{"id":17347,"date":"2018-08-12T12:56:06","date_gmt":"2018-08-12T10:56:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/allgemein\/medicinal-mushrooms\/"},"modified":"2022-09-05T20:03:53","modified_gmt":"2022-09-05T18:03:53","slug":"medicinal-mushrooms","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/traditionelle-westliche-medizin\/medicinal-mushrooms\/","title":{"rendered":"Vitalpilze"},"content":{"rendered":"<h2>Alte Tradition neu entdeckt<\/h2>\n<p>Wer h\u00e4tte das gedacht: Noch vor wenigen Jahren galten Vitalpilze als Exoten, und wer sie einnahm oder als Fachexperte seinen Patienten verordnete, erntete nicht selten ein Stirnrunzeln und Skepsis. Dabei geh\u00f6ren Pilze zu den \u00e4ltesten Naturarzneien der Menschheit. Schon die ber\u00fchmte Gletschermumie \u201e\u00d6tzi\u201c hatte vor 5300 Jahren an seinem G\u00fcrtel ein Leders\u00e4ckchen mit einem getrockneten, walnu\u00dfgro\u00dfen St\u00fcck eines Birkenporlings (Piptoporus betulinus), den er zur Bek\u00e4mpfung seiner l\u00e4stigen Darmparasiten als Laxans und Antiwurmmittel benutzte, sowie ein St\u00fcck eines anderen getrockneten Pilzes, den Zunderschwamm (Fomes fomentarius) zur Blutstillung bei Verletzungen und als Hilfsmittel zum Feuermachen.<\/p>\n<p>In Asien sch\u00e4tzt und nutzt man Pilze als Nahrungs- und Heilmittel seit jeher. Die chinesische Medizin pflegt seit mehr als 2500 Jahren das Detailwissen \u00fcber den therapeutischen Einsatz der Pilzinhaltsstoffe und beschreibt \u00fcber 300 \u00fcberwiegend in Asien beheimatete Vitalpilze in ihrer Wirkung genau. Viele werden noch heute in der fern\u00f6stlichen Medizin zur Heilung von verschiedenen Krankheiten, zur St\u00e4rkung des Immunsystems und zur Regulierung und Entgiftung des K\u00f6rpers eingesetzt. Einer der bekanntesten unter ihnen ist der Ling Zhi, der in Japan Reishi und bei uns Gl\u00e4nzender Lackporling (Ganoderma lucidum) genannt wird. Er gilt in China als \u201eg\u00f6ttlicher Pilz der Unsterblichkeit\u201c und wird ausf\u00fchrlich im Klassiker der Materia Medica Shen Nong Ben Cao Jing (206 vor Chr. \u2013 220 nach Chr.) beschrieben. Bis heute gilt der Ling Zhi als bedeutendstes Naturheilmittel und wird in ganz Asien wegen seiner zahlreichen Wirkungen hoch verehrt.<\/p>\n<p>Erinnern wir uns; in der Geschichte der chinesischen Medizin ist es kaum zu entscheidenden \u00dcbertragungsverlusten von Erkenntnissen und Wissen gekommen. Diese einzigartige Pflege der medizinischen Kultur erkl\u00e4rt, warum bis heute in der \u00f6stlichen Welt, insbesondere in China, Japan und Korea, die therapeutische Anwendung der Vitalpilze fester Bestandteil der \u00e4rztlichen Kunst ist. Deshalb stammt der gr\u00f6\u00dfte Anteil an Fachliteratur und Quellen aus diesem Teil der Welt. Mit Recht d\u00fcrfen wir bei dem angesammelten Wissen von der l\u00e4ngsten klinischen Studie sprechen, die jemals stattgefunden hat. Jahrtausendalte Erfahrungen die gemacht wurden und zu Schl\u00fcssen \u00fcber die Wirkungen der Pilzinhaltsstoffe und Energetik f\u00fchrten, k\u00f6nnen heute, dank modernen, pharmakologischen Analysen, verstanden und best\u00e4tigt werden.<\/p>\n<p>Es scheint, dass dieses Wissen nun langsam den Weg zu uns gefunden hat. Hierzulande war das Interesse \u00fcber die bemerkenswerten Vitalpilze bis vor kurzem noch wenig verbreitet. Um die Anwendung und Therapie der Vitalpilze zu f\u00f6rdern und als eigenst\u00e4ndigen Bereich in der Naturheilkunde sachgerecht zu beschreiben, wurde vor einigen Jahren der Begriff \u201eMykotherapie\u201c gepr\u00e4gt. Seither finden vor allem in der Schweiz und in Deutschland Informationsveranstaltungen und Ausbildungsseminare mit dem Ziel statt, die Mykotherapie weiter bekannt zu machen. Vitalpilze finden mit ihren spezifisch energetischen und biochemischen Wirkungen bei \u00c4rzten und Therapeuten ein breites Interesse, da sie teilweise neue und interessante Behandlungsm\u00f6glichkeiten er\u00f6ffnen.<\/p>\n<p>Die unter dem Titel \u201eMykotherapie in der TCM\u201c durchgef\u00fchrten Seminare beschreiben Vitalpilze nicht nur aus Sicht der TCM- Energetik und Signatur, sondern auch schulmedizinisch und biochemisch. Der Seminarteilnehmer erf\u00e4hrt dadurch ein tiefes Verst\u00e4ndnis \u00fcber grundlegende Zusammenh\u00e4nge in der Mykotherapie und deren Anwendungsm\u00f6glichkeiten in der Praxis. F\u00fcr die Ausbildung zum TCM Mykotherapeuten sind neben Grundlagenkenntnisse in TCM keine speziellen Voraussetzungen erforderlich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Historischer \u00dcberblick<\/h2>\n<h3>Vitalpilze in der chinesischen Medizin<\/h3>\n<p>Der Gebrauch von Pilzen als Heil- und Nahrungsmittel geht vermutlich bis in pr\u00e4historische Zeiten zur\u00fcck. In China lassen sich erste Beschreibungen von Vitalpilzen in der chinesischen Medizin in die Zeit vom 2. und 3. Jahrhundert vor Christi Geburt zur\u00fcckdatieren. Es handelt sich dabei um das Werk Wu Shi Er Bing Fang \u201e52 Rezepturen bei Krankheiten\u201c das bereits Pilze zur Behandlung von Krankheiten erw\u00e4hnte. In der N\u00e4he der Stadt Chang Sha wurde bei der \u00d6ffnung eines der H\u00fcgelgr\u00e4ber von Ma Wang Dui im Jahre 1993 das auf Seidenrollen niedergeschriebene Arzneibuch entdeckt. Die Liste der 52 Krankheiten enth\u00e4lt 283 Rezepturen, die aus insgesamt 247 Kr\u00e4utern und Pilzen zusammengestellt wurden. Die meisten Substanzen konnten identifiziert und zugeordnet werden und finden sich sp\u00e4ter in der Han Dynastie (206 vor Chr. \u2013 220 nach Chr.), in dem schon erw\u00e4hnten Klassiker der Materia Medica Shen Nong Ben Cao Jing wieder.\u00a0 Beschrieben wird der Zhu Ling (Polyporus umbellatus, Eichhase) aber auch spezielle Abhandlungen \u00fcber Pilze wie Mu Er (Auricularia polytricha, Judasohr) und Ling Zhi (Ganoderma lucidum, gl\u00e4nzender Lackporling).<\/p>\n<p>Historisch belegt ist, dass der Ling Zhi (Ganoderma lucidum, gl\u00e4nzender Lackporling) am Kaiserhof und bei taoistischen M\u00f6nchen \u00e4u\u00dferst beliebt war und als \u201eKraut Gottes\u201c hoch verehrt wurde. Wer ihn als Talisman bei sich trug, dem war gro\u00dfes Gl\u00fcck beschieden. Des Weiteren wird berichtet, dass etwa im 3. Jahrhundert vor Christi Geburt Ling Zhi als Bestandteil eines Elixiers f\u00fcr \u201eUnsterblichkeit\u201c, beziehungsweise f\u00fcr die Verl\u00e4ngerung und Pflege des Lebens, eingenommen und ger\u00fchmt wurde. Es zeigt sich also, dass dieser Vitalpilz bereits in den fr\u00fchesten Aufzeichnungen der chinesischen Alchemie vorkommt und dort eine wichtige Rolle in der Pflege und Unterst\u00fctzung der Gesundheit (Yangsheng) und zur Verbesserung der geistigen St\u00e4rke und Klarheit einnimmt.<\/p>\n<p>Bis zum heutigen Tag sind zahlreiche Berichte \u00fcber die Anwendung von Vitalpilzen verfasst worden. So schreibt zum Beispiel der ber\u00fchmte Arzt Tao Hong Jing in der Materia Medica Ming Yi Bie Lu \u00fcber den Mao Tou Gui San (Coprinus Comatus, Schopftintling) bei Verdauungsproblemen und Diabetes. Im Werk Ben Cao Bei Yao von Wang An wird \u00fcber den Gebrauch von Dong Chong Xia Cao (Cordyceps sinensis, chinesischer Raupenpilz) bei Impotenz und Altersschw\u00e4che berichtet, und Hou Tou Jun (Hericium erinaceus, Igelstachelbart) wird im chinesischen Werk Zhong Guo De Zhen Jun von Liu Po bei Krebs im Verdauungstrakt empfohlen. Dieser Pilz wird allerdings als Nahrungsmittel schon sehr viel fr\u00fcher, vor allem im S\u00fcdwesten und Norden von Chinas, hoch verehrt.<\/p>\n<p>Das moderne China hat in den letzten 40 Jahren intensiv an der pharmakologischen Wirkung der Pilze geforscht und viele interessante klinische Studien ver\u00f6ffentlicht. Es sind in dieser Zeit auch einige interessante Pilzmonographien geschrieben worden. So zum Beispiel die im Jahre 1999 ver\u00f6ffentlichte gro\u00dfe Sammlung von Vitalpilz-Rezepturen Xun Jun Yi Fang Ji Cheng von den Forschern Chen Shi Yu und Chen Hai Ying, in welchem bis 300 Pilze ausf\u00fchrlich beschrieben werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Vitalpilze in der Klostermedizin<\/h3>\n<p>Nicht nur der Osten ist mit der Heilkraft von Pilzen vertraut, auch die traditionelle europ\u00e4ische Medizin (TEM) kennt und verwendet Vitalpilze in der Therapie. Seit jeher sind es die Kl\u00f6ster des Heiligen Benedikt, in denen die Sorge um das ganzheitliche Wohl des Menschen im Mittelpunkt steht. So ist es nicht verwunderlich, dass die heilende Behandlung mit Pilzen schon vor Jahrhunderten auch in der europ\u00e4ischen Klostermedizin gekannt und gesch\u00e4tzt war. \u00dcberliefert ist zum Beispiel eine Empfehlung der bis heute bekannten \u00c4btissin und Medizinerin Hildegard von Bingen aus dem 12. Jahrhundert, die in ihrem Werk Physika die vitalisierende Kraft des Lackporling (Ling Zhi, Ganoderma lucidum) beschreibt. Au\u00dfer den Informationen zu den spezifischen Wirkungen verschiedener Vitalpilze existieren hier Anleitungen \u00fcber Extraktionsverfahren, Dosierungen und interessanterweise auch Einnahmezeiten, um antibiotische Effekte und die spezifischen Wirkungen auf das Immunsystem zu optimieren. Die M\u00f6nche in den europ\u00e4ischen Kl\u00f6stern wussten, dass durch Extraktion hergestellte zellul\u00e4re und molekulare Inhaltsstoffe der Pilze definitiv in der Lage sind, die Lebensqualit\u00e4t und Gesundheit der Menschen in vielen Situationen tiefgreifend zu verbessern.<\/p>\n<p>Leider sind die \u00dcberlieferungen im Volk zu den pilzspezifischen- und gesundheitlichen Wirkungen der Vitalpilze in Europa im Laufe der Industrialisierung einfach \u201everebbt\u201c. Danach wurden Pilze lange aufgrund ihres hohen Ballaststoffgehalts und geringen kalorischen N\u00e4hrwerts nur als di\u00e4tetische Nahrungserg\u00e4nzung gesehen \u2013 oder eben als fakultativ giftig gemieden. Einzig in den Kl\u00f6stern Europas wurde das Wissen um die Heilkraft der Pilze weiter sorgf\u00e4ltig konserviert, wobei jedoch die Erfahrungen und das Wissen keineswegs freim\u00fctig nach au\u00dfen weitergegeben wurden. Bisweilen f\u00fcrchtete man sich vor Missbr\u00e4uchen &#8211; insbesondere das schamanische Treiben mit berauschenden Drogen aus Pilzen zur Bewusstseinserweiterung wurde als besonders fragw\u00fcrdig abgelehnt.<\/p>\n<p>Erst die Wissenschaft, vertreten durch Biologen, Mykologen und Mediziner hat in den letzten Jahren das best\u00e4tigt, was alte Kulturen, wie in China aber auch in \u00c4gypten und Europa seit Jahrtausenden wussten: Pilze tragen die f\u00fcr uns Menschen und Tiere wirksamsten Heilsubstanzen in sich, die in der Natur zu finden sind. Heute ist die Mykotherapie eine moderne Wissenschaft, die im Grenzbereich zwischen Mykologie und Medizin angesiedelt ist und intensiv an der Wirkung verschiedener Vitalpilze forscht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Biochemische Wirkung der Vitalpilze<\/h3>\n<p>Die weitreichenden medizinischen Wirkungen der Pilzsubstanzen in Gro\u00dfpilzen resultieren aus erworbenen, intelligenten \u00dcberlebensstrategien.\u00a0 Die Evolution der Pilze wurde im Laufe des l\u00e4ngeren gemeinsamen Weges mit den Tieren, im Vergleich zu den Pflanzen, in der tiefsten \u201esozialen Schicht\u201c der \u00f6kologischen Umgebung gepr\u00e4gt. Somit konnten die Pilze als die gr\u00f6\u00dften \u201eRecycler\u201c organischen Materials auf diesem Planeten und als Hauptversorger der Pflanzen mit lebensnotwendigen Substraten bestehen und \u00fcberleben.<\/p>\n<p>Auf diesem Weg haben sie u. a. gelernt, selbst antibakterielle , antivirale und antimykotische Inhaltsstoffe herzustellen \u2013 die auch zur Entdeckung des Penicillins oder der Cyclosporine gef\u00fchrt haben. Die gemeinsame Evolutionsspanne von Tieren und Pilzen hatte auch den Effekt, dass f\u00fcr beide nahezu das identische mikrobielle \u201eFeindbild\u201c besteht \u2013 so wirken die Pilzsubstanzen auch gegen alle menschenpathogenen Erreger, w\u00e4hrend die Pflanzen \u00fcber ein deutlich differentes Abwehrspektrum verf\u00fcgen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Die Hauptwirkstoffgruppen der Pilze, die gro\u00dfmolekularen Beta\u2013D-Glukane und die Triterpene haben ein breites , komplement\u00e4res Spektrum an klinischen Wirkungen. Es reicht von der nat\u00fcrlichen Entz\u00fcndungshemmung \u00fcber biologischen Strahlenschutz, Entgiftung auf Zellebene und der Antioxidation bis hin zu immunmodulierenden und antitumoralen Eigenschaften.<\/p>\n<p>Eine von der Natur geschaffene, intelligente stoffliche Feinabstimmung von Aminos\u00e4uren, Provitaminen, Vitaminen, Enzymen, Mineralien und Spurenelementen mit den besonderen komplexen Wirkkomponenten, f\u00fchrt zu positiv\u2013ausgleichenden Prozessen im K\u00f6rper und zur \u201eHom\u00f6ostase\u201c, so dass man Pilzpr\u00e4parate auch als \u201ebiological response modifiers\u201c (BRM) bezeichnet und entsprechend therapeutisch einsetzt. In Korea werden die BRM deshalb heute als vierte S\u00e4ule in der Krebstherapie in fast 80 % der F\u00e4lle adjuvant eingesetzt.( Im Vergleich: -Pilze 67% -Kr\u00e4uter 54.1% -Ginseng 46.5%)<\/p>\n<p>Pilze sind (wie auch Tier und Mensch) Chemosynthetiker, die aus gebotenen N\u00e4hrstoffen vital erforderliche, komplizierte Enzyme, Vitamine und gro\u00dfmolekulare Sekund\u00e4rstoffe synthetisieren k\u00f6nnen. Pilze machen etwa 25% der Biomasse auf der Erde aus \u2013 ohne sie w\u00e4re unsere Welt eine riesige M\u00fcllhalde organischer Abf\u00e4lle.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Signatur der Vitalpilze aus westlicher Sicht<\/h3>\n<p>Seien wir uns bewusst, dass die Unterscheidung zwischen Tier und Pflanze auch als\u00a0 ern\u00e4hrungsphysiologische Gruppierung angesehen werden k\u00f6nnte. Die Ern\u00e4hrungsphysiologie bestimmt letztlich auch den K\u00f6rperbau und die Lebensweise der Organismen. Die allermeisten Pilze sind standortgebunden wie auch die Pflanzen, sie unterscheiden sich aber in ihrer Ern\u00e4hrungsart, sie sind heterotroph: Sie ern\u00e4hren sich mithilfe von Enzymen von organischem Material und sie sind redundant, sie bauen also diese organischen Stoffe in kleinste chemische Verbindungen ab. Es gibt keine organischen Verbindungen, die sich nicht durch Pilze reduzieren (transformieren) lassen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Transformationskraft<\/h3>\n<p>Gerade diese unglaublich starke Kraft, organisches Material abzubauen und zu transformieren, um neue N\u00e4hrstoffe f\u00fcr den Wiederaufbau bereitzustellen, ist ein wichtiges Wesensmerkmal der Pilze und muss gut verstanden werden. Hier liegt wohl die bedeutendste Eigenschaft, sprich \u201eSignatur\u201c vor uns. Eine enorm revitalisierende Kraft, die f\u00fcr das st\u00e4rkende und n\u00e4hrende Prinzip steht. Durch das Bereitstellen wertvoller N\u00e4hrstoffe werden viele Organismen unterst\u00fctzt und k\u00f6nnen ihrerseits wachsen und gedeihen. Obwohl der Lebensraum vieler Pilze an schwierigster Stelle im Naturkreislauf stehen,- n\u00e4mlich dort wo verderben und verrotten geschieht und organischer Abfall entsteht, ist das Wirken am st\u00e4rksten- hier leisten sie ihre volle Transformationsarbeit und sind Energielieferanten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Symbiosepartner von Pflanzen und Tieren<\/h3>\n<p>Pilze k\u00f6nnen nicht nur Stoffe transformieren, sie besitzen auch die F\u00e4higkeit, N\u00e4hrstoffe zu transportieren um damit andere Lebensformen mit der n\u00f6tigen Energie zu versorgen. F\u00fcr das Verst\u00e4ndnis der Pilzenergetik ist dies ein ebenfalls sehr wichtiger Aspekt.<\/p>\n<p>Pilze gehen mit vielen Pflanzen und Tieren eine Symbiose ein. Bis zu 90% aller Pflanzen werden von Pilzen in ihrem Wachstum gef\u00f6rdert und unterst\u00fctzt. Die Wurzeln vieler h\u00f6herer Pflanzen sind au\u00dfen von Pilzen \u201einfiziert\u201c, es entstehen dabei Pilzwurzeln, die sogenannten Mykorrhizen. Der Pilz versorgt damit die Pflanze mit Wasser und N\u00e4hrsalzen, sein Myzel fungiert quasi als verl\u00e4ngertes Wurzelgeflecht. Die aufgenommenen N\u00e4hrstoffe gehen in die Pflanze \u00fcber und steigen noch oben.\u00a0 Auch f\u00fcr Pilze ist das Zusammenleben mit den Pflanzen von Vorteil: Sie werden direkt mit verwertbaren organischen Stoffen versorgt, die der Pilz f\u00fcr seinen eigenen Stoffwechsel ben\u00f6tigt. Einige Pilze bilden nur in Symbiose mit Pflanzen ihre Fruchtk\u00f6rper aus, wie z. B. die Tr\u00fcffel.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Entgiftung<\/strong><\/h3>\n<p>Bemerkenswert ist die selektive Aufnahme von Metallverbindungen durch das Erdmyzel der verschiedenen Pilze. Diese Pilzeigenschaft ist von sehr gro\u00dfem Nutzen f\u00fcr die Natur, da sonst nur wenig weitere Organismen, wie z. B. Algen, Giftstoffe aufnehmen oder abbauen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Lebensr\u00e4ume<\/h3>\n<p>Pilze sind uralte Organismen, sie tragen die Urkraft der Sch\u00f6pfung in sich. Studien lassen vermuten, dass Pilze bereits vor mehr als 600 Millionen Jahren das Festland besiedelten. Die ersten Pilze sollen sich bereits vor 800 bis 1.200\u00a0Millionen Jahren entwickelt haben. Demnach kann man davon ausgehen, dass Pilze zu den fr\u00fchesten Organismen unseres Planeten z\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Pilze sind erdverbunden. Viele der Pilze wachsen am Boden und das Myzel, verborgen in der Erde, tr\u00e4gt das Wissen unseres Planeten als Erfahrung in sich (Paarkernmycel mit 2 verschiedenen Genomen). Pilze verbinden aber auch viele Lebensformen mit der Erde und verwurzeln und n\u00e4hren diese. Pilze sind ein sehr stabilisierendes Element in der Natur- sie sind ein Bindeglied von Auf- und Abbauprozessen und passen ihre Ausbreitung den \u00f6rtlichen Gegebenheiten an.<\/p>\n<p>Auch das weltweit gr\u00f6\u00dfte Lebewesen ist ein Pilz. Im Jahre 2004 entdeckten Wissenschaftler im Nationalpark im Unterengadin einen Hallimasch, dessen unterirdisches Geflecht ein Areal von 35 Hektar besiedelt. Ein noch gr\u00f6\u00dferes Exemplar steht in den W\u00e4ldern von Oregon in den USA. Es ist 120 Hektar gro\u00df, ca. 600 Tonnen schwer und sein Alter wird auf 2.400 Jahre gesch\u00e4tzt.<\/p>\n<p>Die Erfolgsgeschichte der Pilze kann auf ihre enorme Kapazit\u00e4t von Selbstschutz und Anpassungsf\u00e4higkeit zur\u00fcckgef\u00fchrt werden. \u00dcber Jahrmillionen haben Pilze gelernt, sich an die stetig ver\u00e4nderten Umweltbedingungen anzupassen und sich gegen Angriffe von Viren, Bakterien und Parasiten mit nat\u00fcrlichen Substanzen zu sch\u00fctzen. Pilze besitzen demnach ein schier un\u00fcberschaubares Wissen an gespeicherten und erfolgreichen \u00dcberlebensstrategien.<\/p>\n<p>Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass Pilze n\u00e4hrende, entgiftende, regulierende und sch\u00fctzende Eigenschaft besitzen. Durch den Verzehr von Speisepilzen oder der Einnahme von Pilzpr\u00e4paraten, wirkt sich dies positiv auf die Gesundheit der Menschen aus.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Energetik der Vitalpilze aus chinesischer Sicht<\/h2>\n<h3>Die Affinit\u00e4t zur Erde<\/h3>\n<p>Wie oben beschrieben, ist eine der st\u00e4rksten pilzenergetischen Prinzipien die F\u00e4higkeit, Biostoffe zu transformieren, in N\u00e4hrstoffe umzuwandeln und f\u00fcr die Verteilung und Versorgung von Lebensprozessen zu transportieren. Man kann daraus eine erste Grundaussage ableiten: Pilze transformieren und transportieren.<\/p>\n<p>Dies entspricht im Wesentlichen den Funktionen von Milz und Magen, dem Erdelement der f\u00fcnf Wandlungsphasen. Milz und Magen werden zusammen als die Wurzel des Nach-Himmel Qi bezeichnet, weil der Ursprung von allem Qi und Blut nach der Geburt dort erzeugt wird. In der Milz wird aus der aufgenommenen Nahrung und Fl\u00fcssigkeit das Nahrungs-Qi \u201eGu Qi\u201c gewonnen. Die Milz verteilt anschlie\u00dfend das Nahrungs-Qi nach oben (Herz-Blut und Lungen-Sammel-Qi) und zu den Geweben (ganzer K\u00f6rper und die vier Extremit\u00e4ten). Hier erkennt man \u00e4hnlich wirkende energetische Qualit\u00e4ten, die die Vermutung zulassen, dass Pilze und das Element Erde, Analogien aufweisen. Die gemeinsamen Qualit\u00e4ten sind f\u00fcr Transformation und Transport von Biostoffen zur Versorgung von Lebensprozessen verantwortlich.<\/p>\n<p>Durch die Einnahme der Pilze k\u00f6nnen sich die inh\u00e4renten Kr\u00e4fte (Qi Qualit\u00e4t oder energetische Eigenschaft) positiv auf den K\u00f6rper auswirken. Diese unterst\u00fctzen durch eine generelle St\u00e4rkung und Regulierung der K\u00f6rperfunktionen und durch die Versorgung mit wertvollen Inhaltsstoffen den gesamten Organismus. Man kann daraus eine zweite Grundaussage ableiten: Pilze st\u00e4rken und n\u00e4hren.<\/p>\n<p>In der TCM kontrollieren die Milz und der Magen die verschiedenen Umwandlungen und Bewegungen im K\u00f6rper und bilden so einen sehr wichtigen Qi-Mechanismus im K\u00f6rper. Zusammen mit der Leber sind sie eine der fundamentalsten Achsen zur Regulierung und Bewegung des Qi Bedarfs im Organismus. Das \u00e4u\u00dfert sich in einer guten Verdauung und in einer ausreichenden Bildung und Verteilung von Qi und Blut.<\/p>\n<p>Da diese Prozesse sehr komplex sind, kann dies schnell zu Problemen f\u00fchren, wodurch der normale Qi Verlauf beeintr\u00e4chtigt werden kann. So kann beispielsweise eine Milz Qi Schw\u00e4che zur Ansammlung von Feuchtigkeit f\u00fchren, die ihrerseits den freien Fluss des Leber Qi im mittleren San Qiao blockiert, was zu vermindertem Appetit, einer schlechten Verdauung, einem gebl\u00e4hten Abdomen und weichem Stuhl f\u00fchren kann.<\/p>\n<p>Das bedeutet, dass alles, was harmonisierend, regulierend und ausgleichend wirkt, einen positiven Einfluss auf den Qi- Mechanismus hat und so die normalen physiologischen Prozesse unterst\u00fctzen wird. Ausgleichende, stabilisierende, neutralisierende und harmonisierende Lebensph\u00e4nomene gelten in der TCM als Attribute des Erdelements der f\u00fcnf Wandlungsphasen.<\/p>\n<p>Pilze k\u00f6nnen also vom Gesichtspunkt der Energetik vorwiegend dem Erdelement zugeschrieben werden. In der Natur werden Aufbau und Ausbreitung ganzer \u00d6kosysteme durch Pilze gesteuert und reguliert. Das unterirdisch angelegte Mycel (eigentlicher Pilz, Pilzgeflecht) fungiert dabei als intelligentes Netzwerk zur Stabilisierung und zum Ausgleich. Daraus k\u00f6nnen wir die dritte Grundsatzaussage ableiten: Pilze gleichen aus, regulieren und harmonisieren.<\/p>\n<p>Pilze k\u00f6nnen Giftstoffe aufnehmen und in weniger giftige Verbindungen abbauen. Eine gro\u00dfartige F\u00e4higkeit, die nur selten in der Natur vorkommt. F\u00fcr das \u00d6kosystem ist diese Entgiftungsarbeit enorm wichtig und von entsprechend gro\u00dfem Nutzen. Die Umwelt kann durch das Binden und Abbauen von Giftstoffen deutlich entlastet und besser regeneriert werden, was die Stabilit\u00e4t und das Wachstum im fragilen \u00d6kosystem ma\u00dfgeblich unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Gesundheit des menschlichen Organismus ist es von gro\u00dfer Bedeutung, dass m\u00f6glichst wenige toxische und\/oder anderweitig belastenden Stoffe in den K\u00f6rper gelangen oder aufgenommen werden. Einmal belastet sind vor allem die Leber, die Nieren, die Haut, der Darm und das lymphatische System mit Entgiftungs- und Ausscheidungsprozessen beauftragt. Allen voran kann die Leber h\u00e4ufig mit Toxinen in Kontakt sein und belastet werden.<\/p>\n<p>In der TCM nimmt die Leber eine wichtige Rolle in der Entgiftung ein. Denken wir zum Beispiel an ihre Aufgabe Blut aufzunehmen, welches in der Folge gek\u00fchlt und regeneriert wird, was \u00fcbersetzt einer Entgiftung gleich kommt. Ist das Leberblut mit Hitze-Toxinen belastet, kann es in der Folge zu Hautproblemen mit starken R\u00f6tungen und Juckreiz kommen. Hier wirken vor allem die energetisch leicht bitteren Vitalpilze wie der Ling Zhi (Ganoderma lucidum, gl\u00e4nzender Lackporling) oder der Yun Zhi (Trametes versicolor, Schmetterlingstramete), die hervorragende Entgiftungseigenschaften aufweisen und zur Behandlung von Hauterkrankungen in Folge Leber-Blut Intoxikation heran gezogen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Pilze haben also neben dem starken Bezug zum Erdelement auch eine Verbindung zum Element Holz. Das \u00fcberrascht nicht, da die meisten Vitalpilze an B\u00e4umen wachsen oder in Symbiose mit ihnen leben. Pilze unterst\u00fctzen also die Entgiftungsarbeit der Leber, k\u00f6nnen aber auch Giftstoffe im Darm binden und ausleiten. Die Entgiftungsarbeit beschr\u00e4nkt sich dabei nicht nur auf rein chemische Prozesse, -Pilze entgiften auch den psycho- emotional belasteten Menschen und bewirken so eine Art \u201ePsycho-Hygiene\u201c. Indem der durch st\u00e4ndigen Stress, L\u00e4rm und Reiz geplagte und belastete Geist entgiftet wird, kehrt Ruhe, Pr\u00e4senz und Klarheit ein, was sich durch Gelassenheit und Flexibilit\u00e4t ausdr\u00fcckt. Daraus k\u00f6nnen wir die vierte Grundsatzaussage ableiten: Pilze entgiften und leiten aus.<\/p>\n<p>Die vierte Grundsatzaussage beschreibt die psycho- emotionale Wirkung der Pilze sehr sch\u00f6n. Regelm\u00e4\u00dfig wurden Pilze bei Ritualen und religi\u00f6sen Riten verwendet, wo sie teilweise auch heute noch ihren Platz haben. Obwohl die daf\u00fcr verwendeten Pilze zu den psychotropen Pilzen z\u00e4hlen, sahen Schamanen und Alchemisten den Platz der Vitalpilze ebenfalls in der N\u00e4he der G\u00f6tter. So wurde der Ling Zhi von taoistischen M\u00f6nchen als g\u00f6ttlicher Pilz der Unsterblichkeit bezeichnet und gerne vor Meditations\u00fcbungen eingenommen. Der Vitalpilz sorgt dabei f\u00fcr eine erh\u00f6hte Konzentration, die helfen sollte, den Geist vom Schweren und Tr\u00fcben zu entbinden.<\/p>\n<p>Eine m\u00f6gliche, biochemische Erkl\u00e4rung f\u00fcr diese Effekte k\u00f6nnten die sogenannten adaptogenen, sekund\u00e4ren Wirkstoffe in den Vitalpilzen sein. Diese erh\u00f6hen unsere Anpassungsf\u00e4higkeit und Belastbarkeit und steigern so unsere innere Stabilit\u00e4t. Reich an diesen Substanzen sind wiederum der Ling Zhi, aber auch der Dong Chong Xia Cao (Cordyceps sinensis, Raupenpilz). Zu erw\u00e4hnen w\u00e4re da noch der Hou Tou Jun (Hericium erinaceus, Igelstachelbart), der Substanzen wie die Erinacine enth\u00e4lt, die das Nervenwachstum f\u00f6rdern k\u00f6nnen. Dieser Vitalpilz hat einen ausgleichenden Effekt auf die Psyche und wird zum Beispiel bei Depression oder Nervenschw\u00e4che empfohlen. Daraus k\u00f6nnen wir die f\u00fcnfte Grundaussage ableiten: Pilze haben eine Shen Wirkung.<\/p>\n<p>Vitalpilze verf\u00fcgen \u00fcber einzigartige, energetische Eigenschaften. Ein besonderes Merkmal ist dabei eine sehr breite Anwendungsm\u00f6glichkeit, auch bei komplexen Krankheiten, wie zum Beispiel bei Krebserkrankungen. Im n\u00e4chsten Abschnitt soll der Ling Zhi in einem Pilzportr\u00e4t vorgestellt und dabei seine wichtige Rolle in der chinesischen Medizin dargestellt werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Pilzportr\u00e4t<\/h2>\n<h2>Ling Zhi, ein Vitalpilz als Elixier der Unsterblichkeit<\/h2>\n<p>Der ber\u00fchmte Gelbe Kaiser Huang Ti scheute seinerzeit keine M\u00fche, um den Ling Zhi zu suchen und daraus ein Elixier der \u201eUnsterblichkeit\u201c herzustellen. Unter der F\u00fchrung eines taoistischen Priesters entsandte der Kaiser eine Flotte mit 3000 Mann Besatzung, um auf den Inseln der \u00f6stlichen Meere nach dem Pilz zu suchen. Anscheinend verlief die Suche, wie auch sp\u00e4tere Expeditionen ohne Erfolg. Erst ca. 340-278 v. Chr. erw\u00e4hnte der Dichter Qu Yuan in der Gedichtsammlung Chu Zi den Ling Zhi. 109 v. Chr. tauchten dann im kaiserlichen Palast erste Abbildungen des Ling Zhi auf. Ein Zeichen daf\u00fcr, dass die Suche schlie\u00dflich erfolgreich gewesen war. Das daraus hergestellte Elixier gewann zusehends an Bedeutung und so ordnete im Jahre 1004 n. Chr. der regierende Kaiser Chen Sung an, alle Ling Zhi Pilze, die im Reich gefunden w\u00fcrden, seien am Kaiserhof abzugeben. Innerhalb von drei Jahren wurden 10.000 Exemplare ausgeh\u00e4ndigt. So blieb zu jener Zeit der Vitalpilz mit seiner wohltuenden Wirkung ausschlie\u00dflich der kaiserlichen Familie und den wichtigsten Hofbeamten vorbehalten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Ein echter Saprophyt<\/h3>\n<p>Der Ling Zhi bevorzugt als Lebensraum abgestorbenes Holz von Auen-, Eichen- und Hainbuchenw\u00e4ldern. Sein rundlicher bis nierenf\u00f6rmiger Hut mit runzliger Haut w\u00e4chst seitlich gestielt und hat zun\u00e4chst eine hellgelbe Farbe, die sp\u00e4ter rotbraun und gl\u00e4nzend wird. Der Vitalpilz verholzt mit der Zeit komplett und ist so als Speisepilz nicht mehr genie\u00dfbar. In der Naturheilkunde werden aus Kultivierung stammende Fruchtk\u00f6rper und die daraus hergestellten Pulver und Extrakte verwendet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Nomenklatur Materia Medica<\/h3>\n<p>Das Kr\u00e4uterhandbuch \u201eThe Divine Husbandman\u00b4s Classic oft the Materia Medica\u201c spricht von sechs verschiedenen Lackporling- Arten, die sich durch ihre Farbe und Wirkung unterscheiden. Gesichert ist heute der \u201eGanoderma japonicum\u201c, der eine sehr dunkle, bl\u00e4ulich-gr\u00fcne F\u00e4rbung aufweist und \u00c4hnlichkeit mit dem purpurfarbenen Ganoderma \u201eZi Zhi\u201c hat, w\u00e4hrend Ganoderma lucidum \u201eLing Zhi\u201c (gl\u00e4nzender Lackporling), der von gelb bis r\u00f6tlich-braun variiert, dem purpurroten Ganoderma \u201eChi Zhi\u201c entspricht. Gleichbedeutend mit dem bekannten \u201eLing Zhi\u201c sind der rote Ganoderma \u201eHong Zhi\u201c und der zinnoberfarbene Ganoderma \u201eDan Zhi\u201c. Weiter wird unterschieden zwischen dem schwarzen Ganoderma \u201eHei Zhi\u201c und dem dunklen Ganoderma \u201eXuan Zhi\u201c, was allerdings noch nicht als gesichert gilt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Ein \u201eg\u00f6ttlicher\u201c Pilz<\/h3>\n<p>Gem\u00e4\u00df chinesischer \u00dcberlieferung geh\u00f6rt der Ling Zhi zur h\u00f6chsten Kategorie der nat\u00fcrlichen Heilsubstanzen, zu den \u201eKr\u00e4utern Gottes\u201c. Damit ist gemeint, dass Ling Zhi vorbeugende und heilende Wirkungen besitzt und ohne Einschr\u00e4nkung oder Nebenwirkungen auch \u00fcber einen langen Zeitraum eingenommen werden kann. In der TCM gibt es keine vergleichbaren Substanzen, welche \u00fcber solch spezifisch-gute Eigenschaften verf\u00fcgen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Charakterisierung von Ling Zhi gem\u00e4\u00df TCM Terminologie<\/h2>\n<h3>Geschmack<\/h3>\n<ul>\n<li>\u00a0s\u00fc\u00df bis neutral, leicht bitter<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Temperatur<\/h3>\n<ul>\n<li>ausgeglichen<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Organbezug<\/h3>\n<ul>\n<li>Herz, Leber, Lunge, Milz, Niere, Magen<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Wirkung<\/h3>\n<ul>\n<li>st\u00e4rkt das Qi von Herz, Leber, Lunge, Milz und Niere<\/li>\n<li>harmonisiert die Funktionen von Milz und Magen<\/li>\n<li>n\u00e4hrt das Blut<\/li>\n<li>beruhigt und st\u00e4rkt den Geist Shen<\/li>\n<li>st\u00e4rkt das Zheng Qi und reguliert das Wei Qi (Immunstimulierend und\u00a0regulierend)<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Indikationen<\/h3>\n<ul>\n<li><strong>Herz:<\/strong> tonisiert das Herz Qi, n\u00e4hrt das Herz Blut,\u00a0Herz-Kreislauf-Probleme, Bluthochdruck, Nervosit\u00e4t, Schlafst\u00f6rungen,\u00a0M\u00fcdigkeit<\/li>\n<li><strong>Leber:<\/strong> sorgt f\u00fcr den freien Fluss des Leber-Qi, entgiftet die Leber, n\u00e4hrt das\u00a0Leber-Blut, Spannungsgef\u00fchl, Kopfschmerzen, Verdauungsprobleme,\u00a0Allergien, Unruhe, Schlafst\u00f6rungen<\/li>\n<li><strong>Lunge:<\/strong> tonisiert das Lungen-Qi, wandelt Schleim in der Lunge um, Husten, Bronchitis, Asthma, Erk\u00e4ltungsneigung, Kurzatmigkeit<\/li>\n<li><strong>Milz:<\/strong> tonisiert das Milz-Qi, reguliert die Verdauung,\u00a0Appetitlosigkeit, gastrointestinale Beschwerden, Gastritis, M\u00fcdigkeit<\/li>\n<li><strong>Niere:<\/strong> tonisiert das Nieren-Qi, unterst\u00fctzt die Nieren Essenz,\u00a0Wechseljahresbeschwerden, Prostataschutz, fr\u00fchzeitiges Altern<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Zusammenfassung Ling Zhi<\/h3>\n<p>Im Pen Tsao Kang Mu, ver\u00f6ffentlicht im Jahre 1578 von Li Shih-Chen, hei\u00dft es:<\/p>\n<p>\u201eVerzehrt man Ling Zhi \u00fcber eine l\u00e4ngere Periode, erh\u00f6ht sich die Intelligenz und verschwindet die Vergesslichkeit. Die Flinkheit des K\u00f6rpers wird nicht enden, und die Jahre verl\u00e4ngern sich zu solchen von unsterblichen Feen.\u201c<\/p>\n<p>Allgemein f\u00e4llt beim Ling Zhi die stark revitalisierende und regulierende Kraft auf, welche sich positiv auf die Zhang\/Fu-Organe und Funktionen auswirkt und das extrem breite Wirkungsverm\u00f6gen sowie die Unterst\u00fctzung f\u00fcr ein langes Leben erkl\u00e4rt. In China gilt der Pilz als wirksamstes Mittel zur St\u00e4rkung der Gesundheit. Vor allem wirkt der Ling Zhi auf das Herz, die Leber und die Lunge und unterst\u00fctzt sie in ihren Beziehungen und Funktionen zu Qi und Blut. Der Ling Zhi hat wie jeder Vitalpilz eine entgiftende und adaptogene Wirkung. Dies geschieht auf nat\u00fcrliche und sanfte Art, daher eignet sich der Vitalpilz auch problemlos f\u00fcr eine Langzeiteinnahme.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Schlusswort<\/h3>\n<p>Wer Vitalpilze einnimmt, tut also nicht nur allgemein seiner Gesundheit \u201eetwas Gutes\u201c. In den Vitalpilzen stecken exzellente Wirksubstanzen, die einzigartig in der Natur sind und uns zur Verf\u00fcgung stehen. Daher werden viele Pilze seit \u00fcber 2500 Jahren von vielen Kulturen hoch verehrt und sehr gesch\u00e4tzt.<\/p>\n<p>Vitalpilze er\u00f6ffnen uns interessante, neue Therapiem\u00f6glichkeiten. Diese zu integrieren, ist eine Bereicherung f\u00fcr unseren Praxisalltag. Auf diesem Weg k\u00f6nnen wir viel Neues und Spannendes erfahren, aber auch staunen \u00fcber das, was noch unerkl\u00e4rbar bleibt. In diesem Sinne w\u00fcnsche ich viel Freude, eine alte Tradition neu zu entdecken.<\/p>\n<h4>Quellenangabe<\/h4>\n<h5>Myko Conzept, Dr. med. Heinz Knopf 10\/2009<br \/>\nDie Heilkraft der Pilze, Prof. Dr. Jan I. Lelley 11\/2007<br \/>\nHeilpilze aus China und ihre Rezepturen, Inge Werner 2009<br \/>\nVitalpilze Naturkraft neu entdeckt, GFV 2009<br \/>\nHealing Mushroooms, Georges M. Halpern MD, PhD<br \/>\nGrowing Gourmet and Medicinal Mushrooms, Paul Stamets<br \/>\nMateria Medica, Dan Bensky, 2004<br \/>\nIcons of Medicinal Fungi from China, Ying Jianzhe, Mao Xiaolan 1987<\/h5>\n<h4>Foto<\/h4>\n<h5>\u00a9 sritakoset from fotolia.com<\/h5>\n<h4>Kontakt<\/h4>\n<h5>info@thomasfalzone.ch<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alte Tradition neu entdeckt Wer h\u00e4tte das gedacht: Noch vor wenigen Jahren galten Vitalpilze als Exoten, und wer sie einnahm oder als Fachexperte seinen Patienten verordnete, erntete nicht selten ein Stirnrunzeln und Skepsis. Dabei geh\u00f6ren Pilze zu den \u00e4ltesten Naturarzneien der Menschheit. Schon die ber\u00fchmte Gletschermumie \u201e\u00d6tzi\u201c hatte vor 5300 Jahren an seinem G\u00fcrtel ein Leders\u00e4ckchen mit einem getrockneten, walnu\u00dfgro\u00dfen St\u00fcck eines Birkenporlings (Piptoporus betulinus), den er zur Bek\u00e4mpfung seiner l\u00e4stigen Darmparasiten als Laxans und Antiwurmmittel benutzte, sowie ein St\u00fcck eines anderen getrockneten Pilzes, den Zunderschwamm (Fomes fomentarius) zur Blutstillung bei Verletzungen und als Hilfsmittel zum Feuermachen. In Asien sch\u00e4tzt und nutzt man Pilze als Nahrungs- und Heilmittel seit jeher. Die chinesische Medizin pflegt seit mehr als 2500 Jahren das Detailwissen \u00fcber den therapeutischen Einsatz der Pilzinhaltsstoffe und beschreibt \u00fcber 300 \u00fcberwiegend in Asien beheimatete Vitalpilze in ihrer Wirkung genau. Viele werden noch heute in der fern\u00f6stlichen Medizin zur Heilung von verschiedenen Krankheiten, zur St\u00e4rkung des Immunsystems und zur Regulierung und Entgiftung des K\u00f6rpers eingesetzt. Einer der bekanntesten unter ihnen ist der Ling Zhi, der in Japan Reishi und bei uns Gl\u00e4nzender Lackporling (Ganoderma lucidum) genannt wird. 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Dabei geh\u00f6ren Pilze zu den \u00e4ltesten Naturarzneien der Menschheit. Schon die ber\u00fchmte Gletschermumie \u201e\u00d6tzi\u201c hatte vor 5300 Jahren an seinem G\u00fcrtel ein Leders\u00e4ckchen mit einem getrockneten, walnu\u00dfgro\u00dfen St\u00fcck eines Birkenporlings (Piptoporus betulinus), den er zur Bek\u00e4mpfung seiner l\u00e4stigen Darmparasiten als Laxans und Antiwurmmittel benutzte, sowie ein St\u00fcck eines anderen getrockneten Pilzes, den Zunderschwamm (Fomes fomentarius) zur Blutstillung bei Verletzungen und als Hilfsmittel zum Feuermachen. In Asien sch\u00e4tzt und nutzt man Pilze als Nahrungs- und Heilmittel seit jeher. Die chinesische Medizin pflegt seit mehr als 2500 Jahren das Detailwissen \u00fcber den therapeutischen Einsatz der Pilzinhaltsstoffe und beschreibt \u00fcber 300 \u00fcberwiegend in Asien beheimatete Vitalpilze in ihrer Wirkung genau. Viele werden noch heute in der fern\u00f6stlichen Medizin zur Heilung von verschiedenen Krankheiten, zur St\u00e4rkung des Immunsystems und zur Regulierung und Entgiftung des K\u00f6rpers eingesetzt. Einer der bekanntesten unter ihnen ist der Ling Zhi, der in Japan Reishi und bei uns Gl\u00e4nzender Lackporling (Ganoderma lucidum) genannt wird. 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