{"id":14160,"date":"2016-11-01T13:34:55","date_gmt":"2016-11-01T12:34:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/allgemein\/lu-jong-i-the-oldest-tibetan-theory-of-movement-for-healing-body-mind-and-spirit\/"},"modified":"2022-08-31T16:41:28","modified_gmt":"2022-08-31T14:41:28","slug":"lu-jong-i-die-aelteste-tibetische-bewegungslehre-zur-heilung-von-koerper-und-geist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/verschiedenes\/lu-jong-i-die-aelteste-tibetische-bewegungslehre-zur-heilung-von-koerper-und-geist\/","title":{"rendered":"Lu Jong I: Die \u00e4lteste tibetische Bewegungslehre zur Heilung von K\u00f6rper und Geist"},"content":{"rendered":"<h2>Einleitung<\/h2>\n<p>(G. A. Ulmer)<br \/>\nTibetische M\u00f6nche, die als Eremiten in den Bergen Tibets lebten und von jeglicher \u00e4rztlichen Versorgung abgeschnitten waren, entwickelten aus ihrem uralten medizinischen Wissen heraus spezifische K\u00f6rper\u00fcbungen, mit deren Hilfe sie versuchten, Leib und Seele gesund zu erhalten und auch Krankheiten zu heilen. Diese \u00dcbungen nannten sie Lu Jong. \u201eLu\u201d bedeutet K\u00f6rper und \u201eJong\u201d bedeutet \u00dcbung. Lu\u2013Jong bedeutet also \u201eK\u00f6rperbewegungen\u201d.<\/p>\n<p>Lu Jong hat eine ganz eigene Tradition und unterscheidet sich vom Yoga, das in Indien praktiziert wird, und auch von dem in China entstandenen Qi Gong, aus dem sp\u00e4ter Tai Chi und andere \u00dcbungen hervorgegangen sind. Lu Jong ist das \u00e4lteste Bewegungssystem Asiens, \u00e4lter als Yoga und Qi Gong.<\/p>\n<p>Es gibt drei Arten des Lu Jong:<br \/>\nDas Innere Lu Jong \u2013 normale K\u00f6rperbewegung,<br \/>\ndas \u00c4u\u00dfere Lu Jong \u2013 T\u00e4nze der M\u00f6nche und<br \/>\ndas Geheime Lu Jong \u2013 besondere Lehren.<br \/>\nLu Jong-\u00dcbungen wurden vom Meister zum Sch\u00fcler weiter gegeben.<\/p>\n<p>Der Arzt Tulku Lama Lobsang ist augenblicklich der Linienhalter dieser noch heute in Tibet praktizierten Schule. Indem die richtigen Bewegungen gemacht werden, ist es m\u00f6glich, das Gleichgewicht der verschiedenen Lebenss\u00e4fte und Elemente im K\u00f6rper schnell wieder herzustellen, die dazu passenden Kan\u00e4le zu \u00f6ffnen und zu schlie\u00dfen und als Resultat Gesundheit zu erlangen. Eine ganze Reihe von K\u00f6rperbewegungen entstand, jede mit ihrer eigenen Wirkung auf die zahlreichen Meridiane, Reflexzonen und spezifischen Organe oder K\u00f6rperteile.<\/p>\n<p>Im Lu Jong flossen die tiefen Kenntnisse der Meister \u00fcber Natur, Geist und K\u00f6rper in die \u00dcbungen ein. Sie hatten erkannt, welchen Einfluss die Natur und die F\u00fcnf Elemente (Wasser, Erde, Feuer, Wind, Raum) auf uns haben. Au\u00dferdem wussten sie, welche nat\u00fcrliche Kraft in unserer Geisteshaltung liegt und wie sie mit den Kr\u00e4ften der Natur in Verbindung steht. Ihnen war bekannt, in welcher Beziehung der Geist zum Atem steht und zu lung (tib.), dem inneren Wind als feinstoffliche Lebensenergie. Denn dieser Wind wirkt auf eine besondere Weise auf die Meridiane und letztendlich auf unsere Gesundheit.<\/p>\n<p>Durch die Beobachtung der Tiere und ihres Verhaltens in bestimmten Situationen, erlebten sie die heilenden Kr\u00e4fte der Natur. Deshalb sind viele Lu Jong \u00dcbungen den Bewegungen der Tiere nachempfunden.<\/p>\n<p>Lu Jong, eine alles umfassende Bewegungslehre, schenkt nicht nur unserem K\u00f6rper Gesundheit, sondern auch unserem Geist. Mit den \u00dcbungen k\u00f6nnen wir Krankheiten wirksam bek\u00e4mpfen, uns von negativen Gef\u00fchlen wie Hass und Gier befreien und ein emotionales Gleichgewicht erreichen. Die meisten Probleme, die wir selbst erzeugen, entstehen durch ein \u00dcberma\u00df an Gier und Egoismus. Durch die Lu Jong-\u00dcbungen k\u00f6nnen wir den Geist so beeinflussen, dass er frei und mitf\u00fchlend wird.<\/p>\n<h2>Die f\u00fcnf Elemente<\/h2>\n<p>(Originaltext von Tulku Lama Lobsang)<br \/>\nUnser K\u00f6rper besteht aus den F\u00fcnf Elementen Erde, Wasser, Feuer, Wind (Luft) und Raum. Grundlage dieser F\u00fcnf Elemente ist der Wind. Wenn wir ihn harmonisieren, flie\u00dfen auch die anderen Elemente in unserem K\u00f6rper ausgeglichen.<\/p>\n<p>Aus den F\u00fcnf Elementen bilden sich die \u201eBaustoffe\u201d unseres K\u00f6rpers:<\/p>\n<ul>\n<li>Knochen und Fleisch entstehen aus dem Erd-Element, das f\u00fcr die \u201eFestigkeit\u201d zust\u00e4ndig ist.<\/li>\n<li>Das Wasser-Element, das in Form von Blut und anderen Fl\u00fcssigkeiten in uns flie\u00dft, ist f\u00fcr den \u201eZusammenhalt\u201d des K\u00f6rpers zust\u00e4ndig. Ohne dieses Element w\u00fcrde unser K\u00f6rper wie Staub zerfallen.<\/li>\n<li>Die K\u00f6rperw\u00e4rme wird dem Feuer-Element zugeordnet, das f\u00fcr die Umwandlung und den Reifeprozess zust\u00e4ndig ist.<\/li>\n<li>Dank des Wind-Elementes k\u00f6nnen wir atmen und denken, es ist f\u00fcr die Bewegungen des K\u00f6rpers, das Wachstum und f\u00fcr die Entwicklung verantwortlich.<\/li>\n<li>Alle Hohlr\u00e4ume in unserem K\u00f6rper entsprechen dem Raum-Element, das Raum f\u00fcr alle anderen Elemente schafft. Raum bedeutet Existenzraum \u2013 Planeten und Gestirne bewegen sich im Raum, Wasser k\u00f6nnte nirgendwo flie\u00dfen, wenn es den Raum nicht g\u00e4be.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die F\u00fcnf Elemente wirken sowohl im Kosmos als auch in unserem K\u00f6rper. Nach tibetischem Verst\u00e4ndnis ist das Universum der Makrokosmos und unser K\u00f6rper ein Mikrokosmos, in dem sich der Makrokosmos widerspiegelt. Demzufolge geschieht alles, was sich au\u00dfen ereignet \u2013 also jede Ver\u00e4nderung in unserer Umwelt \u2013, im \u00fcbertragenen Sinn auch in unserem K\u00f6rper. Weil alles zusammengeh\u00f6rt, nichts voneinander getrennt ist, flie\u00dfen die Elemente au\u00dferhalb von uns und in uns.<\/p>\n<p>In der tibetischen Medizin gilt die harmonische Wirkung der Elemente als sehr wichtig f\u00fcr die Gesundheit; wenn das Gleichgewicht der Elemente gest\u00f6rt ist, erkranken wir. Dem Wind-Element kommt dabei eine Schl\u00fcsselrolle zu: Es setzt alle Elemente in Bewegung und kann sie durch harmonisches Flie\u00dfen in Einklang miteinander bringen.<\/p>\n<p>Auch die f\u00fcnf Sinneswahrnehmungen funktionieren dank der F\u00fcnf Elemente:<\/p>\n<ul>\n<li>Dank des Raum-Elementes k\u00f6nnen wir h\u00f6ren.<\/li>\n<li>Dank des Wind-Elementes k\u00f6nnen wir riechen.<\/li>\n<li>Dank des Feuer-Elementes k\u00f6nnen wir sehen.<\/li>\n<li>Dank des Wasser-Elementes k\u00f6nnen wir schmecken.<\/li>\n<li>Dank des Erd-Elementes k\u00f6nnen wir tasten und sp\u00fcren.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wenn die Elemente in unserem K\u00f6rper nicht miteinander im Gleichgewicht sind, dann sind auch die Kan\u00e4le nicht ausgeglichen. Wenn die Kan\u00e4le nicht ausgeglichen sind, ist auch der Wind nicht ausgeglichen. Wenn der Wind nicht ausgeglichen ist, dann befindet sich auch unser Geist nicht im Gleichgewicht.<\/p>\n<p>Durch das Zusammenziehen, Ausdehnen und Entspannen beeinflussen wir bei den Lu Jong-\u00dcbungen den Fluss der S\u00e4fte und Energien in den Kan\u00e4len. Auf diese Weise k\u00f6nnen sich Blockaden aufl\u00f6sen, und der Wind, f\u00fcr den harmonischen Durchfluss dieser Energien verantwortlich, kann ungehindert und frei str\u00f6men. Das ist eine Voraussetzung daf\u00fcr, dass wir Krankheiten \u00fcberwinden.<\/p>\n<h2>Die vier Gruppen der Krankheiten<\/h2>\n<p>In der tibetischen Medizin unterscheidet man vier Gruppen von Krankheiten:<\/p>\n<ol>\n<li>Manche Krankheiten kommen und gehen zu verschiedenen Zeiten des Jahres. Sie bed\u00fcrfen nicht unbedingt einer medizinischen Behandlung. Sie entstehen und vergehen von allein. Doch der Gebrauch von Medizin heilt sie schneller.<\/li>\n<li>Sichtbar manifestierte Krankheiten entstehen durch \u00e4u\u00dferen Einfluss und unser Verhalten. Sie m\u00fcssen medizinisch behandelt werden, sonst k\u00f6nnen wir sterben.<\/li>\n<li>Die so genannten psychischen Krankheiten werden vorwiegend von unserem Denken erzeugt. Viele Menschen bilden sich etwas ein, das nicht existiert, und werden davon krank. Krankheiten dieser Gruppe k\u00f6nnen mit schamanistischen Ritualen und auch durch Medizin geheilt werden.<\/li>\n<li>Zur vierten Gruppe geh\u00f6ren Krankheiten, deren Ursachen im Karma (geistige oder k\u00f6rperliche Handlungen und deren Auswirkungen) fr\u00fcherer Leben liegen. Sie k\u00f6nnen aus diesem Grund nicht geheilt werden. In Tibet geschieht es h\u00e4ufig, dass Menschen bestimmte Krankheiten als Auswirkung des Karmas annehmen (und deshalb eine medizinische Behandlung ablehnen). Unsere g\u00e4ngige medizinische Welt versteht dies nicht, aber ein m\u00f6glicher Weg des Heilens bedeutet, das Karma zu reinigen oder ein gutes Karma zu schaffen. Dies kann durch Praktizieren von Dharma erreicht werden.<\/li>\n<\/ol>\n<h2>Die drei S\u00e4fte<\/h2>\n<p>Die drei schon erw\u00e4hnten S\u00e4fte nennt man in der tibetischen Medizin lung (Wind), tripa (Galle) und bekken (Schleim). Sie werden als die drei Prinzipien, die drei verschiedenen Anteile von \u201eLebensenergien\u201d verstanden. Diese Energien, die sich als S\u00e4fte formieren, beinhalten die F\u00fcnf Elemente, die in allen Lebewesen angelegt sind und das Leben erst m\u00f6glich machen. Sie bilden ein sensibles System, das die grobstoffliche (k\u00f6rperliche) Ebene mit der feinstofflichen (geistigen) verbindet. Jedes Prinzip (Wind, Galle, Schleim) besitzt seine ureigenen Eigenschaften, die in Kombination mit den F\u00fcnf Elementen auch noch die kleinste lebendige Zelle strukturieren.<\/p>\n<ul>\n<li>Lung (Wind) verk\u00f6rpert die Luft, die f\u00fcr die Gedanken und die Vernunft zust\u00e4ndig ist, au\u00dferdem f\u00fcr die Atmung, die Bewegung, alle Ausscheidungen und die K\u00f6rper\u00f6ffnungen.<\/li>\n<li>Tripa (Galle) verk\u00f6rpert das Feuer, das f\u00fcr die K\u00f6rperw\u00e4rme, die Verdauung und den ganzen Stoffwechsel zust\u00e4ndig ist, au\u00dferdem f\u00fcr den Mut und den Willen.<\/li>\n<li>Bekken (Schleim) verk\u00f6rpert die Erde und das Wasser, das f\u00fcr die K\u00f6rperstruktur, die Fl\u00fcssigkeiten, die Biegsamkeit des K\u00f6rpers und der Gelenke sowie f\u00fcr die Geduld und den Schlaf zust\u00e4ndig ist.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die drei S\u00e4fte repr\u00e4sentieren somit die F\u00fcnf Elemente und sind bereits bei der Zeugung im Samen des Vaters und in den Eizellen der Mutter vorhanden. Auch unser Geist tr\u00e4gt \u2013 im Zustand der Seelenwanderung \u2013 die Grundlagen der F\u00fcnf Elemente in sich.<\/p>\n<p>Wenn bei der Zeugung Samen und Eizellen in Bezug auf einen der drei S\u00e4fte erkrankt sind, dann eignen sie sich nicht f\u00fcr die Befruchtung. Sollte es doch dazu kommen, ist das Risiko, dass das Kind mit einer Behinderung geboren wird, sehr gro\u00df. Entsprechend dem Verh\u00e4ltnis der drei S\u00e4fte bei der Befruchtung zueinander, werden die Veranlagungen und F\u00e4higkeiten eines Menschen angelegt.<\/p>\n<p>Auch nach der Geburt sind die Balance der Elemente und die Ausgewogenheit der drei S\u00e4fte f\u00fcr die Gesundheit ma\u00dfgebend.<\/p>\n<h2>Eigenschaften der drei Grundtypen<\/h2>\n<h3><strong>Wind<\/strong><\/h3>\n<ul>\n<li>d\u00fcnne, gebeugte Menschen<\/li>\n<li>leichter K\u00f6rperbau<\/li>\n<li>empfindlich gegen Wind und K\u00e4lte<\/li>\n<li>trockene, bl\u00e4uliche Haut<\/li>\n<li>d\u00fcnnes, br\u00fcchiges Haar<\/li>\n<li>essen s\u00fc\u00dfe, saure und salzige Nahrung<\/li>\n<li>reden sehr gern<\/li>\n<li>haben einen einfachen Charakter<\/li>\n<li>leiden unter Schlaflosigkeit, Konzentrationsschw\u00e4che, St\u00f6rungen der Atemwege, Gelenkschmerzen, Problemen an der Wirbels\u00e4ule und dem Bewegungsk\u00f6rrat<\/li>\n<\/ul>\n<h3><strong>Galle<\/strong><\/h3>\n<ul>\n<li>agile, wendige Menschen<\/li>\n<li>leicht erregbar<\/li>\n<li>gelbliche Haut<\/li>\n<li>st\u00e4ndig hungrig und durstig<\/li>\n<li>essen gern s\u00fc\u00dfe und bittere Nahrung<\/li>\n<li>sehr intelligent und stolz<\/li>\n<li>leiden unter Verdauungsst\u00f6rungen, Magenbeschwerden, Hautreizungen mit R\u00f6tung, Sonnenempfindlichkeit, Hautentz\u00fcndungen<\/li>\n<\/ul>\n<h3><strong>Schleim<\/strong><\/h3>\n<ul>\n<li>eher dicke Menschen<\/li>\n<li>kr\u00e4ftiger K\u00f6rperbau<\/li>\n<li>helle Hautfarbe<\/li>\n<li>essen gern scharfe und saure Nahrung, k\u00f6nnen aber lange ohne Nahrung auskommen<\/li>\n<li>schlafen gern lange<\/li>\n<li>sind geduldig und haben einen gem\u00fctlichen, ausgeglichenen Charakter<\/li>\n<li>leiden unter Gewichts- und Verdauungsproblemen, Verschleimungen der Atemwege.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Jeder Mensch beh\u00e4lt seinen Grundtyp ein Leben lang bei.<\/p>\n<h3>Das Wind-Prinzip<\/h3>\n<p>Eigenschaften: leicht, fein, kalt, beweglich, rauh, hart<br \/>\nHauptzentren: Herz, Gehirn, Knochen<\/p>\n<p>Der ganze Kreislauf funktioniert aufgrund des Wind-Flusses, ebenso Atmung, Bewegungen und Ausscheidungen. Dank des Wind-Prinzips k\u00f6nnen wir sehen, h\u00f6ren, riechen, schmecken und f\u00fchlen. In Tibet unterscheidet man f\u00fcnf Arten von Wind:<\/p>\n<ol>\n<li>Der lebenserhaltende Wind befindet sich im Herzzentrum und steht mit dem Gehirn in enger Verbindung. Er erm\u00f6glicht Denken und Bewusstsein, die Wahrnehmung durch die Sinne und die Atmung.<\/li>\n<li>Der aufsteigende Wind befindet sich haupts\u00e4chlich im Oberk\u00f6rper. Er erm\u00f6glicht das Sprechen, verleiht den Sinnen ihre Klarheit, (gibt der Haut Glanz) und schult das Ged\u00e4chtnis.<\/li>\n<li>Der alles durchdringende Wind ist, wie der Name schon sagt, \u00fcberall im K\u00f6rper und f\u00fcr den Blutkreislauf sowie die K\u00f6rperbeweglichkeit zust\u00e4ndig.<\/li>\n<li>Der das Feuer begleitende Wind befindet sich im Magen und ist f\u00fcr die Verdauung zust\u00e4ndig. Er erzeugt das Gef\u00fchl von Hunger und Durst.<\/li>\n<li>Der unten bleibende Wind befindet sich im unteren K\u00f6rperbereich und ist f\u00fcr die Ausscheidungen, Substanzen und f\u00fcr den Unterk\u00f6rper zust\u00e4ndig. Ist der Wind im Verh\u00e4ltnis zu den anderen S\u00e4ften zu stark ausgepr\u00e4gt, kann er folgende St\u00f6rungen bewirken:<\/li>\n<\/ol>\n<ul>\n<li>Konzentrationsmangel, geistige Zerstreutheit (Konzentrationsst\u00f6rungen sind im Westen sehr h\u00e4ufig. Wir sehen jetzt, wie leicht wir durch die richtige Ern\u00e4hrung und das richtige Verhalten solche Auswirkungen verhindern k\u00f6nnen.)<\/li>\n<li>Schlafst\u00f6rungen<\/li>\n<li>Atemwegserkrankungen<\/li>\n<li>Gelenkschmerzen<\/li>\n<li>Probleme mit der Wirbels\u00e4ule<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Das Galle-Prinzip<\/h3>\n<p>Eigenschaften: hei\u00df, \u00f6lig, scharf, \u00fcbelriechend, fl\u00fcssig und l\u00e4uternd<br \/>\nHauptzentren: Magen, Leber, Galle, Blut.<\/p>\n<p>Das Galle-Prinzip ist f\u00fcr die Verdauung, die K\u00f6rpertemperatur, den Glanz der Haut und die Kraft von K\u00f6rper und Geist zust\u00e4ndig. In Tibet unterscheidet man auch f\u00fcnf Arten von Galle:<\/p>\n<ol>\n<li>Die verdauende Galle befindet sich in der Magengegend und ist f\u00fcr die Verdauung, die K\u00f6rperw\u00e4rme und die Kraft zust\u00e4ndig.<\/li>\n<li>Die Nahrung umwandelnde Galle befindet sich in der Galle und in der Leber. Sie ist f\u00fcr die Blut-Erzeugung und die rote Farbe des Bluts zust\u00e4ndig.<\/li>\n<li>Die vollbringende Galle befindet sich in der Herzgegend und ist f\u00fcr Stolz, Mut und die Vollendung einer Absicht zust\u00e4ndig.<\/li>\n<li>Die sehende Galle befindet sich in den Augen und ist f\u00fcr das Sehen zust\u00e4ndig.<\/li>\n<li>Die den Teint kl\u00e4rende Galle befindet sich in der Haut und ist f\u00fcr deren Glanz und Farbe zust\u00e4ndig.<strong>\u00a0<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<h3>Das Schleim-Prinzip<\/h3>\n<p>Eigenschaften: k\u00fchl, schwer, \u00f6lig,stumpf, stabil, sanft, klebrig feucht<br \/>\nHauptzentren: Mund, Kehle.<\/p>\n<p>Das Schleim-Prinzip ist f\u00fcr die K\u00f6rperfl\u00fcssigkeiten, die Ruhe des Geistes und den Schlaf zust\u00e4ndig. Folgende f\u00fcnf Arten von Schleim unterscheidet man:<\/p>\n<ol>\n<li>Der unterst\u00fctzende Schleim befindet sich im Brustkorbbereich und sorgt f\u00fcr die aufrechte Haltung.<\/li>\n<li>Der abbauende Schleim befindet sich im Magen und l\u00f6st die Nahrung auf.<\/li>\n<li>Der empfindende Schleim befindet sich auf der Zunge und ist f\u00fcr das Schmecken verantwortlich.<\/li>\n<li>Der s\u00e4ttigende Schleim befindet sich im Gehirn und ist f\u00fcr die Wahrnehmung der Sinne zust\u00e4ndig.<\/li>\n<li>Der verbindende Schleim befindet sich in den Gelenken und erm\u00f6glicht das Beugen und Strecken der Gelenke.<\/li>\n<\/ol>\n<h3>Die drei S\u00e4fte als Ursachen<\/h3>\n<p>Wenn sich die drei S\u00e4fte oder Prinzipien in unserem K\u00f6rper im Gleichgewicht befinden, bedeutet dies Gesundheit. Ger\u00e4t auch nur eines aus dem Gleichgewicht, erkrankt man. Die S\u00e4fte versuchen, sich gegenseitig im Gleichgewicht zu halten. Wenn ein Prinzip zu stark oder zu schwach wird, dann versucht eines der beiden anderen, das auszugleichen.<\/p>\n<p>Wird beispielsweise der Schleim, der die Elemente Erde und Wasser beinhaltet, zu stark, dann versucht die Galle (Element Feuer), dies auszugleichen. Wenn allerdings das Schleim-Prinzip so stark wird, dass die Galle nicht mehr in der Lage ist, das Ungleichgewicht auszubalancieren, kann sich eine Schleim- oder K\u00e4lte-Krankheit entwickeln. Deshalb m\u00fcssen wir den Schleim mit entsprechend warmer Nahrung, durch Kr\u00e4uter, Massagen und bestimmte K\u00f6rper\u00fcbungen (beispielsweise die 5. Grund\u00fcbung:\u201eLingshi Tadril \u2013 Wie sich ein neuer Berg erhebt\u201d) wieder ins Gleichgewicht bringen, da sonst die Funktion des Galle- Prinzips geschw\u00e4cht w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Wird die Galle, das Feuer-Element, durch falsche Ern\u00e4hrung zu stark, dann produziert sie im K\u00f6rper zu viel Hitze und l\u00e4sst dadurch Fieber und Hitze-Krankheiten entstehen. In diesem Fall sollten wir mit dem Element Erde \u201ek\u00fchlen\u201d, und zwar durch kalte Nahrungsmittel, kalte Anwendungen und entsprechende K\u00f6rper\u00fcbungen (beispielsweise die 2. Grund\u00fcbung: \u201eDongmo Surdung \u2013 Yak, der seinen Kopf schwingt\u201d), weil sonst unser Stoffwechsel Schaden nehmen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Wenn dagegen der Wind, das Luft-Element, durch falsche Ern\u00e4hrung zu stark wird, bringt er Schleim (Erd- und Wasser- Element) und Galle (Feuer-Element) gegen sich auf. Wir k\u00f6nnen das gest\u00f6rte Gleichgewicht durch das Raum-Element wieder in Harmonie bringen. Daf\u00fcr brauchen wir schwere, fetthaltige Nahrung und entsprechende K\u00f6rper\u00fcbungen (beispielsweise die 1. Grund\u00fcbung: \u201eNgangmo Chutung \u2013 Wildgans, die Wasser trinkt\u201d), die das Raum-Element in uns \u00f6ffnen.<\/p>\n<div id=\"attachment_13969\" style=\"width: 410px\" class=\"wp-caption alignright\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-13969\" class=\"wp-image-13969\" src=\"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/201610-Medical-institute-199x300.jpg\" alt=\"201610-medical-institute\" width=\"400\" height=\"605\" srcset=\"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/201610-Medical-institute-199x300.jpg 199w, https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/201610-Medical-institute-364x550.jpg 364w, https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/201610-Medical-institute-700x1058.jpg 700w, https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/201610-Medical-institute.jpg 794w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><p id=\"caption-attachment-13969\" class=\"wp-caption-text\">Tschagpori, einer der beiden Zwillingsberge von Lhasa mit dem medizinischen Institut auf seinem Gipfel. Darunter befindet sich der heilige Pfad Lingkor. Das Bild wurde 1945 von Brooke Dolan aufgenommen.<\/p><\/div>\n<p>Tschagpori, einer der beiden Zwillingsberge von Lhasa mit dem medizinischen Institut auf seinem Gipfel. Darunter befindet sich der heilige Pfad Lingkor. Das Bild wurde 1945 von Brooke Dolan aufgenommen.<\/p>\n<p>Tschagpori, einer der beiden Zwillingsberge von Lhasa mit dem medizinischen Institut auf seinem Gipfel. Darunter befindet sich der heilige Pfad Lingkor. Das Bild wurde 1945 von Brooke Dolan aufgenommen.<\/p>\n<p>Tschagpori, einer der beiden Zwillingsberge von Lhasa mit dem medizinischen Institut auf seinem Gipfel. Darunter befindet sich der heilige Pfad Lingkor. Das Bild wurde 1945 von Brooke Dolan aufgenommen.<\/p>\n<h3>Die drei S\u00e4fte im Verhalten und in der Nahrung<\/h3>\n<p>Wind-Krankheiten entstehen zum Beispiel, wenn wir<\/p>\n<ul>\n<li>zu viel bittere Nahrung zu uns nehmen<\/li>\n<li>zu viel nachdenken<\/li>\n<li>uns zu h\u00e4ufig Sorgen machen<\/li>\n<li>intensiv trauern<\/li>\n<li>\u00e4ngstlich sind<\/li>\n<li>zu h\u00e4ufig Geschlechtsverkehr haben<\/li>\n<\/ul>\n<p>Durch folgende Ma\u00dfnahmen k\u00f6nnen wir einer Wind-Krankheit begegnen:<\/p>\n<ul>\n<li>schwere, fetthaltige Nahrung, Fleisch und einige Pilze essen<\/li>\n<li>mit Menschen zusammen sein, die wir m\u00f6gen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Galle-Krankheiten entstehen zum Beispiel, wenn wir<\/p>\n<ul>\n<li>zu viel saure und scharfe Nahrung zu uns nehmen<\/li>\n<li>zu fetthaltig essen<\/li>\n<li>zu viel Alkohol trinken<\/li>\n<li>lange Zeit k\u00f6rperlich anstrengende Arbeiten verrichten<\/li>\n<li>uns zu lange am Feuer und in der Sonne aufhalten<\/li>\n<li>zu stolz sind<\/li>\n<\/ul>\n<p>Durch folgende Ma\u00dfnahmen k\u00f6nnen wir einer Galle-Krankheit begegnen:<\/p>\n<ul>\n<li>kalte Nahrung und kaltes Wasser zu uns nehmen<\/li>\n<li>Gem\u00fcse und Obst essen<\/li>\n<li>uns viel Ruhe g\u00f6nnen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Schleim-Krankheiten entstehen zum Beispiel, wenn wir<\/p>\n<ul>\n<li>zu viel s\u00fc\u00dfe, rohe und bittere Nahrung zu uns nehmen<\/li>\n<li>zu kalte Getr\u00e4nke trinken<\/li>\n<li>uns nach dem Essen nicht bewegen<\/li>\n<li>uns gern der Faulheit und Tr\u00e4gheit hingeben<\/li>\n<\/ul>\n<p>Durch folgende Ma\u00dfnahmen k\u00f6nnen wir einer Schleim-Krankheit begegnen:<\/p>\n<ul>\n<li>warme Nahrung zu uns nehmen<\/li>\n<li>hei\u00dfes Wasser trinken<\/li>\n<li>uns warm halten<\/li>\n<li>uns viel bewegen<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h3>Die drei S\u00e4fte und Farben<\/h3>\n<p>Die Farbe Rot st\u00e4rkt die Galle, das Feuer- Prinzip. Tibeter binden Wachhunden rote T\u00fccher um den Hals, um ihre Aggressivit\u00e4t zu f\u00f6rdern. Weil es in Tibet sehr kalt sein kann, haben die buddhistischen M\u00f6nche dort rote Gew\u00e4nder an, da Rot w\u00e4rmt.<\/p>\n<p>Die Farbe Wei\u00df weckt die Gier, das Wind-Prinzip. Der Buddha erlaubte den M\u00f6nchen deshalb nicht, wei\u00dfe Gew\u00e4nder zu tragen.<\/p>\n<p>Die Farbe Gelb wiederum k\u00fchlt und d\u00e4mpft das Verlangen und entspricht damit dem Erde-Prinzip. Aus diesem Grund empfahl der Buddha den M\u00f6nchen, gelbe Gew\u00e4nder zu tragen.<\/p>\n<p>Welche dieser Farben zu einem Menschen passt, h\u00e4ngt davon ab, welches Prinzip in ihm dominiert, ob er also ein Schleim-, ein Wind- oder ein Galle- Grundtyp ist.<\/p>\n<h3>Die drei S\u00e4fte in der Zeit<\/h3>\n<p>Das Wind-Prinzip dominiert<\/p>\n<ul>\n<li>im Fr\u00fchling und im Fr\u00fchsommer<\/li>\n<li>bei Tagesbeginn<\/li>\n<li>am Ende der Nacht<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Schleim-Prinzip dominiert<\/p>\n<ul>\n<li>im Sommer und im Herbst<\/li>\n<li>am Ende des Tages<\/li>\n<li>am Beginn der Nacht<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Galle-Prinzip dominiert<\/p>\n<ul>\n<li>im Sp\u00e4therbst und im Winter<\/li>\n<li>in der Mitte des Tages<\/li>\n<li>in der Mitte der Nacht<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Die drei S\u00e4fte und der Geist<\/h3>\n<p>Die tibetische Medizin sieht bei Wind\u2011, Galle- und Schleim-St\u00f6rungen die Hauptverursacher auf der geistigen Ebene. Es sind die Begierde (Anhaften an der Welt der Dinge), der Hass und die Verblendung. Im Buddhismus werden diese drei Grund\u00fcbel auch \u201eDie drei Wurzeln des Unheilsamen\u201d genannt. Begierde steht allgemein f\u00fcr Lust und Verlangen, ganz gleich, was begehrt wird. Hass steht f\u00fcr alle Formen der Aggressivit\u00e4t wie Zorn, Wut, \u00c4rger. Verblendung steht f\u00fcr die Ignoranz und Voreingenommenheit.<\/p>\n<ul>\n<li>Wind-Krankheiten werden von der Begierde gef\u00f6rdert.<\/li>\n<li>Galle-Krankheiten werden vom Hass gef\u00f6rdert.<\/li>\n<li>Schleim-Krankheiten werden von der Verblendung gef\u00f6rdert.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Ursprung aller dieser \u201eGeistesgifte\u201d ist die Unwissenheit um die wirkliche Beschaffenheit der Dinge \u2013 sie sind leer, blo\u00dfe Erscheinungen. Sie haben keine materielle Existenz, da man sie in ihrer Substanz letztlich nicht nachweisen kann. Die Unwissenheit endet mit dem Erkennen dieser Wirklichkeit. Wenn unser Geist zu sehr von Begierde, Hass und Verblendung beeinflusst wird, f\u00e4llt es uns schwer, die richtige Wahrnehmung zu entwickeln. Sie ist jedoch notwendig, damit wir uns der st\u00f6renden Emotionen bewusst werden k\u00f6nnen. Wenn wir unseren Geist kl\u00e4ren, werden wir die Unwissenheit \u00fcberwinden.<\/p>\n<p>Das Funktionieren des Geistes wird erst durch das Wind-Prinzip erm\u00f6glicht. Ohne den Wind k\u00f6nnten wir nicht denken. Deshalb ist der richtige Windfluss ma\u00dfgebend daf\u00fcr, dass wir die Unwissenheit erkennen und \u00fcberwinden. Eine St\u00f6rung des Windflusses ist auch der h\u00e4ufigste Grund f\u00fcr psychische Erkrankungen. Die Depression beispielsweise hat hier ihren Ursprung. Sie wird durch den Wind st\u00e4rkende Verhaltensweisen \u2013 wie bittere und kalte Nahrung zu sich nehmen, negative Emotionen (Angst, Pessimismus, Sorgen) erleben \u2013 gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Bei mentalen St\u00f6rungen, die von der Galle beeinflusst sind, bekommen wir Halluzinationen: Wir sehen Geister, begegnen G\u00f6ttern, nehmen Lichter, die in den K\u00f6rper eindringen, wahr.<\/p>\n<p>Bei mentalen St\u00f6rungen, die vom Schleim beeinflusst sind, werden wir zu \u201eEinsiedlern\u201d, weil uns das Sprechen schwer f\u00e4llt und wir tr\u00e4ge und schl\u00e4frig werden. K\u00f6rper und Geist werden unbeweglich, wir k\u00f6nnen nicht mehr klar denken und auch nicht mehr meditieren.<\/p>\n<h3>Die drei S\u00e4fte und Sonne, Mond und Sterne<\/h3>\n<p>W\u00e4hrend die Sonne am Himmel steht, herrscht das Galle-Prinzip. Menschen mit Galle-Krankheiten sollten deshalb das Sonnenlicht meiden. Scheint der Mond, herrscht das Schleim-Prinzip. Menschen mit Schleim-Krankheiten sollten deshalb das Mondlicht meiden.<\/p>\n<p>Die verschiedenen Sterne stehen jeweils in eigenen Zusammenh\u00e4ngen mit den drei Prinzipien. In Tibet baden die Menschen zum Beispiel in den Seen und Fl\u00fcssen, w\u00e4hrend der Stern \u201eRagscha\u201d f\u00fcr eine Woche am Herbsthimmel zu sehen ist. Seinem Licht wird, wenn es mit Wasser in Ber\u00fchrung kommt, eine heilende Wirkung bei allen Wind-, Galle und Schleim-Krankheiten nachgesagt.<\/p>\n<p>Wenn dagegen der Stern \u201ePaschak\u201d f\u00fcr eine Woche am Nachthimmel steht, vermeiden die Menschen Ber\u00fchrungen mit dem Wasser. Das Licht dieses Sterns hat eine st\u00f6rende Wirkung auf Wasser, der Kontakt damit kann dann Krankheiten verursachen. Sonnen- und Mondfinsternisse gleichen den Wind aus.<\/p>\n<p><strong>&#8230; wird fortgesetzt<\/strong><\/p>\n<h4>Quelle<\/h4>\n<h5>Tulku Lama Lobsang, Lu Jong,\u00a0Seiten 20-32<\/h5>\n<h4>Literaturempfehlung<\/h4>\n<h5>Tulku Lama Lobsang,<br \/>\n\u201eLu Jong\u201c, Scherz Verlag Bern O.W. Barth.<br \/>\nISBN 3-502-61121-1<\/h5>\n<h5>Ausgew\u00e4hlte Lu Jong-\u00dcbungen werden in den n\u00e4chsten Ausgaben vorgestellt werden.<\/h5>\n<h4>Weitere Informationen erhalten Sie unter<\/h4>\n<h4>www.NangtenMenlang.org or<br \/>\ninfo@NangtenMenlang.org<br \/>\noder \u00fcber die Redaktion.<\/h4>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einleitung (G. A. Ulmer) Tibetische M\u00f6nche, die als Eremiten in den Bergen Tibets lebten und von jeglicher \u00e4rztlichen Versorgung abgeschnitten waren, entwickelten aus ihrem uralten medizinischen Wissen heraus spezifische K\u00f6rper\u00fcbungen, mit deren Hilfe sie versuchten, Leib und Seele gesund zu erhalten und auch Krankheiten zu heilen. Diese \u00dcbungen nannten sie Lu Jong. \u201eLu\u201d bedeutet K\u00f6rper und \u201eJong\u201d bedeutet \u00dcbung. Lu\u2013Jong bedeutet also \u201eK\u00f6rperbewegungen\u201d. Lu Jong hat eine ganz eigene Tradition und unterscheidet sich vom Yoga, das in Indien praktiziert wird, und auch von dem in China entstandenen Qi Gong, aus dem sp\u00e4ter Tai Chi und andere \u00dcbungen hervorgegangen sind. Lu Jong ist das \u00e4lteste Bewegungssystem Asiens, \u00e4lter als Yoga und Qi Gong. 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Ulmer) Tibetische M\u00f6nche, die als Eremiten in den Bergen Tibets lebten und von jeglicher \u00e4rztlichen Versorgung abgeschnitten waren, entwickelten aus ihrem uralten medizinischen Wissen heraus spezifische K\u00f6rper\u00fcbungen, mit deren Hilfe sie versuchten, Leib und Seele gesund zu erhalten und auch Krankheiten zu heilen. Diese \u00dcbungen nannten sie Lu Jong. \u201eLu\u201d bedeutet K\u00f6rper und \u201eJong\u201d bedeutet \u00dcbung. Lu\u2013Jong bedeutet also \u201eK\u00f6rperbewegungen\u201d. Lu Jong hat eine ganz eigene Tradition und unterscheidet sich vom Yoga, das in Indien praktiziert wird, und auch von dem in China entstandenen Qi Gong, aus dem sp\u00e4ter Tai Chi und andere \u00dcbungen hervorgegangen sind. Lu Jong ist das \u00e4lteste Bewegungssystem Asiens, \u00e4lter als Yoga und Qi Gong. Es gibt drei Arten des Lu Jong: Das Innere Lu Jong \u2013 normale K\u00f6rperbewegung, das \u00c4u\u00dfere Lu Jong \u2013 T\u00e4nze der M\u00f6nche und das Geheime Lu Jong \u2013 besondere Lehren. Lu Jong-\u00dcbungen wurden vom Meister zum Sch\u00fcler weiter gegeben. Der Arzt Tulku Lama Lobsang ist augenblicklich der Linienhalter dieser noch heute in Tibet praktizierten Schule. Indem die richtigen Bewegungen gemacht werden, ist es m\u00f6glich, das Gleichgewicht der verschiedenen Lebenss\u00e4fte und Elemente im K\u00f6rper schnell wieder herzustellen, die dazu passenden Kan\u00e4le zu \u00f6ffnen und zu schlie\u00dfen und als Resultat [&hellip;]","og_url":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/verschiedenes\/lu-jong-i-die-aelteste-tibetische-bewegungslehre-zur-heilung-von-koerper-und-geist\/","og_site_name":"Paracelsus Magazin","article_publisher":"https:\/\/www.facebook.com\/Paracelsus-Magazin-436487499874780\/","article_published_time":"2016-11-01T12:34:55+00:00","article_modified_time":"2022-08-31T14:41:28+00:00","og_image":[{"width":1200,"height":538,"url":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/201610-Mt-Chagpori.jpg","type":"image\/jpeg"}],"author":"Tulku Lama Lobsang","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Verfasst von":"Tulku Lama Lobsang","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"14\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/verschiedenes\/lu-jong-i-die-aelteste-tibetische-bewegungslehre-zur-heilung-von-koerper-und-geist\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/verschiedenes\/lu-jong-i-die-aelteste-tibetische-bewegungslehre-zur-heilung-von-koerper-und-geist\/"},"author":{"name":"Tulku Lama Lobsang","@id":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/#\/schema\/person\/fec44c56c9aeaeb05306bfa89a28b641"},"headline":"Lu Jong I: Die \u00e4lteste tibetische Bewegungslehre zur Heilung von K\u00f6rper und Geist","datePublished":"2016-11-01T12:34:55+00:00","dateModified":"2022-08-31T14:41:28+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/verschiedenes\/lu-jong-i-die-aelteste-tibetische-bewegungslehre-zur-heilung-von-koerper-und-geist\/"},"wordCount":3499,"publisher":{"@id":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/#organization"},"image":{"@id":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/verschiedenes\/lu-jong-i-die-aelteste-tibetische-bewegungslehre-zur-heilung-von-koerper-und-geist\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/201610-Mt-Chagpori.jpg","keywords":["K\u00f6rper&amp;Geist"],"articleSection":["Verschiedenes"],"inLanguage":"de"},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/verschiedenes\/lu-jong-i-die-aelteste-tibetische-bewegungslehre-zur-heilung-von-koerper-und-geist\/","url":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/verschiedenes\/lu-jong-i-die-aelteste-tibetische-bewegungslehre-zur-heilung-von-koerper-und-geist\/","name":"Lu Jong I: Die \u00e4lteste tibetische Bewegungslehre zur Heilung von K\u00f6rper und Geist - Paracelsus Magazin","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/verschiedenes\/lu-jong-i-die-aelteste-tibetische-bewegungslehre-zur-heilung-von-koerper-und-geist\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/verschiedenes\/lu-jong-i-die-aelteste-tibetische-bewegungslehre-zur-heilung-von-koerper-und-geist\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/201610-Mt-Chagpori.jpg","datePublished":"2016-11-01T12:34:55+00:00","dateModified":"2022-08-31T14:41:28+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/verschiedenes\/lu-jong-i-die-aelteste-tibetische-bewegungslehre-zur-heilung-von-koerper-und-geist\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/verschiedenes\/lu-jong-i-die-aelteste-tibetische-bewegungslehre-zur-heilung-von-koerper-und-geist\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/verschiedenes\/lu-jong-i-die-aelteste-tibetische-bewegungslehre-zur-heilung-von-koerper-und-geist\/#primaryimage","url":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/201610-Mt-Chagpori.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/201610-Mt-Chagpori.jpg","width":1200,"height":538},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/verschiedenes\/lu-jong-i-die-aelteste-tibetische-bewegungslehre-zur-heilung-von-koerper-und-geist\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Lu Jong I: Die \u00e4lteste tibetische Bewegungslehre zur Heilung von K\u00f6rper und Geist"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/#website","url":"https:\/\/www.paracelsus-magazin.ch\/de\/","name":"Paracelsus Magazin","description":"Health &amp; 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From the age of 6, he was trained in Sutra, Tantra, Medicine and Astrology in various monasteries in Tibet. Since 2000, Lama Lobsang has been travelling in different countries teaching Medicine, Buddhism and Astrology. 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