{"id":14826,"date":"2017-04-12T15:03:29","date_gmt":"2017-04-12T13:03:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/?p=14826\/"},"modified":"2022-09-12T20:43:30","modified_gmt":"2022-09-12T18:43:30","slug":"die-vier-goettlichen-wurzeln-der-existenz-i","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/paracelsusmedizin\/die-vier-goettlichen-wurzeln-der-existenz-i\/","title":{"rendered":"Die vier g\u00f6ttlichen Wurzeln der Existenz  [I]"},"content":{"rendered":"<h2>Die antike Vier &#8211; Elementen &#8211; Lehre und ihre Bedeutung in der Kr\u00e4uterheilkunde<\/h2>\n<p><strong>&#8222;Wer sie nicht kennte, \/ Die Elemente, \/ Ihre Kraft \/ Und Eigenschaft, \/ W\u00e4re kein Meister \/ \u00dcber die Geister&#8220;<\/strong>, Johann Wolfgang v. Goethe.<\/p>\n<p>\u00dcber zwei Jahrtausende war die antike Lehre von den vier Elementen das beherrschende Denksystem des Abendlands. Aber anders als in der chinesischen oder ayurvedischen Medizin, die auf \u00e4hnlichen Vorstellungen beruhen, schenkt man in der abendl\u00e4ndischen Heilkunde der Elementenlehre kaum noch Beachtung, dabei ist sie die Grundlage wichtiger Heilverfahren wie der Kr\u00e4uterheilkunde, Spagirik, Astro- oder Humoralmedizin. Auch alte Kr\u00e4uterb\u00fccher, die Texte von Hildegard und Paracelsus oder die therapeutischen Ans\u00e4tze der anthroposophischen Medizin, werden durch die Elementenlehre erst wirklich verst\u00e4ndlich.<\/p>\n<h5><img decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-14476 size-large\" src=\"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/P1-Jesus-als-Quintessenz-inmitten-der-Elemente.jpg\" width=\"1024\" height=\"842\" srcset=\"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/P1-Jesus-als-Quintessenz-inmitten-der-Elemente.jpg 1200w, https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/P1-Jesus-als-Quintessenz-inmitten-der-Elemente-300x247.jpg 300w, https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/P1-Jesus-als-Quintessenz-inmitten-der-Elemente-669x550.jpg 669w, https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/P1-Jesus-als-Quintessenz-inmitten-der-Elemente-700x576.jpg 700w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/>Bild 1:\u00a0Jesus inmitten der vier Elemente. Seine Haltung zeigt die magische Geste &#8222;Wie oben, so unten&#8220;. Er steht auf der Erde, in der sich die Elemente physisch manifestieren. Miniatur aus Bartholomaeus Anglicus: De proprietatibus rerum, 15Jh.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vor allem kennt dieses alte Weltbild einen qualitativen Zugang zur Natur, der in der stofforientierten Heilkunde unserer Zeit fast vollst\u00e4ndig verloren gegangen ist. Den Unterschied zum heute vorherrschenden materialistischen Weltbild formulierte der Anthroposoph E.M. Kranich mit den Worten: &#8222;Die Elemente sind ein Prozess lebendigen Zusammenwirkens von Qualit\u00e4ten, die nur geistig zu fassen sind. Wenn man sich mit den Elementen besch\u00e4ftigt, befindet man sich in einem lebendigen Geschehen; bei den Stoffen steht man vor Objektenquot. Somit entfremdet die Betonung des Stofflichen im Denken den Menschen von der Natur und damit von sich selbst. Es ist also mit Sicherheit ein Fehler, die eigene Tradition zu bel\u00e4cheln oder gar zu leugnen, denn als ganzheitliches Weltbild ist die abendl\u00e4ndische Elementenlehre sehr wohl von Nutzen und dazu geeignet, die wahre Natur von Krankheitsprozess und Heilmittel zu erkennen.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Von der Philosophie zur Humoralmedizin<\/strong><\/p>\n<p>&#8222;Denn die vier Wurzelkr\u00e4fte aller Dinge h\u00f6re zuerst: Zeus, der schimmernde und Here, die lebensspendende sowie Aidoneus und Nestis, die durch ihre Tr\u00e4nen flie\u00dfen l\u00e4sst irdischen Springquell&#8220;, Empedokles von Agrigent[1]<\/p>\n<p>Die Vorstellungen \u00fcber das Wirken der Urkr\u00e4fte gehen auf den antiken Philosophen Empedokles von Agrigent (5 Jh. v. Chr.) zur\u00fcck. Er nannte sie Feuer, Wasser, Luft und Erde, erst Platon sprach von Elementen.<\/p>\n<p>Aristoteles f\u00fcgte diesem System noch ein f\u00fcnftes Element hinzu, auch Quintessenz oder \u00c4ther genannt. Es ist die Vereinigung der vier Urkr\u00e4fte sowie deren Ursprung und Vollendung. Als geistiges Prinzip finden wir sie aber in allen Erscheinungen wieder. Sie ist die Vereinigung der Gegens\u00e4tze: Feuer und Wasser, Sonne und Mond, m\u00e4nnlich und weiblich, Wissen und Liebe. Die Quintessenz<sup>2<\/sup> aus der Natur freizusetzen und als Heilmittel zu nutzen, ist die geheime Kunst der Alchimie.<\/p>\n<p>Aristoteles f\u00fchrte auch die qualitative Unterscheidung der Elemente ein (W\u00e4rme, K\u00e4lte, Trockenheit, Feuchtigkeit). &#8222;Jedes Element hat zwei spezifische Eigenschaften, wovon es die erste f\u00fcr sich ausschlie\u00dflich besitzt, durch die zweite aber wie durch ein Medium mit dem folgenden Element zusammenh\u00e4ngt. Das Feuer ist warm und trocken, die Erde trocken und kalt, das Wasser kalt und feucht, die Luft feucht und warm&#8220; (Agrippa v. Nettesheim).<\/p>\n<p>Die jeweils erstgenannte Eigenschaft bildet die prim\u00e4re Qualit\u00e4t eines Elements; Feuer w\u00e4re demnach mehr warm als trocken, Erde mehr trocken als kalt, Wasser mehr kalt als feucht und Luft mehr feucht als warm.<\/p>\n<p>Polybos, Schwiegersohn des Hippokrates, entwickelte aus der Elementenlehre die Vier-S\u00e4fte-Lehre (humores = S\u00e4fte) und ein darauf aufbauendes Therapiesystem, die Humoralmedizin. Gesundheit entspricht nach diesem System einer harmonischen Verteilung der vier S\u00e4fte (Eukrasie), beziehungsweise der Elemente: Blut (Luft), Schleim (Wasser), schwarze Galle (Erde) und gelbe Galle (Feuer). Krankheit ist dagegen eine falsche S\u00e4ftemischung (Dyskrasie), beziehungsweise das \u00dcberwiegen eines Safts oder eines Elements. Nach antiken Vorstellungen erfolgt die Therapie durch Entleeren des \u00fcbersch\u00fcssigen Saftes (Ausleitung der &#8222;materia pecans&#8220; = schuldige Materie).<\/p>\n<h5><img decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-14479 size-large\" src=\"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/P2-Elemente-Figuren-Symbole.jpg\" width=\"1024\" height=\"688\" srcset=\"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/P2-Elemente-Figuren-Symbole.jpg 1200w, https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/P2-Elemente-Figuren-Symbole-300x202.jpg 300w, https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/P2-Elemente-Figuren-Symbole-819x550.jpg 819w, https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/P2-Elemente-Figuren-Symbole-700x470.jpg 700w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/>Bild 2: Die vier Temperamente. Medizinhistorisches Museum Z\u00fcrich.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der griechische Arzt Galenos (129 bis 199 n. Chr.) wandte die S\u00e4ftelehre auch auf seelische Vorg\u00e4nge an. Die falsche S\u00e4ftemischung f\u00fchrt zur Entstehung der vier Temperamente: Melancholiker (Erde; melanos = schwarz, chole = Galle), Sanguiniker (Luft; sanguis = Blut), Phlegmatiker (Wasser; phlegma = Dampf), Choleriker (Feuer; chole = Galle). Nach dem Untergang Roms entwickelten arabische \u00c4rzte wie Avicenna die Elementenlehre weiter. Durch die Kreuzz\u00fcge kam das Wissen wieder zur\u00fcck nach Europa und beeinflusste die Medizin des Mittelalters erheblich. Im Sp\u00e4tmittelalter und in der Renaissance erlebte die Elementenlehre ihre letzte Hochbl\u00fcte. In der Neuzeit begann schlie\u00dflich ihr Niedergang, der bis heute andauert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Elemente und ihre Eigenschaften<\/strong><\/p>\n<p>&#8222;Dies ist die Wurzel und Grundlage aller K\u00f6rper, Naturen, Kr\u00e4fte und wunderbaren Werke; wer diese Eigenschaften der Elemente und ihre Mischungen kennt, der wird ohne Schwierigkeit wunderbare und erstaunliche Dinge vollbringen und ein vollendeter Meister der nat\u00fcrlichen Magie sein&#8220;, Agrippa v. Nettesheim.<\/p>\n<p>Der Charakter der Elemente zeigt sich schon in ihrer Symbolik: Ein Dreieck nach oben haben Feuer und Luft, dies zeigt ihre aktive m\u00e4nnliche Kraft. Wasser und Erde haben dagegen ein Dreieck nach unten; es verweist auf ihre passive weibliche Kraft. Die Elemente sind damit polar geordnet, \u00e4hnlich dem Yang-Yin-System der chinesischen Medizin. Feuer (Yang) und Wasser (Yin) bilden die Grundpolarit\u00e4t der Elemente. In der Alchimie haben sie symbolisch das gleiche Gewicht. Das Element Luft verbindet diese zwei Grundkr\u00e4fte miteinander. Das Ergebnis des Zusammenwirkens dieser drei Kr\u00e4fte sind die Manifestationen im Element Erde.<\/p>\n<p>Bildhaft beschrieb Hermes Trismegistos<sup>3<\/sup> das sch\u00f6pferische Zusammenwirken der Elemente: &#8222;Sein Vater ist die Sonne (Feuer), seine Mutter der Mond (Wasser),der Wind (Luft) hat es in seinem Bauch getragen, seine Amme ist die Erde&#8220;.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Zuordnungen zu den Elementen<\/strong><\/p>\n<p>Neben K\u00f6rpersaft und Temperament ordnet man den Elementen und ihren Qualit\u00e4ten unter anderem auch Organe, Krankheitsprozesse und Heilmittel, insbesondere Pflanzen, zu.<\/p>\n<p>Dabei unterscheidet man beispielsweise ein trockenes Fieber (Feuer) von einem Fieber mit Schwei\u00df (Luft). Akute Krankheiten sind feurig\/luftig, chronische dagegen erdhaft\/w\u00e4ssrig. Von den Organen sind zum Beispiel Herz und Galle feurig, Leber und Lymphe w\u00e4ssrig, Niere und Hormonsystem luftig, Lunge und Bewegungsapparat erdhaft.<\/p>\n<p>Kr\u00e4uter mit Herzwirkung st\u00e4rken Selbstwahrnehmung und Ich-Bewusstsein (Feuer), Leberheilpflanzen regenerieren den Organismus(Wasser), Nierenmittel wirken auf unsere Gef\u00fchlssph\u00e4re (Luft) und Lungenmittel st\u00e4rken die physische Konstitution (Erde). Die Pflanzenteile ordnete Agrippa von Nettesheim wie folgt zu: <strong>&#8222;Bei den Pflanzen geh\u00f6ren der Erde an die Wurzeln wegen ihrer Dichtheit, dem Wasser die Bl\u00e4tter wegen ihres Saftes, der Luft die Bl\u00fcten wegen ihrer Feinheit, dem Feuer der Same wegen seines erzeugenden Geistes.&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>\u201cFeuer\u201c<\/h3>\n<p>Das Feuer ist als erstes durch den Weltgeist aus der Finsternis entstanden und durchflutet alles mit Licht und W\u00e4rme. Es ist die Ordnung, nach dem Urchaos der Sch\u00f6pfung. Feuer ist das aktive sch\u00f6pferische Prinzip, die Intuition, Bewegung, Potenz, Kraft und der Wille zur Existenz. F\u00fcr den Menschen ist es das Bewusstsein seiner selbst (mentaler K\u00f6rper), sein Feuer der Liebe, seine Begeisterung, Lust und Erkenntnis.<\/p>\n<h5><img decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-14485\" src=\"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/P4-Gott-erschafft-die-Welt-Blake-211x300.jpg\" width=\"400\" height=\"569\" srcset=\"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/P4-Gott-erschafft-die-Welt-Blake-211x300.jpg 211w, https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/P4-Gott-erschafft-die-Welt-Blake-387x550.jpg 387w, https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/P4-Gott-erschafft-die-Welt-Blake-700x995.jpg 700w, https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/P4-Gott-erschafft-die-Welt-Blake.jpg 844w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/>Bild 4: Mit Blitz und Donner offenbaren sich die Gottheiten des Elements Feuer. William Blake, 1794.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Charakter:<\/strong> Warm &#8211; trocken; strahlend; brennend, aktiv.<\/p>\n<p><strong>Alchimie:<\/strong> Sulfur; alle Prozesse, bei denen man W\u00e4rme verwendet.<\/p>\n<p><strong>Bewu\u00dftseinsform:<\/strong> Intuition.<\/p>\n<p><strong>Temperament:<\/strong> Cholerisch.<\/p>\n<p><strong>Organe:<\/strong> Herz, Arterien, Galle, Muskulatur, Abwehrprozesse.<\/p>\n<p><strong>S\u00e4fte:<\/strong> Gelbe Galle.<\/p>\n<p><strong>Geschmack:<\/strong> Scharf, brennend, bitter, warm, zusammenziehend.<\/p>\n<p><strong>Geruch:<\/strong> Bei\u00dfend, krautig, w\u00fcrzig, warm, balsamisch, intensiv.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Pflanzensignatur:<\/strong> Reifung, Umwandlung der Bl\u00fctenkraft in Samen. Verh\u00e4rtungsprinzip; Ausbildung harter H\u00f6lzer (Zimtrinde, Eiche, Berberitze). Umwandlung des Blattprinzips in Nadeln oder Dornen(Berberitze, Schlehe, Disteln, Nadelgeh\u00f6lze). Ausbildung von Bitterstoffen, Scharfstoffen (teils auch Luft), fetten und \u00e4therischen \u00d6len (Olive, Sonnenblume, Rosmarin, Wermut). Farbausbildung: Gelb, Orange, Rot, Purpur.<\/p>\n<p><strong>Wirkung:<\/strong> Erhitzend und austrocknend, stimulierend, tonisierend, abwehrsteigernd, keimt\u00f6tend, h\u00e4ufig emmenagog und den Kreislauf anregend; bei chronischen Leiden.<\/p>\n<p><strong>Konstitution:<\/strong> Luesinisch; oxygenoid, hyperton-plethorisch, athletisch.<\/p>\n<p><strong>\u00dcberma\u00df von Feuer = Mangel an Wasser:<\/strong> \u00dcberwiegen der gelben Galle = cholerisches und extrovertiertes Temperament, h\u00e4ufig mit Tendenz zur Gewalt, auch gegen\u00fcber sich selbst; Ungeduld, J\u00e4hzorn, R\u00fccksichtslosigkeit. Akute und hei\u00dfe Erkrankungen mit gleichzeitiger Trockenheit. Herz-Kreislauferkrankungen wie Hypertonie, Apoplexie, Sklerose (auch Erde), entz\u00fcndliche Herzleiden. Allgemein Entz\u00fcndungen mit Hitze und R\u00f6tung und wenig Sekretbildung, z.B. trockene Bronchitis. Gallenblasenentz\u00fcndung (mit Steinbildung auch Erde), Hepatitis, Gastritis (Ulcus zeigt \u00dcbergang zu Erde). Septische Fieber; Leukozytose.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Wasser<\/h3>\n<p>\u00dcber das Wesen des Elements Wasser schrieb ein chinesischer Gelehrter im 11. Jahrhundert: <strong>&#8222;Von allen Elementen sollte der Weise sich das Wasser zum Lehrer w\u00e4hlen. (&#8230;) Wasser erobert durch nachgeben; es greift nie an, aber gewinnt immer die letzte Schlacht.&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Im Wasser liegt die Keimkraft aller Dinge. Es hat die Kraft der Ern\u00e4hrung und des Wachstums. Es ist weiblich, passiv und alles durchdringend.<\/p>\n<p>Es ist das Leben, die Gef\u00fchle, die Liebe zur Natur, die Z\u00e4rtlichkeit, das Mitgef\u00fchl. Wasser ist das Form- und Wachstumsprinzip des Lebens, der Bildekr\u00e4fteleib (= Bild der Kraft) oder \u00c4therleib der Anthroposophen, mit dessen Hilfe die Regeneration und der Energieaufbau erfolgt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><img decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-14488\" src=\"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/P5-MondgG\u00f6ttin-Ronault.jpg\" width=\"400\" height=\"643\" srcset=\"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/P5-MondgG\u00f6ttin-Ronault.jpg 746w, https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/P5-MondgG\u00f6ttin-Ronault-187x300.jpg 187w, https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/P5-MondgG\u00f6ttin-Ronault-342x550.jpg 342w, https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/P5-MondgG\u00f6ttin-Ronault-700x1126.jpg 700w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/>Bild 5: Mondg\u00f6ttinnen verk\u00f6rpern die regenerative und weibliche Kraft des Elements Wasser. Georges Rouault, 1895.<\/h5>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Charakter:<\/strong> Feucht &#8211; Kalt, beweglich, formend, passiv.<\/p>\n<p><strong>Alchimie:<\/strong> Passiver Merkur, Putrefaktion, Kondensation.<\/p>\n<p><strong>Bewusstseinsform:<\/strong> Imagination, Medialit\u00e4t, Phantasie.<\/p>\n<p><strong>Temperament:<\/strong> Phlegma.<\/p>\n<p><strong>Organe:<\/strong> Leber, Keimdr\u00fcsen, Haut, Schleimhaut, Lymphe, K\u00f6rperfl\u00fcssigkeiten.<\/p>\n<p><strong>S\u00e4fte:<\/strong> Schleim.<\/p>\n<p><strong>Geschmack:<\/strong> Muffig, fad, schleimig, faulig.<\/p>\n<p><strong>Geruch:<\/strong> Durchdringend, aashaft, faulig, muffig, schwei\u00dfig, pheromon\u00e4hnlich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Pflanzensignatur:<\/strong> Keimung; S\u00e4ftefluss der Pflanze. Weiche und saftige Kr\u00e4uter; mit fleischigen und wasserhaltigen Bl\u00e4ttern (Agave, Aloe, Dachwurz &#8211; \u00dcberlebensprinzip im Element Feuer). An feuchten Stellen wachsend (Weide, Birke); Wasser- und Moorpflanzen (Seerose, Sonnentau). NachtaktivePflanzen (K\u00f6nigin der Nacht; Nachtkerze). Ausbildung von Schleimstoffen, Feuchtigkeitsspeicher.Farbausbildung h\u00e4ufig Wei\u00df, Rosa, Hellgelb.<\/p>\n<p><strong>Wirkung:<\/strong> K\u00fchlend und anfeuchtend, entz\u00fcndungswidrig, regenerierend, sedierend, h\u00e4ufig antiallergisch; bei akuten Leiden.<\/p>\n<p><strong>Konstitution:<\/strong> Lymphatisch; hydrogenoid; allergische Diathese (Anergie).<\/p>\n<p><strong>\u00dcberma\u00df an Wasser = Mangel an Feuer:<\/strong> \u00dcberwiegen von Schleim = Phlegmatisches introvertiertes Temperament; Willensschw\u00e4che, Unentschlossenheit, unselbstst\u00e4ndig, \u00e4ngstlich. St\u00e4ndige M\u00fcdigkeit, Schwei\u00dfneigung (kalt), Kreislaufschw\u00e4che (st\u00e4ndiges Fr\u00f6steln), Hypotonie, Bindegewebsschw\u00e4che. Lymphatismus mit Neigung zu Wassereinlagerungen. Alle Symptome verschlimmern sich bei feucht-kalter Wetterlage. Neigung zur Verschleimung (chronische Sinusitis, Bronchitis). Rezidivierende Erkrankungen, Infektneigung (oft auch Erde). Mykosen. Neigung zu Tumorbildung und Krebs. Status nach Schock. Fettsucht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u2026 wird fortgesetzt<\/strong><\/p>\n<h5>mit freundlicher Genehmigung der Zeitschrift Naturheilpraxis<\/h5>\n<h4><\/h4>\n<h4>Anmerkungen<\/h4>\n<h5>1Aus dem Werk: &#8222;\u00dcber die Natur&#8220;; Zeus ist das \u00e4therische Feuer, Here die Erde, Aidoneus die unsichtbare Luft und Nestis das Wasser.[zur\u00fcck]<br \/>\n2Das Hexagramm, die Vereinigung von Feuer und Wasser, ist das Symbol der Quintessenz. [zur\u00fcck]<br \/>\n3\u00c4gyptischer Eingeweihter, der in der hermetischen Tradition mit Thot, dem Gott der Weisheit und Sch\u00f6pfer der Alchimie, gleichgesetzt wird. [zur\u00fcck]<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Literaturauswahl<\/h4>\n<h5>Arroyo Stephen: Astrologie, Psychologie und die vier Elemente; Hamburg 1989<br \/>\nB\u00f6hme, Gernot \/ B\u00f6hme, Hartmut: Feuer, Wasser, Erde, Luft; M\u00fcnchen 1996<br \/>\nDaems, Willem F.: Mensch und Pflanze; Schw\u00e4bisch Gm\u00fcnd, 1988, Junius, Manfred M.: Praktisches Handbuch der Pflanzen-Alchimie; Interlaken 1982<br \/>\nKranich, Ernst M.: Die Formensprache der Pflanze; Stuttgart 1976<br \/>\nMadejsky, Margret \/ Rippe, Olaf: Heilmittel der Sonne; M\u00fcnchen 1997<br \/>\nM\u00fcller, Ingo W.: Humoralmedizin; Heidelberg 1993<br \/>\nNettesheim, Agrippa von: Die magischen Werke; Wiesbaden 1983<br \/>\nParacelsus: S\u00e4mtliche Werke, Aschner Ausgabe; Anger 1993<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Kontakt<\/h4>\n<h5>Barerstr. 48<br \/>\nD-80799 M\u00fcnchen<br \/>\n0049\/89\/2725902<br \/>\nwww.natura-naturans.de<br \/>\nwww.olaf-rippe.de<br \/>\ninfo@olaf-rippe.de<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die antike Vier &#8211; Elementen &#8211; Lehre und ihre Bedeutung in der Kr\u00e4uterheilkunde &#8222;Wer sie nicht kennte, \/ Die Elemente, \/ Ihre Kraft \/ Und Eigenschaft, \/ W\u00e4re kein Meister \/ \u00dcber die Geister&#8220;, Johann Wolfgang v. Goethe. \u00dcber zwei Jahrtausende war die antike Lehre von den vier Elementen das beherrschende Denksystem des Abendlands. Aber anders als in der chinesischen oder ayurvedischen Medizin, die auf \u00e4hnlichen Vorstellungen beruhen, schenkt man in der abendl\u00e4ndischen Heilkunde der Elementenlehre kaum noch Beachtung, dabei ist sie die Grundlage wichtiger Heilverfahren wie der Kr\u00e4uterheilkunde, Spagirik, Astro- oder Humoralmedizin. Auch alte Kr\u00e4uterb\u00fccher, die Texte von Hildegard und Paracelsus oder die therapeutischen Ans\u00e4tze der anthroposophischen Medizin, werden durch die Elementenlehre erst wirklich verst\u00e4ndlich. Bild 1:\u00a0Jesus inmitten der vier Elemente. Seine Haltung zeigt die magische Geste &#8222;Wie oben, so unten&#8220;. Er steht auf der Erde, in der sich die Elemente physisch manifestieren. 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