{"id":17678,"date":"2018-10-28T15:50:18","date_gmt":"2018-10-28T14:50:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/?p=17678"},"modified":"2022-09-05T20:04:26","modified_gmt":"2022-09-05T18:04:26","slug":"grippe-erkaeltungskrankheiten-iii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/homoeopathie\/grippe-erkaeltungskrankheiten-iii\/","title":{"rendered":"Grippe &#8211; Erk\u00e4ltungskrankheiten  [III]"},"content":{"rendered":"<h2>Prophylaxe<\/h2>\n<h3>Grippeimpfung erh\u00f6ht das Infektrisiko<\/h3>\n<p>Die Angst vor schweren Krankheiten ist menschlich und verst\u00e4ndlich. Viele Berufst\u00e4tige glauben, es sich zeitlich nicht leisten zu k\u00f6nnen, an der echten Grippe, auch Influenza genannt, zu erkranken. Doch wer beachtet die Langzeitfolgen von Impfungen? Wer ist sich dar\u00fcber bewusst, in welchem unvorstellbaren Ausma\u00df sie das Immunsystem sch\u00e4digen? AIDS hat u. a. bewirkt, dass mehr Gelder in die immunologische Forschung gesteckt werden. Doch Impfimmundefekte werden systematisch von der Forschung ausgeklammert.<\/p>\n<p>Die Grippe hat die Schulmedizin durch ihre Cham\u00e4leonhaftigkeit herausgefordert und vor immer neue R\u00e4tsel gestellt. Es gibt weder eine Gesetzm\u00e4\u00dfigkeit im Aufflammen von Pandemien noch in der Wahl ihrer Opfer. Sie bef\u00e4llt Gesunde und Kranke, Alte und Junge aller sozialen Schichten. Sie f\u00fcgt sich in kein Schema ein. Der Grippeforschung hat die Schulmedizin die Erkenntnis zu verdanken, dass es f\u00fcr ein und dieselbe Krankheit verschiedene Erreger gibt, denn das Grippevirus ver\u00e4ndert sich st\u00e4ndig.<\/p>\n<p>F\u00fcr die richtige Mittelfindung in der Hom\u00f6opathie ist es in der Regel nicht notwendig, die verschiedenen Krankheitserreger zu erkennen und zu benennen; denn die Hom\u00f6opathie setzt mit ihrer Therapie nicht am Erreger, sondern beim Menschen an. Sie registriert das Erscheinungsbild der Krankheit in seiner ganzen Komplexit\u00e4t und kann aufgrund dieses Ausdrucks das passendste Mittel einsetzen. N\u00e4mlich dasjenige, welches bei einem gesunden Menschen in der Arzneimittelpr\u00fcfung die \u00e4hnlichsten Symptome produziert.<\/p>\n<p>Bei der Beobachtung des Grippevirusverhaltens in natura wird ein Grund klar, warum die so genannten Schutzimpfungen im harmlosesten Fall nichts bewirken, so dass der Geimpfte wenigstens ohne Schaden davonkommt. Das Grippevirus verf\u00fcgt n\u00e4mlich \u00fcber ein erstaunliches Anpassungsverm\u00f6gen. Die Grippekranken entwickeln zwar eine Immunit\u00e4t gegen den Erreger, der die letzte Grippe \u201eausgel\u00f6st&#8220; hat, aber das n\u00e4chste Grippevirus passt sich an die Immunisierung an und ver\u00e4ndert sich entsprechend, um fast allj\u00e4hrlich dieselben Menschen neu befallen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Eine Impfung gegen den grippalen Infekt wird immer an der Zahl von ca. 300 bis jetzt erkannten Grippeerregern scheitern. Gegen die echte Grippe zu impfen w\u00e4re vom schulmedizinischen Erkenntnisstand logischerweise nur sinnvoll, wenn wirklich eine Epidemie drohen w\u00fcrde und das Virus bekannt w\u00e4re. Aber in der kurzen Inkubationszeit k\u00f6nnte die Pharmaindustrie nicht in sehr aufwendigen Verfahren alle ben\u00f6tigten Grippeimpfstoffe herstellen.<\/p>\n<p>Jeden Herbst \u00fcberrollt uns eine gut organisierte und psychologisch fundierte Werbekampagne f\u00fcr die \u201eGrippeschutzimpfung&#8220;. Dabei wird mit zwei Faktoren gearbeitet: Der Angst vor der Krankheit und der Angst ein Au\u00dfenseiter zu sein, wenn man sich den Massenimpfungen widersetzt. Nach dem Buch \u201eBittere Pillen&#8220; werden selbst w\u00e4hrend einer Grippeepidemie nur zehn Prozent der Erkrankungen von den bekannten Erregern (vom Typ A und B) verursacht. Gegen die \u00fcbrigen 90 % unbekannter Erreger gibt es keine Impfstoffe. Der bekannte Virologe Prof. Albert Sabin (USA), der den Impfstoff gegen Polio entwickelte, behauptet, dass durch ausgedehnte Impfaktionen die Zahl der Grippeerkrankungen kaum gesenkt wird. Warum wird dann weiter f\u00fcr die Grippeimpfung geworben? Im Jahr 1982 betrug der Umsatz f\u00fcr Grippeimpfstoffe in der BRD 6,6 Millionen D-Mark und lag damit auf Rang zwei der Impfumsatzrekorde hinter dem Diphtherie-Tetanus-Impfstoff (Quelle: Langbein, u. a. \u201eBittere Pillen&#8220;, Kiepenheuer u. Witsch, 1983).<\/p>\n<p>Viele Leser werden in ihrem Bekanntenkreis Grippegeimpfte kennen, die trotzdem oder gerade deswegen an \u201eGrippe&#8220; erkrankten oder unter anderen Nebenwirkungen litten. Mir ist z. B. eine junge Frau bekannt, die sich zusammen mit ihren Kollegen ihrem Chef zuliebe gegen Grippe hatte impfen lassen. Sie hatte sich vorher einer bl\u00fchenden Gesundheit erfreut und kannte gar keine richtige Erk\u00e4ltung. Nach der Impfung erkrankte sie gleich zweimal an einer schweren Grippe mit sehr hohem Fieber, einmal sogar mit Delirium, und seitdem ist sie sehr anf\u00e4llig f\u00fcr schwere Erk\u00e4ltungen geworden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Kontraindikationen zu wenig bekannt<\/h3>\n<p>Grippeimpfstoffe enthalten eine Reihe anderer ebenfalls toxischer Stoffe:<\/p>\n<p>Formaldehyd, \u00c4ther und Natriumtimerfonat (alles in Begrivac F). Fast jeder wei\u00df heute, dass Formaldehyd die Lungen sch\u00e4digt, ausgerechnet das Organ, das bei den Grippeanf\u00e4lligen schwach ist! Der in den USA verwendete Grippeimpfstoff Fluzone vertr\u00e4gt sich nicht mit Antikoagulantien, Theophyllinen und Antikonvulsantien. Auf dem Begleitzettel steht ferner klein gedruckt, dass es oft nach der Impfung zu einem anaphylaktischen Schock kommen kann. Einige Stunden bis sp\u00e4testens zwei Wochen nach der Impfung kann es zu neurologischen St\u00f6rungen, wie Enzephalopathien (Gehirnsch\u00e4digungen) kommen.<\/p>\n<p>Dr. William Froschauer, USA, warnt in \u201eScripps-Howard News Service&#8220; (5.11.1986) auch gerade Menschen unter 65 Jahren vor der Grippeimpfung, \u201eweil das Risiko ernsthafter Komplikationen durch den Impfstoff weit gr\u00f6\u00dfer ist als das schwerwiegender Effekte durch die Grippe&#8220;. Die staatliche Gesundheitsberatung \u201eMorbidity and Mortality Weekly Report&#8220; (USA, 21.8.1987), berichtete, dass eine Grippewelle des Influenza-Typs B unter Kindern ausbrach, die gegen dieses Virus geimpft waren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Fragw\u00fcrdige Impfstoffforschung<\/h3>\n<p>Dr. Robert Mendelsohn, USA, Herausgeber der Zeitschrift \u201ethe Peoples doctor&#8220;, Autor des Buches \u201eTrau keinem Doktor&#8220;, Mahajiva Verlag, und engagierter Impfgegner, berichtet in seiner Zeitschrift (Vol. 11, No. 11) am Beispiel des HiB-Impfstoffes (Hemophilus influenca b vaccine), unter welchen Studienbedingungen neue Impfstoffe in den Handel gelangen. Die HiB-Impfung wurde vom amerikanischen Gesundheitsministerium f\u00fcr Kinder von 2-5 Jahre propagiert, weil dieses Virus angeblich der Hauptgrund f\u00fcr Krupphusten (Stimmritzenentz\u00fcndung) und Meningitis sei. Nach der Originalstudie w\u00e4re die Impfung zu 89 Prozent wirksam. Aus dieser Studie wurde aber der Bundesstaat Minnesota ausgeschlossen, wohlgemerkt bei gleicher Untersuchungsmethode.<\/p>\n<p>Einziger Grund: die dortigen Resultate passten nicht ins Konzept! Der Epidemieforscher Michael Osterholm, Minnesota, fand n\u00e4mlich heraus, dass HiB-geimpfte Kinder f\u00fcnfmal h\u00e4ufiger an Meningitis vom Typ Hib erkranken als nicht geimpfte. Das hei\u00dft, die Wirksamkeitsrate des Impfstoffes zeigte eine Effizienz von minus 86 Prozent. Daraufhin stellten viele \u00c4rzte in Minnesota die Impfung ein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Aktive \u00dcberwachung notwendig<\/h3>\n<p>Nach Dr. Mendelsohn verlassen sich der staatliche Gesundheitsdienst und die Pharmaindustrie auf die \u201epassive \u00dcberwachung&#8220; auf ihrer Suche nach nachteiligen Impfstoffen. Es wird auf freiwillige und spontane Berichte gewartet. Dementsprechend gering ist die Resonanz. Im Gegensatz dazu veranlasst das System der \u201eaktiven \u00dcberwachung&#8220; eine genaue Untersuchung gegenteiliger Effekte durch Impfungen, was folgenderma\u00dfen aussehen k\u00f6nnte: der Pharmaproduzent oder der staatliche Gesundheitsdienst h\u00e4ndigt jeder geimpften Person einen Fragebogen aus. Zu bestimmten Zeitpunkten &#8211; Tagen bis Jahren &#8211; m\u00fcsste die geimpfte Person und deren Familie \u00fcber die Wirksamkeit und Sicherheit des Impfstoffs berichten.<\/p>\n<p>Vom wissenschaftlichen Aspekt aus gesehen, steht nat\u00fcrlich die aktive \u00dcberwachung \u00fcber der passiven. Aber es d\u00fcrfte wohl kaum jemanden die Stellungnahme der Pharmaindustrie dazu \u00fcberraschen: es sei zu zeitaufwendig, zu teuer, etc. Mendelsohn ist der Meinung, dass es in Wahrheit wohl mehr die Furcht vor unliebsamen Ergebnissen ist, die solche Studien ans Tageslicht bringen w\u00fcrden. Er warnt seine Kollegen, zu voreilig neue Arzneimittel und Diagnoseverfahren einzusetzen, bevor deren Unsch\u00e4dlichkeit erwiesen ist.<\/p>\n<p>Vielleicht stehen Sie den Impfungen nach dem Durchlesen all dieser Informationen etwas kritischer gegen\u00fcber. Doch wenn Sie noch ein schlagkr\u00e4ftiges Argument brauchen, das die letzten Zweifel aus dem Weg r\u00e4umt, fragen Sie ihren Arzt, ob er sich oder seine Familie gegen Grippe impfen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Hom\u00f6opathische Grippeprophylaxe<\/h3>\n<p>Der Influenza und den Erk\u00e4ltungen liegt als Basis das tuberkulinische Miasma zugrunde. Dieses Miasma ist noch immer sehr verbreitet. Nach dem hoffnungsvollen, angeblichen Sieg \u00fcber die Tuberkulose zeigen die Millionen neuer Tb-F\u00e4lle auf der Welt das fehlerhafte Denken der Medizin. Das Tb-Miasma hat sich aus zwei Gr\u00fcnden immer mehr im menschlichen Organismus verwurzelt:<\/p>\n<ol>\n<li>Die Impfungen, besonders die Tb-Impfungen, schw\u00e4chen schon belastete Tuberkuliniker oder pr\u00e4gen weniger Belastete.<\/li>\n<li>Die Tuberkulose wirkt sich auch nach Generationen noch als tuberkulinische Belastung (Tb-Miasma) auf die Nachkommen aus. In alten Schriften hei\u00dft es, sie vererbe sich \u00bbbis ins siebte Glied\u00ab.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Erk\u00e4ltungsneigung ist an sich ein Zeichen des aktiven Tb-Miasmas. Dies bedeutet aber nicht, dass es notwendig ist, eine routinem\u00e4\u00dfige Behandlung mit einer der Tb-Nosoden durchzuf\u00fchren. Hier m\u00fcssen wir darauf achten, ob ein Tuberkulin-Pr\u00e4parat als Hauptmittel indiziert ist oder als Neben- beziehungsweise Reaktionsmittel.<\/p>\n<p>Es gibt in der Hom\u00f6opathie vier Mittel &#8211; Tuberculinum, Oscillococcinum, Streptomycin und Influenzinum &#8211; die sich als vorbeugend gegen Grippe oder Erk\u00e4ltung bew\u00e4hrt haben. Gleichzeitig sind sie auch wichtig bei der Grippebehandlung. Die ersten beiden sind auch als Konstitutionsmittel bekannt. Sie st\u00e4rken die Konstitution, wodurch langfristig eine Infektanf\u00e4lligkeit behoben wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Anwendung der hom\u00f6opathischen Grippeprophylaxe<\/h3>\n<p><em>W\u00e4hlen Sie das f\u00fcr Sie passende Mittel und nehmen Sie es in der Doppelgabe (siehe auch HR4 Hom\u00f6opathische Prophylaxe) etwa vier Wochen, bevor die Grippewelle beginnt. Sie sollten zu diesem Zeitpunkt gesund, frei von akuten Krankheiten sein und keinen Stress haben. Dann nehmen Sie morgens n\u00fcchtern 3 Globuli des passenden Mittels in der C 200 und nach f\u00fcnf Minuten noch einmal drei. Wiederholen Sie die Prophylaxe in der Erk\u00e4ltungszeit alle vier Wochen.<\/em><br \/>\n<em>Oscillococcinum sollte in der kritischen Zeit w\u00f6chentlich wiederholt werden.<\/em><\/p>\n<p>Noch bevor die schulmedizinische Impfung entwickelt wurde, haben die Hom\u00f6opathen sehr erfolgreich mit den folgenden Mitteln vor der gef\u00e4hrlichen Grippe sch\u00fctzen k\u00f6nnen, frei von irgendwelchen Nebenwirkungen.<\/p>\n<p>Die vier Nosoden k\u00f6nnen auch zur Behandlung eingesetzt werden. Man sollte sie jedoch nicht voreilig in der Entwicklungsphase der Krankheit einsetzen, sondern erst dann, wenn sich das Bild und die Symptome des Mittels deutlich zeigen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Tuberculinum bovinum<\/h3>\n<p>Das tuberkulinische Miasma dr\u00fcckt sich im Eigensinn der Menschheit aus. Wenn sich der Tuberkuliniker einmal zu etwas entschlossen hat, kann ihn nichts auf der Welt davon abbringen. Er verfolgt seine Ziele mit eisernem Willen. Nichts kann diesen Willen brechen, bis er selbst daran zerbricht. Immer f\u00fchlt er sich im Recht. Er l\u00e4sst dem anderen zwar scheinbar sein Recht, aber nur, wenn er dadurch nicht beeintr\u00e4chtigt wird.<\/p>\n<p>Ein Standard-Ausspruch von ihm ist: \u00bbIch mache meine Sache &#8211; mach du, was du willst\u00ab. Kooperation ist schwierig f\u00fcr ihn, dementsprechend l\u00e4sst sein soziales Verhalten zu w\u00fcnschen \u00fcbrig. In krankhaftem Zustand ist sein Rechtsempfinden mehr oder weniger gest\u00f6rt. Als Folge respektiert er die Grenzen und das Eigentum anderer nicht, weil sein Rechtsempfinden zu sehr durch seinen Willen gepr\u00e4gt ist; er kann sehr besitzergreifend werden.<\/p>\n<p>Er ist wenig bereit, einen h\u00f6heren Willen oder allgemein g\u00fcltige Gesetze zu akzeptieren. Gegen die menschlichen Gesetze zu versto\u00dfen kann ihm sogar eine diebische Freude bereiten. Wenn sich der Tuberkuliniker nicht durchsetzen kann, sucht er den direktesten Weg und kennt keine Hemmungen. Es kann soweit gehen, dass er sogar Sachen, die ihm scheinbar im Wege stehen, zertr\u00fcmmert und zerst\u00f6rt. Er k\u00f6nnte sein eigenes Werk zerst\u00f6ren, wenn er es nicht genauso gestalten kann oder darf, wie er es sich vorstellt. Menschen, die ihn beleidigt haben, verfolgt er unerbittlich mit seiner Rachsucht. Er ist sehr w\u00e4hlerisch. Seine Vorstellungen m\u00fcssen genau erf\u00fcllt werden, etwas anderes akzeptiert er nicht. Beim Essverhalten tuberkulinischer Kinder wirkt sich dieser Wesenszug so aus: Wenn ihnen zu viel auf den Teller gegeben wurde, weigern sie sich zu essen, bis das scheinbar zu viel gegebene Essen wieder in die Sch\u00fcssel zur\u00fcckgegeben wird &#8211; auch wenn es sich nur um ein Getreidek\u00f6rnchen handelt. Die Scheibe Brot muss genau in der richtigen Dicke abgeschnitten sein, sie darf weder zu dick noch zu d\u00fcnn sein.<\/p>\n<p>Der Tuberkuliniker hat ein feuriges Temperament und neigt daher zu akuten Erkrankungen, besonders zu Erk\u00e4ltungskrankheiten. Eigentlich schw\u00e4cht er selber sein Immunsystem, weil er die richtige Schutzma\u00dfnahme nicht ergreifen will. Dahinter steckt ein massiver Trotz. Ein tuberkulinisches Kind f\u00fchlt sich, wenn es gesund ist, meist sehr warm. Es weigert sich standhaft, sich wenigstens einigerma\u00dfen warm anzuziehen, am liebsten w\u00fcrde es nackt herumlaufen. Unter normalen Bedingungen wird es auch nicht gleich durch die K\u00e4lte krank, aber je starrer und eigensinniger es ist, je mehr es sich in etwas verrannt hat, um so leichter erkrankt es. Richtet sich sein Widerstand gegen die gut gemeinte F\u00fcrsorge der Eltern, dann wird es sich erk\u00e4lten &#8211; nicht durch die K\u00e4lte, sondern durch seine Hartn\u00e4ckigkeit.<\/p>\n<p>Der Tuberkuliniker muss seinen Willen auch gegen Obrigkeiten durchsetzen, wenn ihm das nicht gelingt, erkrankt er. Niemals wird er aufgeben, und wenn es ihn sein Leben kostet. Dabei ist er immer voller Hoffnung, dass alles wieder so wird, wie er es sich vorstellt. Die Schwinds\u00fcchtigen sind z. B. bis zum letzten Atemzug voller Optimismus und h\u00f6ren nicht auf zu k\u00e4mpfen. Der gesunde Tuberkuliniker ist auf beeindruckende Weise von sich \u00fcberzeugt. Er k\u00f6nnte B\u00e4ume ausrei\u00dfen, die ganze Welt erobern. Krankheit kommt ihm gar nicht in den Sinn. Im geschw\u00e4chten Zustand brechen jedoch alle m\u00f6glichen \u00c4ngste durch das durchl\u00f6cherte Ger\u00fcst seines \u00fcbersteigerten Selbstwertgef\u00fchls.<\/p>\n<p>Neben den richtigen hom\u00f6opathischen Mitteln kann sich der Tuberkuliniker durch Affirmationen von seinen destruktiven Mustern befreien. Einige Beispiele: <em>\u201eIch erkenne den h\u00f6heren g\u00f6ttlichen Willen an\u201c. \u2013\u201eIch respektiere die g\u00f6ttlichen Gesetze\u201c. \u2013 \u201eIch akzeptiere und liebe mich\u201c. &#8211; \u201cIch vergebe allen, die mich blockieren\u201c.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Oscillococcinum<\/h3>\n<p>Der Mensch, der Oscillococcinum braucht, reagiert empfindlich auf jeden Wetterwechsel und auf K\u00e4lte. Er hat gro\u00dfe Angst, angesteckt oder beschmutzt zu werden, und gibt deswegen niemandem gerne die Hand. Seine Angst geht so weit, dass er sich nach einem unvermeidbaren H\u00e4ndesch\u00fctteln die H\u00e4nde desinfizieren oder zumindest waschen muss. Allein die Gegenwart eines erk\u00e4lteten Menschen l\u00f6st in ihm Unbehagen bis Angst aus. Diesen Menschen kennzeichnet eine unruhige, nerv\u00f6se Ausstrahlung; er ist immer besch\u00e4ftigt. Er f\u00fchlt sich unwohl, wenn er nichts oder wenig zu tun hat. Seine Sachen h\u00e4lt er in bester Ordnung. Unordnung ist ihm unertr\u00e4glich, und andere werden entsprechend zurechtgewiesen.<\/p>\n<p>Was die Unvertr\u00e4glichkeit von Nahrungsmitteln bei Oscillococcinum betrifft, so verschlimmern Milch und Eier, auch Gerichte, die sie enthalten, die Erk\u00e4ltung nicht nur im Bereich der Atemwege, sondern auch im Magen- und Darmbereich. Es kommt zu \u00fcbel riechendem Durchfall mit krampfartigen Schmerzen.<\/p>\n<p>Es ist besonders die Milch, die entweder eine stark verstopfende Wirkung auf die Nase hat oder einen \u00e4u\u00dferst schmerzhaften, trockenen Husten hervorruft, bei dem gro\u00dfe Mengen von Schleim nicht ausgehustet werden k\u00f6nnen. Der Kranke braucht zwar W\u00e4rme, aber \u00fcberheizte R\u00e4ume verschlimmern seinen Zustand. Die Grippe kann auch auf das Mittelohr \u00fcbergreifen &#8211; mit Entz\u00fcndung, rotem Trommelfell und starker Schwellung. Oscillococcinum st\u00e4rkt das Immunsystem dieser Menschentypen, die meist unter Erk\u00e4ltungsneigung leiden und sich aus Angst vor Ansteckung von der Umwelt isolieren. Diese antimiasmatische Behandlung erstreckt sich \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Zur Grippe- oder Erk\u00e4ltungsbehandlung<\/h3>\n<p>Im Anfangsstadium der Erk\u00e4ltung oder Grippe ist es bei den folgenden zwei Zust\u00e4nden indiziert:<\/p>\n<ol>\n<li>Der grippale Infekt oder die Influenza ist zwar schon ausgebrochen; aber die Krankheitssymptome haben sich noch nicht entwickelt, dabei herrscht gro\u00dfe Angst vor dem weiteren Krankheitsverlauf.<\/li>\n<li>Auch nach l\u00e4ngerer Zeit zeigt sich noch kein klares Krankheits- (Symptom-)bild, das auf ein bestimmtes Arzneimittel hindeuten w\u00fcrde. (Siehe auch Kapitel Grippe)<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Dosierung:<\/strong> In beiden F\u00e4llen wird alle zwei bis sechs Stunden eine Gabe der C 200 gegeben. Sie wird entweder die Grippe ausheilen oder neue Symptome herausbringen, die eine eindeutige Mittelwahl erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Streptococcinum<\/h3>\n<p>Der Streptococcinum-Mensch neigt sehr zu Erk\u00e4ltungen. Besonders im Winter und bei kaltem Wetter wird er kaum frei davon. Er reagiert empfindlich auf \u00e4u\u00dfere Eindr\u00fccke &#8211; L\u00e4rm, Licht, Zugluft usw. Im Gegensatz zu Tuberculinum hat er gute Manieren und gl\u00e4nzt durch h\u00f6fliches Benehmen.<\/p>\n<p>Dieses Mittel ist wichtig bei Personen, denen Tuberculinum nicht gegeben werden kann oder deren Pers\u00f6nlichkeit nicht ganz zu Tuberculinum passt.<\/p>\n<p>Dazu einige Beispiele: eine st\u00e4rkere Arthrose oder ein Asthmazustand, wo Tuberculinum nicht mehr heilend wirkt, sondern mit Verschlimmerung verbunden ist, wie das besonders bei Menschen vorkommt, die zu lange Cortison genommen haben. Diese Personen k\u00f6nnen Pulsatilla \u00e4hneln, indem sie leicht weinen, auch ohne Grund; aber sie m\u00f6gen keinen Trost. Sie finden ihren Zustand mehr oder weniger unheilbar, hoffnungslos. Ihre Beschwerden verringern sich durch Bewegung an der frischen Luft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Influenzinum<\/h3>\n<p>Das Mittel Influenzinum wird aus einem Grippevirus hergestellt. In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden viele Experimente mit den Mitteln zur Grippeprophylaxe gemacht. Es wurde zusammen mit den Mitteln gegeben, die als wichtigste Mittel bei vorhergehenden Grippeepidemien eingesetzt worden waren.<\/p>\n<p>Da der Grippevirus die Neigung hat, st\u00e4ndig zu mutieren, wurde ab den 50er Jahren das Mittel aus den jeweils aktuellen Grippevirus hergestellt und laufend an die Verh\u00e4ltnisse angepasst. Sp\u00e4ter wurden auch mehrere Grippeviren gemischt, um einen besseren Schutz vor der Grippe zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p><em>\u2026 wird\u00a0fortgesetzt\u00a0<\/em><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h4>Entnommen<\/h4>\n<p>Homoeopathischen Ratgeber HR 5 \u2013 \u201eGrippe-Erk\u00e4ltungskrankheiten\u201c, Lage &amp; Roy Verlag D-82418 Riegsee-Hagen<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Kontakt<\/h4>\n<p>Lage &amp; Roy Verlag<br \/>\nBurgstra\u00dfe 8<br \/>\n82418 Riegsee-Hagen<br \/>\nTel. 08841 \u2013 44 55<br \/>\nravi.roy@lage-roy.de<br \/>\nwww.lage-roy.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Prophylaxe Grippeimpfung erh\u00f6ht das Infektrisiko Die Angst vor schweren Krankheiten ist menschlich und verst\u00e4ndlich. Viele Berufst\u00e4tige glauben, es sich zeitlich nicht leisten zu k\u00f6nnen, an der echten Grippe, auch Influenza genannt, zu erkranken. Doch wer beachtet die Langzeitfolgen von Impfungen? Wer ist sich dar\u00fcber bewusst, in welchem unvorstellbaren Ausma\u00df sie das Immunsystem sch\u00e4digen? AIDS hat u. a. bewirkt, dass mehr Gelder in die immunologische Forschung gesteckt werden. Doch Impfimmundefekte werden systematisch von der Forschung ausgeklammert. Die Grippe hat die Schulmedizin durch ihre Cham\u00e4leonhaftigkeit herausgefordert und vor immer neue R\u00e4tsel gestellt. Es gibt weder eine Gesetzm\u00e4\u00dfigkeit im Aufflammen von Pandemien noch in der Wahl ihrer Opfer. Sie bef\u00e4llt Gesunde und Kranke, Alte und Junge aller sozialen Schichten. Sie f\u00fcgt sich in kein Schema ein. Der Grippeforschung hat die Schulmedizin die Erkenntnis zu verdanken, dass es f\u00fcr ein und dieselbe Krankheit verschiedene Erreger gibt, denn das Grippevirus ver\u00e4ndert sich st\u00e4ndig. F\u00fcr die richtige Mittelfindung in der Hom\u00f6opathie ist es in der Regel nicht notwendig, die verschiedenen Krankheitserreger zu erkennen und zu benennen; denn die Hom\u00f6opathie setzt mit ihrer Therapie nicht am Erreger, sondern beim Menschen an. 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Der Grippeforschung hat die Schulmedizin die Erkenntnis zu verdanken, dass es f\u00fcr ein und dieselbe Krankheit verschiedene Erreger gibt, denn das Grippevirus ver\u00e4ndert sich st\u00e4ndig. F\u00fcr die richtige Mittelfindung in der Hom\u00f6opathie ist es in der Regel nicht notwendig, die verschiedenen Krankheitserreger zu erkennen und zu benennen; denn die Hom\u00f6opathie setzt mit ihrer Therapie nicht am Erreger, sondern beim Menschen an. 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