{"id":17007,"date":"2018-04-12T08:44:13","date_gmt":"2018-04-12T06:44:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/allgemein\/iodine-hated-cursed-idolized\/"},"modified":"2022-09-05T19:49:31","modified_gmt":"2022-09-05T17:49:31","slug":"iodine-hated-cursed-idolized","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/traditionelle-westliche-medizin\/iodine-hated-cursed-idolized\/","title":{"rendered":"Jod \u2013 Verhasst, verdammt, verg\u00f6ttert"},"content":{"rendered":"<h2>\u00dcber eine spannende Entdeckungsreise<\/h2>\n<p><em>H\u00e4ufig steht und stand Jod in der Kritik. Jahrelang wurde gelehrt, dass nur bestimmte Mengen des Elements eingenommen werden sollen. Doch wie viel Jod d\u00fcrfen wir tats\u00e4chlich zu uns nehmen und wie viel verzehren wir bereits? Im Internet und in Fachkreisen kursieren widerspr\u00fcchliche Angaben und auch scheint Jod nicht gleich Jod zu sein. Der vorliegende Artikel macht sich auf die Suche nach Antworten und versucht ein bisschen Jod ins Dunkel zu bringen.<\/em><\/p>\n<p>Immer wieder wird man in der Praxis mit der Frage konfrontiert, ob nun eine zus\u00e4tzliche Jodierung sinnvoll ist oder nicht oder ob sie sogar gef\u00e4hrlich sei, weil \u201ewir ja eh alle \u00fcberjodiert sind\u201c. Auch spezielle Fragen bei Hashimoto-Thyreoiditis werden an uns Naturheilkundler gestellt, weil viele meiner Patienten im hektischen Alltag keine konkreten Antworten finden. So fing ich an zu recherchieren und war verbl\u00fcfft, wie widerspr\u00fcchlich die Informationen waren, die man im Netz fand. Ein Beispiel: Auf der Seite von Jod-Kritik findet man eine Rechnung, in der Wissenschaftler davon ausgehen, dass bei einem Glas Milch (0,2 l) bereits circa 300 \u03bcg Jod aufgenommen werden und somit der empfohlene Tagesbedarf (auf den wir sp\u00e4ter noch einmal eingehen werden) schon deutlich \u00fcberschritten werde [1].<\/p>\n<p>Auf der Seite des Vereins f\u00fcr unabh\u00e4ngige Gesundheitsberatung wird auf eine Untersuchung von Professor Rainer Hampel von der Universit\u00e4t Rostock hingewiesen, bei dessen Untersuchungen 0,3 l Milch zu einer Jodaufnahme von circa 40 bis 50 \u03bcg f\u00fchrte [2]. Bei 0,1 l mehr, fast eine ganze Dezimalstelle weniger Jodaufnahme.<\/p>\n<p>Die gesamte Recherche gestaltete sich als sehr schwierig, weil man immer wieder auf diese widerspr\u00fcchlichen Aussagen traf. Dinge, mit denen ich mich besch\u00e4ftigte, waren die t\u00e4glichen, empfohlenen Verzehrmengen, die t\u00e4glichen, tats\u00e4chlichen Verzehrmengen, die Probleme durch Unterversorgung, die Frage \u201eIst Jod gleich Jod?\u201c, Algen und Toxikologie \/ Algen und Dosierung, die Diagnostik eines Jodmangels und Kontraindikationen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>T\u00e4gliche, empfohlene Verzehrmenge<\/h3>\n<p>Auch hier wird es schon schwierig. F\u00fcr Deutschland liegen die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrung (DGE) zugrunde. Sie gibt folgende Empfehlungen [3], die ich hier etwas gr\u00f6ber fassen m\u00f6chte:<\/p>\n<ul>\n<li>S\u00e4uglinge: ca. 60 \u03bcg<\/li>\n<li>Kleinkinder: ca. 100 \u03bcg<\/li>\n<li>Kinder: ca. 150 \u03bcg<\/li>\n<li>Jugendliche: 200 \u03bcg<\/li>\n<li>Erwachsene: 200 \u03bcg<\/li>\n<li>Schwangere: 230 \u03bcg<\/li>\n<li>Stillende: 260 \u03bcg<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als H\u00f6chstmengen findet man beim Bundesamt f\u00fcr Risikobewertung den Hinweis,dass es nach jahrzehntelanger Mangelern\u00e4hrung zu Sensibilisierungen, gerade bei \u00e4lteren Menschen kommen kann, sodass eine t\u00e4gliche Zufuhr von 500 \u03bcg nicht dauerhaft \u00fcberschritten werden sollte [4].<\/p>\n<p>Laut der Plattform Onmeda gibt die WHO als Tagesh\u00f6chstdosis 1000 \u03bcg an [5]. Sieht man sich die Tagesh\u00f6chstmengen an, ab welchem Wert man negative Auswirkungen bef\u00fcrchtet, erscheinen die diffizilen Angaben der DGE fast l\u00e4cherlich. Japan hat die jodreichste Ern\u00e4hrung der Welt. Laut einem Artikel im Nexus-Magazin nehmen dort die Menschen auf der Hauptinsel bis zu 12.000 \u03bcg Jod t\u00e4glich mit ihrer Ern\u00e4hrung auf [6], da sie nicht nur reich an Seefischen ist, sondern zus\u00e4tzlich auch den t\u00e4glichen Verzehr von Algen, die einen enormen Jodanteil aufweisen k\u00f6nnen, beinhaltet. Im gleichen Artikel geht es auch um den Vergleich von Brustkrebserkrankungen, bei denen die Japaner sehr gut abschneiden. Jod scheint hier einer der Schl\u00fcsselfaktoren zu sein \u2013 neben einer sehr stark pflanzenbetonten Ern\u00e4hrung.<\/p>\n<p>Die gleichen Informationen findet man auf den Seiten von Dr. Strunz, dem bekannten, gerne als Bestsellerautor, Internist und Fitnesspapst genannten Arzt. Auch dort werden die oben genannten Verzehrmengen best\u00e4tigt und auf die K\u00fcstenbewohner von Hokkaido verwiesen, die durch ihren extrem hohen Seetangkonsum sogar bis zu 200.000 \u03bcg Jod t\u00e4glich zu sich nehmen [7]. Dieser Artikel ist auch dahingehend lesenswert, da er sich auf alte Jod-Therapien in Deutschland bezieht, die sich ebenfalls im Milligramm oder sogar Grammbereich angesiedelt wiederfinden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em><img decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-16900 alignnone\" src=\"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20182-BLASENTANG_01-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20182-BLASENTANG_01-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20182-BLASENTANG_01-367x550.jpg 367w, https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20182-BLASENTANG_01-700x1050.jpg 700w, https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20182-BLASENTANG_01.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/em><\/p>\n<p><em>Foto:\u00a0<\/em><em>Blasentang zeichnet sich durch einen relativ stabilen Jodgehalt aus. Quelle: Thomas Weidner<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n<table id=\"tablepress-78\" class=\"tablepress tablepress-id-78\">\n<thead>\n<tr class=\"row-1\">\n\t<th class=\"column-1\">Lebensmittel                                      <\/th><th class=\"column-2\">Jodgehalt in<br \/>\nMikrogramm (\u03bcg) pro<br \/>\n100 g bzw. ml<br \/>\n<\/th><th class=\"column-3\">Tagesbedarf von 200 \u03bcg ist<br \/>\nenthalten in rund<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody class=\"row-striping row-hover\">\n<tr class=\"row-2\">\n\t<td class=\"column-1\">Schellfisch<\/td><td class=\"column-2\">417<\/td><td class=\"column-3\">50 g<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-3\">\n\t<td class=\"column-1\">Seelachs<\/td><td class=\"column-2\">263<\/td><td class=\"column-3\">75 g<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-4\">\n\t<td class=\"column-1\">Scholle <\/td><td class=\"column-2\">192<\/td><td class=\"column-3\">100 g<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-5\">\n\t<td class=\"column-1\">Miesmuschel<\/td><td class=\"column-2\">130<\/td><td class=\"column-3\">150 g<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-6\">\n\t<td class=\"column-1\">Kabeljau <\/td><td class=\"column-2\">120<\/td><td class=\"column-3\">150 g<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-7\">\n\t<td class=\"column-1\">Thunfisch <\/td><td class=\"column-2\">50<\/td><td class=\"column-3\">400 g<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-8\">\n\t<td class=\"column-1\">Spinat <\/td><td class=\"column-2\">20<\/td><td class=\"column-3\">1 kg<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-9\">\n\t<td class=\"column-1\">Roggenbrot<\/td><td class=\"column-2\">10<\/td><td class=\"column-3\">2 kg<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-10\">\n\t<td class=\"column-1\">Vollmilch <\/td><td class=\"column-2\">7<\/td><td class=\"column-3\">3 l<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<!-- #tablepress-78 from cache -->\n<p><em>Tabelle 1: Jodmengen in Nahrungsmitteln Quelle: <a href=\"http:\/\/www.onmeda.de\/\">www.onmeda.de<\/a><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sieht man sich Tabelle 1 an, dann erkennt man schnell, dass es schwierig ist, die\u00a0empfohlenen Jodmengen \u00fcberhaupt zu bekommen, da Jodsalz alleine nicht die L\u00f6sung ist (und ob die darin enthaltenen Jod-Verbindungen die optimalen sind, steht noch einmal auf einem ganz anderen Blatt).<\/p>\n<p>Was bei der Tabelle nicht ber\u00fccksichtigt ist, ist die Frage, ob und wie viel Jod zum Beispiel ins Futter gemischt wurde, damit man auf die verschieden angegebenen Jodwerte in der Milch kommt und ob der B\u00e4cker \u00fcberhaupt mit Jodsalz backt. Es scheint also schwierig zu sein, abends zu bilanzieren, wie viel Jod man denn nun tats\u00e4chlich zu sich genommen hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>T\u00e4gliche, tats\u00e4chliche Verzehrmenge<\/h3>\n<p>Neben mir gab es auch schon andere Menschen, die es interessiert hat, wie sich das Jod-Mangel-Gebiet Deutschland entwickelt hat. Da Angaben aus der Industrie oft schwer zu interpretieren sind, habe ich Ausschau gehalten nach offiziellen Studien.<\/p>\n<p>Da ist einmal die SHIP zu nennen. Hierbei handelt es sich um eine der gr\u00f6\u00dften epidemologischen Studien Deutschlands. Die\u201eStudy of Health In Pomerania\u201c (Gesundheitsstudie in Vorpommern) zeigte in den Jahren 1997 bis 2001, dass die dortige Bev\u00f6lkerung (rund 8.700 Personen) beim Jodverzehr im unteren, optimalen Bereich lag [8].\u00a0 Eine weitere Studie (Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland), die im Zeitraum von 2003 bis 2006 erhoben wurde, kam zu einem \u00e4hnlichen Ergebnis [9].<\/p>\n<p>Die neuesten Daten finden sich auf der Seite vom Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft. Dort kl\u00e4rt sich auch die Frage nach den konkret gemessenen Zahlen, wie viel Jod denn nun im Schnitt wirklich zugef\u00fchrt wird.<\/p>\n<p>Die erste Erhebungswelle der DEGS (Studie zur Gesundheit erwachsener Deutscher) ergab, dass die meisten M\u00e4nner im Schnitt zwischen 120 und 140 \u03bcg pro Tag zu sich nahmen, bei Frauen zwischen 130 und 140 \u03bcg pro Tag, was als unterer, optimaler Bereich angesehen wird. Schaut man sich nun noch einmal an, dass 200 \u03bcg\/Tag als Optimum (laut WHO und DGE) angesehen werden, dass aber andere L\u00e4nder teilweise die 100- bis 1.000-fache Menge zu sich nehmen, ohne Probleme mit \u00dcberdosierungen zu bekommen, dann habe ich f\u00fcr mich die 200 \u03bcg pro Tag als unterste tolerierbare Grenze angesetzt. Eine andere Frage, die man sich stellen muss ist, warum jede dritte erwachsene Schilddr\u00fcse pathologisch ver\u00e4ndert ist [10], wenn die Jodversorgung in einem optimalen Bereich liegt?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Probleme durch Unterversorgung<\/h3>\n<p>Dass der Jodmangel beziehungsweise die Erkrankungen der Schilddr\u00fcse, die zwar nicht nur vom Jod abh\u00e4ngen, aber ma\u00dfgeblich ein nach wie vor gro\u00dfes Thema sind, zeigt das folgende Zitat vom Arbeitskreis Jodmangel: \u201eVergr\u00f6\u00dferte Schilddr\u00fcsen z\u00e4hlen zu den 15 h\u00e4ufigsten Diagnosen bei Allgemeinmedizinern, haus\u00e4rztlichen und fach\u00e4rztlichen Internisten.<\/p>\n<p>Diagnose und Therapie des Jodmangels und seiner Folgen verursachen in Deutschland j\u00e4hrliche Kosten im Gesundheitswesen von \u00fcber einer Milliarde Euro. Etwa 60.000 Bundesb\u00fcrger m\u00fcssen sich pro Jahr einer Radiojod-Therapie unterziehen. Hinzu kommen knapp 100.000 Bundesb\u00fcrger, die sich j\u00e4hrlich an der Schilddr\u00fcse operieren lassen m\u00fcssen und dann in der Regel eine lebenslange medikament\u00f6se Therapie ben\u00f6tigen.\u201c<\/p>\n<p>Offensichtliche Probleme, wie der Kropf, geh\u00f6ren nat\u00fcrlich in den Bereich der Jodmangel-Symptome, allerdings hat die Jodierung des Speisesalzes in der Regel recht gut daf\u00fcr gesorgt, dass die alten Leute nicht mehr mit riesigen Kr\u00f6pfen umherlaufen. Ob das so gut ist, sei dahingestellt. Schwillt die Schilddr\u00fcse entsprechend an, ist offensichtlich, dass mit ihr etwas nicht stimmt. Jetzt, wo die Symptomatik nicht mehr so deutlich zu Tage tritt, wissen viele Menschen auch nicht, dass etwas mit ihrer Schilddr\u00fcse nicht stimmt. M\u00fcdigkeit, Abgeschlagenheit, Leistungsminderung bis hin zu depressiven Verstimmungen spielen hier genauso eine Rolle, wie Unfruchtbarkeit, vermehrtes K\u00e4ltegef\u00fchl, aber nat\u00fcrlich auch die Gegenregulation der Schilddr\u00fcse, n\u00e4mlich das Ausbilden von Knoten oder Autonomien.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Ist Jod gleich Jod?<\/h3>\n<p>Diese Frage kann zurzeit leider noch nicht abschlie\u00dfend gekl\u00e4rt werden. Fakt ist, dass die Schilddr\u00fcse sowohl Jodid- wie Jodat-Verbindung als auch organisch gebundenes Jod verstoffwechseln kann. In der eigenen Praxis habe ich jedoch immer wieder festgestellt, dass Jodtherapien \u00fcber nat\u00fcrliche Jodverbindungen, wie sie im Blasentang enthalten sind, auch dann \u00f6fter greifen, wenn schon eine Jodid-Therapie zuvor erfolglos geblieben ist. Grunds\u00e4tzlich scheint es der Schilddr\u00fcse relativ egal zu sein, woher sie ihr Jod bezieht, Hauptsache, es ist ausreichend.<\/p>\n<p>Sieht man sich nun aber andere Strukturen des K\u00f6rpers an, die man vielleicht nicht direkt mit Jod in Verbindung bringt, sieht das Ganze schon etwas anders aus. Zum Beispiel ger\u00e4t der Jodmangel auch beim Mamma-Karzinom immer mehr in den Fokus der Forschung, wie man in einem Artikel in der Deutschen \u00c4rzte-Zeitung bereits im Jahr 2012 nachlesen kann.<\/p>\n<p>Dort zeigte sich dann auch, dass nur das elementare Jod, so wie es organisch in den Algen gebunden ist, die Bildung von Jod-Lactonen optimal f\u00f6rdert. Die wiederum sind es, die in den Karzinom-Zellen die Proliferation hemmen und die Apoptose einleiten. In den Studien wurden Jodite mit Blasentang verglichen [11].<\/p>\n<p>Sowohl die eigene Praxiserfahrung als auch die neueren wissenschaftlichen Forschungen legen nahe, dass Jod aus nat\u00fcrlichen Quellen die beste Versorgung des K\u00f6rpers darstellen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Algen und Toxikologie \/ Algen und Dosierung<\/h3>\n<p>Die Toxikologie kommt immer weiter in den Vordergrund der Diagnostik in ganzheitlichen Praxen. Noch nie zuvor wurde der Mensch mit so vielen Fremdstoffen konfrontiert, wie in der heutigen Zeit. Und durch das, was wir den B\u00f6den und den Weltmeeren gerade seit dem Krieg angetan haben, nehmen wir die dort scheinbar so leicht entsorgten Giftstoffe nun wieder durch die Ern\u00e4hrung auf und zahlen entsprechend doch noch unsere Rechnung. So befasst sich eine gro\u00dfe Arbeit des Bundesministeriums f\u00fcr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit mit dem Thema Quecksilberbelastung durch Fischverzehr [12] und man st\u00f6\u00dft auf folgendes Problem: \u201eDasjenige Quecksilber, welches die in die aquatische Nahrungskette eingebundenen Organismen bei der Deckung ihres Bedarfes an essenziellen Spurenstoffen mit aufnehmen, wird bereits auf niedrigen trofischen Stufen durch Biomethylierung \u201eentsch\u00e4rft\u201c.<\/p>\n<p>Die so verminderte Toxizit\u00e4t verkehrt sich allerdings in den h\u00f6heren trofischen Stufen in ihr Gegenteil. In den meisten Konsumenten von Fischen, der Mensch eingeschlossen, entwickelt methyliertes Quecksilber eine weitaus h\u00f6here Toxizit\u00e4t als das rein anorganische Quecksilber. \u201cDas hei\u00dft also, dass Fische mit dem Quecksilber der Meere ein eher geringeres Problem haben, aber wenn wir Menschen diese Lebewesen essen, bekommen wir ein deutlich gr\u00f6\u00dferes Problem mit Quecksilber. Auch Greenpeace besch\u00e4ftigt sich in einer gro\u00dfen Arbeit mit diesem Thema, an der sich auch der bekannte Arzt Peter Jennrich beteiligt hat [13].<\/p>\n<p>Nun ist Fisch, welcher f\u00fcr uns sicher zun\u00e4chst einmal das naheliegendste Nahrungsmittel mit hohem Jodgehalt ist, (Meeresfische, keine S\u00fc\u00dfwasserfische, was viele Patienten in ihrer Fischverzehr-Rechnung nicht ber\u00fccksichtigen) ein eigenes Thema. Toxikologie von Schwermetallen ist ein Thema.<\/p>\n<p>Ein anderes ist die \u00dcberfischung der Weltmeere und die Problematik, die sich durch Beifang,\u00a0also das Sterben von Delfinen und anderen wichtigen Bewohnern der Meere wie durch Verheddern in den Schleppnetzen, ergibt. Doch der Mensch hat eine L\u00f6sung f\u00fcr dieses Problem gefunden: Aquakultur!<\/p>\n<p>Schaut man sich konventionelle Aquakultur-Farmen an, haben es scheinbar die \u00e4rmsten Kreaturen aus der Massentierhaltung noch gut dagegen. Und weil die Fische so massiv auf engstem Raum aufeinander gepfercht werden, ist es nat\u00fcrlich eine heftige Brutst\u00e4tte f\u00fcr alles\u00a0M\u00f6gliche, sodass diese Kulturen massiv mit Medikamenten betreut werden m\u00fcssen, um Schlimmeres zu verhindern.<\/p>\n<p>Ganz anders stellen sich \u2013 vom Wachstum und der Ernte her gesehen \u2013 die Algen dar. Viele Algenarten k\u00f6nnen sich an einem Tag von ihrer Gr\u00f6\u00dfe her verdoppeln, und in diversen Magazinen wie Greenpeace, Raum &amp; Zeit etc. liest man immer h\u00e4ufiger, dass Algen (z. B. auch aufgrund ihres hohen Protein-, Vitamin- &amp; Spurenelementgehaltes) einen wichtigen Stellenwert bei der Ern\u00e4hrung der Weltbev\u00f6lkerung einnehmen k\u00f6nnten. Nun kennen wir Naturheilkundler gerade die S\u00fc\u00dfwasseralgen aber eher von ihrer F\u00e4higkeit her, Giftstoffe abzubinden. Wenn Algen das in unseren Ged\u00e4rmen tun k\u00f6nnen, dann k\u00f6nnen und tun sie das nat\u00fcrlich auch in den Gew\u00e4ssern. Wir halten also fest, dass Jod aus nat\u00fcrlichen Quellen, egal ob aus tierischen oder pflanzlichen Quellen, stets das Risiko von Schwermetallbelastungen mit sich bringen kann.<\/p>\n<p>Ein weiteres Problem bei Algen ist, dass sie keinen standardisierten Jodgehalt haben. Verschiedene Algen zeigen pro Gramm Trockenmasse einen Jodanteil von 5 \u03bcg bis 11.000 \u03bcg. Somit haben Algen die Gefahr, dass man mit einer Substitution keinen Effekt erzielt, oder teilweise massiv \u00fcberdosiert.<\/p>\n<p>Daher r\u00e4t das Bundesamt f\u00fcr Risikobewertung auch von der Substitution von Algen zur Joderg\u00e4nzung klar ab [14], welches im Jahr 2007 in einer aktualisierten Stellungnahme noch einmal best\u00e4tigt wurde, nachdem ein eingereichtes Produkt einen Jodgehalt von 506 mg\/kg enthielt, bei dessen Verzehr man bereits von 10 g der Alge 5060 \u03bcg Jod zugef\u00fchrt h\u00e4tte [15].<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Gefahr der \u00dcberdosierung: Pr\u00e4parate pr\u00fcfen<\/h3>\n<p>W\u00e4hrend meiner Recherche habe ich mich nun also auf die Suche nach nat\u00fcrlichen Jodpr\u00e4paraten gemacht. Zweifellos wird man in den Kr\u00e4uterh\u00e4usern dieser Welt immer wieder f\u00fcndig, bei denen es einfach abgepackte, getrocknete Algen zu kaufen gibt, von Isl\u00e4ndisch und Irisch Moos \u00fcber Kelp und Dulse bis hin zu Blasentang. Die Problematik ergibt sich aus dem oben Geschriebenen. Es sei die Anmerkung erlaubt, dass ich selbst immer verschiedene getrocknete Algen zu Hause habe und sie auch gelegentlich beispielsweise in Smoothies einarbeite.<\/p>\n<p>Die Gefahr der \u00dcberdosierung scheint ja eher von den Jodid- &amp; Jodat-Verbindungen auszugehen, als von den nat\u00fcrlichen Jodverbindungen. Sofern man die Algen nicht in h\u00f6heren Grammzahlen t\u00e4glich verzehrt, habe ich noch keine negativen Erfahrungen gemacht oder davon geh\u00f6rt. Mit standardisierten Pr\u00e4paraten ist es schon schwierig. Oft ist bei den Nahrungserg\u00e4nzungen nicht die genaue Jodmenge zu entnehmen.<\/p>\n<p>Noch schwieriger wird es, herauszufinden, woher die Algen stammen und ob toxikologische Eingangsuntersuchungen gemacht wurden. In der Regel erhielt ich bei den Anbietern gar keine Antwort. Wenn ich eine Antwort bekommen habe, meistens etwas in der Art wie \u201eIch versichere Ihnen, dass all unsere Eingangswaren sorgf\u00e4ltig gepr\u00fcft werden.\u201c. Nach dem Verfahren gefragt, mit welchem die Toxikologie \u00fcberpr\u00fcft wurde, kam dann gar nichts mehr zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Wenn Sie also ein Pr\u00e4parat auf Herz und Nieren pr\u00fcfen wollen, dann sollte die Eingangskontrolle mittels ICP-MS erfolgt sein. Weiterhin sollte der genaue Jodgehalt pro Tablette oder Kapsel deklariert sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Diagnostik eines Jodmangels<\/h3>\n<p>Daf\u00fcr, dass ein Jodmangel recht einfach diagnostiziert werden kann, wird es erschreckend wenig in der Praxis eingesetzt.<\/p>\n<p>Der Goldstandard, nach dem auch die oben genannten Studien zur \u00dcberpr\u00fcfung der Jod-Versorgung durchgef\u00fchrt worden sind, ist die Untersuchung des Spontanurins. Es kann also zu jeder Tages- und Nachtzeit Urin aufgefangen und im Laboruntersucht werden. Die Kosten belaufen sich auf etwa 30 Euro.<\/p>\n<p>Der gr\u00f6\u00dfte Teil des Nahrungsjods wird \u00fcber den Urin ausgeschieden, sodass die Jodmenge im Urin gute R\u00fcckschl\u00fcsse auf den Jodstatus des Patienten schlie\u00dfen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Kontraindikationen f\u00fcr Jodgaben<\/h3>\n<p>Jod-Akne, Allergien und sonstige Vergiftungserscheinungen beherrschen den Glauben vieler Therapeuten und ver\u00e4ngstigter Patienten. Auch Hashimoto stelle eine Kontraindikation f\u00fcr Jod dar.<\/p>\n<p>Schaut man sich das Thema jedoch emotionsfrei an, wird man auch hier wieder \u00fcberrascht. Allergien und die Jod-Akne werden n\u00e4mlich im Grunde genommen nicht vom Jod selbst ausgel\u00f6st, sondern von den gro\u00dfen Molek\u00fclen, die am Jod h\u00e4ngen. So liest man beim Bundesamt f\u00fcr Risikobewertung: \u201eHiervon abzugrenzen ist eine sogenannte Jod\u00fcberempfindlichkeit beziehungsweise Jodallergie, die nach der Applikation von jodhaltigen R\u00f6ntgenkontrastmitteln, jodhaltigen Desinfektionsmitteln oder jodhaltigen Medikamenten auftreten kann. Hierbei wirken gro\u00dfmolekulare Verbindungen, an die das Jod gebunden ist, als Allergene, nicht das Jod selbst. Eine Allergie gegen Jod und Jodsalz ist unbekannt.\u201c [17]<\/p>\n<p>Wie bereits erw\u00e4hnt, liegt bei Jod-Medikationen eine Jodid- oder Jodat-Verbindung vor. Bei der Zufuhr von biologisch gebundenem Jod sind also solche allergischen Reaktionen nicht zu erwarten. Somit k\u00f6nnen wir die Themen Jod-Akne und Allergie ad acta legen.<\/p>\n<p>Oft wird eine \u00dcberfunktion durch autonome (hei\u00dfe) Knoten ausgel\u00f6st. Wichtig ist zu verstehen, dass sich diese autonomen Knoten in der Regel erst durch einen Jodmangel ausbilden konnten, in dem verzweifelten Versuch der Schilddr\u00fcse, jedes Partikelchen des seltenen Stoffes aus der Blutbahn zu fischen. Ist also ein Patient lange Zeit in einem Jod-Mangel, so kann es aufgrund der Sensibilisierungen der Zellen gerade zu Beginn der Therapie zu Problemen, also \u00dcberfunktionen kommen. Hier w\u00e4re einschleichend zu arbeiten.<\/p>\n\n<table id=\"tablepress-82\" class=\"tablepress tablepress-id-82\">\n<thead>\n<tr class=\"row-1\">\n\t<th colspan=\"2\" class=\"column-1\">Normwerte von Jodmenge im Urin<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody class=\"row-striping row-hover\">\n<tr class=\"row-2\">\n\t<td class=\"column-1\">Norm:<\/td><td class=\"column-2\">150 \u2013 250 \u03bcg Jod \/ g Kreatinin<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-3\">\n\t<td class=\"column-1\">m\u00e4\u00dfiger Mangel\u200e<\/td><td class=\"column-2\">50 \u2013 100 \u03bcg Jod \/ g Kreatinin<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-4\">\n\t<td class=\"column-1\">ausgepr\u00e4gter Mangel<\/td><td class=\"column-2\">10 \u2013 50 \u03bcg Jod \/ g Kreatinin<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-5\">\n\t<td class=\"column-1\">schwerer Mangel<\/td><td class=\"column-2\">< 10 \u03bcg Jod \/ g Kreatinin<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-6\">\n\t<td class=\"column-1\">Jod-Intoxikation<\/td><td class=\"column-2\">< 1000 \u03bcg Jod \/ g Kreatinin<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<!-- #tablepress-82 from cache -->\n<p><em>Tabelle 2: Die R\u00fcckst\u00e4nde von Jod im Urin weisen auf den Jodstatus eines Patienten hin<\/em><\/p>\n<p>Beim Hashimoto ist es auch ein Missverst\u00e4ndnis, dass Jod gemieden werden soll. Im Gegenteil! Auch hier waren Jod- und Selenmangel (und sicherlich auch eine dysfunktionelle Stressachse) am Entstehen dieser Erkrankung mit beteiligt. Hier einige verschiedene Zitate:<\/p>\n<p>\u201eIst bei einer Hashimoto-Thyreoiditis eine jodarme Di\u00e4t notwendig?<\/p>\n<p>Von den medizinischen Fachgesellschaften wird bei einer Hashimoto-Thyreoiditis weder ein Jodverzicht noch eine jodarme Ern\u00e4hrung empfohlen.\u201c [18]<\/p>\n<p>\u201eIst es richtig, dass man bei Hashimoto-Thyreoiditis auf zus\u00e4tzliche Jodgaben verzichten soll?<\/p>\n<p>Lediglich gr\u00f6\u00dfere Mengen an Jod (z. B. in Form von Jodid-Tabletten oder durch R\u00f6ntgenkontrastmittel) k\u00f6nnen Hashimoto-Thyreoiditis verst\u00e4rken und sollten deshalb vermieden werden. Vereinzelt werden jedoch Hashimoto-Kranke gewarnt, \u00fcberhaupt Jod aufzunehmen: Dies ist medizinisch nicht richtig. Eine Zufuhr bis zu 200 Mikrogramm pro Tag sind in aller Regel unbedenklich \u2013 eine \u00fcbliche Menge, die in etwa mit der Nahrung erreicht wird. Je nachdem, wie stark die Erkrankung bereits ausgepr\u00e4gt ist, kann es beispielsweise f\u00fcr Schwangere sogar sinnvoll sein, Jod in geringen Mengen einzunehmen.\u201c [19]<\/p>\n<p>Auch ein Infoschreiben vom BDI aus dem Jahre 2004 kommt zu dem Schluss, dass die nahrungstypischen Jodmengen (also um die 200 \u03bcg) auch f\u00fcr Hashimoto-Patienten unbedenklich sind und in der Ern\u00e4hrung beibehalten werden sollen. Au\u00dferdem hei\u00dft es weiter, dass die parallele Gabe von Selen die Entz\u00fcndungsreaktionen in der Schilddr\u00fcse hemmen kann [20].<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Fazit<\/strong><\/h3>\n<p>Nach all diesen Ausf\u00fchrungen kann also von einer \u00dcberjodierung der Bev\u00f6lkerung bei Weitem nicht ausgegangen werden, da validierte Testverfahren \u00fcber Spontan-Urin eher zeigen, dass ein Gro\u00dfteil der Bev\u00f6lkerung einen Mangel hat oder im untersten optimalen Bereich rangiert. Weiterhin haben wir uns mit den empfohlenen Mengen auseinandergesetzt, die recht einheitlich 200 \u03bcg pro Tag empfehlen und die Obergrenze, je nach Organisation bei 500 bis 1.000 \u03bcg setzen. Diese Mengen schaffen wir in der Regel \u00fcber die Ern\u00e4hrung sowieso nicht, da die Deutschen weder die ben\u00f6tigten Mengen an Meeresfisch, noch an jodhaltigen Algen verzehren.<\/p>\n<p>Jodquellen und Toxikologie waren ein weiteres gr\u00f6\u00dferes Thema, dem wir uns gewidmet haben und worauf man beim Kauf von Algenprodukten achten sollte. Am sichersten ist es, auf Arzneimittelstandard zu setzen, da man so die Vorteile der nat\u00fcrlichen Jod-Verbindungen hat sowie auch die Standardisierung des (Haupt-) Wirkstoffgehaltes und ebenso toxikologisch auf der sicheren Seite ist. Wir haben uns den vermeintlichen Kontraindikation gewidmet, bei denen sehr viel Unsicherheit vorherrscht und noch mehr Halbwahrheiten, die\u00a0sich so in keiner offiziellen Quelle wiederfinden. Auch wenn jetzt noch Lobeshymnen \u00fcber den Blasentang erfolgen k\u00f6nnten, aufgrund seines hohen Gehaltes an Vital- und sekund\u00e4ren Pflanzenstoffen, so soll diese Abhandlung reichen, um das eigene bisherige Weltbild zum Thema Jod zu \u00fcberdenken und auch die teilweise nicht nachvollziehbare Jod-Kritik einmal kritisch zu hinterfragen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Kontakt<\/h4>\n<h5>Michael Schlimpen<br \/>\nNaturheilkunde &amp; Pers\u00f6nlichkeitstraining<br \/>\nGesundheitscenter Heupenm\u00fchle<br \/>\nD-53539 Kelberg- Zerm\u00fcllen<br \/>\nPhone: ++49 (0)2692-9319152<br \/>\nFax: ++49 (0)2692-9319153<\/h5>\n<h5>E-mail: Michael@Schlimpen.de<br \/>\nHome: www.schlimpen.de<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Literatur<\/h4>\n<p>[1] http:\/\/jod-kritik.de\/aktuelles\/jodrechnung\/index.htm<br \/>\n[2] https:\/\/www.ugb.de\/forschung-studien\/milch-traegt-zur-jodaufnahme-bei\/<br \/>\n[3] https:\/\/www.dge.de\/wissenschaft\/referenzwerte\/jod\/<br \/>\n[4]http:\/\/www.bfr.bund.de\/de\/fragen_und_antworten_zur_jodversorgung_und_zur_jodmangelvorsorge-128626.html#topic_128631<br \/>\n[5] http:\/\/www.onmeda.de\/naehrstoffe\/jod-ueberdosierung-und-vergiftung-2280-7.html<br \/>\n[6] http:\/\/www.nexus-magazin.de\/artikel\/drucken\/warum-jod-wichtig-fuer-unsere-gesundheit-ist<br \/>\n[7] https:\/\/www.strunz.com\/de\/news\/jod.html<br \/>\n[8] http:\/\/www.gesundheitsforschungbmbf.de\/de\/5052.php<br \/>\n[9] http:\/\/www.kiggs-studie.de\/deutsch\/home.html<br \/>\n[10] http:\/\/jodmangel.de\/2006\/aktueller-stand-derjodversorgung-in-deutschland\/<br \/>\n[11]http:\/\/www.aerztezeitung.de\/medizin\/krankheiten\/hormonstoerungen\/article\/808811\/jod-brustkrebs.html<br \/>\n[12] Umweltforschungsplan des Bundesministeriums f\u00fcr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit \u2013 Exposition mit Methylquecksilber durch Fischverzehr; Forschungskennzahl:70561416<br \/>\n[13] Greenpeace; Quecksilber \u2013 Die untersch\u00e4tzte Gefahr;Erstellt durch: Forschungs- und Beratungsinstitut Gefahrstoffe GmbH, April 2015<br \/>\n[14] BfR: Fragen und Antworten zur Jodversorgung und zur Jodmangelvorsorge; FAQ des BfR vom 07.02.2012<br \/>\n[15] BfR: Gesundheitliche Risiken durch zu hohen Jodgehalt in getrockneten Algen; Aktualisierte Stellungnahme Nr.26\/2007 des BfR vom 22.06.2014<br \/>\n[16] www.laborlexikon.de<br \/>\n[17] BfR: Jodsalzprophylaxe birgt kein gesundheitliches Risiko f\u00fcr Schilddr\u00fcsenpatienten und Allergiker vom07.12.2001; Ver\u00f6ffentlichung 39\/2001<br \/>\n[18] BfR: Fragen und Antworten zur Jodversorgung und zur Jodmangelvorsorge; FAQ des BfR vom 07.02.2012<br \/>\n[19] http:\/\/www.forum-schilddruese.de\/Hashimoto\/<br \/>\n[20] BDI aktuell; R.G\u00e4rtner, P.C.Scriba, Klinikum der Universit\u00e4t M\u00fcnchen, 02\/2004<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Foto:\u00a0Thomas Weidner<\/h4>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber eine spannende Entdeckungsreise H\u00e4ufig steht und stand Jod in der Kritik. 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Ein Beispiel: Auf der Seite von Jod-Kritik findet man eine Rechnung, in der Wissenschaftler davon ausgehen, dass bei einem Glas Milch (0,2 l) bereits circa 300 \u03bcg Jod aufgenommen werden und somit der empfohlene Tagesbedarf (auf den wir sp\u00e4ter noch einmal eingehen werden) schon deutlich \u00fcberschritten werde [1]. 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Jahrelang wurde gelehrt, dass nur bestimmte Mengen des Elements eingenommen werden sollen. Doch wie viel Jod d\u00fcrfen wir tats\u00e4chlich zu uns nehmen und wie viel verzehren wir bereits? Im Internet und in Fachkreisen kursieren widerspr\u00fcchliche Angaben und auch scheint Jod nicht gleich Jod zu sein. Der vorliegende Artikel macht sich auf die Suche nach Antworten und versucht ein bisschen Jod ins Dunkel zu bringen. Immer wieder wird man in der Praxis mit der Frage konfrontiert, ob nun eine zus\u00e4tzliche Jodierung sinnvoll ist oder nicht oder ob sie sogar gef\u00e4hrlich sei, weil \u201ewir ja eh alle \u00fcberjodiert sind\u201c. Auch spezielle Fragen bei Hashimoto-Thyreoiditis werden an uns Naturheilkundler gestellt, weil viele meiner Patienten im hektischen Alltag keine konkreten Antworten finden. So fing ich an zu recherchieren und war verbl\u00fcfft, wie widerspr\u00fcchlich die Informationen waren, die man im Netz fand. Ein Beispiel: Auf der Seite von Jod-Kritik findet man eine Rechnung, in der Wissenschaftler davon ausgehen, dass bei einem Glas Milch (0,2 l) bereits circa 300 \u03bcg Jod aufgenommen werden und somit der empfohlene Tagesbedarf (auf den wir sp\u00e4ter noch einmal eingehen werden) schon deutlich \u00fcberschritten werde [1]. Auf der Seite [&hellip;]","og_url":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/traditionelle-westliche-medizin\/iodine-hated-cursed-idolized\/","og_site_name":"Paracelsus Magazin","article_publisher":"https:\/\/www.facebook.com\/Paracelsus-Magazin-436487499874780\/","article_published_time":"2018-04-12T06:44:13+00:00","article_modified_time":"2022-09-05T17:49:31+00:00","og_image":[{"width":1200,"height":800,"url":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20182-BLASENTANG_02.jpg","type":"image\/jpeg"}],"author":"Michael Schlimpen","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Verfasst von":"Michael Schlimpen","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"17\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/traditionelle-westliche-medizin\/iodine-hated-cursed-idolized\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/traditionelle-westliche-medizin\/iodine-hated-cursed-idolized\/"},"author":{"name":"Michael Schlimpen","@id":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/#\/schema\/person\/06e5c2772d5c3b2215cc2d454f507889"},"headline":"Jod \u2013 Verhasst, verdammt, verg\u00f6ttert","datePublished":"2018-04-12T06:44:13+00:00","dateModified":"2022-09-05T17:49:31+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/traditionelle-westliche-medizin\/iodine-hated-cursed-idolized\/"},"wordCount":3369,"publisher":{"@id":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/#organization"},"image":{"@id":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/traditionelle-westliche-medizin\/iodine-hated-cursed-idolized\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20182-BLASENTANG_02.jpg","articleSection":["Traditionelle Westliche Medizin"],"inLanguage":"de"},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/traditionelle-westliche-medizin\/iodine-hated-cursed-idolized\/","url":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/traditionelle-westliche-medizin\/iodine-hated-cursed-idolized\/","name":"Jod \u2013 Verhasst, verdammt, verg\u00f6ttert - Paracelsus Magazin","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/traditionelle-westliche-medizin\/iodine-hated-cursed-idolized\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/traditionelle-westliche-medizin\/iodine-hated-cursed-idolized\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20182-BLASENTANG_02.jpg","datePublished":"2018-04-12T06:44:13+00:00","dateModified":"2022-09-05T17:49:31+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/traditionelle-westliche-medizin\/iodine-hated-cursed-idolized\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/traditionelle-westliche-medizin\/iodine-hated-cursed-idolized\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/traditionelle-westliche-medizin\/iodine-hated-cursed-idolized\/#primaryimage","url":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20182-BLASENTANG_02.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/20182-BLASENTANG_02.jpg","width":1200,"height":800},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/traditionelle-westliche-medizin\/iodine-hated-cursed-idolized\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Jod \u2013 Verhasst, verdammt, verg\u00f6ttert"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/#website","url":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/","name":"Paracelsus Magazin","description":"Health &amp; 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