{"id":15478,"date":"2017-05-26T08:47:28","date_gmt":"2017-05-26T06:47:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/?p=15478\/"},"modified":"2022-09-13T21:42:25","modified_gmt":"2022-09-13T19:42:25","slug":"die-mineralstoffe-nach-dr-schuessler-iv","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/homoeopathie\/die-mineralstoffe-nach-dr-schuessler-iv\/","title":{"rendered":"Die Mineralstoffe nach Dr. Sch\u00fc\u00dfler  [IV]"},"content":{"rendered":"<h2>2. <strong>Die Mineralstoffe des Lebens<\/strong><\/h2>\n<h3><a name=\"_Toc410027191\"><\/a>2.1.6\u00a0\u00a0 Was hei\u00dft potenzieren?<\/h3>\n<p>Beispiel: Es wird ein Gramm (= ein Teil) Wirkstoff (z.B. Magnesium phosphoricum) mit 9 Gramm (= 9 Teile) Milchzucker vermischt. Diese Mischung wird sehr lange mit dem M\u00f6rser nach vorgeschriebenen, festgelegten Anordnungen verrieben, damit sich die Molek\u00fcle des Wirkstoffes im Milchzucker verteilen. Wenn dieser Vorgang abgeschlossen ist, spricht man von D1, der ersten Dezimalverreibung. Sie besagt, dass ein Zehntel der vorliegenden Menge aus Wirkstoff besteht. Von dieser Verreibung wird wiederum ein Gramm mit 9 Gramm Milchzucker verrieben, wodurch die zweite Dezimalverreibung entsteht, D 2. Wird dieser Vorgang wiederholt, entsteht die dritte Dezimalverreibung, n\u00e4mlich D 3. In der sechsten Dezimalverreibung steht das Verh\u00e4ltnis Wirkstoff zu Milchzucker 1 : 1 000 000.<\/p>\n<p>Die Menge des Wirkstoffes ist vom Gewicht her sehr gering. Eine Tablette wiegt 0,26 Gramm inklusive Tablettierungsstoffe. In einer Tablette sind in der sechsten Dezimalverreibung 1\/4 Mikrogramm Wirkstoff (der vierte Teil eines Millionstel Gramms). Es geht aber bei den Mineralstoffen nach Dr. Sch\u00fc\u00dfler nicht nach der Menge, nach dem Gewicht, sondern um die vereinzelten, eben potenzierten einer physiologischen Verteilung entsprechenden Molek\u00fcle, die auch bis in die Zelle eindringen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>2.1.8\u00a0\u00a0 Kann man zu viel davon einnehmen?<\/h3>\n<p>In der zw\u00f6lften Dezimalverreibung sind in einer Tablette der vierte Teil von einem Billionstel Gramm als Wirkstoff enthalten. Die Angaben erfolgen aus dem Grund, weil immer wieder behauptet wird, von diesen Mineralstoffen k\u00f6nnte zu viel eingenommen werden. F\u00fcr jene, die gerne in eine niedere Potenz ausweichen, sei aufgezeigt, dass eine Tablette in D3 so viel Wirkstoffe enth\u00e4lt, wie 1 000 Tabletten in D 6. So darf es nicht verwundern, dass 50, 70 oder mehr St\u00fcck Mineralstoff Tabletten an einem Tag in der Substitionsheilweise<sup>9<\/sup> keine Seltenheit sind.<\/p>\n<p>Diese Menge wird von einem Hom\u00f6opathen als sehr problematisch gesehen! Das kann vom Standpunkt der Reizheilweise aus verstanden werden. Dieser darf aber nicht der einzige sein, den Berater, Hom\u00f6opathen oder Therapeuten einnehmen. Er kann durchaus angebracht sein, aber eben nur in jenen F\u00e4llen, wo es passt und nicht grunds\u00e4tzlich, oder gar dogmatisch.<\/p>\n<p>Wie wenig Wirkstoffe tats\u00e4chlich in den Mineralstoffen nach Dr. Sch\u00fc\u00dfler enthalten sind, soll folgender Vergleich verdeutlichen. Bei Mineralw\u00e4ssern ist der Gehalt an gel\u00f6sten Mineralstoffen angegeben. Er wird meistens in Milligramm angef\u00fchrt. Handelt es sich zum Beispiel um ein Mineralwasser in dem in jedem Liter 2500 Milligramm, also 2,5 Gramm gel\u00f6ste Mineralstoffe enthalten sind, muss man, wenn jemand \u00fcber die Sch\u00fc\u00dfler\u2019schen Mineralstoffe so viel zu sich nehmen will als in einem Liter eines solchen Mineralwassers enthalten ist, 2500 Kilogramm, also 2,5 Tonnen Mineralstoffe nach Dr. Sch\u00fc\u00dfler zu sich nehmen. Es handelt sich bei der Substitution niemals um die Menge der Mineralstoffe (Quantit\u00e4t), sondern ausschlie\u00dflich um die Mineralstoffe, welche sich in feineren Verd\u00fcnnungen im K\u00f6rper vorfinden (Qualit\u00e4t), vor allem innerhalb der Zellen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>2.1.8\u00a0\u00a0 Die Auswirkung von Betriebsstoffm\u00e4ngeln<\/h3>\n<p>Ein bezeichnender Satz, der den allgemeinen Mangel an Mineralstoffen drastisch ausdr\u00fcckt lautet:<\/p>\n<p>\u201eMit dem Alter habe ich damals schon zu k\u00e4mpfen gehabt.\u201c \u2013 \u201eWie alt sind Sie denn?\u201c<\/p>\n<p>Der allgemeine Abbau der Mineralstoffe zeigt sich in einem schnellen Altern des K\u00f6rpers, wenn also das biologische Alter nicht mit dem Lebensalter \u00fcbereinstimmt. Menschen formulieren dann wie folgt: \u201eEr (oder Sie) schaut aber schon ziemlich alt aus f\u00fcr sein (ihr) Alter.\u201c Das Bestreben besteht in einem Auff\u00fcllen der Speicher, wodurch die Organe wieder gut arbeiten k\u00f6nnen sowie die Gewebe in ihrer gesunden Struktur wiederhergestellt werden.<\/p>\n<p>Das Ziel besteht darin, dass zumindest das Lebensalter dem biologischen Alter entspricht. W\u00fcnschenswert w\u00e4re, dass jemand j\u00fcnger aussieht, als es seinem Lebensalter entspricht. Allerdings m\u00fcssen dabei auch noch andere Bereiche als nur die k\u00f6rperliche Ebene ber\u00fccksichtigt werden. Schaut jemand \u00e4lter aus, als sein Lebensalter es angebracht erscheinen l\u00e4sst, wird von Degeneration, dem vorzeitigen Abbau der Lebensgrundlagen, gesprochen.<\/p>\n<p>Die Entfremdung von einem nat\u00fcrlichen Leben ist leider sehr gro\u00df. Wir m\u00fcssen uns wieder ein gutes Gesp\u00fcr f\u00fcr den K\u00f6rper, die Natur und das Leben erwerben. Der jahrzehntelange Verzehr von denaturierter Nahrung \u00fcber Generationen hinweg, in der auch die wichtigen Mineralstoffe entfernt wurden, zeigt sich haupts\u00e4chlich am Gebissverfall, bei Krankheiten der Verdauungsorgane, Gallensteinen, Herz- und Kreislauferkrankungen, Rheuma, Fettsucht, Arthrose, Diabetes, Arteriosklerose, an den sogenannten Zivilisationskrankheiten.<\/p>\n<p>Wenn durch den Mangel an Betriebsstoffen die Organe oder andere Teile des K\u00f6rpers leiden, sind diese noch lange nicht krank, das hei\u00dft besch\u00e4digt. Trotzdem wird oft an den durch den Mangel ver\u00e4nderten Organen und K\u00f6rperteilen infolge der Unkenntnis der Zusammenh\u00e4nge interveniert, anstatt den fehlenden Betriebsstoff nachzuf\u00fcllen.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die vermuteten Speicher der einzelnen f\u00fcr Dr. Sch\u00fc\u00dfler bedeutsamen Mineralstoffe<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Nr. 1 Calcium fluoratum: Zahnschmelz, Knochenh\u00fclle, Oberhaut (Epidermis), alle elastischen Gewebe, in denen Hornstoff (Keratin) eingelagert ist.<\/li>\n<li>Nr. 2 Calcium phosphoricum: Knochen, Z\u00e4hne<\/li>\n<li>Nr. 3 Ferrum phosphoricum: Nasenwurzel innen &#8211; bei einem chronischen Mangel entsteht ein schmaler Steg.<\/li>\n<li>Nr. 4 Kalium chloratum: Bronchien, Schleimh\u00e4ute<\/li>\n<li>Nr. 5 Kalium phosphoricum: Schl\u00e4fen<\/li>\n<li>Nr. 6 Kalium sulfuricum: Bauchspeicheldr\u00fcse<\/li>\n<li>Nr. 7 Magnesium phosphoricum: in allen Fasern der unwillk\u00fcrlichen Muskel, auch Herz.<\/li>\n<li>Nr. 8 Natrium chloratum: Schleimh\u00e4ute, vor allem Nasenschleimhaut.<\/li>\n<li>Nr. 9 Natrium phosphoricum: Lymphe.<\/li>\n<li>Nr. 10 Natrium sulfuricum: Leber<\/li>\n<li>Nr. 11 Silicea: Bindegewebe<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><a name=\"_Toc410027200\"><\/a>2.1.9\u00a0\u00a0 Ist die Therapie nach Dr. Sch\u00fc\u00dfler eine Heilweise?<\/h3>\n<p>Wenn die Gesundheit Gegenstand der \u00dcberlegungen wird, muss unbedingt ber\u00fccksichtigt werden, dass die verschiedenen Ebenen im Menschen jeweils ihre Rolle spielen. Manche Menschen sind schon zufrieden, wenn ihr K\u00f6rper keine St\u00f6rungen meldet. Das ist f\u00fcr sie Grund genug, zu sagen, sie seien gesund.<\/p>\n<p>Allerdings lassen sich bei einer solchen Betrachtungsweise viele Probleme, die sich im Leben des Menschen stellen, nicht einordnen. Au\u00dferdem beschr\u00e4nkt sich diese Sichtweise ausschlie\u00dflich auf St\u00f6rungen des K\u00f6rpers. Viele Krankheiten bahnen sich aber eine gewisse Zeit unbemerkt ihren Weg. Diese ersten Anzeichen haben eine so geringe Wirkung im K\u00f6rper, so dass sie meistens nicht wahrgenommen werden. Wenn die Krankheit dann ausbricht, hat sie sich schon lange vorbereitet, ohne dass es der Betreffende gemerkt hat. Es ist also wichtig zu \u00fcberlegen, wann von Krankheit \u00fcberhaupt gesprochen werden kann.<\/p>\n<p>Ist der Mensch noch gesund, nur weil er die ersten Anzeichen einer sich anbahnenden Krankheit nicht sp\u00fcrt? Ist er noch gesund, obwohl er innerlich schon l\u00e4ngst eine \u201egesunde\u201c Einstellung zum Leben verlassen hat? Oder wenn er keinen \u201egesunden\u201c Schlafplatz hat und damit rechnen muss, dass sich seine energetische Ebene aber auch seine k\u00f6rperliche in einen Bereich bewegen, der nicht mehr einem gesunden Zustand entspricht?<\/p>\n<p>Zum Abschluss eine vielleicht verbl\u00fcffende Frage: Gibt es eine gesunde Krankheit? Bedenkt man, dass vor allem Kinder nach einer Krankheit oft mit einem ungeheuren Entwicklungsschub reagieren, dann ist diese Frage gar nicht so abwegig!<\/p>\n<p>Kommt es zu St\u00f6rungen im Gesamtgef\u00fcge des Menschen, in einer der Ebenen seiner Existenzweise, so kommt es \u00fcber kurz oder lang zur Krankheit. Ein bezeichnendes Sprichwort in diesem Zusammenhang, welches aber noch vom alten Menschenbild ausgeht, hei\u00dft: \u201eWas die Seele nicht bearbeiten will, daran muss der K\u00f6rper leiden.\u201c Diese Formulierung geht also immer von einer tieferen bzw. feineren Ebene als der des K\u00f6rpers aus, auf der die St\u00f6rung liegen muss. Damit ist auch schon ein Hinweis auf die ganzheitliche Methode der Krankheitsbehandlung gegeben, in der nicht nur der gesamte K\u00f6rper sondern alle Ebenen des Menschen und ihr Zusammenspiel bzw. Zusammenwirken gesehen werden.<\/p>\n<p>Umgekehrt kann dieser Satz auch eine arge Unterstellung sein, denn er sagt, dass der Kranke eben nicht an seinem Problem arbeiten will. Er ist also immer selber schuld, was aber von der systemischen Betrachtung her auf keinen Fall richtig ist.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite gibt es den Satz bzw. die Einstellung: \u201eDu Doktor hilf mir, aber ver\u00e4ndere mich nicht!\u201c<\/p>\n<p>Ziel ist die Integration aller Ebenen in das Lebensgeschehen. Wer etwas oder eine Ebene aus dem Leben ausklammert, wird St\u00f6rungen meistens aus der beiseite geschobenen Ebene erleben. Somit geht es insgesamt um den Fluss innerhalb der Ebenen und um den Fluss zwischen dem Menschen und der Au\u00dfenwelt, also um den Fluss des Lebens schlechthin.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u2026 wird fortgesetzt<\/strong><\/p>\n<h4>Fu\u00dfnote<\/h4>\n<p>9 Einer dem K\u00f6rper gerechten Zubereitung.<\/p>\n<h4>Kontakt<\/h4>\n<h5><a href=\"http:\/\/www.gba.at\">www.gba.at<\/a><\/h5>\n<h4>Foto<\/h4>\n<h5>fotolia.com<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2. Die Mineralstoffe des Lebens 2.1.6\u00a0\u00a0 Was hei\u00dft potenzieren? Beispiel: Es wird ein Gramm (= ein Teil) Wirkstoff (z.B. Magnesium phosphoricum) mit 9 Gramm (= 9 Teile) Milchzucker vermischt. Diese Mischung wird sehr lange mit dem M\u00f6rser nach vorgeschriebenen, festgelegten Anordnungen verrieben, damit sich die Molek\u00fcle des Wirkstoffes im Milchzucker verteilen. Wenn dieser Vorgang abgeschlossen ist, spricht man von D1, der ersten Dezimalverreibung. Sie besagt, dass ein Zehntel der vorliegenden Menge aus Wirkstoff besteht. Von dieser Verreibung wird wiederum ein Gramm mit 9 Gramm Milchzucker verrieben, wodurch die zweite Dezimalverreibung entsteht, D 2. Wird dieser Vorgang wiederholt, entsteht die dritte Dezimalverreibung, n\u00e4mlich D 3. In der sechsten Dezimalverreibung steht das Verh\u00e4ltnis Wirkstoff zu Milchzucker 1 : 1 000 000. Die Menge des Wirkstoffes ist vom Gewicht her sehr gering. Eine Tablette wiegt 0,26 Gramm inklusive Tablettierungsstoffe. 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Nach jahrelanger Auseinandersetzung mit einer schweren Krankheit und ihrer Bew\u00e4ltigung, unter anderem mit Hilfe der Mineralstoffe nach Dr. Sch\u00fc\u00dfler, kann Thomas Feichtinger heute wieder arbeiten. Neben Lehrg\u00e4ngen in der Mineralstofflehre nach Dr. Sch\u00fc\u00dfler und der damit eng verkn\u00fcpften Antlitzanalyse nach Kurt Hickethier absolvierte er eine Ausbildung in Gestalttherapie und in Existenzanalyse und Logotherapie nach Viktor E. Frankl. Heute arbeitet er in der Erwachsenenbildung, in der Einzelberatung, ist erfolgreicher Buchautor und Ausbildungsleiter in der GBA.\",\"sameAs\":[\"http:\\\/\\\/www.gba.at\"],\"url\":\"https:\\\/\\\/www.paracelsus-magazin.ch\\\/de\\\/author\\\/feichtinger\\\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Die Mineralstoffe nach Dr. Sch\u00fc\u00dfler [IV] - Paracelsus Magazin","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/homoeopathie\/die-mineralstoffe-nach-dr-schuessler-iv\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Die Mineralstoffe nach Dr. Sch\u00fc\u00dfler [IV] - Paracelsus Magazin","og_description":"2. Die Mineralstoffe des Lebens 2.1.6\u00a0\u00a0 Was hei\u00dft potenzieren? Beispiel: Es wird ein Gramm (= ein Teil) Wirkstoff (z.B. 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Es geht aber bei den Mineralstoffen nach Dr. Sch\u00fc\u00dfler nicht nach der Menge, nach dem Gewicht, sondern um die vereinzelten, eben potenzierten einer physiologischen Verteilung entsprechenden Molek\u00fcle, die auch bis in die Zelle eindringen k\u00f6nnen. &nbsp; 2.1.8\u00a0\u00a0 Kann man zu viel davon einnehmen? 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