{"id":17807,"date":"2018-12-19T20:02:29","date_gmt":"2018-12-19T19:02:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/?p=17807"},"modified":"2022-09-26T14:12:51","modified_gmt":"2022-09-26T12:12:51","slug":"organon-%c2%a7270","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/homoeopathie\/organon-%c2%a7270\/","title":{"rendered":"Organon \u00a7270"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><strong>\u00a7270 \u2013\u00a0<\/strong><strong><span lang=\"de\">Sechste Ausgabe<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Um nun diese Kraft-Entwickelung am besten zu bewirken, wird ein kleiner Theil der zu dynamisirenden Substanz, etwa Ein Gran, zuerst durch dreist\u00fcndiges Reiben mit dreimal 100 Gran Milchzucker auf die unten\u00a0<sup>1<\/sup> angegebne Weise zur millionfachen Pulver-Verd\u00fcnnung gebracht. Aus Gr\u00fcnden die weiter unten in der Anmerkung (6) angegeben sind, wird zuerst Ein Gran dieses Pulvers in 500 Tropfen eines, aus Einem Theile Branntwein und vier Theilen destillirtem Wasser bestehenden Gemisches aufgel\u00f6st und hievon ein einziger Tropfen in ein Fl\u00e4schchen gethan. Hiezu f\u00fcgt man 100 Tropfen guten Weingeist\u00a0<sup>2<\/sup> und giebt dann dem, mit seinem St\u00f6psel zugepfropften Fl\u00e4schgen, 100 starke Sch\u00fcttelst\u00f6\u00dfe mit der Hand gegen einen harten, aber elastischen K\u00f6rper\u00a0<sup>3<\/sup> gef\u00fchrt. Dies ist die Arznei im\u00a0ersten\u00a0Dynamisations-Grade, womit man feine Zucker-Streuk\u00fcgelchen\u00a0<sup>4<\/sup> erst wohl befeuchtet\u00a0<sup>5<\/sup> dann schnell auf Flie\u00dfpapier ausbreitet, trocknet und in einem zugepfropften Gl\u00e4schen aufbewahrt, mit dem Zeichen des ersten (I) Potenzgrades. Hievon wird nur ein einziges\u00a0<sup>6<\/sup> K\u00fcgelchen zur weitern Dynamisirung genommen, in ein zweites, neues Fl\u00e4schgen gethan (mit Einem Tropfen Wasser, um es aufzul\u00f6sen) und dann mit 100 Tropfen guten Weingeistes auf gleiche Weise, mittels 100 starker Sch\u00fcttel-St\u00f6\u00dfe dynamisirt. Mit dieser geistigen Arznei-Fl\u00fcssigkeit werden wiederum Streuk\u00fcgelchen benetzt, schnell auf Flie\u00dfpapier ausgebreitet, getrocknet, in einem verstopften Glase vor Hitze und Tageslicht verwahrt und mit dem Zeichen des zweiten Potenz-Grades (II.) versehen. Und so f\u00e4hrt man fort, bis durch gleiche Behandlung Ein aufgel\u00f6stes K\u00fcgelchen XXIX mit 100 Tropfen Weingeist, mittels 100 Sch\u00fcttel-St\u00f6\u00dfen, eine geistige Arznei-Fl\u00fcssigkeit gebildet hat, wodurch damit befeuchtete und getrocknete Streuk\u00fcgelchen den Dynamisations-Grad XXX erhalten.<\/p>\n<p>Durch diese Bearbeitung roher Arznei-Substanzen, entstehen Bereitungen, welche hiedurch erst die volle F\u00e4higkeit erlangen, die leidenden Theile im kranken Organism treffend zu ber\u00fchren und so durch \u00e4hnliche, k\u00fcnstliche Krankheits-Affection dem in ihnen gegenw\u00e4rtigen Lebensprincipe das Gef\u00fchl der nat\u00fcrlichen Krankheit zu entziehen. Durch diese mechanische Bearbeitung, wenn sie nach obiger Lehre geh\u00f6rig vollf\u00fchrt worden ist, wird bewirkt, da\u00df die, im rohen Zustande sich uns nur als Materie, zuweilen selbst als unarzneiliche Materie darstellende Arznei-Substanz, mittels solcher h\u00f6hern und h\u00f6hern Dynamisationen, sich endlich ganz\u00a0<sup>7<\/sup> zu geistartiger Arznei-Kraft subtilisirt und umwandelt, welche\u00a0an sich\u00a0zwar nun nicht mehr in unsere Sinne f\u00e4llt, f\u00fcr welche aber das arzneilich gewordene Streuk\u00fcgelchen, schon trocken, weit mehr jedoch in Wasser aufgel\u00f6st,\u00a0der Tr\u00e4ger\u00a0wird und in dieser Verfassung die Heilsamkeit jener unsichtbaren Kraft im kranken K\u00f6rper beurkundet.<\/p><\/blockquote>\n<p><em><sup>1<\/sup><\/em><em>Anm. Man tr\u00e4gt den dritten Theil von 100 Gran Milchzucker-Pulver in eine glasirte, porcellanene, am Boden mit feinem, feuchtem Sande mattgeriebene Reibeschaale und thut\u00a0dann oben auf\u00a0dies Pulver Einen Gran von der zu bearbeitenden gep\u00fclverten Arznei-Substanz (Einen Tropfen Quecksilbers, Stein\u00f6ls u.s.w.). Der, zur Dynamisation anzuwendende Milchzucker, mu\u00df von jener vorz\u00fcglich reinen Gattung sein, welche an F\u00e4den krystallisirt, in Form rundlicher Stangen zu uns k\u00f6mmt. Einen Augenblick lang mischt man Arznei und Pulver mittels eines Spatels von Porcellan zusammen und reibt etwa 6, 7 Minuten lang mit dem, unten matt geriebenen, porcellanenen Pistill, die Mischung ziemlich stark; darauf scharrt man vom Boden der Reibeschaale und unten vom ebenfalls unten matt geriebenen Pistill die Masse wohl auf, um sie gleichartig zu machen, binnen etwa 3, 4 Minuten; sechs bis sieben Minuten lang f\u00e4hrt man dann wieder, ohne Zusatz, mit der Reibung in gleicher St\u00e4rke fort und scharrt w\u00e4hrend 3, 4 Minuten vom Boden des M\u00f6rsers und unten vom Pistill, das Geriebene auf, worauf man das zweite Drittheil des Milchzuckers hinzuthut, einen Augenblick lang das Ganze mit dem Spatel umr\u00fchrt, mit gleicher St\u00e4rke 6, 7 Minuten lang reibt, darauf etwa 3, 4 Minuten lang wieder aufscharrt, das Reiben 6, 7 Minuten lang ohne Zusatz wiederholt und 3, 4 Minuten lang aufscharrt; ist dies geschehen, so nimmt man das letzte Drittheil Milchzucker, r\u00fchrt mit dem Spatel um, reibt wieder 6, 7 Minuten lang stark, scharrt w\u00e4hrend etwa 3, 4 Minuten zusammen und schlie\u00dft endlich mit der letzten, 6, 7 min\u00fctlichen Reibung und sorgf\u00e4ltigsten Einscharrung. Das so bereitete Pulver, wird in einem wohl zugepfropften, vor Sonne und Tageslicht gesch\u00fctzten Fl\u00e4schgen aufbewahrt, welches man mit dem Namen der Substanz und mit der Aufschrift des ersten Products 100, bezeichnet. Um nun dies Product bis zu 10.000 zu erheben, nimmt man einen Gran des Pulvers \/100, tr\u00e4gt ihn mit dem Drittheil von 100 Gran gep\u00fclverten Milchzuckers in die Reibeschaale, mischt das Ganze mit dem Spatel zusammen und verf\u00e4hrt dann wie oben angezeigt; indem man jedoch sorgf\u00e4ltig jedes Drittheil zweimal stark verreibt, jedesmal w\u00e4hrend etwa 6, 7 Minuten und unterde\u00df w\u00e4hrend etwa 3, 4 Minuten aufscharrt, bevor man das zweite und letzte Drittheil des Milchzuckers dazuthut. Nach Hinzuf\u00fcgung eines jeden dieser Drittheile, verf\u00e4hrt man auf dieselbe Weise wie zuvor. Wenn alles beendigt ist, thut man das Pulver in ein wohl verpfropftes, mit der Aufschrift \/10.000 versehenes Fl\u00e4schchen. Wenn man nun in derselben Art mit Einem Gran dieses letzten Pulvers verf\u00e4hrt, so erhebt man dasselbe auf I.d.h. auf die millionste Potenz, dergestalt, da\u00df jeder Gran dieses Pulvers den Millionsten Theil eines Grans der urspr\u00fcnglichen Substanz enth\u00e4lt. Demnach erfordert eine solche Pulverbereitung f\u00fcr drei Grade sechsmal 6, 7 Minuten zur Verreibung und sechsmal 3, 4 Minuten zum Aufscharren, was folglich\u00a0eine Stunde\u00a0f\u00fcr jeden Grad bedingt. Dann enth\u00e4lt nach der ersten, einst\u00fcndigen Reibung das Pr\u00e4parat in jedem Grane 1:100, nach der zweiten jeder Gran 1:10.000 und nach der dritten und letzten in jedem Grane 1\/1000.000 der dazu angewendeten Arzneisubstanz.<\/em><\/p>\n<p><em>*<\/em><em>Dies sind die drei Grade der trockenen Pulver-Verreibung, welche wohl vollf\u00fchrt, schon einen guten Anfang zur Kraft-Entwickelung (Dynamisation) der Arzneisubstanz bewirkt haben.<\/em><\/p>\n<p><em>M\u00f6rser, Pistill und Spatel m\u00fcssen wohl gereinigt sein, ehe die Bereitung einer andern Arznei damit unternommen wird. Mit warmem Wasser wohl gewaschen und rein abgetrocknet, werden M\u00f6rser, Pistill und Spatel, dann nochmals eine halbe Stunde lang in einem mit Wasser gef\u00fcllten Kessel ausgekocht; man m\u00fc\u00dfte denn etwa die Vorsicht so weit treiben wollen, diese Werkzeuge auf Kohlen einer, bis zum Anfang des Gl\u00fchens gesteigerten Hitze auszusetzen.<\/em><\/p>\n<p><em><sup>2<\/sup><\/em><em> Womit das Potenzirungs-Fl\u00e4schchen zu zwei Dritteln angef\u00fcllt wird.<\/em><\/p>\n<p><em><sup>3<\/sup><\/em><em>\u00a0 Etwa auf ein mit Leder eingebundenes Buch.<\/em><\/p>\n<p><em><sup>4<\/sup><\/em><em> Man l\u00e4\u00dft sie unter seinen Augen vom Zuckerb\u00e4cker aus St\u00e4rke-Mehl und Rohr-Zucker verfertigen, und die so verkleinten Streuk\u00fcgelchen mittels der n\u00f6thigen Siebe zuerst von den allzu feinen, staubartigen Theilen befreien, dann aber durch einen Durchschlag gehen, dessen L\u00f6cher nur solche K\u00fcgelchen durchlassen, wovon 100 Einen Gran wiegen, &#8211; die brauchbarste Kleinheit f\u00fcr den Bedarf eines hom\u00f6opathischen Arztes.<\/em><\/p>\n<p><em><sup>5<\/sup><\/em>\u00a0<em>Man hat ein kleines zylindrisches Gef\u00e4\u00df von der Form eines Fingerhutes von Glas, Porcellan oder Silber, mit einer feinen Oeffnung am Boden, worein man die Streuk\u00fcgelchen tut, welche man arzneilich machen will; hierin befeuchtet man sie mit etwas von dem so dynamisirten arzneilichen Weingeiste, r\u00fchrt sie um, und klopft dann das kleine (umgekehrte) Gef\u00e4\u00df, auf das Flie\u00dfpapier aus, um sie schnell zu trocknen.<\/em><\/p>\n<p><em><sup>6\u00a0<\/sup><\/em><em>Als noch nach der anf\u00e4nglichen Vorschrift immer ein voller Tropfen der Fl\u00fcssigkeit niedrern Potenz-Grades zu 100 Tropfen Weingeist zum h\u00f6her Potenziren genommen ward, war dies Verh\u00e4ltni\u00df des Verd\u00fcnnungs-Mediums zu der, darin zu dynamisirenden Arznei-Menge, (100. zu 1.) viel zu eng beschr\u00e4nkt, als da\u00df eine Menge solcher Sch\u00fcttel-Schl\u00e4ge, ohne gro\u00dfe Gewalt anzuwenden, die Kr\u00e4fte der angewendeten Arznei-Substanz geh\u00f6rig und in hohem Grade h\u00e4tten entwickeln k\u00f6nnen, wie mich m\u00fchsame Versuche davon \u00fcberzeugt haben. Nimmt man aber ein einziges solches Streuk\u00fcgelchen, wovon 100 einen Gran wiegen, um es mit hundert Tropfen (Weingeist) zu dynamisiren, so wird das Verh\u00e4ltni\u00df wie 1 zu 50,000, ja gr\u00f6\u00dfer noch, indem 500 solcher Streuk\u00fcgelchen noch nicht v\u00f6llig Einen Tropfen zu ihrer Befeuchtung annehmen k\u00f6nnen. Bei diesem ungleich h\u00f6herm Verh\u00e4ltnisse zwischen Arzneistoff und Verd\u00fcnnnngs-Medium, k\u00f6nnen\u00a0viele\u00a0Sch\u00fcttel-Schl\u00e4ge des mit Weingeist bis zu 2\/3 angef\u00fcllten Fl\u00e4schchens eine bei weitem gr\u00f6\u00dfere Kraft-Entwickelung hervorbringen. Werden aber bei einem so geringen Verd\u00fcnnungs-Medium, wie 100. zu 1. der Arznei sehr viele St\u00f6\u00dfe mittels einer kr\u00e4ftigen Maschine gleichsam eingezwungen, so entstehen Arzneien, welche, vorz\u00fcglich in den h\u00f6hern Dynamisations-Graden, fast augenblicklich, aber mit st\u00fcrmischer, ja gef\u00e4hrlicher Heftigkeit, besonders auf den schw\u00e4chlichen Kranken einwirken, ohne dauernde, gelinde Gegenwirkung des Lebensprincips zur Folge zu haben. Die von mir angegebne Weise hingegen, erzeugt Arznei von h\u00f6chster Kraft-Entwickelung und gelindester Wirkung, die aber, wohl gew\u00e4hlt, alle kranken Punkte heilkr\u00e4ftig ber\u00fchrt *.<\/em><\/p>\n<p><em>* Nur in den sehr seltenen F\u00e4llen, wo bei schon fast v\u00f6llig hergestellter Gesundheit und bei guter Lebenskraft, dennoch ein altes, beschwerliches Local\u00fcbel unverr\u00fcckt fortdauert ist es nicht nur erlaubt, sondern sogar\u00a0unumg\u00e4nglich\u00a0n\u00f6thig, die, sich daf\u00fcr als hom\u00f6opathisch h\u00fclfreich erwiesene Arznei, jedoch mittelst vieler Hand-Sch\u00fcttelschl\u00e4ge bis zu einem sehr hohen Grade potenzirt, in steigenden Dosen einzugeben, worauf ein solches Local\u00fcbel oft wunderbarer Weise sehr bald verschwindet.<\/em><\/p>\n<p><em>Von diesen weit vollkommner dynamisirten Arzneibereitungen, kann man in acuten Fiebern die kleinen Gaben von den niedrigsten Dynamisations-Graden, selbst der Arzneien von langdauernder Wirkung, (z. B. Belladonne) auch in kurzen Zwischenr\u00e4umen wiederholen, so wie in Behandlung chronischer Krankheiten am besten mit den niedrigsten Dynamisations-Graden den Anfang machen und wo n\u00f6thig, zu den h\u00f6hern Graden \u00fcbergehen, den immer kr\u00e4ftiger werdenden, obgleich stets nur gelind wirkenden.<\/em><\/p>\n<p><em><sup>7<\/sup><\/em><em>\u00a0Man wird diese Behauptung nicht unwahrscheinlich finden, wenn man erw\u00e4gt, da\u00df bei dieser Dynamisations-Weise, (deren Pr\u00e4parate ich nach vielen m\u00fchsamen Versuchen und Gegen-Versuchen als die kr\u00e4ftigsten und zugleich mildest wirkenden, d. i. als die vollkommensten befunden habe) das Materielle der Arznei sich bei jedem Dynamisations-Grade um 50,000 mal verringert und dennoch unglaublich an Kr\u00e4ftigkeit zunimmt, so da\u00df die fernere Dynamisation der in 125,000,000,000,000,000,000 erst zur dritten Potenz, zum Kubik- Inhalt erhobnen Cardinale, (50,000), wenn man letztere mit sich selbst multiplicirt und so in stetiger Progression bis zum drei\u00dfigsten Grade der Dynamisation fortschreitet, einen Bruchtheil giebt, der sich kaum mehr in Zahlen aussprechen lassen w\u00fcrde. Ungemein wahrscheinlich wird es hiedurch, da\u00df die Materie mittels solcher Dynamisationen (Entwickelungen ihres wahren, innern, arzneilichen Wesens) sich zuletzt g\u00e4nzlich in ihr individuelles geistartiges Wesen aufl\u00f6se und daher in ihrem rohen Zustande, eigentlich nur als aus diesem unentwickelten geistartigen Wesen bestehend betrachtet werden k\u00f6nne.<\/em><\/p>\n<p>Im Folgenden wird die Methode des Dynamisierens der Medikamente beschrieben:<br \/>\nMan nehme eine kleine Menge des Rohmaterials. Sie sollte mit der dreihundertfachen Menge Milchzucker (bezogen auf das Gewicht) gemischt werden. Diese Mischung sollte in drei Teile geteilt werden. Mit einem Teil davon sollte die urspr\u00fcngliche medizinische Substanz gemischt und eine Stunde lang zermahlen werden. Damit sollte der zweite Teil des Milchzuckers gemischt und anschlie\u00dfend eine Stunde lang zermahlen werden. Damit sollte dann der dritte Teil des Milchzuckers gemischt und anschlie\u00dfend eine Stunde lang zermahlen werden. Von diesem Pulver soll eine kleine Menge genommen und in Alkohol gegeben und mit Wasser gemischt werden. Alkohol und destilliertes Wasser sollten im Verh\u00e4ltnis 1:3 sein. Davon sollten f\u00fcnfhundert Tropfen genommen und mit einer kleinen Menge des medizinischen Pulvers gemischt werden. Ein Tropfen davon sollte in eine Flasche gegeben werden. Die Flasche sollte hundertmal mit Druck gesch\u00fcttelt werden. Man kann diese Versch\u00fcttelungen durchf\u00fchren, indem man die Flasche in der Hand h\u00e4lt und auf Gummi rundherum st\u00f6\u00dft. Die nach diesem Prozess erhaltene Medizin sollte als Potenzierung ersten Grades genommen werden. Zuckerpillen, die in diese Fl\u00fcssigkeit gegeben werden, sollen auf L\u00f6schpapier gegossen werden. Nach der Absonderung der Fl\u00fcssigkeit sollten die Pillen in eine verschlie\u00dfbare Flasche mit einem Etikett mit der Beschriftung \u201eErste Potenzierung\u201c gegeben werden. F\u00fcr die zweite Potenzierung sollte eine Pille genommen und gemeinsam mit einem Tropfen Wasser in eine Flasche gegeben werden. 100 Tropfen Alkohol sollen dazu gegeben werden, dann sollte die Flasche wie zuvor hundertmal gesch\u00fcttelt werden.<\/p>\n<p>Ein weiterer Satz Zuckerpillen, der in diese Fl\u00fcssigkeit getaucht wird, sollte durch L\u00f6schpapier getrocknet und in eine verschlossene Flasche gegeben werden. Dies sollte als Potenzierung zweiten Grades genommen werden. Auf diese Weise sollten die Arbeitsschritte, bei denen 100 Tropfen reiner Alkohol hinzugegeben werden und die Fl\u00fcssigkeit 100mal gesch\u00fcttelt wird, 29mal wiederholt werden. Die Zuckerpillen, die in die auf diese Weise gewonnene und medizinische Substanz enthaltende Fl\u00fcssigkeit getaucht werden, erhalten so die 30ste Potenz.<\/p>\n<p>Durch diese Methode entsteht eine mikrofeine, medizinische Kraft mit voller Leistungsf\u00e4higkeit, die in der Lage ist, die leidenden Bereiche des K\u00f6rpers zu beeinflussen. Die \u00e4hnlichen Krankheiten, die durch solche Medikamente k\u00fcnstlich erzeugt werden, sind in der Lage, die nat\u00fcrlichen Krankheiten aus dem K\u00f6rper zu vertreiben. In diesem Stadium wird ausschlie\u00dflich die materielle Natur roher medizinischer Produkte sichtbar. Sie k\u00f6nnen aber ihre medizinische Qualit\u00e4t nicht zeigen. Sie scheinen Substanzen zu sein, die f\u00fcr medizinische Zwecke nicht n\u00fctzlich sind.<\/p>\n<p>Wird dieselbe Substanz in mikrofeine Grade potenziert, wird sie zu einer dynamischen medizinischen Kraft. Das ist jenseits des Wissens des Sensoriums. Wenn die auf diese Weise potenzierten Zuckerpillen mit Wasser gemischt und vom Patienten genommen werden, wirken sie wie dynamische Tr\u00e4gersubstanzen. Sie zeigen ihre Heilwirkung auf die unsichtbare Krankheitskraft im K\u00f6rper.<\/p>\n<p><em>Original in Telegu von Dr. E. Krishnamacharya, \u00dcbersetzung von Dr. E. Krishnamacharya<\/em><\/p>\n<h4>Foto von\u00a0<a href=\"https:\/\/unsplash.com\/photos\/QHSuZvRUZXY?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText\">Daniele Levis Pelusi<\/a>\u00a0auf\u00a0<a href=\"https:\/\/unsplash.com\/search\/photos\/water-drops?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText\">Unsplash<\/a><\/h4>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a7270 \u2013\u00a0Sechste Ausgabe Um nun diese Kraft-Entwickelung am besten zu bewirken, wird ein kleiner Theil der zu dynamisirenden Substanz, etwa Ein Gran, zuerst durch dreist\u00fcndiges Reiben mit dreimal 100 Gran Milchzucker auf die unten\u00a01 angegebne Weise zur millionfachen Pulver-Verd\u00fcnnung gebracht. Aus Gr\u00fcnden die weiter unten in der Anmerkung (6) angegeben sind, wird zuerst Ein Gran dieses Pulvers in 500 Tropfen eines, aus Einem Theile Branntwein und vier Theilen destillirtem Wasser bestehenden Gemisches aufgel\u00f6st und hievon ein einziger Tropfen in ein Fl\u00e4schchen gethan. Hiezu f\u00fcgt man 100 Tropfen guten Weingeist\u00a02 und giebt dann dem, mit seinem St\u00f6psel zugepfropften Fl\u00e4schgen, 100 starke Sch\u00fcttelst\u00f6\u00dfe mit der Hand gegen einen harten, aber elastischen K\u00f6rper\u00a03 gef\u00fchrt. Dies ist die Arznei im\u00a0ersten\u00a0Dynamisations-Grade, womit man feine Zucker-Streuk\u00fcgelchen\u00a04 erst wohl befeuchtet\u00a05 dann schnell auf Flie\u00dfpapier ausbreitet, trocknet und in einem zugepfropften Gl\u00e4schen aufbewahrt, mit dem Zeichen des ersten (I) Potenzgrades. Hievon wird nur ein einziges\u00a06 K\u00fcgelchen zur weitern Dynamisirung genommen, in ein zweites, neues Fl\u00e4schgen gethan (mit Einem Tropfen Wasser, um es aufzul\u00f6sen) und dann mit 100 Tropfen guten Weingeistes auf gleiche Weise, mittels 100 starker Sch\u00fcttel-St\u00f6\u00dfe dynamisirt. 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Hievon wird nur ein einziges\u00a06 K\u00fcgelchen zur weitern Dynamisirung genommen, in ein zweites, neues Fl\u00e4schgen gethan (mit Einem Tropfen Wasser, um es aufzul\u00f6sen) und dann mit 100 Tropfen guten Weingeistes auf gleiche Weise, mittels 100 starker Sch\u00fcttel-St\u00f6\u00dfe dynamisirt. 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Aus Gr\u00fcnden die weiter unten in der Anmerkung (6) angegeben sind, wird zuerst Ein Gran dieses Pulvers in 500 Tropfen eines, aus Einem Theile Branntwein und vier Theilen destillirtem Wasser bestehenden Gemisches aufgel\u00f6st und hievon ein einziger Tropfen in ein Fl\u00e4schchen gethan. Hiezu f\u00fcgt man 100 Tropfen guten Weingeist\u00a02 und giebt dann dem, mit seinem St\u00f6psel zugepfropften Fl\u00e4schgen, 100 starke Sch\u00fcttelst\u00f6\u00dfe mit der Hand gegen einen harten, aber elastischen K\u00f6rper\u00a03 gef\u00fchrt. Dies ist die Arznei im\u00a0ersten\u00a0Dynamisations-Grade, womit man feine Zucker-Streuk\u00fcgelchen\u00a04 erst wohl befeuchtet\u00a05 dann schnell auf Flie\u00dfpapier ausbreitet, trocknet und in einem zugepfropften Gl\u00e4schen aufbewahrt, mit dem Zeichen des ersten (I) Potenzgrades. 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