{"id":17725,"date":"2018-12-12T16:05:36","date_gmt":"2018-12-12T15:05:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/?p=17725"},"modified":"2022-09-12T21:36:46","modified_gmt":"2022-09-12T19:36:46","slug":"die-lehren-von-sanat-kumara-iv","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/philosophie\/die-lehren-von-sanat-kumara-iv\/","title":{"rendered":"Die Lehren von Sanat Kumara [IV]"},"content":{"rendered":"<h3>Gebot 4:<\/h3>\n<h2>Sei voller Wissbegier, den Herrn zu<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>erkennen<\/h2>\n<p>Das vierte Gebot besagt, dass wir ein besonderes Interesse haben sollten, den Herrn zu erkennen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><i>Sanat Kum\u00e2ra<\/i> sagt, dass wir ein spirituelles Interesse daran haben sollten, den Herrn zu erkennen. Es ist bereits ein Segen, intensives Ver\u00adlan\u00adgen nach Erkenntnis des Herrn zu versp\u00fc\u00adren. Durch die Gnade des Herrn wird es im Men\u00adschen entfacht. Solches Verlangen nennt man <i>Tapas<\/i> oder &#8218;feurige Aspiration&#8216;. Wer diese feurige Aspiration in sich hat, ist von dem kosmischen Lehrer <i>N\u00e2rada<\/i> gesegnet. Da wir der Mi\u00adkro\u00adkos\u00admos sind, existiert dieser kos\u00admi\u00adsche Lehrer auch in uns. Wenn <i>N\u00e2rada<\/i> im Makro\u00adkosmos existiert, dann lebt er auch in uns, dem Mikrokosmos. Die best\u00e4ndige Geistes\u00adhaltung, nach Erkenntnis zu streben, wird auf Impulse zur\u00fcckgef\u00fchrt, die <i>N\u00e2rada<\/i> von innen her gibt. Im 10. Kapitel der Bhagavad G\u00eet\u00e2 sagt Lord <i>Krishna<\/i>, dass <i>N\u00e2rada<\/i> jenes kosmische Prinzip ist, das den Impuls, wissen und den Herrn erkennen zu wollen, ausl\u00f6st. Aus diesem Grund rufen die Wissenden <i>N\u00e2rada<\/i> zusammen mit den anderen <i>Kum\u00e2ras<\/i> und den sieben Sehern an. <i>N\u00e2rada<\/i> ist ein <i>Kum\u00e2ra<\/i>, der dem Aspiranten zur Erkenntnis verhilft. In der Bh\u00e2gavata steht die Geschichte von <i>N\u00e2rada<\/i> ganz am Anfang. Sie ist dort mit Absicht platziert, damit die Leser die Ber\u00fchrung von <i>N\u00e2rada<\/i> erhalten, der das Erleben des Herrn erm\u00f6glicht.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>An dieser Stelle wird an <i>N\u00e2rada<\/i> erinnert, da <i>Sanat Kum\u00e2ra<\/i> in seinem vierten Gebot die Anweisung gibt, den Herrn zu erkennen.<\/p>\n<p>Angefangen von <i>N\u00e2rada<\/i>, dem kosmischen Leh\u00adrer, gibt es eine Hierarchie von Lehrern bis hin\u00adauf zum Weltlehrer. Sie bilden die Leiter, die den Menschen hilft, \u00fcber die regul\u00e4ren Stu\u00adfen der Leiter den Herrn zu erkennen. Der Welt\u00adleh\u00adrer ist der Lehrer auf dieser planetarischen Ebene. Er entwickelte eine Gruppe von Leh\u00adrern, die auf dem Planeten zug\u00e4nglich sind, um ech\u00adten Suchern zu helfen. Wer besonderes Inte\u00adresse daran hat, den Herrn zu erkennen und starken Wissensdurst versp\u00fcrt, dem wird von einem Leh\u00adrer geholfen, Kontakt mit ihnen herzustellen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>In unserer modernen Zeit versuchen die Aspi\u00adran\u00adten, ihre Lehrer selbst zu ernennen. Sie sagen: \u201eMein Lehrer ist <i>Maitreya<\/i>, mein Lehrer ist <i>Krishna<\/i>, mein Lehrer ist Christus, mein Lehrer ist <i>Morya<\/i>, mein Lehrer ist <i>Sai Baba<\/i>\u201c usw. Doch in Wahrheit ist es anders. Der Lehrer erkennt den Sch\u00fcler. Der Sch\u00fcler kann seinen Lehrer nie erkennen, bevor er in seinem Inneren nicht bestimmte Offenbarungen erfahren hat. Unbemerkt f\u00fchrt der Lehrer einen Sch\u00fcler zw\u00f6lf Leben lang, ehe der Sch\u00fcler seinen Lehrer erkennt. Deshalb ist es kindisch, wenn Sch\u00fcler sagen: \u201eMein Leh\u00adrer ist <i>CVV<\/i><i>, <\/i><i>EK<\/i><i>, <\/i><i>MN<\/i><i>, K\u00fbt H\u00fbmi<\/i> oder <i>Djwhal Khul<\/i>.\u201c Wenn wir von den Wahrheitssuchern solche Aussagen h\u00f6ren, sollte uns klar sein, dass sie noch in einem kindlichen Stadium leben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Der Lehrer, der Anker<\/h3>\n<p>Die Welt ist so fesselnd und spannend, dass der Mensch dazu neigt, in ihr herumzuwandern und sich in ihr zu verlieren \u2013 nicht nur auf der physischen Ebene, sondern auch auf der Gef\u00fchls- und Gedankenebene. Bei diesem Umherwandern ohne bestimmte Richtung steht der Lehrer als An\u00adker bereit. Genauso wie ein Schiff oder ein Boot nicht von der Str\u00f6mung des Wassers mitge\u00adris\u00adsen wird, wenn es den Anker geworfen hat, werden auch Sch\u00fcler, die nach dem Herrn su\u00adchen, in der Gegenwart eines Lehrers nicht von den Mil\u00adlio\u00adnen von Weisheitskonzepten mit\u00adge\u00adris\u00adsen. Zu Anfang werden die Sch\u00fcler durch zu viele Weisheitskonzepte fast verr\u00fcckt. Vor Begeisterung und Aufregung erkennen sie nicht, wie sie die Kon\u00adzepte anwenden k\u00f6nnen, um Fortschritte zu machen. So bleiben sie ohne Ausrichtung und sind damit besch\u00e4ftigt, das Meer der Weis\u00adheits\u00adkon\u00adzepte zu durchstreifen. Ohne spezielle Richtung schweifen sie umher und sind stolz auf die Infor\u00adma\u00adtion, die sie in Zusammenhang mit den Weisheitskonzepten zu\u00adsam\u00admengetragen haben. F\u00e4lsch\u00adlicher\u00adweise hal\u00adten sie diese Information f\u00fcr ihr Wis\u00adsen. Doch die Konzepte m\u00fcssen durchlebt werden. Erst dann wandelt sich eine Information zur Er\u00adkennt\u00adnis. Daf\u00fcr wird ein Lehrer ben\u00f6tigt.<\/p>\n<p>Ein Weisheitslehrer vermittelt Schweigen, rich\u00ad\u00adti\u00adges Sprechen, richtiges Denken und richti\u00adges Handeln. Wer im Denken, Sprechen und Han\u00addeln koordiniert ist, erh\u00e4lt vom Lehrer weitere Ar\u00adbeits\u00admittel, z. B. Farbe, Klang und Symbol. Zu\u00aderst arbeitet der Lehrer wie Saturn und wirkt auf die Begrenzungen des Sch\u00fclers ein. Sobald sich der Sch\u00fcler den Rhythmus angeeignet hat und das Leben wie ein Ritual gestaltet, gibt ihm der Lehrer die Jupiter-Ber\u00fchrung, so dass er sein Be\u00adwusst\u00adsein durch t\u00e4gliche \u00dcbung erweitern kann. Gesegnet sind die Sch\u00fcler, die am saturni\u00adschen Training festhalten und sich f\u00fcr die okkulten Schulungsmittel qualifizieren. Wenn diese Hilfs\u00admit\u00adtel mit Ehrerbietung verwendet werden, schenkt der Lehrer die Ber\u00fchrung von Jupiter. Zu Anfang sind dem Sch\u00fcler die Erweiterungen, die in ihm geschehen, nicht bewusst. Er versteht sie erst im Nachhinein. Von Zeit zu Zeit erh\u00e4lt er vom Lehrer auch die Venus-Ber\u00fchrung. Dadurch f\u00fchlt er sich im Bewusstsein hin und wieder richtig wohl. Der Lehrer sorgt daf\u00fcr, dass sich der Sch\u00fcler im Bewusstsein ansiedelt. Wenn der Sch\u00fcler sich im Pers\u00f6nlichkeitsbe\u00adwusst\u00adsein niederlassen m\u00f6chte, l\u00e4sst der Lehrer dies nicht zu. Es ist von h\u00f6chster Bedeutung, dass sich der Sch\u00fcler im Seelenbewusstsein und nicht im Per\u00ads\u00f6n\u00adlich\u00adkeitsbewusstsein ansiedelt. Pers\u00f6n\u00adlich\u00adkei\u00adten sind instabil, die Seele ist stabil. Des\u00adhalb legt der Lehrer Wert auf die Freude des Seelen\u00adbewusst\u00adseins, aber nicht des Pers\u00f6nlich\u00adkeits\u00adbewusstseins.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Der Lehrer, der F\u00fchrer<\/h3>\n<p>Die Geschichten in den Schriften zeigen, wie aufrichtige Seelen mit gro\u00dfartigen Pers\u00f6nlichkeiten oftmals im Seelenbewusstsein ins Schwanken gerieten und wieder gefestigt wurden. Auch die Geschichte von <i>Yudhi\u0161thira<\/i> ist eine Aussage in diese Richtung. Nach dem <i>R\u00e2jas\u00fbya<\/i>-Ritual war <i>Yudhi\u0161thira<\/i> in <i>Indraprastha<\/i> gut gefestigt, aber er lie\u00df sich im Pers\u00f6nlichkeitsbewusstsein nieder. Er war von dem glanzvollen Leben verblendet und fing sogar an, damit anzugeben. Der Lehrer <i>N\u00e2rada<\/i> musste kommen, um den Dingen eine Wendung zu geben. <i>N\u00e2rada<\/i> sorgte daf\u00fcr, dass <i>Yudhi\u0161thira<\/i> vor seiner eigenen Pers\u00f6nlichkeit bewahrt wurde. Auch <i>Krishna<\/i> trug dazu bei. Behaglichkeit f\u00fcr die Pers\u00f6nlichkeit ist nebens\u00e4chlich. F\u00fcr einen Lehrer ist die Seelenfreude seiner Sch\u00fcler das wichtigste. Wahre Lehrer loben nicht die Pers\u00f6nlichkeiten der Sch\u00fcler, denn dies k\u00f6nnte dem Fortschritt der Sch\u00fcler entgegenwirken. Je weiter der Sch\u00fcler fortschreitet, desto h\u00e4ufiger kommt er mit dem Feuer des Lehrers in Ber\u00fchrung. Lehrer servieren s\u00fc\u00dfe und bittere Pillen, je nachdem, was notwendig ist. Nie\u00admand kann hoffen oder tr\u00e4umen, in einer Phan\u00adta\u00adsie-Welt und st\u00e4ndig in unmittelbarer N\u00e4he des Lehrers leben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Finde den Lehrer im Inneren<\/h3>\n<p>Mit dem Lehrer zu arbeiten hat zweifellos etwas Magisches, aber auch ganz eigene Heraus\u00adfor\u00adde\u00adrun\u00adgen. Schrittweise f\u00fchrt er den Sch\u00fcler zum \u00dcberschreiten der Pers\u00f6nlichkeit und in die Seele. Die entsprechenden Schritte k\u00f6nnen sehr hart und anstrengend sein. Als letzte Pr\u00fcfung muss der Sch\u00fcler ganz allein und auf sich selbst gestellt an der Schwelle des Todes stehen, ohne irgendeine Hilfe von au\u00dfen. Der Nektar des Lebens wird nur jenen angeboten, die den Krisen und dem Tod ohne \u00e4u\u00dfere Unterst\u00fctzung entgegentreten. In Kri\u00adsen\u00adzeiten ist der Lehrer nicht mehr zu sehen. Er steht in einiger Entfernung, um zu beobachten, wie sich der Sch\u00fcler in der Krise verh\u00e4lt. Nur ein Sch\u00fcler, der den Lehrer in seinem Inneren fin\u00addet, kann jede Krise allein durchstehen. Der Leh\u00adrer entzieht den \u00e4u\u00dferen Beistand, damit die in\u00adnere Unter\u00adst\u00fctzung aus blanker Not ausgel\u00f6st wird. \u201eNot ist die Mutter der Erfindung\u201c, lautet ein Sprich\u00adwort. \u201eDer innere Mensch erhebt sich aus dem Inneren, wenn keine Hilfe in der N\u00e4he ist.\u201c<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Anf\u00e4nglich denken viele Sch\u00fcler, dass Ein\u00adwei\u00adh\u00adun\u00adgen wie s\u00fc\u00dfe Tr\u00e4ume sind. Doch sie ge\u00adsche\u00ad\u00adhen in bitteren Krisen. So war es bei Jesus, bei <i>Bud\u00addha<\/i> und bei <i>Arjuna<\/i>. <i>Arjuna<\/i> empfing seine Ein\u00adwei\u00adhung an der Schwelle eines Welt\u00adkriegs. Auf die Schwere der Krisen weisen vor allem die Geschichten in den Schriften hin. Ich m\u00f6chte dar\u00fc\u00adber informieren, nicht um einzusch\u00fcchtern oder abzuschrecken, sondern um die Sch\u00fcler durch Vorab\u00adinformation in eine bessere Situation zu bringen.<\/p>\n<p>Der Weg zum Herrn ist durchdrungen von den Meistern der Weisheit. Es ist unweise, ihre Hilfe abzulehnen. Viele stellen sich vor, dass sie keinen Lehrer brauchen. Doch ausnahmslos setzen sie sich mit ihrem eigenen Intellekt fest. F\u00fcr solche K\u00f6pfe erweisen sich Tugenden hilfreicher als Intelligenz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Der Lehrer informiert<\/h3>\n<p>Ein Sch\u00fcler kennt nicht die Methode, mit der ein Lehrer unterrichtet. Der Eingeweihte Herkules wurde urspr\u00fcnglich von Jupiter unterrichtet. Zu verschiedenen Zeiten erhielt er von seinem Leh\u00adrer unterschiedliche Aufgaben. Der Lehrer f\u00fchrte Herkules auf dem Weg des Lichts. Dies ist der Pfad der Sonne. Jeder Lehrer geht in Bezug auf die unterschiedlichen Sch\u00fcler jeweils anders vor. Es gibt eine allgemeine F\u00fchrung f\u00fcr alle und eine spezielle F\u00fchrung f\u00fcr manche, die ihrem Bewusstseinsstatus entspricht. Er f\u00fchrt die Sch\u00fcler durch die Halle des Lernens, durch die Halle der Weisheit und schlie\u00dflich zur Halle der Erfahrung. Dabei richtet er sich streng nach der Ausrichtung der Sch\u00fcler. So weit ein Sch\u00fcler ausgerichtet ist, wird er vom Lehrer gef\u00fchrt. Von Zeit zu Zeit, wenn der Sch\u00fcler die Ausrichtung verliert, wartet der Lehrer schweigend. F\u00fcr die Lehrer gibt es genauso viele Regeln wie f\u00fcr die Sch\u00fcler. Normalerweise meint man, dass die Lehrer \u00fcber allen Regeln stehen. Sie k\u00f6nnen jenseits aller Regeln leben, aber w\u00e4hrend sie die Sch\u00fcler ausbilden, respektieren sie in h\u00f6chstem Ma\u00dfe die individuelle Freiheit der Sch\u00fcler. Ein Lehrer mischt sich nicht ein, sch\u00fcchtert nicht ein und zwingt nichts auf. Er informiert die Sch\u00fcler \u00fcber die Natur und die Merkmale Gottes, der Sch\u00f6pfung und der Sch\u00f6pfung des Menschen. Er informiert dar\u00fcber, dass jeder Mensch eine Seele ist und sagt auch, dass man w\u00e4hrend jeder T\u00e4tigkeit sich selbst erfahren und zur Erf\u00fcllung kommen sollte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Der Lehrer, ein Repr\u00e4sentant Gottes<\/h3>\n<p>Der Lehrer ist ein Repr\u00e4sentant jener gro\u00dfartigen Energie, die Gott genannt wird. Tats\u00e4chlich ist Gott in einer menschlichen Form anwesend und hilft den aufrichtigen Aspiranten. Es ist seine Arbeit, die Sch\u00fcler zu f\u00fchren, so dass sie Gott im Inneren und dadurch \u00fcberall ringsum finden. H\u00e4ufig spricht der Lehrer \u00fcber das Le\u00adben, den Tod und \u00fcber das Leben nach dem Tod. Im Wesentlichen sorgt er f\u00fcr das ben\u00f6tigte Material, damit seine Sch\u00fcler von dort aus aufsteigen k\u00f6nnen, wo sie sich gerade befinden. Die Sch\u00fcler sitzen im Denken. Der Lehrer bietet ihnen Hilfsmittel an, damit sie sich aus dem Denken erheben und einen Platz in <i>Buddhi<\/i> finden k\u00f6nnen. Danach k\u00f6nnen sich die Sch\u00fcler den Weg zum Herrn vorstellen und ihm folgen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Ein weiterer Aspekt des Lehrers<\/h3>\n<p>Der Lehrer ist der Wegbereiter. Zu jeder Zeit geht er voraus, um die Sicherheit der Sch\u00fcler auf dem Weg zu gew\u00e4hrleisten. Stets ist der Lehrer der Erste, und die Sch\u00fcler kommen nach. Der Lehrer macht den Weg frei, und die Sch\u00fcler gehen ihn mit gro\u00dfer Leichtigkeit. Wenn die Sch\u00fc\u00adler die Anwendung der Lehre, die der Lehrer ver\u00admittelt, unterbrechen, k\u00f6nnen sie dem Lehrer nicht folgen. Nur wenn sie die Lehre im t\u00e4glichen Leben befolgen, k\u00f6nnen sie auf den Lehrer ausgerichtet bleiben. Wir sollten wissen, dass die Lehre die einzige Verbindung zwischen dem Lehrer und dem Sch\u00fcler darstellt. Wenn die Sch\u00fcler ihr keine Beachtung schenken, k\u00f6nnen sie nicht ausgerichtet und verbunden bleiben und auch nicht dem Weg folgen. Dies ist die Bedeutung der Lehre, die der Lehrer \u00fcbermittelt. Wenn wir der Lehre des Herrn <i>Sanat Kum\u00e2ra<\/i> folgen, ist der Herr auf uns ausgerichtet. Wenn wir uns von der Lehre l\u00f6sen, verlieren wir seine Ausrichtung auf uns. Wir sollten uns dar\u00fcber im Klaren sein, dass die Lehre das Band ist, das uns ewig mit dem Lehrer verbindet. Wir k\u00f6nnen dem Lehrer nicht folgen, wenn wir seiner Lehre nicht folgen, und ohne den Lehrer gibt es keine Lehre. F\u00fcr die Sch\u00fcler w\u00e4re es gut, dem Lehrer und der Lehre zu dienen. Dadurch wird es ihnen m\u00f6glich, den Zweck des Lebens zu erkennen, ohne auf zu viele Hindernisse auf dem Weg zu sto\u00dfen.<\/p>\n<p><em>&#8230; wird\u00a0<\/em><i>fortgesetzt\u00a0<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Entnommen aus dem Buch<\/h4>\n<h5>Die Lehren von Sanat Kumara<br \/>\nDhanishta Ver\u00f6ffentlicht : dhanishta.org<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gebot 4: Sei voller Wissbegier, den Herrn zu\u00a0erkennen Das vierte Gebot besagt, dass wir ein besonderes Interesse haben sollten, den Herrn zu erkennen.\u00a0 Sanat Kum\u00e2ra sagt, dass wir ein spirituelles Interesse daran haben sollten, den Herrn zu erkennen. Es ist bereits ein Segen, intensives Ver\u00adlan\u00adgen nach Erkenntnis des Herrn zu versp\u00fc\u00adren. Durch die Gnade des Herrn wird es im Men\u00adschen entfacht. Solches Verlangen nennt man Tapas oder &#8218;feurige Aspiration&#8216;. Wer diese feurige Aspiration in sich hat, ist von dem kosmischen Lehrer N\u00e2rada gesegnet. Da wir der Mi\u00adkro\u00adkos\u00admos sind, existiert dieser kos\u00admi\u00adsche Lehrer auch in uns. Wenn N\u00e2rada im Makro\u00adkosmos existiert, dann lebt er auch in uns, dem Mikrokosmos. Die best\u00e4ndige Geistes\u00adhaltung, nach Erkenntnis zu streben, wird auf Impulse zur\u00fcckgef\u00fchrt, die N\u00e2rada von innen her gibt. Im 10. Kapitel der Bhagavad G\u00eet\u00e2 sagt Lord Krishna, dass N\u00e2rada jenes kosmische Prinzip ist, das den Impuls, wissen und den Herrn erkennen zu wollen, ausl\u00f6st. Aus diesem Grund rufen die Wissenden N\u00e2rada zusammen mit den anderen Kum\u00e2ras und den sieben Sehern an. N\u00e2rada ist ein Kum\u00e2ra, der dem Aspiranten zur Erkenntnis verhilft. In der Bh\u00e2gavata steht die Geschichte von N\u00e2rada ganz am Anfang. 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