{"id":17671,"date":"2018-10-28T14:05:54","date_gmt":"2018-10-28T13:05:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/?p=17671"},"modified":"2022-09-05T20:05:39","modified_gmt":"2022-09-05T18:05:39","slug":"grippe-erkaeltungskrankheiten-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/homoeopathie\/grippe-erkaeltungskrankheiten-ii\/","title":{"rendered":"Grippe &#8211; Erk\u00e4ltungskrankheiten  [II]"},"content":{"rendered":"<h2>Fieber \u2013 eine Gnade der Natur<\/h2>\n<p>Die Natur, das hei\u00dft die kosmischen Gesetze sind immer bem\u00fcht, alle Lebewesen von Krankheit zu befreien. Sie nutzen jegliche M\u00f6glichkeit, Heilprozesse in die Wege zu leiten. Die Menschheit hat \u00fcber die Jahrhunderte immer mehr Angst vor diesen Heilprozessen bekommen, weil ihnen diese Selbstheilungskr\u00e4fte immer weniger verst\u00e4ndlich waren. Als Folge nahmen die Krankheitsprozesse eine immer virulentere Form an, wodurch noch mehr Angst ausgel\u00f6st wurde.<\/p>\n<p>Wie konnten die Krankheitsprozesse so an Virulenz gewinnen? Als der Mensch diese Gesundungsprozesse unterbinden wollte, griff er zu Ma\u00dfnahmen, die den nat\u00fcrlichen Heilungsprozess empfindlich st\u00f6rten. Dadurch blieb ein Rest der Krankheit und ihre tiefen Wurzeln im Organismus. Durch die Unterdr\u00fcckung dieser Naturprozesse wurde die Aufmerksamkeit des Menschen von der wirklichen Bedeutung der krankmachenden Prozesse abgelenkt. Die Krankheit wuchs mehr oder weniger im Verborgenen und nahm an Kraft und Virulenz zu. Wenn ein Unkraut z.B. nur abgeschnitten und dann vergessen wird, ist es in k\u00fcrzester Zeit gr\u00f6\u00dfer als zuvor. Sobald ein Mensch einmal einen Gesundungsprozess unterdr\u00fcckt hat, wird es ihm bei der n\u00e4chsten Erkrankung noch schwerer fallen, durchzuhalten. Er wird eher geneigt sein, in die altvertrauten Muster der Unterdr\u00fcckung zur\u00fcckzufallen, zumal die Krankheiten inzwischen an Virulenz gewonnen haben. \u00dcber viele Jahrhunderte hat der Mensch zu immer st\u00e4rkeren Unterdr\u00fcckungsma\u00dfnahmen gegriffen.<\/p>\n<p>Eine langsame Umwandlung im menschlichen Bewusstsein fing vor ca. 200 Jahren an. Zuvor waren die M\u00e4chte der Zerst\u00f6rung so stark, dass die Heiler ihre Sichtweise nicht \u00f6ffentlich kundgeben konnten, ohne sich in Lebensgefahr zu begeben. Viele gro\u00dfe Heiler wurden auf Grund ihrer Heilerfolge get\u00f6tet; Paracelsus wurde gesteinigt und unz\u00e4hlige Heilerinnen als Hexen verbrannt.<\/p>\n<p>Echte Heiler waren gezwungen, im Untergrund zu arbeiten. Mit dem Einsetzen des Bewusstseinswandels, der bis heute anh\u00e4lt, nahm die Virulenz der Krankheiten langsam ab \u2013 mit Ausnahme der Zeit nach dem ersten Weltkrieg.<\/p>\n<p>Trotzdem entwickelte die herrschende Medizin immer st\u00e4rkere Unterdr\u00fcckungsma\u00dfnahmen. Diese Art der Medizin hielt mit der Gesamtentwicklung der Menschheit nicht mit. In den letzten zwei Jahrhunderten wurden v\u00f6llig neue Erkenntnisse und ein ungeheures Wissen \u00fcber die Entstehung der Krankheiten und deren Heilung gewonnen. Die verschiedensten naturgem\u00e4\u00dfen Heilungsmethoden wurden und werden entwickelt. Die herk\u00f6mmliche Medizin hat mit dieser Zunahme an Wissen nur insofern Schritt gehalten, als dass sie immer gr\u00f6\u00dfere Gegenma\u00dfnahmen erfand. Als Folge davon konnten die chronischen Krankheiten in ihrer B\u00f6sartigkeit ein ungeheures, bisher nie gekanntes Ausma\u00df annehmen. Die Entdeckung des Penicillins hatte die verheerendsten Folgen, denn alle Antibiotika sind, wie es der Name schon sagt, direkt gegen das Leben aller Gesch\u00f6pfe gerichtet. Sie k\u00f6nnen solche Unterdr\u00fcckungen anrichten, dass die Selbstheilungskr\u00e4fte in manchen F\u00e4llen gar nicht mehr durchdringen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Angst vor Krankheiten ist heutzutage so verbreitet, dass beim geringsten Fieber Panik ausbricht. Fieber geh\u00f6rt zum Feuerelement. Das Feuer ist das h\u00f6chste und das m\u00e4chtigste von allen Elementen. Wenn es zugelassen wird und zu Ende brennen darf, dann verbrennt es alles Krankhafte und Unreine zu Asche. Und genau darin liegt der Sinn und Zweck des Fiebers: Giftstoffe im K\u00f6rper zu verbrennen. Fieber begleitet viele akute Erkrankungen und kennt, entsprechend des Zustandes des Individuums und der Struktur der Krankheit, verschiedene Erscheinungsformen.<\/p>\n<p>Wann ist das Fieber wirklich gef\u00e4hrlich? Bei Krankheiten, die einen gef\u00e4hrlichen Verlauf haben k\u00f6nnen. Dieser Punkt kommt nur dann zum Tragen, wenn der Gesundungsverlauf nicht naturgem\u00e4\u00df unterst\u00fctzt wird, oder wenn der Kranke seinen K\u00f6rper drastisch heruntergewirtschaftet hat. Die H\u00f6he des Fiebers entscheidet nicht \u00fcber die Gef\u00e4hrlichkeit des Fiebers. Beim Fieber ist totales Fasten das oberste Gebot. Hierbei wird das Naturwidrige der Antibiotika deutlich. Wenn sie \u00fcber den Magen eingenommen werden, muss der Kranke etwas essen, da sonst die Magenschleimh\u00e4ute zu stark gesch\u00e4digt werden. Ferner m\u00fcssen die Bed\u00fcrfnisse des fiebernden Kranken unbedingt respektiert werden, z. B. Zufuhr von Frischluft, W\u00e4rme oder K\u00e4lte, Menge und Temperatur der Getr\u00e4nke, Ruhe oder Gesellschaft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Viel trinken bei Fieber?<\/strong><\/p>\n<p>Fl\u00fcssigkeitszufuhr bei Durstlosigkeit unterbindet den Heilungsprozess. Der K\u00f6rper muss, um die Heilungsprozesse richtig durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen, bei bestimmten Zust\u00e4nden eine trockene Hitze erzeugen. Bestimmte chemische Verbrennungsprozesse brauchen eine gewisse Blut- und Lymphbeschaffenheit. Die Zufuhr von Fl\u00fcssigkeit w\u00fcrde Blut und Lymphe vorzeitig verd\u00fcnnen und so den Prozess unterbrechen. Wenn man lange genug wartet, kommt der Durst genau zum richtigen Zeitpunkt und genau in dem Ma\u00dfe, wie es der K\u00f6rper braucht. Ob der Kranke eiskalt oder hei\u00df trinken m\u00f6chte, entspricht immer dem Bed\u00fcrfnis des Organismus, bestimmte chemische Reaktionen zu setzen.<\/p>\n<p>Am Anfang einer akuten Erkrankung kann der falsche Hunger vorhanden sein, d.h. es ist kein richtiger Hunger da, nur die Gewohnheit irgendetwas zu essen. In Ausnahmef\u00e4llen (z.B. bei Phosphor) gibt es jedoch auch den richtigen Hunger bei manchen Fiebernden. In so einem Fall muss der Hunger gestillt werden, aber mit ganz leichter Kost, z.B. ged\u00fcnstetes Gem\u00fcse, Zwieback, Haferschleim. Irgendwann wird der Hunger dann ganz vergehen. Es gibt immer wieder merkw\u00fcrdige F\u00e4lle, wo man mit gro\u00dfem Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen abkl\u00e4ren muss, ob es sich um ein wirkliches Bed\u00fcrfnis handelt.<\/p>\n<p>Der folgende Fall soll das verdeutlichen: <em>Ein etwa 10 j\u00e4hriger Junge war schwer krank mit hohem Fieber. Er verlangte immer wieder nach Salami, die ihm nat\u00fcrlich nicht gegeben wurde. Er lag schon fast im Koma und rief in den kurzen Wachphasen nach Salami. Seine Mutter rechnete jetzt mit seinem baldigen Tod und dachte sich, jetzt mache es nichts mehr aus, sie k\u00f6nne seinen letzten Wunsch erf\u00fcllen und gab ihm eine kleine Salami zu essen. Und siehe da \u2013 der Junge wurde von Stund` an immer ges\u00fcnder. Das ist echter Tuberkulinismus!<\/em><\/p>\n<p>Wenn ein Kranker friert und alle Fenster geschlossen haben m\u00f6chte, tut man ihm sicher nichts Gutes, f\u00fcr Frischluft zu sorgen. Wenn umgekehrt jemand sogar bei Lungenentz\u00fcndung st\u00e4ndig nach kalter, frischer Luft verlangt und obendrein kaum zugedeckt sein will, w\u00e4re es in keiner Weise vorteilhaft, ihn gut zuzudecken und alle Fenster geschlossen zu halten.<\/p>\n<p>Zur Veranschaulichung<em>: Ein kleines M\u00e4dchen in Nordindien war an einer schweren Lungenentz\u00fcndung mit hohem Fieber erkrankt. Um mich aufzusuchen, musste die Mutter mit dem fast im Koma liegenden Kind mitten im Winter in einem der \u00fcblichen offenen Rikschas \u00fcber 15 km fahren. Dabei blies der kalte Wind st\u00e4ndig auf das M\u00e4dchen, und als sie bei mir um 2 Uhr nachts eintrafen, war das Kind wieder munter. Es sah nicht mehr so aus, als ob es vor wenigen Stunden schwer krank gewesen war. Ich gab eine Gabe Pulsatilla in Hochpotenz und bis zum n\u00e4chsten Morgen war das Kind ganz gesund.<\/em><\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend l\u00e4sst sich sagen, wenn jemand ein Fieber voll durchlebt und ausschlie\u00dflich naturgem\u00e4\u00df unterst\u00fctzt, dann gelingt es der Lebenskraft, alles Krankhafte zu regenerieren.<\/p>\n<p>Nach einer Fieberkur f\u00fchlt man sich wie neugeboren und erfreut sich eines ganz anderen Lebensgef\u00fchls. Es ist so wunderbar, dass man es eigentlich kaum beschreiben kann \u2013 man muss es erlebt haben!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wadenwickel<\/strong><\/p>\n<p>Die allgemein verbreitete Angst vor hohen Temperaturen veranlasst viele, wenn auch nicht gleich zu fiebersenkenden Medikamenten, so doch zu abk\u00fchlenden Hausmitteln zu greifen; dazu geh\u00f6rt der Wadenwickel. Dadurch ist dem K\u00f6rper nicht gedient. Die abk\u00fchlenden Ma\u00dfnahmen sind aber selbstverst\u00e4ndlich bei Lebensgefahr angesagt, oder wenn keine richtige hom\u00f6opathische Hilfe gegeben werden kann.<\/p>\n<p>Es k\u00f6nnen schon manchmal angsterregende Symptome auftreten, wie Delirien oder Fieberkr\u00e4mpfe. Mit der richtigen hom\u00f6opathischen Behandlung k\u00f6nnen solche Symptome sehr schnell unter Kontrolle gebracht werden. Auch hohe Temperaturen, die einige Tage andauern, hinterlassen bei einem gesunden Kind oder Erwachsenen keine Sch\u00e4den. Es sei denn, dass unterdr\u00fcckend behandelt wurde, der Kranke ein schwaches Herz hat oder durch sein hohes Alter geschw\u00e4cht ist.<\/p>\n<p><em>\u2026 wird\u00a0<\/em><i>fortgesetzt\u00a0<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Literatur<\/h4>\n<p>Allen, H.C.: Die Heilmittel von Fiebern, Haug Verlag<\/p>\n<p>Boericke, W.: Handbuch der hom\u00f6opathischen Materia Medica, Grundlagen und Praxis Verlag<\/p>\n<p>Clarke, J. H.: Der neue Clarke, Dr. Grohmann Verlag<\/p>\n<p>Dewey, W.A.: Katechismus der reinen Arzneiwirkungslehre, Haug Verlag<\/p>\n<p>Kent, J. T.: Zur Theorie der Hom\u00f6opathie, Haug Verlag<\/p>\n<p>Nash, E.B.: Leitsymptome in der hom\u00f6opathischen Therapie, Haug Verlag<\/p>\n<p>Roy,Ravi and Lage Roy, Carola:\u00a0Hom\u00f6opathischer Ratgeber 1,3,4,19,20<br \/>\nSelbstheilung durch Hom\u00f6opathie, Droemer-Knaur Verlag.<br \/>\nDas Immunsystem st\u00e4rken mit Hom\u00f6opathie, Goldmann Verlag<\/p>\n<h4>Entnommen<\/h4>\n<p>Homoeopathischen Ratgeber HR 5 \u2013 \u201eGrippe-Erk\u00e4ltungskrankheiten\u201c, Lage &amp; Roy Verlag D-82418 Riegsee-Hagen<\/p>\n<h4>Kontakt<\/h4>\n<p>Lage &amp; Roy Verlag<br \/>\nBurgstra\u00dfe 8<br \/>\n82418 Riegsee-Hagen<br \/>\nTel. 08841 \u2013 44 55<br \/>\nravi.roy@lage-roy.de<br \/>\nwww.lage-roy.de<\/p>\n<h4>Foto entnommen: pixabay.com<\/h4>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fieber \u2013 eine Gnade der Natur Die Natur, das hei\u00dft die kosmischen Gesetze sind immer bem\u00fcht, alle Lebewesen von Krankheit zu befreien. 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Wenn ein Unkraut z.B. nur abgeschnitten und dann vergessen wird, ist es in k\u00fcrzester Zeit gr\u00f6\u00dfer als zuvor. Sobald ein Mensch einmal einen Gesundungsprozess unterdr\u00fcckt hat, wird es ihm bei der n\u00e4chsten Erkrankung noch schwerer fallen, durchzuhalten. 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Carola Lage-Roy, naturopath, is running her own practice as a homeopath for 35 years and has been working for 17 years with Chakra Flower Essences , which were discovered and developed by her.\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.paracelsus-magazin.ch\\\/de\\\/author\\\/roy\\\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Grippe - Erk\u00e4ltungskrankheiten [II] - Paracelsus Magazin","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/homoeopathie\/grippe-erkaeltungskrankheiten-ii\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Grippe - Erk\u00e4ltungskrankheiten [II] - Paracelsus Magazin","og_description":"Fieber \u2013 eine Gnade der Natur Die Natur, das hei\u00dft die kosmischen Gesetze sind immer bem\u00fcht, alle Lebewesen von Krankheit zu befreien. Sie nutzen jegliche M\u00f6glichkeit, Heilprozesse in die Wege zu leiten. Die Menschheit hat \u00fcber die Jahrhunderte immer mehr Angst vor diesen Heilprozessen bekommen, weil ihnen diese Selbstheilungskr\u00e4fte immer weniger verst\u00e4ndlich waren. Als Folge nahmen die Krankheitsprozesse eine immer virulentere Form an, wodurch noch mehr Angst ausgel\u00f6st wurde. Wie konnten die Krankheitsprozesse so an Virulenz gewinnen? Als der Mensch diese Gesundungsprozesse unterbinden wollte, griff er zu Ma\u00dfnahmen, die den nat\u00fcrlichen Heilungsprozess empfindlich st\u00f6rten. Dadurch blieb ein Rest der Krankheit und ihre tiefen Wurzeln im Organismus. Durch die Unterdr\u00fcckung dieser Naturprozesse wurde die Aufmerksamkeit des Menschen von der wirklichen Bedeutung der krankmachenden Prozesse abgelenkt. Die Krankheit wuchs mehr oder weniger im Verborgenen und nahm an Kraft und Virulenz zu. 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