er den K\u00f6rper mit allen wichtigen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen, die auch das Immunsystem st\u00e4rken und die Darmfunktionen regulieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der<strong> naturtr\u00fcbe Apfelessig<\/strong> eignet sich am besten f\u00fcr die Apfelessig-Kur, da er immer noch sehr viel Pektin enth\u00e4lt, das die Versorgung mit K\u00f6rperfl\u00fcssigkeit unterst\u00fctzt. Regelm\u00e4\u00dfig getrunken verhindert der Essig die Ausbreitung von F\u00e4ulnisbakterien im Darm und unterst\u00fctzt den K\u00f6rper bei der Bildung von Verdauungsenzymen.<\/p>\n<p><strong>Die Apfelessig-Kur gilt als Jungbrunnen, denn sie regt die Ausscheidungsorgane Nieren, Darm, Lunge und Haut zu ihrer Entgiftungsarbeit an und eignet sich bei Verstopfung, Haut- oder rheumatischen Erkrankungen.<\/strong><\/p>\n<p><strong>So geht\u2019s:<\/strong><\/p>\n<p>1 Glas Wasser aufkochen, auf Trinktemperatur abk\u00fchlen lassen.<br \/>\n2 TL naturtr\u00fcben Apfelessig in das Glas geben und vermischen.<\/p>\n<p><strong>Dauer:<\/strong> W\u00e4hrend 3 &#8211; 4 Wochen 3 x t\u00e4glich vor dem Essen langsam und schluckweise trinken.<br \/>\nDiese Kur kann mehrmals pro Jahr wiederholt werden.<\/p>\n<p><strong>Wichtig zu beachten<br \/>\n<\/strong>Bei empfindlichem Magen sollte kein Apfelessig, auch kein verd\u00fcnnter Apfelessig auf n\u00fcchternen Magen getrunken werden, da Apfelessig den empfindlichen Magen reizen kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Fastenbrechen mit einem Apfel<\/h3>\n<p>Der Apfel ist die erste Nahrung, um das Fasten zu brechen. Er wird langsam und gr\u00fcndlich gekaut. Er eignet sich besonders gut dazu, weil er leicht verdaulich ist und die Verdauungss\u00e4fte anregt, ohne den K\u00f6rper zu \u00fcberfordern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Apfel-Entlastungstag<\/h3>\n<p>\u00c4pfel haben nur wenig Kalorien und versorgen den Organismus reichhaltig mit N\u00e4hrstoffen. Ein Entlastungstag pro Woche eignet sich zur Anregung des Stoffwechsels, bei rheumatischen Beschwerden, zur Entgiftung oder zur Gewichtsreduktion:<br \/>\n1,5 \u2013 2 kg \u00c4pfel auf 5 Portionen verteilen, \u00fcber den Tag verteilt essen.<br \/>\nKeine weitere Nahrung zu sich nehmen, jedoch gen\u00fcgend trinken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Drei-Tage-Apfel-Gesundheitskur<\/h3>\n<p>Diese klassische Methode st\u00e4rkt Herz und Nerven und h\u00e4lt den Darm gesund:<\/p>\n<p>Einmal pro Monat w\u00e4hrend drei Tagen ausschlie\u00dflich geriebene und\/oder gut gekaute \u00c4pfel essen, und zwar so viel wie es das Bed\u00fcrfnis ist.<\/p>\n<h3><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Apfel-Naturkosmetik<\/h3>\n<p>Apfelbl\u00fctenwasser galt schon im Altertum als Sch\u00f6nheitsmittel. Geriebene \u00c4pfel als Gesichtsmaske reinigen die Haut. Die urspr\u00fcngliche Pomade (ital. Pomo = Apfel) wurde seit der Zeit der K\u00f6nigin Elisabeth I. aus Apfelmark, Schmalz und Rosenwasser hergestellt.<\/p>\n<p><strong>Apfel-Kosmetik<\/strong> nach Ursel B\u00fchring<sup>13<\/sup><\/p>\n<p>macht die Haut zart und rein, schenkt ihr Feuchtigkeit, strafft und tonisiert sie und stabilisiert die kleinen Blutgef\u00e4\u00dfe bei Couperose:<\/p>\n<p><strong>Zutaten:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>\u00bd bis 1 ganzen Apfel<\/li>\n<li>1 \u2013 2 TL fl\u00fcssiger Honig, Sahne, Ei oder Zitronensaft<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Apfel-Gesichtswasser<\/h3>\n<p>Den Apfel reiben, den Saft durch ein Sieb pressen und als Tonic verwenden.<br \/>\nErfrischt und aktiviert m\u00fcde Haut.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Apfel-Maske<\/h3>\n<p>Den nach dem Auspressen \u00fcbrig behaltenen \u201eApfelbrei\u201c je nach Hautbeschaffenheit mit Zitrone (bei fettiger Haut) bzw. Sahne, Honig oder Ei (bei trockener Haut) vermengen, aufs Gesicht auftragen. Nach 20 Minuten mit dem Apfel-Gesichtswasser abtragen.<\/p>\n<p><em>Wichtig: Die aufgef\u00fchrten Anwendungsm\u00f6glichkeiten ersetzen keine fachkundliche Beratung beim Arzt und Therapeuten.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Quellen<\/h4>\n<h5>1) Storl, Wolf-Dieter: Pflanzen der Kelten. 2003. AT. S. 265<br \/>\n2)Storl, Wolf-Dieter; Scheffer, Mechthild: Die Seelenpflanzen des Edward Bach. 2007. Irisana. S. 165<br \/>\n3) Fischer-Rizzi, Susanne: Bl\u00e4tter von B\u00e4umen. 2001. Irisana. S. 17<br \/>\n4) Greiner, Karin: B\u00e4ume in K\u00fcche und Heilkunde. AT. 2017. S. \u00a0\u00a041<br \/>\n5) B\u00fchring, Ursel; B\u00e4chle-Helde, Bernadette: Heilkraft von Obst und Gem\u00fcse. 2007. Ulmer. S. 46<br \/>\n6) K\u00fcnzle, Joh., Priest: Das gro\u00dfe Kr\u00e4uterheilbuch. 1945 Otto Walter, p. 348<br \/>\n7) K\u00fcnzle, Joh., Priest: Das gro\u00dfe Kr\u00e4uterheilbuch. 1945 Otto Walter, p. 348<br \/>\n8) K\u00fcnzle, Joh., Priest: Das gro\u00dfe Kr\u00e4uterheilbuch. 1945 Otto Walter, p. 349<br \/>\n9) B\u00fchring, Ursel; B\u00e4chle-Helde, Bernadette: Heilkraft von Obst und Gem\u00fcse. 2007. Ulmer. S. 48<br \/>\n10) K\u00fcnzle, Joh., Priest: Das gro\u00dfe Kr\u00e4uterheilbuch. 1945 Otto Walter, p. 349<br \/>\n11) K\u00fcnzle, Joh., Priest: Das gro\u00dfe Kr\u00e4uterheilbuch. 1945 Otto Walter, p. 349<br \/>\n12) K\u00fcnzle, Joh., Priest: Das gro\u00dfe Kr\u00e4uterheilbuch.\u00a0 1945 Otto Walter, p. 349<br \/>\n13) B\u00fchring, Ursel; B\u00e4chle-Helde, Bernadette: Heilkraft von Obst und Gem\u00fcse. 2007. Ulmer. S. 49<\/h5>\n<h4><\/h4>\n<h4>Kontakt<\/h4>\n<h5>eroethlisberger.lu@bluewin.ch<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Fotos \u00a9 Erika R\u00f6thlisberger<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lateinisch Malus sylvestris var. domestica Malus sylvestris ist der Name des Holz-Apfels = Europ\u00e4ischer Wild-Apfel, Krabapfel (engl. Crab=Holzapfel) Malus domestica = Kulturapfel Alter bis 100 Jahre &#8211; ein Menschenleben, deshalb wird er gern zur Geburt eines Kindes gepflanzt, damit es mit diesem gro\u00df und alt werden kann Familie Rosaceae \/ Rosengew\u00e4chs Vorkommen Holzapfel in Mischw\u00e4ldern, Waldr\u00e4ndern, Hecken, Geb\u00fcschen Kultur-Apfel in G\u00e4rten, Wiesen, Obstg\u00e4rten \u201eMalus\u201c wird von griech. \u201emelon\u201c = Apfel, apfelartige Frucht, abgeleitet. Die Bezeichnung Apfel (althochdeutsch \u201eapful\u201c, mittelhochdeutsch \u201eApfel\u201c) wird als indogermanischen Ursprung angenommen. Der Holz-Apfel war der \u201eBaum des Jahres 2013\u201c. Arch\u00e4ologische Funde best\u00e4tigen, dass der Holz-Apfel (Malus Sylvestris) bereits vor ca. 6000 Jahren, zu Zeiten der neolithischen Pfahlbauten, genutzt wurde. Meistens w\u00e4chst er als 3 bis 5 Meter hoher Busch und hat eine dichte, reich verzweigte Krone. Die \u00c4ste haben dornige Kurztriebe. Noch bevor die Bl\u00e4tter sprie\u00dfen, entfaltet der Holzapfelbaum im April-Mai rosa-wei\u00dfe Bl\u00fcten auf kahlen Bl\u00fctenstielen. Der Holz-Apfel gilt als Stammvater der vielen Sorten des Kultur-Apfels. Die Fr\u00fcchte sind holzig-hart, herb-sauer und haben einen Durchmesser von 2 \u2013 4 cm. Die Kultur-Apfelb\u00e4ume haben hingegen keine Dornen und die \u00c4pfel sind viel gr\u00f6\u00dfer und s\u00fc\u00dfer als die Wildformen. 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