{"id":17623,"date":"2018-10-27T20:40:35","date_gmt":"2018-10-27T18:40:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/?p=17623"},"modified":"2022-09-12T21:37:26","modified_gmt":"2022-09-12T19:37:26","slug":"die-lehren-von-sanat-kumara-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/philosophie\/die-lehren-von-sanat-kumara-ii\/","title":{"rendered":"Die Lehren von Sanat Kumara [II]"},"content":{"rendered":"<h3>Gebot 2:<\/h3>\n<h2><i>\u0160raddh\u00e2<\/i><\/h2>\n<p><i>\u0160raddh\u00e2<\/i> ist die F\u00e4higkeit, die es uns erm\u00f6glicht, &#8218;hier und jetzt&#8216; zu sein. Lord <i>Sanat Kum\u00e2ra<\/i> gibt dies als ersten Schritt zur Selbstverwirklichung, zum Ich Bin. Ohne <i>\u0160raddh\u00e2<\/i> k\u00f6nnen wir nicht viel erreichen. Unser Denken hat die Gewohn\u00adheit herumzuwandern. Wie ein Vagabund, ein Stra\u00ad\u00dfenhund oder ein streunender Hund l\u00e4uft es ziellos hin und her. Es nimmt uns auf einen Flug mit, der kein Reiseziel hat und macht uns zer\u00adstreut und geistesabwesend. Das Denken l\u00e4sst uns nicht sein und nicht tun, was wir eigentlich tun m\u00fcssten. Es \u00fcberl\u00e4sst dem K\u00f6rper die Arbeit und macht sich auf und davon. Der K\u00f6rper ist eine Maschine, die die Dinge mechanisch wie ein Roboter erledigt. Wenn das Denken umherwandert, w\u00e4hrend der K\u00f6rper aktiv ist, wird die Arbeit nicht in angemessener Weise getan. Folglich werden wir nicht von ihr erf\u00fcllt, weil wir nicht auf sie konzentriert sind. Unser Bewusstsein ist nicht anwesend, und daher bekommen wir nicht die entsprechende Er\u00adfah\u00adrung. Viele Leute suchen sich wohlschmeckendes Essen aus, und dann sind sie mit Reden besch\u00e4ftigt, w\u00e4hrend sie essen. So verlagert sich die Aufmerksamkeit vom Essen zu dem Gespr\u00e4chsthema, und sie essen mechanisch. Da\u00addurch erleben sie nicht den Geschmack der Nah\u00adrung. Wenn wir nicht bewusst essen, entgeht uns das Erlebnis des Essens, und wir essen auch nicht die erforderliche Menge. Dann neigen wir dazu, zu viel oder zu wenig zu essen, aber nicht so viel, wie wir tats\u00e4chlich brauchen. Wenn wir nicht bewusst essen, kann die Lebenskraft nicht wir\u00adkungs\u00advoll arbeiten. Sie sorgt f\u00fcr die As\u00adsi\u00admi\u00adla\u00adtion der Nah\u00adrung im K\u00f6rper. Viele Leute unter\u00adhal\u00adten sich beim Essen. Folglich fehlt ihnen das Erleben des Essens. \u00c4hnlich ist es, wenn wir Mu\u00adsik einschalten und nach ein paar Minuten zu reden anfangen. Die Musik erreicht zwar das Ohr der H\u00f6rer, aber die H\u00f6rer sind nicht da. Sie sind woanders besch\u00e4ftigt. Schlie\u00dflich ist die Musik zu Ende, und wir haben die Musik nicht wirklich er\u00adlebt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Sei jederzeit bewusst<\/h3>\n<p>Genauso ist es beim Sehen: Der Mensch sieht nicht wirklich, da der Sehende beim Hinschauen nicht restlos anwesend ist. Er h\u00f6rt, aber er h\u00f6rt nicht. Er isst, aber er isst nicht. Er spricht, aber er h\u00f6rt seinen eigenen Worten nicht zu. W\u00fcrde er dem, was er sagt, richtig und vollst\u00e4ndig zuh\u00f6ren, dann w\u00fcrde er keinen Unsinn reden. Der Mensch ist eine Bewusstseinseinheit, aber er ist nicht bewusst anwesend, wenn er spricht. Er ist nicht bewusst anwesend, wenn er h\u00f6rt. Er sieht nicht bewusst, er isst nicht bewusst. Die meisten Dinge tut er mechanisch. Der Unterschied zwischen einem Menschen und einer Maschine ist, dass der Mensch bewusst ist und die Maschine nicht. Er ist das Bewusstsein, und deshalb hat er die F\u00e4higkeit, Erfahrungen zu machen. Wenn das Bewusstsein nicht anwesend ist, fehlt auch die entsprechende Erfahrung.<\/p>\n<p>Das Denkverm\u00f6gen muss trainiert werden, &#8218;hier und jetzt&#8216; zu sein. Dies ist eine Disziplin und eine \u00dcbung. Von den kleinsten bis zu den gro\u00dfen Handlungen muss man lernen, bewusst gegenw\u00e4rtig zu sein. Wenn man bewusst an\u00adwe\u00adsend ist, gibt es ununterbrochene Erfah\u00adrung. Es erm\u00f6glicht sogar die Kontinuit\u00e4t des Bewusst\u00adseins, wenn man in den verschiedenen Hand\u00adlungs\u00adrei\u00adhen w\u00e4hrend des Tagesablaufs pr\u00e4sent ist.<\/p>\n<p>Sei pr\u00e4sent bei allem, was du tust. Sei bei je\u00ad\u00adder Handlung konzentriert und aufmerksam. Dies ist der Weg, um Zu Sein. Das menschliche Be\u00adwusst\u00adsein sitzt in den Schichten des Denkens. Wenn das Denken vollst\u00e4ndig pr\u00e4sent ist, dann ist der Mensch pr\u00e4sent. Ist das Denken nicht ganz pr\u00e4sent, dann ist auch der Mensch nicht pr\u00e4sent, und die Arbeit geschieht mechanisch. So vermittelt sie keine Erfahrung. Wir sollten daher f\u00fcr die Anwesenheit des Denkverm\u00f6gens sorgen, denn das erm\u00f6glicht uns, die Essenz der Aktivit\u00e4t zu genie\u00dfen. Die Aktivit\u00e4t selbst ist das Sch\u00f6ne, nicht die Ergebnisse. Leider plant der Mensch die zuk\u00fcnftigen Ergebnisse und ver\u00adpasst dabei die Ak\u00adti\u00advi\u00adt\u00e4t in der Gegenwart. Ergebnis\u00adorien\u00adtierte Handlun\u00adgen sind voller Anspannung. Aufmerksam durch\u00ad\u00adge\u00adf\u00fchrte Handlungen sind vol\u00adler Freude. Die Hand\u00adlungen selbst machen Freude. Ein Meis\u00adter der Weisheit sagt: \u201eIn der Aktivit\u00e4t selbst sind die Freude, Ruhe und Erho\u00adlung enthalten, und die Ak\u00adti\u00advi\u00adt\u00e4t erfrischt.\u201d<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Bringe himmlisches Gl\u00fcck auf die Erde<\/h3>\n<p>ei ganz konzentriert und aufmerksam, wenn du dir morgens die Z\u00e4hne putzt. Freue dich am Duft der Zahnpasta, sieh dir deine sch\u00f6nen und pflichtgetreuen Z\u00e4hne an. Ohne sie kannst du nicht essen und nicht herzlich l\u00e4cheln. Wenn du das Z\u00e4hneputzen genie\u00dft, kannst du den Tag freudig beginnen. Genauso sollte es auch sein, wenn du dich duschst. Sei beim Duschen bewusst anwesend. Sp\u00fcre das Leben des Wassers, die Sch\u00f6nheit deiner kostbaren Seifen und Cre\u00admes. Du solltest ohne Eile duschen. Wenn du wei\u00dft, wie du voll konzentriert und aufmerksam sein kannst, w\u00e4hrend du etwas tust, kannst du himmlische Zufriedenheit zur Erde bringen. Sei genauso aufmerksam, w\u00e4hrend du deine Kleidung aussuchst und anziehst, um dich an ihr zu freuen, wenn du sie tr\u00e4gst. Das Gleiche gilt f\u00fcr das Anlegen der Uhr, des Schmucks und f\u00fcr das Anziehen der Schuhe. Schau sie an, sprich zu ihnen und l\u00e4chle sie an, w\u00e4hrend du sie anlegst bzw. anziehst. Auf diese Weise trainierst du dein Denken, hier und jetzt zu sein. Ein Denken, das lernt, im Hier und Jetzt zu sein, hat enorme Wahrnehmungskraft. Deine Wahrnehmungen sind sch\u00e4rfer, und du lernst schneller. Du bist wie ein angespitzter Pfeil, der jede Situation durchdringen und L\u00f6\u00adsun\u00adgen wahr\u00adnehmen kann. Durch ein solches Den\u00adken kann In\u00adtuition flie\u00dfen, weil es ganz und gar aufmerksam ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Sei ganz und gar aufmerksam<\/h3>\n<p>Ein vollst\u00e4ndig aufmerksames Denken wird mit einem edlen, reinrassigen Hund verglichen. <i>Sa\u00adram\u00e2<\/i> hei\u00dft der erhabenste Hund, der mit er\u00adstaun\u00adlicher Wachsamkeit \u00fcber unser Sonnen\u00adsys\u00adtem wacht. <i>Saram\u00e2<\/i> ist Cerberus, Cerberus ist Sirius. Hunde gelten als die wachsamsten Tiere. Edle Hunde sind immer wachsam. Sie h\u00f6ren weiter und wittern schneller. Ein durch <i>\u0160raddh\u00e2<\/i> ge\u00adsch\u00e4rf\u00adtes Den\u00adken ist konzentriert, aufmerksam und stets be\u00adreit wahrzunehmen. Seine Antennen ra\u00adgen in alle 360 Richtungen. Nur hohe See\u00adlen haben ein derart entwickeltes Denken. Mensch\u00adli\u00adches Denken geht nur in eine Richtung, das Meis\u00adter-Den\u00adken ist viel\u00addimensional.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Die F\u00e4higkeiten des Denkens erreichen ihren h\u00f6chsten Stand, wenn man <i>\u0160raddh\u00e2<\/i> erlernt. Nur mit solch aufmerksamem Denken kann man nach g\u00f6ttlichem oder weltlichem Wissen stre\u00adben. In der Bhagavad G\u00eet\u00e2 sagt <i>Krishna<\/i>:<\/p>\n<blockquote><p>\u201c<i>Sraddhavan labhate Jnanam.<\/i>\u201d<\/p><\/blockquote>\n<p>Das hei\u00dft, nur Personen, die ein aufmerksames Denken, ein <i>\u0160raddh\u00e2<\/i>-Denken, haben, k\u00f6nnen sich Wissen aneignen.<\/p>\n<p><i>Patanjali<\/i> bezeichnet diesen Zustand als <i>\u00c2sana<\/i>. Er definiert <i>\u00c2sana<\/i> als einen Status stabi\u00adlen und angenehmen Den\u00adkens. Ein edler Hund be\u00adwahrt immer eine bequeme Hal\u00adtung, die gleich\u00adzeitig sehr, sehr, sehr wachsam ist. Erst nachdem man dies erreicht hat, gibt <i>Patan\u00adjali<\/i> das <i>Pr\u00e2n\u00e2\u00ady\u00e2ma<\/i> als vierten Schritt. Auch Lord <i>Krishna<\/i> spricht von <i>\u0160raddh\u00e2<\/i> als Grund\u00advo\u00adr\u00adaus\u00ad\u00adset\u00adzung f\u00fcr die J\u00fcn\u00adger\u00adschaft. Lord <i>Sanat Ku\u00adm\u00e2ra<\/i> unterweist uns, dass wir <i>\u0160raddh\u00e2<\/i> kultivieren m\u00fcssen, um auf dem J\u00fcn\u00adger\u00ad\u00adschafts\u00adweg Fort\u00adschritte machen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Sei in allem \u00e4u\u00dferst genau<\/h3>\n<p>Sei \u00e4u\u00dferst genau in allem, was du tust. Sei nicht nachl\u00e4ssig. Du kannst nicht in manchen Dingen sehr genau und in anderen Dingen nachl\u00e4ssig sein. Wenn du bei der Arbeit sorgf\u00e4ltig bist, dann ist die konzentrierte Aufmerksamkeit da, das Bewusstsein ist da, du bist da. Neigst du bei irgend\u00adeiner T\u00e4tigkeit zur Nachl\u00e4ssigkeit, dann ent\u00adfernst du dich selbst aus diesem Zustand und bist nicht mehr aufmerksam. Die Energie, die du durch die sorgf\u00e4ltigen Handlungen aufbaust, wird durch dein nachl\u00e4ssiges Verhalten neutralisiert. Deshalb wird in der J\u00fcngerschaft empfohlen: \u201eSei \u00e4u\u00dferst genau, w\u00e4hrend du etwas tust, sei aufmerksam, w\u00e4hrend du dich ausruhst und Sei einfach nur, w\u00e4hrend du schl\u00e4fst.\u201d<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Vorlieben und Abneigungen<\/h3>\n<p>Es ist normal, dass Menschen manche Dinge m\u00f6\u00adgen und andere Dinge nicht m\u00f6gen. Norma\u00adler\u00adweise neigen sie nicht zur Sorgfalt, wenn sie etwas tun, was sie nicht m\u00f6gen. An dieser Stelle gibt es eine L\u00fccke, einen rutschigen Untergrund, auf dem die Sch\u00fcler dazu tendieren abzust\u00fcrzen und zu scheitern. Lehne eine Arbeit aufgrund deiner Vorlieben und Abneigungen nicht ab. Unterscheide die Arbeit nach dem, was man tun und nicht tun sollte. Was du zu tun hast, das solltest du gern tun, und lass sein, was du nicht tun musst. Strukturiere den Gedanken, dass du bestimmte Dinge &#8218;tun musst&#8216;, um in &#8218;ich tue es gern&#8216;. Ersetze &#8218;ich muss&#8216; durch &#8218;ich m\u00f6chte&#8216;. Durch diese Umstrukturierung des Ge\u00addan\u00adkens gibt es eine Ver\u00e4nderung in der inneren Einstellung. Eine Hausfrau sagt: \u201eIch muss das Geschirr abwaschen.\u201d Ihr t\u00e4te es gut, diesen Ge\u00addan\u00adken neu zu ordnen in: \u201eIch wasche gern ab.\u201d Vielleicht kann sie ihn sogar noch besser um\u00adbauen und denken: \u201eIch mag es, wenn mein Mann abw\u00e4scht.\u201d<\/p>\n<p>Vom Humoristischen kommen wir nun zum Hauptstrom der Lehre zur\u00fcck: Weiche der Arbeit nicht aus, weil du sie nicht magst, sondern unter\u00adscheide im Hinblick auf das, was man tun und was man nicht tun sollte. Was auch immer dein Los ist, das du zu erf\u00fcllen hast \u2013 erf\u00fclle es gern. Dann kannst du aufmerksam und bewusst sein und dadurch wachsam und kon\u00adzen\u00adtriert bleiben. Das ist der Weg, um hier und jetzt zu sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Die Wissenschaft des Gegenw\u00e4rtig-Seins<\/h3>\n<p>Die Wissenschaft des <i>\u0160raddh\u00e2<\/i> wird <i>A\u0161wa Vidy\u00e2<\/i> genannt. <i>A\u0161wa Vidy\u00e2<\/i> bedeutet &#8218;Pferde-Wissen\u00adschaft&#8216;. Im Sanskrit hei\u00dft das Pferd <i>A\u0161wa<\/i>. Aber <i>A\u0161wa<\/i> bedeutet auch &#8217;nicht Zukunft und nicht Vergangenheit&#8216;. Was haben wir, wenn weder die Zukunft noch die Vergangenheit gemeint ist? Die Gegenwart. So ist die wahre Bedeutung von <i>A\u0161wa Vidy\u00e2<\/i>: &#8218;die Wissenschaft, in der Gegenwart zu sein&#8216;. Jeder Meister der Weisheit vermittelt den ernsthaft strebenden Sch\u00fclern als erstes diese Wis\u00adsen\u00adschaft. Solange die Sch\u00fcler nicht lernen, im Hier und Jetzt zu leben, wird kein Wissen weitergegeben. Ein herumwanderndes Denken mag sich begeistern k\u00f6nnen, aber es bleibt nicht fortw\u00e4hrend in der Gegenwart. An rollenden Steinen bleiben immer mehr Sand- und Erdpartikel h\u00e4ngen. Dadurch werden sie zwar schwer, aber sie sind weder f\u00fcr sich selbst noch f\u00fcr andere von Nut\u00adzen. Wer hier und da nach Wissen sucht, von Ort zu Ort geht, gewinnt so lange kein wahres Wis\u00adsen, bis er bereit ist, sich selbst zu erziehen. Sch\u00fc\u00adler sollten offen daf\u00fcr sein, sich zu ver\u00e4ndern, zu lernen, und sie sollten lernen, sich zu ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Geduld (<i>Ksham\u00e2<\/i>) und bewusstes Handeln (<i>\u0160raddh\u00e2<\/i>) sind die beiden fundamentalen Vor\u00adgehensweisen in der J\u00fcngerschaft.<\/p>\n<p><i>Arjuna<\/i>, der gro\u00dfe Krieger und Eingeweihte von edler Geburt, wurde zuerst in <i>A\u0161wa Vidy\u00e2<\/i> unterrichtet, das hei\u00dft er lernte, hier und jetzt gegenw\u00e4rtig zu sein, sich der gegebenen Situation voll bewusst zu sein. Aufgrund seines Wissens, wie man zuallererst vollst\u00e4ndig bewusst hier und jetzt ist, war er der beste Bogensch\u00fctze seiner Zeit. Als er noch ein Kind war, wurde er aufgefordert, Pfeil und Bogen zu nehmen und auf das Auge eines abgebildeten Vogels zu zielen. Das Bild war an einem entfernten Baum angebracht. <i>Arjuna<\/i> zielte auf das Auge des Vogels. Sein Lehrer fragte ihn: \u201eWas siehst du?\u201d <i>Arjuna<\/i> sagte: \u201eDas Auge.\u201d \u201eSiehst du nicht den Vogel?\u201d, fragte der Lehrer. \u201eNein\u201d, antwortete <i>Arjuna<\/i>, \u201eich sehe nur das Auge, weil es das Ziel ist.\u201d Der Lehrer fragte: \u201eSiehst du nicht den Baum oder den Ast, an dem das Bild befestigt ist?\u201d <i>Arjuna<\/i> sagte: \u201eIch sehe nicht den Baum, ich sehe nicht den Ast, ich sehe nicht den Vogel. Dies alles habe ich gesehen, bevor ich auf das Auge zielte. Jetzt ist mein Blick allein auf das Auge gerichtet.\u201d Da sagte der Lehrer: \u201eSchie\u00dfe den Pfeil ab.\u201d<\/p>\n<p>So traf der allererste Pfeil, den <i>Arjuna<\/i> in seinem Leben abschoss, direkt in das Auge des Vo\u00adgels. Dies zeigt <i>Arjunas<\/i> Qualit\u00e4t, seine konzen\u00adtrierte Aufmerksamkeit und den Status seines <i>\u0160raddh\u00e2<\/i>. So war er bei allem, was er tat, egal ob die betreffende Handlung gro\u00df oder unbedeu\u00adtend war. Diese Aufmerksamkeit ist gefordert, wenn man edle Taten im Leben vollbringen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>F\u00fcr alle Suchenden, die zur Seele und zur eigenen Umwandlung streben, um sich selbst zu verwirklichen, ist <i>\u0160raddh\u00e2<\/i> daher sehr wichtig.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Sieh das Eine Bewusstsein in allem<\/h3>\n<p><i>\u0160raddh\u00e2<\/i> erm\u00f6glicht uns, das Eine Bewusstsein in allem zu sehen. Bewusstsein ist in allem, was Ist. Es existiert als salzige Natur im Salz, als s\u00fc\u00dfe Natur im S\u00fc\u00dfen. In allem, was wir sehen, ist es die aktive Intelligenz. Wir brauchen <i>\u0160raddh\u00e2<\/i>, um mit der aktiven Intelligenz in den Din\u00adgen und Wesen Ver\u00adbin\u00addung aufzunehmen. Wenn wir <i>\u0160raddh\u00e2<\/i> ha\u00adben, k\u00f6nnen wir uns den ganzen Tag \u00fcber daran erinnern, dass wir Ich Bin sind. Auf diese Weise k\u00f6nnen wir nicht von der Per\u00ads\u00f6n\u00adlich\u00adkeit verschlungen werden. Wir vergegenw\u00e4rtigen uns, dass wir die Seele sind und sehen die Seele in den anderen. Seele ist eine andere Bezeichnung f\u00fcr das Bewusstsein in einer Form. Wenn wir dieses Be\u00adwusst\u00adsein sehen, k\u00f6nnen wir eine Verbindung zu ihm herstellen, mit ihm arbeiten und kommuni\u00adzieren. Auf diese Weise k\u00f6nnen wir im Licht arbeiten. Arbeit und Kommunikation im Licht ist die grundlegende Ausbildung, die ein Meister seinen Sch\u00fclern ver\u00admit\u00adteln m\u00f6chte. Normalerweise sehen die Sch\u00fc\u00adler die Formen, die Umh\u00fcllungen, von denen das Licht des Bewusstseins umgeben ist. Sie se\u00adhen Klang, Farbe, Form, Name und viele an\u00addere Dinge, aber nicht das individuelle Bewusst\u00adsein. <i>\u0160raddh\u00e2<\/i> ist der Schl\u00fcssel, durch den es uns m\u00f6g\u00adlich ist, das Bewusstsein zu sehen und zu sein, hier und jetzt zu sein. Um das Sein in anderen se\u00adhen zu k\u00f6nnen, muss man vollkommen be\u00adwusst sein, und dies k\u00f6nnen wir nicht durch Wunsch\u00ad\u00adden\u00adken erreichen. Wir m\u00fcssen es \u00fcben, mit viel Geduld \u00fcben. Ohne Geduld k\u00f6nnen wir diesen Weg nicht gehen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Jeden Tag k\u00f6nnen wir uns bem\u00fchen, das Licht des Bewusstseins in den Formen zu sehen, die uns umgeben. Wir sollten pr\u00fcfen, wie weit wir uns in allen Dingen, mit denen wir im Laufe des Tages zu tun haben, auf das Licht des Be\u00adwusst\u00adseins besinnen. Jeder Tag ist eine Seite im Buch unseres Lebens, und jede Seite sollte gut geschrie\u00adben sein. Jedes Jahr ist ein Kapitel. Wenn wir keine Geduld haben, k\u00f6nnen wir <i>\u0160raddh\u00e2<\/i> nicht aus\u00fcben, und wenn wir <i>\u0160raddh\u00e2<\/i> nicht gewinnen, k\u00f6nnen wir uns nicht in Licht umwandeln.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Das Eine Universale Bewusstsein<\/h3>\n<p>Soweit wir das Bewusstsein in uns und in allem sehen, was uns umgibt, erkennen wir auch, dass es nur Bewusstsein gibt und dass es nur ein Bewusstsein ist, das aus der reinen Exis\u00adtenz hervorkommt. Wir werden f\u00fchlen, dass dieses Bewusstsein universal ist. Von den The\u00ado\u00adlo\u00adgien wird es Gott genannt. Das Uni\u00adver\u00adsale Bewusstsein existiert in allem, auch im Men\u00ad\u00adschen.<\/p>\n<p>Der Mensch existiert in Gott, und Gott existiert im Menschen. Gott im Menschen wird <i>N\u00e2\u00adr\u00e2\u00adyana<\/i> genannt, und der Mensch in Gott ist <i>N\u00e2ra<\/i>. Beide sind miteinander verbunden, und durch regelm\u00e4\u00dfige R\u00fcckbesinnung auf Das Bin Ich m\u00fcssen wir diese Verbindung erkennen. Das Uni\u00adver\u00adsale Bewusstsein <i>N\u00e2r\u00e2yana<\/i> wird Das und das individuelle Bewusstsein wird Ich Bin genannt. Wenn beide miteinander verbunden sind, ist das Ergebnis Das Bin Ich. In Wahrheit existiert das Universale Bewusstsein in einem einzelnen Menschen als individuelles Bewusstsein. Die t\u00e4gliche R\u00fcckbesinnung lautet daher nicht nur Ich Bin, wie im ersten Kapitel dargelegt wurde, sondern Das Bin Ich. Das Bin Ich hei\u00dft im Sanskrit <i>Soham<\/i>. <i>Saha<\/i> und <i>Aham<\/i> ergeben zusammen <i>Soham<\/i>. W\u00f6rtlich bedeutet es Das Bin Ich. <i>Saha<\/i> ist Das, <i>Aham<\/i> ist Ich Bin.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Regelm\u00e4\u00dfig singt der Herzschlag das Lied <i>So\u00adham<\/i>. Es ist die &#8218;Musik der Seele&#8216;. Da wir alle See\u00adlen sind, t\u00e4ten wir gut daran, uns mit dem Lied der Seele zu verbinden, das uns mit dem Ursprung der Seele, mit der Universalen Seele, verkn\u00fcpft. Nur <i>\u0160raddh\u00e2<\/i> erm\u00f6glicht diese R\u00fcckbesinnung. Ohne <i>\u0160raddh\u00e2<\/i> bleibt dies nur eine Information und wird nicht zur Erkenntnis, auch wenn wir dies alles wissen. Information ist kein Wissen. Wer sich Informationen aneignet, meint klug und wissend zu sein, doch das entspricht nicht den Tat\u00adsachen. Er lebt in einer Illusion. Nur wer gegebene Informationen praktisch anwendet, wird die Wahrheit darin erkennen und sich dadurch selbst im Wissen ansiedeln.<\/p>\n<p>Wenn wir unser individuelles Bewusstsein mit dem Universalen Bewusstsein verbinden und dem Flug eines Vogels zuschauen, werden wir erkennen, dass nur das Bewusstsein aktiv ist. Das Bewusstsein ist aktiv, wenn ein Hund mit dem Schwanz wedelt, wenn uns eine Kuh ansieht, wenn ein Bulle br\u00fcllt, wenn ein Mensch spricht, wenn ein Vogel zwitschert usw. Wir sollten zuerst mit dem Bewusstsein F\u00fchlung aufnehmen, sp\u00e4ter k\u00f6nnen wir uns mit den weiteren Einzelheiten vertraut machen. Wenn wir einen Hund, eine Kuh, einen Bullen, einen Vogel, einen Mann oder eine Frau sehen, dann m\u00fcssen wir als erstes das Bewusstsein sehen, das kraftvoll durch die Formen wirkt. Sp\u00e4ter k\u00f6nnen wir uns weiter \u00fcber den Hund, die Kuh usw. in\u00adfor\u00admie\u00adren. Die erste Verbindung muss zum Be\u00adwusst\u00adsein hergestellt werden, nicht zu den Um\u00adh\u00fcl\u00adlungen, die das Bewusstsein umgeben. Das Be\u00adwusst\u00adsein ist umh\u00fcllt von Klang, Farbe, Form, Name, Nationalit\u00e4t, Religion, Geschlecht, Gesellschaftsklasse, Glaubenbekenntnis, Rasse usw. Wenn das Bewusstsein von so vielen Schich\u00adten umh\u00fcllt ist, kann man nur schwer das Ge\u00adschenk sehen, das in ihnen verborgen ist. Alle Geschenke werden in Geschenkverpackung \u00fcberreicht. Genauso ist es auch mit dem Be\u00adwusstsein. Es ist mit den entsprechenden Um\u00adh\u00fcl\u00adlun\u00adgen anwesend. Das Bewusstsein durch die Umh\u00fcllungen sehen zu k\u00f6nnen, ist das Ge\u00adschenk, das <i>\u0160raddh\u00e2<\/i> uns \u00fcberreicht.<\/p>\n<p>Es ist nicht sehr sinnvoll, wenn wir Verehrun\u00adgen oder Rituale durchf\u00fchren und mit Klang, Farbe und Symbol arbeiten, ohne in Verbindung mit dem Bewusstsein zu stehen. Klang ist nichts anderes als eine Pr\u00e4sentation des Bewusstseins, Farbe ist eine andere Pr\u00e4sentation, und ein Sym\u00adbol ist eine weitere Pr\u00e4sentation. Der Schl\u00fcssel zu Klang, Farbe und Symbol wird dem <i>\u0160raddh\u00e2<\/i>-Sch\u00fcler offenbart, da er sich zuerst mit dem Be\u00adwusstsein verbindet, das sich durch den Klang, die Farbe und das Symbol zeigt. Durch diese Ver\u00adbin\u00addung kann er die Schwingung des Klangs, die Ge\u00adschwindigkeit der Farbe und die geo\u00adme\u00adtri\u00adschen Muster des Symbols verstehen. Dies ist die okkulte Methode.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Die universale Bruderschaft<\/h3>\n<p>Wenn wir das Eine Bewusstsein in allem sehen, wovon wir umgeben sind, nehmen wir die Bru\u00adder\u00adschaft aller Lebewesen wahr. Bruderschaft ist keine Errungenschaft, sondern eine Wahrneh\u00admung und eine Erkenntnis. Wenn das Eine Be\u00adwusst\u00adsein die Grundlage aller Lebewesen ist, dann sind all die verschiedenartigen Wesen, die wir sehen, nur aus jenem Bewusstsein hervorgekommen. Alle haben denselben Vater und dieselbe Mutter. Die Bru\u00adder\u00adschaft ist eine Realit\u00e4t. Sie muss nicht beson\u00adders errungen oder zustande gebracht werden, sondern sie wiederf\u00e4hrt uns. Stehen wir erst ein\u00admal in ununterbroche\u00adner Verbindung mit dem Be\u00adwusst\u00adsein, dann sind alle Wesen eine uni\u00adver\u00adsale Gruppe von Br\u00fc\u00addern. Deshalb spricht man von der universa\u00adlen Bruderschaft. Hat man die Universalit\u00e4t der Bruderschaft er\u00adkannt, dann ist es nicht schwer, sie auch in klei\u00adne\u00ad\u00adren Gruppen zu verwirklichen. Wir brauchen keine Abgrenzungen um uns und unsere Gruppe aufzubauen. Allein aus Verblendung ent\u00adwi\u00adckeln die Leute das Ge\u00adf\u00fchl, es sei &#8218;ihre&#8216; Gruppe. Da die Illusion vorherrscht, weiten die Men\u00adschen ihre Besitzgier von ihrer Person auf ihre Gruppen aus. Es ist nur die Ausweitung des Besitz\u00adanspruchs, aber nicht des Bewusstseins, wenn man das Empfinden hat, es ist &#8218;meine Gruppe, deine Gruppe, seine Gruppe&#8216;. Es gibt nur eine Gruppe, und sie besteht aus al\u00adlen Le\u00adbe\u00adwesen des Universums. Wir m\u00fcssen un\u00adser Ver\u00adste\u00adhen und Einbeziehen erweitern. Wir d\u00fcr\u00adfen es nicht auf uns selbst begrenzen. <i>\u0160raddh\u00e2<\/i> f\u00fchrt uns zum universalen Gewahrsein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Grenzt nicht ab \u2013 es gibt nur einen Inhalt<\/h3>\n<p>Lasst uns Ein Universum, Einen Herrn, Ein Be\u00adwusst\u00adsein, Eine Existenz empfinden und uns mit der gro\u00dfartigen Erhabenheit des Einsseins verbinden. Aus Gewohnheit bauen wir Mauern um uns und haben dann das Gef\u00fchl, dass wir der Mittelpunkt sind. Jeder erschafft einen Kreis\u00adum\u00adfang und bleibt ein Mittelpunkt, ohne zu wissen, dass er der Kreisumfang von etwas an\u00adde\u00adrem ist. Wenn wir Mauern um uns bauen, dro\u00adhen wir durch die Begrenzung zu ersticken. So viele Gruppen und Organisationen leben in der Ver\u00adblen\u00addung ihrer speziellen Iden\u00adtit\u00e4t, w\u00e4hrend es in Wahrheit nur eine Identit\u00e4t, nur eine Wesenheit gibt. Dieses Eine Wesen hat in vielen Gruppen so viele Namen bekommen. Die Grup\u00adpen machen Unterschiede, um anders zu sein und m\u00f6chten sich durch ihre eigenen Na\u00admen und Formen aus der Einheit l\u00f6sen und absondern. Manche Gruppen nennen jenes We\u00adsen &#8218;den Meister&#8216;, manche nennen es <i>B\u00e2b\u00e2<\/i>, man\u00adche nen\u00adnen es <i>Sw\u00e2mi<\/i>, manche nennen es Chris\u00adtus, <i>Krishna<\/i> oder <i>R\u00e2ma<\/i> usw. Indem die Men\u00adschen an den Namen festhalten, verpassen sie den In\u00adhalt. Nur die Namen bleiben, und der In\u00adhalt geht verloren. Es gibt nur einen Inhalt: Er ist innen und au\u00dfen, oben und unten, auf jeder Seite und rundum. Durch <i>\u0160raddh\u00e2<\/i> k\u00f6nnen wir den Inhalt be\u00adobachten, erkennen und dabei die Gl\u00fcck\u00adselig\u00adkeit f\u00fchlen, die er mit sich bringt.<\/p>\n<p>Am Ende dieser zweiten Unterweisung des Herrn rufe ich uns Folgendes in Erinnerung:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>1. Das ist die Wahrheit.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>2. Das Bin Ich ist das Herabkommen jener Wahr\u00adheit als Ich Bin.<\/p>\n<p>3. R\u00fcckbesinnung auf Das Bin Ich ist die grundlegende \u00dcbung.<\/p>\n<p>4. <i>\u0160raddh\u00e2<\/i> ist der Schl\u00fcssel zu dieser \u00dcbung.<\/p>\n<p>5. Wir brauchen Geduld beim \u00dcben, viele Jahre lang Geduld. Ungeduldige Personen er\u00adhal\u00adten keinen \u00a0 \u00a0Zutritt zum Wissen.<\/p>\n<p><em>&#8230; wird fortgesetzt<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Entnommen dem Buch<\/h4>\n<h5 id=\"tw-target-text\" class=\"tw-data-text tw-ta tw-text-medium\" dir=\"ltr\" data-placeholder=\"\u00dcbersetzung\"><span lang=\"de\">Die Lehren von Sanat Kumara<br \/>\n<\/span>Dhanishta Verlag: dhanishta.org<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gebot 2: \u0160raddh\u00e2 \u0160raddh\u00e2 ist die F\u00e4higkeit, die es uns erm\u00f6glicht, &#8218;hier und jetzt&#8216; zu sein. Lord Sanat Kum\u00e2ra gibt dies als ersten Schritt zur Selbstverwirklichung, zum Ich Bin. Ohne \u0160raddh\u00e2 k\u00f6nnen wir nicht viel erreichen. Unser Denken hat die Gewohn\u00adheit herumzuwandern. Wie ein Vagabund, ein Stra\u00ad\u00dfenhund oder ein streunender Hund l\u00e4uft es ziellos hin und her. Es nimmt uns auf einen Flug mit, der kein Reiseziel hat und macht uns zer\u00adstreut und geistesabwesend. Das Denken l\u00e4sst uns nicht sein und nicht tun, was wir eigentlich tun m\u00fcssten. Es \u00fcberl\u00e4sst dem K\u00f6rper die Arbeit und macht sich auf und davon. Der K\u00f6rper ist eine Maschine, die die Dinge mechanisch wie ein Roboter erledigt. Wenn das Denken umherwandert, w\u00e4hrend der K\u00f6rper aktiv ist, wird die Arbeit nicht in angemessener Weise getan. Folglich werden wir nicht von ihr erf\u00fcllt, weil wir nicht auf sie konzentriert sind. Unser Bewusstsein ist nicht anwesend, und daher bekommen wir nicht die entsprechende Er\u00adfah\u00adrung. Viele Leute suchen sich wohlschmeckendes Essen aus, und dann sind sie mit Reden besch\u00e4ftigt, w\u00e4hrend sie essen. So verlagert sich die Aufmerksamkeit vom Essen zu dem Gespr\u00e4chsthema, und sie essen mechanisch. Da\u00addurch erleben sie nicht den Geschmack der Nah\u00adrung. 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