{"id":17982,"date":"2019-03-03T15:58:55","date_gmt":"2019-03-03T14:58:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/allgemein\/the-teachings-of-sanat-kumara-v\/"},"modified":"2022-09-13T21:35:07","modified_gmt":"2022-09-13T19:35:07","slug":"the-teachings-of-sanat-kumara-v","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/philosophie\/the-teachings-of-sanat-kumara-v\/","title":{"rendered":"Die Lehren von Sanat Kumara [V]"},"content":{"rendered":"<h3>Gebot 5:<\/h3>\n<h2>Arbeite als Seele, nicht als Pers\u00f6nlichkeit<\/h2>\n<p>Dies ist die beste aller \u00dcbungen im t\u00e4gli\u00adchen Le\u00adben \u2013 und zugleich ist es eine herausfordernde Anweisung. Sie ist die beste aller Heraus\u00adforderungen, denen wir begegnen k\u00f6nnen: uns darin zu \u00fcben, als Seele zu leben und durch die Pers\u00f6nlichkeit zu arbeiten, uns zu erinnern, dass wir die Seele sind, w\u00e4hrend wir durch die Per\u00ads\u00f6n\u00adlichkeit mit der Welt in Verbindung stehen. Diese \u00dcbung ist der Schritt schlechthin. Jeder von uns ist eine Seele. Wir sind nicht unsere Pers\u00f6nlichkeit, wir sind nicht unser Den\u00adken, wir sind nicht unser K\u00f6rper. Der K\u00f6r\u00adper, das Denken und die Pers\u00f6nlichkeit bilden unser &#8218;Fahrzeug&#8216;, mit dem wir eine Beziehung zur Welt der Objektivit\u00e4t herstellen und in ihr aktiv werden. Die Seele ist der Meister. Die Per\u00ads\u00f6n\u00adlich\u00adkeit mit ihrem Denken und ihrem K\u00f6rper ist die Vermittlerin. Aus sich selbst heraus und ohne Pers\u00f6nlichkeit, Denken und K\u00f6rper kann die Seele nichts in der Welt der Objektivit\u00e4t tun. Die Pers\u00f6nlichkeit ist die Ausstattung des Men\u00adschen, aber nicht der eigentliche Mensch. Diese Unter\u00adscheidung zwischen uns selbst und unserer Pers\u00f6nlichkeit m\u00fcssen wir fest in uns aufbauen. Tun wir das nicht, taucht die Seele in der Pers\u00f6nlichkeit unter. Es ist so, als w\u00fcrden wir in der Welt versinken. Wir versinken, wenn wir uns in der Pers\u00f6nlichkeit aufhalten. Stattdessen sollten wir eine Person bleiben und durch die Pers\u00f6nlichkeit arbeiten.<\/p>\n<p>&#8218;Person&#8216; hei\u00dft im Sanskrit <i>Purusha<\/i>. Das Wort <i>Purusha<\/i> vermittelt den Inhalt besser, denn es be\u00addeutet &#8218;der Eine, der in die Pers\u00f6nlichkeit einge\u00adtre\u00adten ist&#8216;. Die Seele entwickelt eine Pers\u00f6n\u00adlich\u00adkeit und tritt in sie ein, um das Leben in der Ob\u00adjek\u00adti\u00advi\u00adt\u00e4t zu f\u00fchren. Genauso wie wir ein Haus bauen und dann einziehen, um dort unsere Aktivit\u00e4t zu entfalten. Die Person zieht ein, und die Pers\u00f6nlichkeit ist ihre Wohnung. Die Person sollte in der Lage sein, in die Pers\u00f6nlichkeit einzutreten und wieder hinauszugehen, genauso wie wir in ein Haus eintreten und wieder hinaus\u00adgehen k\u00f6nnen. Leider identifiziert sich die Per\u00adson mit ihrer Pers\u00f6nlichkeit und verliert ihre urspr\u00fcngliche Identit\u00e4t als Person. Die Seele ist die Person, die die Pers\u00f6nlichkeit aufbaut und dann in sie eintritt. Weil sie sich danach mit der Pers\u00f6nlichkeit identifiziert, vergisst sie ihre Identit\u00e4t als Seele, ihren urspr\u00fcnglichen Status. Dann wird die umgewandelte Daseinsform als der urspr\u00fcngliche Zustand verstanden.<\/p>\n<p>Daher haben wir Empfindungen wie &#8218;ich bin ein Mann&#8216;, &#8218;ich bin eine Frau&#8216;, &#8218;ich bin Inder&#8216;, &#8218;ich bin Schweizer&#8216;, &#8218;ich bin Deutscher&#8216;, &#8218;ich bin Spanier&#8216; usw. Ich Bin ist weder indisch, noch schweizerisch, noch deutsch, noch spanisch. Ich Bin kann auch nicht amerikanisch sein, ganz egal wie gro\u00dfartig sich die Amerikaner vorkommen. Die Amerikaner halten sich f\u00fcr gro\u00dfartig und benutzen oft das Wort &#8218;gro\u00dfartig&#8216;. Aber das Ich-Bin-Be\u00adwusst\u00adsein ist gr\u00f6\u00dfer als gro\u00dfartig.<\/p>\n<p>Es gibt noch weitere Identifikationen, z. B. &#8218;ich bin ein Gesch\u00e4ftsmann&#8216;, &#8218;ich bin ein Leh\u00adrer&#8216;, &#8218;ich bin ein Herrscher&#8216;, &#8218;ich bin jung&#8216;, &#8218;ich bin alt&#8216;, &#8218;ich war ein Kind&#8216; usw. Dann gibt es noch eine andere Gruppe, in der die Leute denken &#8218;ich bin ein J\u00fcnger&#8216;, &#8218;ich bin ein Meis\u00adter&#8216;, &#8218;ich bin ein Freimaurer&#8216;. Alle diese Iden\u00adti\u00adt\u00e4\u00adten sind falsch. Sie beziehen sich auf die Per\u00ads\u00f6n\u00adlich\u00adkeiten und nicht auf die Seele. Die Seele bleibt Ich Bin. Bestenfalls kann sie Das Bin Ich oder Ich Bin Das Ich Bin sein. Alles \u00dcbrige ist ein Aufbau. Wir k\u00f6nnen nicht unser Aufbau sein, und wir k\u00f6nnen uns auch nicht mit dem Auf\u00adbau identifizieren. Das Geb\u00e4ude braucht einen Bauherrn, und der Bauherr ist die Seele. F\u00fcr uns ist es viel wichtiger, uns ins Ged\u00e4chtnis zu rufen, dass wir eine Seele sind, als uns an den \u00dcberbau zu erinnern. Ohne die Seele kann es keine Pers\u00f6nlichkeit, kein Denken und keinen K\u00f6rper geben. Aber die Seele kann ohne Per\u00ads\u00f6n\u00adlich\u00adkeit, Denken und K\u00f6rper sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Sein und Werden<\/h3>\n<p>Die Seele ist der Mensch, die Seins-Einheit. F\u00fcr ihre Arbeit baut sie ihre Ausr\u00fcstung aus Per\u00ads\u00f6n\u00adlich\u00adkeit, Denken und K\u00f6rper auf. Ohne das Sein gibt es keine Aktivit\u00e4t, aber das Sein kann ohne die Aktivit\u00e4t sein. Das Sein ist das We\u00ad\u00adsent\u00adliche, die Aktivit\u00e4t ist nebens\u00e4chlich. In Zei\u00adten der Unwissenheit werden nebens\u00e4chli\u00adche Dinge wesentlich, und die wesentlichen Dinge werden v\u00f6llig vergessen. Wenn heutzutage von der Seele gesprochen wird, argumentie\u00adren die Pers\u00f6n\u00adlichkeiten heftig und mit aller Sch\u00e4rfe, dass es so etwas wie die Seele nicht gibt. Derartige Be\u00adhaup\u00adtun\u00adgen sind ganz nat\u00fcrlich, wenn man sich stark mit der Pers\u00f6nlichkeit identifiziert. Ein K\u00f6nig f\u00fchlt, dass er der K\u00f6nig ist. Er vergisst, dass er nicht von Geburt an K\u00f6nig war, sondern K\u00f6nig geworden ist. Vorher war er ein Prinz. Nach einiger Zeit wird er &#8218;der ehemalige K\u00f6nig&#8216; sein, das hei\u00dft, er wird durch einen anderen K\u00f6nig ersetzt, vielleicht durch seinen Sohn. Also war er ein Kind und ein Prinz, jetzt ist er ein K\u00f6nig, und zu gegebener Zeit wird er ein ehemaliger K\u00f6nig sein. All diese Stadien sind ein Werden, verschiedene Prozesse des Werdens zu verschiedenen Zeiten. Und wer wei\u00df, was er sein wird, wenn er gestorben ist! Er wird einfach eine Seins-Einheit sein, bis er wieder etwas anderes wird.<\/p>\n<p>Sein ist ewig, Werden ist vor\u00fcbergehend. Sein ist der nat\u00fcrliche Zustand, Werden ist eine Um\u00adwand\u00adlung, die einem bestimmten Zweck dienen soll. Wir k\u00f6nnen nicht unsere Um\u00adwand\u00adlung sein. Zu jeder Zeit sollten wir urspr\u00fcnglich bleiben und mit dem ver\u00e4nderten Zustand umgehen. Sein ist unver\u00e4nderlich. Pers\u00f6nlich\u00adkeiten sind ver\u00e4nderlich. Wir k\u00f6nnen die Unver\u00ad\u00e4n\u00adder\u00adlich\u00adkeit nicht erkennen, wenn wir im Ver\u00e4nderlichen versunken sind. Wie schon zuvor dargelegt, spielen wir den Tag \u00fcber so viele Rollen. F\u00fcr jede Rolle werden wir eine andere Pers\u00f6nlichkeit. Wir werden ein Ehepartner, Vater oder Mutter, Bruder oder Schwester, Freund, Arbeiter, Reisender, Sprecher, Essender usw. Aber in all diesen Rollen bleibt das Sein konstant. Das Sein ist ein fortdauerndes Prinzip. Alles Werden hat einen Anfang und ein Ende. Wenn wir in jenen Dingen leben, die anfangen und zu Ende gehen, dann leben wir in den Zyklen von Geburt und Tod. Geburt ist ein Anfang, Tod ist ein Ende. Aber das Sein ist vor der Geburt, nach dem Tod und w\u00e4hrend der gesamten Inkarnation. Das Sein besteht zu jeder Zeit. Es existierte vor der Inkarnation, w\u00e4hrend der In\u00adkar\u00adnation und auch nach dem Tod. Es existiert zu jeder Zeit, unabh\u00e4ngig von Geburt und Tod. Doch eine Pers\u00f6nlichkeit wird geboren und stirbt nach jeder Geburt. Eine Seele hat verschiedene Pers\u00f6nlichkeiten in verschiedenen Inkarnationen. Sie kann eine m\u00e4nn\u00adliche oder weibliche, eine asiatische, euro\u00adp\u00e4\u00adische, amerikanische, australische oder afrikanische Pers\u00f6nlichkeit haben. Diese di\u00adver\u00adsen Pers\u00f6nlichkeiten sind verschiedenartige Ge\u00adw\u00e4n\u00adder, genauso wie Hosen, Hemden, <i>S\u00e2ris<\/i> oder <i>Panjabis<\/i>. Sich mit der Umh\u00fcllung zu identifizieren, ist Unwissenheit, und sich mit dem Be\u00adwoh\u00adner zu identifizieren, ist Wissen. Aus diesem Grund erinnert <i>Sanat Kum\u00e2ra<\/i> daran, dass jeder von uns eine Seele ist und dass wir deshalb als Seele, als Sein, als Person, als <i>Purusha<\/i> t\u00e4tig sein sollen. Dadurch wird es uns m\u00f6glich sein, die Bru\u00adder\u00adschaft der Seelen zu erkennen.<\/p>\n<p>Eine Seele zu sein, bedeutet, als Sein, als pul\u00adsierendes Wesen, als pulsierendes Wesen mit Be\u00adwusstsein zu leben. Sein, Bewusstsein und Pul\u00adsierung sind die drei grundlegenden Merk\u00admale der Seele. Bewusstsein hat seinen Glanz, pulsierendes Leben hat seine goldene Aura, und das Sein durchstr\u00f6mt das strahlende Licht und die goldene Aura. So ist die Seele, die wir sind. Die Pers\u00f6nlichkeit ist die Umh\u00fcllung, die wir aufbauen, genauso wie eine Schnecke ihr Haus oder eine Spinne ihr Netz baut. Wir k\u00f6nnen nicht auf das Schneckenhaus zeigen und behaupten, es sei die Schnecke. Die Schnecke unterscheidet sich von ihrem Haus. Sie lebt mit dem Schneckenhaus und nicht aufgrund des Hauses. Auch die Seele baut ihre Pers\u00f6nlichkeit auf. Sie ist nicht die Pers\u00f6nlichkeit, aber sie ist bei der Pers\u00f6nlichkeit. Die Pers\u00f6nlichkeit existiert aufgrund der Seele und kommt aus ihr hervor. Soweit wir zu dieser Erkenntnis gelangt sind, bleiben wir mit dem Kopf \u00fcber Wasser \u2013 \u00fcber den Wassern des Lebens. Andernfalls ist es so, als w\u00e4re der Kopf im Wasser untergegangen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Deshalb: Sei eine Seele. Arbeite durch deine Pers\u00f6nlichkeit. Und nachdem die Arbeit getan ist, lebe wieder als Seele. Bleibe nicht als Per\u00ads\u00f6n\u00adlichkeit zur\u00fcck. Die Pers\u00f6nlichkeit ist ein Haus. Ein Meister der Weisheit legt seinen Kopf nicht in die Pers\u00f6nlichkeit, sondern er h\u00e4lt ihn \u00fcber der Pers\u00f6nlichkeit oder fern von ihr. Jesus Christus dr\u00fcckte dies mit den geheimnisvollen Worten aus: \u201eDer Menschensohn hat kein Haus, um seinen Kopf hinzulegen.\u201d Das be\u00addeu\u00adtet, ein Meister der Weisheit l\u00e4sst seinen Kopf nicht in die Pers\u00f6nlichkeit sinken und verh\u00e4lt sich nicht als Pers\u00f6nlichkeit. Er verh\u00e4lt sich als Meister, als Seele, die der Meister der Pers\u00f6n\u00adlich\u00adkeit ist.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Baue das Seelenbewusstsein auf<\/h3>\n<p>Aber woher kommt die Seele? Sie entsteht aus den drei Qualit\u00e4ten der Natur. Jenseits dieser drei\u00adfachen Natur befindet sich die Uni\u00adversal\u00adseele. Sie ist m\u00e4nnlich-weiblich, Existenz-Be\u00ad\u00adwusst\u00adsein. Pulsierung ist ihre Natur. Reine Exis\u00ad\u00adtenz steht \u00fcber dem Bewusstsein und der Pul\u00adsie\u00ad\u00ad\u00adrung. Diese Exis\u00adtenz wird Das genannt, und die Seele wird Ich Bin genannt. Das Bin Ich ist daher die Wahr\u00adheit. Im Sanskrit hei\u00dft Das Bin Ich <i>Soham<\/i>. Durch Erinnerung sollten wir in uns aufbauen, dass wir die Seele sind und nicht ihre Wi\u00adder\u00adspie\u00ad\u00adge\u00adlung, ihr Ableger.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Dem Sch\u00fcler wird empfohlen, t\u00e4glich \u00fcber sich selbst als Ich Bin, als die Seele zu kontem\u00adplie\u00ad\u00adren und mit diesem Bewusstsein in das t\u00e4g\u00adli\u00adche Leben einzutreten. Wenn er dann im t\u00e4g\u00adli\u00adchen Leben den Formen begegnet, ist er an\u00adge\u00adwie\u00adsen, in jenen Formen nicht die Seele aus dem Blick zu verlieren. Wir m\u00fcssen auch die Seele beobachten, nicht nur die Form und das Ver\u00adhal\u00adten der Form. Falls wir nicht wirklich am Ok\u00adkul\u00adtis\u00admus interessiert sind, k\u00f6nnen wir die Seele nicht beobachten und diese Innenschau nicht entwickeln. Innenschau ist ein Wort, das von Aspiranten oft gebraucht wird. Auch Okkul\u00adtis\u00admus ist ein Wort, das die Aspiranten normalerweise benutzen. Okkultismus ist die F\u00e4higkeit, eine Innenschau zu entwickeln. Innen\u00adschau bedeutet, das Innere einer Form zu sehen, egal ob sie belebt oder unbelebt ist. In allen unbelebten Formen treffen die Aspiranten auf die Schwelle der Form. In den belebten Formen treffen sie auf eine doppelte Schwelle, n\u00e4mlich auf die Form und ihr Verhalten. Wer sich vom Verstand leiten l\u00e4sst, sieht die Form und beobachtet das Ver\u00adhalten. Dadurch beurteilt er den anderen Men\u00adschen. Wer eine Innenschau hat, blickt \u00fcber die Form und ihr Verhalten hinaus und sieht die verborgene Seele. Wenn wir die Seele in den umgebenden Formen sehen, sind wir in der Lage, als Seele zu wirken. Ein Okkultist stellt den Kontakt von Seele zu Seele her. Er verbindet sich mit der Seele und kommuniziert mit der Per\u00ads\u00f6n\u00adlich\u00adkeit. Dann kann man wirklich davon sprechen, dass Licht und Liebe \u00fcbermittelt werden. Alles, was weniger ist als dies, leidet unter dem Schleier des Verhaltens und der Form und wird deshalb als Illusion betrachtet.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Wer die Seele sieht, \u00fcber sie kontempliert und sie w\u00e4hrend des t\u00e4glichen Lebens in allem beobachtet, was ihn umgibt, wird langsam \u00fcber\u00adall die Seele und ihr Licht sehen. Er sieht \u00fcber die Form und ihr Verhalten hinaus. So betritt er das Reich des Lichts, das Seelenreich. \u201eDer Zugang zum Reich des Lichts wird von niemandem verwehrt. Die Menschen verwehren ihn sich selbst\u201d, sagt <i>Sanat Kum\u00e2ra<\/i>. Die Mensch\u00adheit ist haupts\u00e4chlich mit Formen und dem Verhalten, das durch sie zum Ausdruck kommt, besch\u00e4ftigt. St\u00e4ndig beurteilen wir, ob etwas gut oder schlecht, richtig oder falsch ist. Durch solches Aufteilen bleiben wir geteilt, und damit entscheiden wir uns, in der Dualit\u00e4t zu leben. Aber wenn wir weitergehen und hinter den Schleier des Verhaltens gelangen, finden wir Eingeweihte, die nicht urteilen. \u201eRichtet nicht\u201d, ist eine Anweisung, die jeder Eingeweihte ausspricht. Auch Jesus, der als Seele und nicht als Pers\u00f6nlichkeit lebte und wirkte, tat dies.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Als Seele wirken<\/h3>\n<p>Eingeweihte leben als Seele, sie kommunizieren als Seele, und sie geben die Ber\u00fchrung der Seele. Sie verschleudern keine Weisheitskonzepte. Nur Intellektuelle verschleudern Weisheitskonzepte, aber nicht die Eingeweihten. Sie geben die Be\u00adr\u00fch\u00adrung der Seele. Ihre Pers\u00f6nlichkeit benutzen sie als Hilfsmittel, um sich umherzubewegen und die Seelenber\u00fchrung zu geben. Sie haben eine Pers\u00f6nlichkeit, die von der Seele durchdrungen ist und deshalb erstrahlt. Diese strahlen\u00adden Per\u00ads\u00f6n\u00adlich\u00adkeiten werden in der okkulten Termi\u00adno\u00adlo\u00ad\u00adgie als &#8218;wei\u00dfe Gew\u00e4nder&#8216; beschrieben. Eine Per\u00adson, die als Seele wirkt, hat eine transparente und hell strahlende Pers\u00f6nlichkeit, die auch als &#8218;wei\u00ad\u00dfes Gewand&#8216; bezeichnet wird. Wei\u00dfe Klei\u00addung aus Stoff anzuziehen ist etwas ganz anderes als das innere wei\u00dfe Kleid zu besitzen.<\/p>\n<p>Eingeweihte sind Vorbilder, denen die okkul\u00adten Sch\u00fcler folgen sollten. Okkultismus bedeutet, Innenschau und Vision zu entwickeln und sich nicht um \u00e4u\u00dfere Spaltungen zu sorgen. Es gibt ein Gebet, dem viele Gruppen auf dem Pla\u00adne\u00adten folgen:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><b>Let vision come and insight.<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><b>Let the future stand revealed.<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><b>Let inner union demonstrate and<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><b>outer cleavages be gone.<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><b>Let love prevail, let all men love.<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">M\u00f6gen Vision und Innenschau kommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">M\u00f6ge die Zukunft offenbar sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">M\u00f6ge innere Einheit sich zeigen und<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u00e4u\u00dfere Spaltungen vorbei sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">M\u00f6ge die Liebe siegen,<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">m\u00f6gen alle Menschen lieben.<\/p>\n<p>Dieses Gebet kommt \u00fcber die Hierarchie von <i>Sham\u00adbala<\/i>. Durch viele Gruppen auf dem Plane\u00adten spricht die Menschheit dieses Gebet. Aber sie bringt damit nur einen Wunsch zum Ausdruck. Das Gebet wird erst verwirklicht, wenn wir als Seelen zu arbeiten beginnen. Daf\u00fcr gibt es zwei Voraussetzungen: Die erste ist, dass wir uns als Ich Bin kontemplieren und uns dadurch aus der Identifikation mit der Pers\u00f6nlichkeit l\u00f6sen. Die zweite ist, den ganzen Tag \u00fcber die Seele in allen Formen zu sehen, von denen wir umgeben sind. Wenn wir diese \u00dcbung ununterbrochen fortsetzen, wird das oben genannte Gebet Wirklichkeit. Bis dahin bleibt es ein Wunsch. Um den Wunsch des Gebets zu erf\u00fcllen und es Wirklichkeit werden zu lassen, m\u00fcssen wir mit uns selbst arbeiten. Zu diesem Zweck ist ein wei\u00adte\u00adres Gebet entstanden:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><b>May the light in me<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><b>be the light before me.<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">M\u00f6ge das Licht in mir<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">das Licht vor mir sein.<\/p>\n<p>Ich bin sicher, dass die Weisung klar geworden ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>&#8230; wird fortgesetzt<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Entnommen aus dem Buch<\/h4>\n<h5>Die Lehren von Sanat Kumara<br \/>\nDhanishta Publications: dhanishta.org<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gebot 5: Arbeite als Seele, nicht als Pers\u00f6nlichkeit Dies ist die beste aller \u00dcbungen im t\u00e4gli\u00adchen Le\u00adben \u2013 und zugleich ist es eine herausfordernde Anweisung. Sie ist die beste aller Heraus\u00adforderungen, denen wir begegnen k\u00f6nnen: uns darin zu \u00fcben, als Seele zu leben und durch die Pers\u00f6nlichkeit zu arbeiten, uns zu erinnern, dass wir die Seele sind, w\u00e4hrend wir durch die Per\u00ads\u00f6n\u00adlichkeit mit der Welt in Verbindung stehen. Diese \u00dcbung ist der Schritt schlechthin. Jeder von uns ist eine Seele. Wir sind nicht unsere Pers\u00f6nlichkeit, wir sind nicht unser Den\u00adken, wir sind nicht unser K\u00f6rper. Der K\u00f6r\u00adper, das Denken und die Pers\u00f6nlichkeit bilden unser &#8218;Fahrzeug&#8216;, mit dem wir eine Beziehung zur Welt der Objektivit\u00e4t herstellen und in ihr aktiv werden. Die Seele ist der Meister. Die Per\u00ads\u00f6n\u00adlich\u00adkeit mit ihrem Denken und ihrem K\u00f6rper ist die Vermittlerin. Aus sich selbst heraus und ohne Pers\u00f6nlichkeit, Denken und K\u00f6rper kann die Seele nichts in der Welt der Objektivit\u00e4t tun. 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Sie ist die beste aller Heraus\u00adforderungen, denen wir begegnen k\u00f6nnen: uns darin zu \u00fcben, als Seele zu leben und durch die Pers\u00f6nlichkeit zu arbeiten, uns zu erinnern, dass wir die Seele sind, w\u00e4hrend wir durch die Per\u00ads\u00f6n\u00adlichkeit mit der Welt in Verbindung stehen. Diese \u00dcbung ist der Schritt schlechthin. Jeder von uns ist eine Seele. Wir sind nicht unsere Pers\u00f6nlichkeit, wir sind nicht unser Den\u00adken, wir sind nicht unser K\u00f6rper. Der K\u00f6r\u00adper, das Denken und die Pers\u00f6nlichkeit bilden unser &#8218;Fahrzeug&#8216;, mit dem wir eine Beziehung zur Welt der Objektivit\u00e4t herstellen und in ihr aktiv werden. Die Seele ist der Meister. Die Per\u00ads\u00f6n\u00adlich\u00adkeit mit ihrem Denken und ihrem K\u00f6rper ist die Vermittlerin. Aus sich selbst heraus und ohne Pers\u00f6nlichkeit, Denken und K\u00f6rper kann die Seele nichts in der Welt der Objektivit\u00e4t tun. 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